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Optik und Medizintechnik e. V.!

Aktuelles:

12.12.2018

IGF-Budget-Einfrierung blockiert dringend benötigte Gesundheitsforschung

Die Gutachter der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) sprechen von einem aktuellen und dringenden klinischen Bedarf: Antibiotika-resistente Erreger spielen im Hospital-Alltag eine mehr als ernstzunehmende Rolle und führen zu einer zunehmenden Anzahl von Todesfällen. Ungezielter Einsatz von Antibiotika forciert zudem die Entwicklung von Resistenzen, sodass nach Hochrechnungen bei derzeitiger Praxis ab dem Jahr 2050 jährlich ca. 10 Mio. Todesfälle durch multiresistente Keime weltweit zu erwarten sein werden (Meyer 2015). Dies hat Prof. Dr. Hans-Peter Deigner, Prof. Dr. Matthias Kohl und Prof. Dr. Markus Egert und ihr Team vom Institut für Präzisionsmedizin der Hochschule Furtwangen dazu bewogen, ein Forschungsvorhaben zu entwickeln, das vor allem ein Ziel hat: Schnelle und verlässliche Diagnostik bakterieller Infektionen, insbesondere durch (multi)resistente Erreger. Dafür wurden beim Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) ca. 250.000 Euro Fördermittel über das Förderprogramm "Industrielle Gemeinschaftsforschung" (IGF) beantragt.

Als "befürwortet" gilt in dem Programm ein Antrag, wenn er in dem paritätisch aus hochkarätigen Wissenschaftlern und Industrie-Experten zusammengesetzten Gutachterwesen der AiF 24 oder mehr von 40 möglichen Punkten erhält. Der Projektantrag "Mikroresonatoren für die Point-of-care-Diagnostik pathogener Keime" (InfektResonator) der Furtwängler wurde mit sehr guten 33 Punkten bewertet. "Los geht's!", möchte man den Wissenschaftlern in Anbetracht der großen medizinischen und gesundheitsökonomischen Relevanz zurufen. Doch halt: Die im Bundeshaushalt 2019 für die IGF allokierten Fördermittel reichen nicht!

Im März 2017 beschloss der Deutsche Bundestag, das IGF-Budget, das der deutschen Industrie in ihrer gesamten Breite über Innovationshürden durch hohe technologische Risiken hinweghelfen soll, von 169 Mio. Euro auf 200 Mio. Euro aufzustocken. Bis heute wird dieser Plan als solcher aufrechterhalten - aber eben nicht umgesetzt.

Dies hat zur Folge, dass in 2019 voraussichtlich ausschließlich Projekte starten können, die von den Gutachtern mit 34 oder mehr Punkten bewertet wurden. Vielleicht kann die Forschung des Projekts InfektResonator in einem Jahr starten - vorausgesetzt, dass das IGF-Budget steigt und der Rückstau wartender anderer, sehr gut bewerteter Projekte nicht zu lang ist. Bis dahin kommt es in Deutschland zu 400-600 Tausend Infektionen im Zusammenhang mit einer stationären Behandlung. Circa 10-15 Tausend davon werden tödlich verlaufen (siehe BMG DART Bericht 2020), denn die Chance auf eine erfolgreiche Therapie hängt oft von der Auswahl des richtigen Antibiotikums ab.

 

Unsere Aufgabe:

Die Aufgabe der Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik (F.O.M.) ist die Stärkung des Hightech-Industriestandortes Deutschland durch Unterstützung der innovationsorientierten Forschung in den Hightech-Branchen Photonik, Präzisionstechnik, Analysentechnik, Biotechnik, Labortechnik und Medizintechnik.


Die F.O.M. betreibt anwendungsorientierte Forschungsprojekte im Rahmen des vom BMWi geförderten Programms der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF), vernetzt Industrieunternehmen mit Forschungsstellen und informiert über regionale, nationale und europäische Forschungsförderprogramme.

Die F.O.M. ist eine gemeinnützige Mitgliedsvereinigung der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen e. V. (AiF) und arbeitet in enger Kooperation mit SPECTARIS, dem Deutschen Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e. V.

Unsere Ziele:

  • die Lösung aktueller Herausforderungen in den Hightech-Branchen
  • die Bündelung von Knowhow und Kompetenzen kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU)
  • die Nutzung von Synergien zwischen KMU und größeren Unternehmen
  • die Betreibung industriebedarfsorientierter Forschung
  • die Schaffung eines fruchtbaren Nährbodens für Innovationen zum Ausbau der führenden Rolle Deutschlands in einer großen Breite von Hightech-Technologien.

Die Mitgliedschaft in der F.O.M. steht allen Industrieunternehmen offen.

Kontakt

F.O.M.

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D-10117 Berlin

Fon: +49 (0)30 414021-39
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News

12.12.2018

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