PROJEKTVORHABEN

 

Die folgenden Projektvorhaben der F.O.M. befinden sich in der Begutachtung.

CellWund

Wundauflagen mit smarten Feuchtigkeitshaushalt

Die Behandlung chronisch offener Wunden erfordert eine hydroaktive Wundabdeckung, die in jeder Heilungsphase für optimale Bedingungen sorgt. Eine solcher Standard ist jedoch teuer und in Deutschland nicht etabliert. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer hydroaktiven Wundauflage auf Basis mikrofibrillierter Cellulose (MFC) als wirkstofffreies Medizinprodukt. Dabei soll, durch gezieltes Abändern der molekularen Zusammensetzung, eine MFC mit optimiertem Feuchtigkeitshaushalt synthetisiert werden. Diese MFC soll, kombiniert mit etablierten Vliesmaterialien, als neuartige Wundauflage getestet und verifiziert werden.

Beteiligte Forschungseinrichtung

  • Fraunhofer IZI-BB Potsdam
  • Fraunhofer IAP Potsdam

Projektsteckbrief

NOCTOPOS

Detektion neurodegenerativer und neuroinflammatorischer Erkrankungen im Auge mittels polarisationssensitiver OCT

Für viele neurologische Erkrankungen fehlen diagnostische Instrumentarien mit ausreichender Auflösung zur Früherkennung. Projektziel ist es, ein nicht-invasives Bildgebungsverfahren auf Basis von polarisationsssensitiver Optischer Kohärenz-tomographie (PS-OCT) der Netzhaut mit nahezu zellulärer Auflösung für die neurologische Diagnostik nutzbar zu machen. Das hierfür zu entwickelnde modulare PS-OCT-System soll krankheitsspezifische Strukturen anhand ihrer unterschiedlichen Doppelbrechung von Licht identifizieren können. Zur Signalverarbeitung und -systematisierung sollen softwareanalytische Verfahren entwickelt werden.

Beteiligte Forschungseinrichtungen

  • Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT Aachen
  • Experimental and Clinical Research Center (ECRC), Charité- Universitätsmedizin Berlin

Projektsteckbrief

XFloater

Mouche volantes: OCT-Erfassung und UKP-Laser Therapie

Glaskörpertrübungen, sog. Mouches volantes, führen zur Wahrnehmung kleiner, scheinbar im Gesichtsfeld schwebender Schatten und beeinträchtigen das Sehen. Konventionelle Therapien bergen Risiken für verschiedene erhebliche Komplikationen. Projektziel ist, die Grundlagen für ein sicheres, nicht-invasives Verfahren auf Basis modernster Lasertechnik mit hohen Behandlungserfolgsraten zu schaffen. Hierzu sollen Parameter von Ultrakurzpuls-Lasersystemen für einen effizienten Abtrag der Mouche volantes optimiert und mit optischer Kohärenztomografie (OCT) eine automatisierte 3D-Erfassung und Behandlung ermöglicht werden.

Beteiligte Forschungseinrichtung

  • Laser Zentrum Hannover e. V., Hannover

Projektsteckbrief

ULTRAHARD

Internationales Projekt: Ultrahard optical diamond coatings

Transparente Beschichtungen zum Kratzschutz bestimmen oft die Einsetzbarkeit und die Lebensdauer optischer Bauteile. Sie werden in vielen Branchen mit Antireflex- (AR-) oder hochreflektierenden (HR-) Schichten kombiniert. Heutige Lösungen sind jedoch stark anfällig für Verschleiß, optische Eintrübungen durch Abrieb oder haben eine niedrige laserinduzierte Zerstörschwelle. Projektziel ist die Entwicklung ultraresistenter AR- und HR-Oberflächen mithilfe transparenter nanokristalliner Diamantschichten. Dazu sollen Substratreinigung und -bekeimung angepasst und mehrere Beschichtungsverfahren untersucht und optimiert werden.

Beteiligte Forschungseinrichtungen:

  • Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST Braunschweig (D)
  • Hasselt University, Faculty of Sciences, Hasselt (B)

Projektsteckbrief

AnchorTex

Entwicklung neuartiger, schweißbarer Metall-Keramik-Werkstoff-verbundlösungen durch textile Ankerstrukturen

Eine stoffschlüssige Verbindung von Metallen und Keramik ist aufgrund unterschiedlicher chemischer Bindung und stark unterschiedlicher Schmelzpunkte und thermischer Ausdehnungskoeffizienten über drucklose Co-Sinterung schwierig zu realisieren. Ziel des Vorhabens ist es, neuartige Keramik-Metall-Verbundbauteile zu ermöglichen, deren Fügepartner sich mechanisch belastbar miteinander kombinieren lassen. Die Verbundbildung soll über metallische textile Ankerstrukturen bewerkstelligt werden, die in der keramischen Komponente eingebettet und anschließend mit einer weiteren metallischen Phase durchdrungen werden. Auf Basis der Projektergebnisse sollen Demonstratorbauteile aus dem Technologiefeld Medizintechnik z. B. Isoliereinsätze für ein Resektoskop bzw. ein Videoskop entwickelt werden.

Beteiligte Forschungseinrichtung

  • Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS, Dresden
  • Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM, Dresden
  • Sächsisches Textilforschungsinstitut 

Projektsteckbrief

RAeMon

Fortgeschrittene kontinuierliche Aerosolmessung mittels Raman-Spektroskopie

Die Kombination von Raman-Spektroskopie (RS) und Aerosolmesstechnik ermöglicht kontinuierliche quantitative und qualitative Messungen von festen oder flüssigen Schwebeteilchen in Gasen. Sie kann jedoch bisher nicht von der Industrie evaluiert oder genutzt werden, da keine Anwendungs-spezifischen Messgeräte existieren. Ziel ist die Erschließung der RS für die Aerosolmessung in der Industrie, durch Servicedienstleister und im Umweltmonitoring. Dazu sollen Lösungen für ein kontinuierliches Sampling, flächenoptimierte Streulichtsammlung, Messprozesssteuerung und Datenauswertung erarbeitet und abgestimmt werden.

Beteiligte Forschungseinrichtung

  • Laseranwendungstechnik, Ruhr-Universität Bochum

Projektsteckbrief

OptiZent

Zentrierbearbeitung miniaturisierter optischer Komponenten mit Hartmetall-Werkzeugen und Kurzpulslasern

Bei der Montage miniaturisierter optischer Systeme erfordern optische und mechanische Anforderungen eine präzise Platzierung von Linsen und anderen optischen Komponenten, was bisher nur zeit- und kostenaufwändig zu gewährleisten ist. Projektziel ist die einfache und mit Hilfe passiver Justage genaue Fixierung von Komponenten in komplexen, miniaturisierten Baugruppen. Mit Hartmetallwerkzeugen oder berührungsfrei mit Kurzpulslasern sollen in schwer spanbaren metallischen oder glasbasierten Werkstoffen Fassungsmaterialien bearbeitet oder die Fassungsgeometrie direkt in der optischen Komponente erzeugt werden. 

Beteiligte Forschungseinrichtungen

  • Fraunhofer-Institut f. Angewandte Optik und Feinmechanik IOF, Jena 
  • FSU Jena, Institut f. Angewandte Physik

Projektsteckbrief

GALA

Goldbeschichtung mit Atmosphärendruckplasma zum Laserfügen

Optische Bauteile sind oft kraftschlüssig und hermetisch in Trägerstrukturen zu fixieren. Die Stabilität von Polymerklebstoffen leidet jedoch z. B. bei regelmäßiger Einwirkung von Heißdampf bei der Sterilisation, UV-Bestrahlung oder mechanischen Spannungen. Alternativ existieren aufwendige Lötverfahren, die eine nass-chemische Vorreinigung und eine anschließende Fügeflächenbeschichtung im Vakuum oder eine umwelttechnisch problematische Galvanisierung erfordern. Projektziel ist ein inline-fähiges System zum Laserlöten und -bonden. Dabei soll ein Plasmajet zur ortsselektiven Metallisierung der Fügeflächen eingesetzt werden.

Beteiligte Forschungseinrichtungen

  • Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST, Braunschweig
  • Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT, Aachen

Projektsteckbrief

LABOR

Laser Bonding mit simultaner OCT in-line Kontrolle

Die Risikominimierung einer wirtschaftlichen Automatisierung der Produktion komplexer Elektronikprodukte erfordert die (Weiter-)Entwicklung von Schlüsselprozessen für zukunftsfähige Produktionslösungen. Der Fokus liegt hierbei auf einer wirtschaftlich ausgerichteten Herstellautomation für individualisierte Produkte. Das Ziel von LABOR ist ein hochindividualisierbares laserbasiertes Verfahren zum eutektischen Bonden inklusive umfassender Prozess- und Qualitätskontrolle, mit dem auch Mittel- und Kleinserien zeit- und kosteneffizient produziert werden können. Dies soll mittels schneller hochauflösender OCT erreicht werden.

Beteiligte Forschungseinrichtungen

  • Laser Zentrum Hannover e. V., Hannover
  • Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF, Jena

Projektsteckbrief

OSIRIS

Optimierte Schichtmaterialien für IR-, VIS- und UV-Anwendungen

Die Leistungsfähigkeit optischer Schichtmaterialien hängt von Parametern wie Absorption und mechanischer Spannung ab. Sie ist merklich anfällig gegenüber Änderungen in der atomaren Struktur oder der elementaren Zusammensetzung durch Eindringen extrinsischer Stoffe (z. B. Wasser) in das Schichtgefüge. Das Projektziel besteht in der Optimierung optischer Schichten hinsichtlich des Einflusses von Wassereinbau auf Absorptionsvermögen und Schichtspannung. Dazu sollen experimentelle Analyse und parallele Computersimulationen kombiniert werden.

Beteiligte Forschungseinrichtungen

  • Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF, Jena
  • Technische Universität Chemnitz, Institut für Physik

Projektsteckbrief

MEtabox

Multimodale Erweiterung und Standardisierung zur verlässlichen Messung aktivitätsabhängiger Änderungen in komplexen Systemen

Bei altersassoziierten Erkrankungen, wie Demenzen, spielen Änderungen im zellulären Energiestoffwechsel des Nervengewebes eine wesentliche Rolle. Derzeit lässt sich der metabolische Austausch von Zellen unterschiedlichsten Energiebedarfs und -verbrauchs nicht räumlich auf Einzelzellebene darstellen. Projektziel ist die Etablierung einer standardisierten, benutzerfreundlichen Technologieplattform zur Aufklärung krankhafter Stoffwechseländerungen. Dazu sollen optische Verfahren erweitert und mit dedizierter Hard- und Software kombiniert werden.

Beteiligte Forschungseinrichtungen

  • Universität Ulm, Core Facility für konfokale und Multiphotonen Mikroskopie
  • Universität Ulm, Universitätsklinikum Ulm, Klinik für Neurologie
  • Leibniz-Institut für Alternsforschung FLI Jena

Projektsteckbrief

Ink-Eye

3D-Polymerdruck von Brillengläsern

Die hohen Anforderungen an zu realisierende Transparenz und Formtreue verhindern bisher den Einsatz additiver Fertigung für optische Komponenten. Projektziel ist, am Beispiel von Brillengläsern Polymere mit den benötigten Formtreuen (< 5 µm) und Rauheiten (< 5 nm) sowie hoher Kratzfestigkeit zu drucken. Dazu wird ein innovativer Fertigungsansatz untersucht, der auf dem schichtweisen Inkjetdruck und UV-Aushärten zweier unterschiedlicher optischer Polymere beruht. Während mit einem acrylatbasierten Polymer das Bulkvolumen gedruckt wird, erzielt im Randbereich das Hybridpolymer ORMOCER exzellente Eigenschaften.

Beteiligte Forschungseinrichtungen

  • Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF, Jena
  • Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC, Würzburg
  • Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymer-forschung IAP, Potsdam

Eingebundene Unternehmen (Projektbegleitender Ausschuss)

  • Carl Zeiss Vision International GmbH
  • Deutsche Augenoptik AG
  • die12monate GbR (KMU)
  • Eschenbach Optik GmbH
  • micro resist technology GmbH (KMU)
  • Multec GmbH (KMU)
  • nanofluor GmbH (KMU)
  • Nanogate SE
  • Notion Systems GmbH (KMU)
  • OSA Opto Light GmbH (KMU)
  • polyoptics gmbH (KMU)
  • Rodenstock GmbH
  • Silhouette AG
  • SPECTARIS, Dt. Industrieverband

Beantragte BMWi-Förderung

  • 772.940,00 EUR

Vorhabenbezogene Aufwendungen der Wirtschaft

  • 128.500,00 EUR

Deckung der Administrationskosten

  • Administrationskosten durch freiwillige Förderbeiträge der Industrieunternehmen des Projektbegleitenden Ausschusses
    aktuell zu 33,6 % gedeckt

    Sie haben Interesse an dem Projekt und den Forschungsergebnissen und möchten zur vollständigen Durchführung des Projekts durch Beteiligung an der Deckung der Administrationskosten beitragen?
    Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Vorhabensbeschreibung

InfektResonator

Mikroresonatoren für die point-of-care Diagnostik pathogener Keime

Bei stationären Behandlungen kommt es durch ungezielten und übermäßigen Einsatz von Antibiotika immer häufiger zu oft tödlichen Infektionen durch (multi-) resistente Erreger. Um diese Entwicklung aufzuhalten und die Chancen auf Therapieerfolg zu erhöhen, ist es nötig, schneller belastbare diagnostische Daten zu den Erregern zu erhalten. Projektziel ist die Entwicklung eines schnellen, sensitiven Analysesystems. Dieses soll auf der Biofunktionalisierung von Mikroresonatorpartikeln für die spezifische Adsorption von Erkennungsmolekülen basieren.

Beteiligte Forschungseinrichtung

  • Hochschule Furtwangen, Institute of Precision Medicine IPM

Projektsteckbrief

LightTraum

Entwicklung der LightPLAS-Schichtchemie zur Adhäsionsreduzierung von humanen Zellen auf Traumaimplantaten

Bei der Versorgung von Knochenfrakturen verbleiben Implantate oft nur temporär im Körper. Ihre Entnahme wird jedoch aufgrund des Bewuchses durch z. B. Knochenzellen erschwert. Eine starke Zelladhäsion ist Ursache hoher OP-Risiken und Versorgungskosten. Die effektive Reduktion der Zellhaftung durch LightPLAS-Beschichtung des Implantats wurde demonstriert. Projektziel ist, verbleibende Nutzungshürden durch Erhöhung der Prozesssicherheit abzubauen. Dazu wird die Effektivität bei weiteren Zelltypen und Implantatmaterialien untersucht, die statistische Evaluierung erweitert und eine konkrete Prozesstechnik erarbeitet.

Beteiligte Forschungseinrichtung

  • Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM, Bremen

Deckungsgrad der Administrationskosten

  • Administrationskostendeckung bereits durch Zusagen für freiwillige Förderbeiträge der Industrie vollständig gesichert

Projektsteckbrief

CERS-Pro

Cavity-Enhanced Raman-Spektroskopie für Prozessanalytik

Die Raman-Spektroskopie etabliert sich für viele Anwendungen als robuste und schnelle Analysetechnik, doch können viele Raman-aktive Substanzen bei niedrigen Stoffmengen, speziell bei Gasen, wegen der inhärent geringen Quantenausbeute nicht detektiert werden. Projektziel ist, die Eignung eines Cavity-Enhanced Raman Spektroskopie-Ansatzes (CERS) zur Steigerung der Nachweisstärke in der Prozesanalytik zu erforschen. Dazu wird eine feldtaugliche CERS-Technik für die Gasanalytik und Methoden zur automatisierten Substanzerkennung entwickelt sowie eine Kopplung an gaschromatographische Trennverfahren untersucht.

Beteiligte Forschungseinrichtung

  • Laser-Laboratorium Göttingen e. V.

Projektsteckbrief

Kontakt

F.O.M.

Werderscher Markt 15
D-10117 Berlin

Fon: +49 (0)30 414021-39
E-Mail: info@forschung-fom.de

News

21.05.2019

Kabinettsvorlage zur steuerlichen Forschungsförderung ist nachzubessern!

Aktueller Gesetzentwurf erfüllt die Ziele nur bedingt

10.05.2019

Mitglied des Gesundheitsausschusses beeindruckt von FAM-Potential

MdB Henke besucht F.O.M.-Projektstände auf dem BMWi-Innovationstag Mittelstand

10.04.2019

Intelligente Auflagen für chronisch offene Wunden

Entwicklung hydroaktiver Wundauflagen für den smarten Feuchtigkeitshaushalt

FAM

Zusendungen der F.O.M.

Kooperationspartner