22.05.2018

Flexibler UV Sensor zum inline-Test von UV-Härtereinrichtungen

Bei Verpackungen, Consumer Elektronik oder Automobillacken sorgen UV-gehärtete Lacke durch ihre Chemikalien- und Kratzunempfindlichkeit für langlebige und wertstabile Produkte. Um reproduzierbare Erzeugnisse herstellen zu können, muss die konstante Leistungsabgabe der zur Härtung eingesetzten UV-Quellen gewährleistet werden. Durch Alterung oder Defekte der UV-Lampen kann es zu Produktionsausfällen oder fehlerhaften Chargen kommen. Vorzeitige Wechsel der Quellen verursachen dagegen zusätzliche Kosten.

Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut HHI, Goslar und des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM Bremen wollen in dem Projektvorhaben "Flexibler UV Sensor zum inline-Test von UV-Härtereinrichtungen" (flexUV) einen flexiblen und kabellosen Sensor entwickeln, der in der Lage ist, die Strahlendosis einer UV-Quelle spektral aufgelöst aufzuzeichnen und kabellos an eine Auswerteeinheit zu übermitteln. Ziel ist es, den Verschleißzustand der UV-Quelle zu erfassen, um den optimalen Wechselzeitpunkt der UV-Quelle festzulegen.

Der Projektantrag soll im Herbst 2018 zur Begutachtung eingereicht werden und das Projekt im Frühjahr 2019 starten. Eine Fördersumme in Höhe von ca. 500 T Euro wird aus dem Topf des BMWi-Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beantragt werden.

Ziel der im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung geförderten Forschungsprojekte ist die Unterstützung deutscher mittelständischer Unternehmen bei der Verfolgung potentialreicher Innovationsideen. Daher sind für den Erfolg des Projektantrags die Darstellung eines nachdrücklichen Interesses und der Unterstützung durch Industrieunternehmen, insbesondere durch KMU, von zentraler Wichtigkeit.

Möchten Sie zur Ermöglichung des Projektvorhabens beitragen und es durch Teilnahme im Projektbegleitenden Industrieausschuss oder durch einen Förderbeitrag zur Abdeckung der Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

18.05.2018

Forschung zur Osseodisintegration enossaler Implantate befürwortet!

Der Projektantrag "Osseodisintegration enossaler Implantate mit
biophysikalischen Methoden" (ODIN) der RWTH Aachen, Lehrstuhl für Wärme- und Stoffübertragung zusammen mit der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, wurde mit sehr guten 36 Punkten (von 40) von den Gutachtern der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) bewertet. Die Forschung soll mit 497.680,00 EUR im Rahmen des Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung gefördert werden.

Das Projekt kann somit voraussichtlich im Spätsommer 2018 starten.

Implantate können im menschlichen Knochen irreversibel festwachsen (Osseointegration). Zur Entfernung sind die Implantate herauszufräsen, was erhebliche Knochendefekte verursacht. Ziel dieses Projekts ist eine gewebeschonende, intentionelle Osseodisintegration. Hierzu soll ein kontrollierter, thermischer Impuls möglichst homogen an der Verbindungsfläche Implantat/Knochen generiert werden, um die Osseointegration zu lösen. Die Prozessführung soll datenbankgestützt für verschiedene Implantattypen erfolgen. Als Wärmequelle werden medizintechnische Laser, HF-Geräte, Wärmesonden und Perfusionsgeräte erprobt.

Das Projekt wird durch einen projektbegleitenden Industrieausschuss (PA) mit 14 Unternehmen (darunter acht KMU), einer weiteren Klinik und Akademie und SPECTARIS, dem Deutschen Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e. V. unterstützt. SPECTARIS wird zudem als Dissemination Partner zur Verfügung stehen.

Möchten Sie das Projekt durch Ihre Teilnahme am Projektbegleitenden Ausschuss oder durch eine Beteiligung an den Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

17.05.2018

Fraunhofer-Preise honorieren Arbeiten in F.O.M.-Technologiefeldern

Auf der Jahrestagung der Fraunhofer-Gesellschaft am 15. und 16.05.2018 wurden herausragende wissenschaftliche Leistungen von drei Forschergruppen, die anwendungsnahe Probleme lösten, und ein exzellentes Verbundprojekt der angewandten Forschung ausgezeichnet. Drei von vier verliehenen Preisen honorieren Arbeiten, die in den von der F.O.M. begleiteten Technologiefeldern, Feinmechanik, Optik, Photonik und Medizintechnik geleistet wurden. Dies verdeutlicht die immense Bedeutung der F.O.M.-Technologien für sehr viele Industrie- und Lebensbereiche.

„Neuer Optikstandard: freiformoptische Systeme“: Da die Optik bisher auf sphärische und asphärische Formen begrenzt war, ist die Entwicklung von gleichmäßig geformten rotationssymmetrischen Optiken und Linsen ziemlich ausgereizt und es wird zunehmend aufwendiger, neue Funktionen und Anwendungen zu realisieren. Das Team um Dr. Ramona Eberhardt vom Fraunhofer-Institut für angewandte Optik und Feinmechanik IOF, Jena, entwickelte die komplexe Technik optischer Freiformsysteme in enger Zusammenarbeit mit einem Industrieverbund weiter. Als Folge lässt sich heute ein ganzes Linsensystem durch ein einziges optisches Bauteil ersetzen, wodurch sich extrem kompakte Bauweisen für optische Systeme realisieren lassen. Das öffnet den Zugang zu neuen Anwendungsfeldern. Die innovative Technologie wurde von der Erbringung des Machbarkeitsnachweises bis zur Marktreife entwickelt und wird in einigen Produkten bereits international eingesetzt. Hierfür wurden die beteiligten Wissenschaftler und Unternehmen (siehe Foto oben) mit dem Wissenschaftspreis des Stifterverbandes „Forschung im Verbund“ ausgezeichnet.

Die drei Joseph-von-Fraunhofer-Preise würdigten folgende Leistungen:

  1. „Lasergenerierte Mikrostrukturen zur Effizienzverbesserung von Flugzeugtriebwerken“: Ausgezeichnet wurde die Forschergruppe des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik IWS, Dresden, denen es in Zusammenarbeit mit Rolls-Royce gelungen ist, filigrane Mikrostrukturen additiv auf Schichten der Rotorblätter von Flugzeugtriebwerken aufzubringen und dort als Wärmedämmschichten zu fungieren. Das Schichtsystem bildet zusammen mit weiteren Maßnahmen die Grundlage für eine verlängerte Lebensdauer der Schichten und bewirkt eine beträchtliche Absenkung des Kerosinverbrauchs und damit auch des Schadstoffausstoßes. Heute ist die innovative Technologie bei einigen Flugzeugtypen bereits serienmäßig im Einsatz. 
  2. „Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren“: Ausgezeichnet wurde das Forscherteam um das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS, Bremen, denen es gelungen ist, Bildverarbeitungsalgorithmen zu entwickeln, die Chirurgen bei der Leberoperation unterstützen. Eine auf mathematischen Modellen basierende Risikoanalyse und eine 3D-Visualisierung der Anatomie berechnen die Risiken verschiedener chirurgischer Schnittführungen, sodass der Eingriff präzise geplant werden kann. Diese Algorithmen sind bereits erfolgreich in Medizinprodukten im Einsatz.
  3. „XXL-Computertomographie – unsichtbares sichtbar machen in einer neuen Dimension“: Ausgezeichnet wurden Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS, die eine Technologie entwickelten, mit der es möglich ist, sehr große Objekte per XXL-Computertomographie zu durchleuchten. Hierfür wird ein Linearbeschleuniger mit einer hohen Strahlleistung und eine groß-dimensionierte Zeilenröntgenkamera kombiniert. Hierdurch entsteht ein kontrastreiches und detailreiches 3D-Bild des Objekts, das auf einem rotierenden Schwerlastdrehteller platziert wird.

Die F.O.M. beglückwünscht alle Preisträger zur verdienten Anerkennung ihrer Leistungen. Frau Dr. Eberhardt ist Projektleiterin des gerade abgeschlossenen F.O.M.-Projekts "Integriert-Optische Module durch neue Bondtechnologien" (Opti-Bond), einem vom BMWi mit ca. EUR 400.000 geförderten Projekt der Industriellen Gemeinschaftsforschung, das in die Endrunde für das IGF-Projekt des Jahres (Otto von Guericke-Preis) gewählt wurde.

Weitere Informationen finden Sie hier.

15.05.2018

25. Innovationstag Mittelstand des BMWi

Auf dem Freigelände der AiF Projekt GmbH in Berlin-Pankow treffen sich am 7. Juni 2018 erneut innovative kleine und mittlere Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus ganz Deutschland zur traditionellen BMWi-Leistungsschau „im Grünen“.

Auch in diesem Jahr wird die F.O.M. mit einem Stand vertreten sein, um zusammen mit anderen ausgestellten Projekten zu demonstrieren, dass die Fördermittel vom BMWi zur mittelstandorientierten Innovationsförderung überaus gewinnbringend eingesetzt sind. Auf Einladung werden die Ergebnisse von drei erfolgreichen IGF-Projekten der F.O.M. präsentiert:

    APERITIf (Fraunhofer IPT Aachen)
    EVAPORE (LZH Hannover, Fraunhofer IST Braunschweig)
    TWI-Stitch (IPH TH Deggendorf, ITO Universität Stuttgart)

Wir laden unsere Mitglieder und Netzwerkpartner zum Austausch mit den über 300 Ausstellern und zahlreichen Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft ein.

 

weitere Informationen

03.05.2018

Goldbeschichtung mit Atmosphärendruckplasma zum Laserfügen

Optische Bauteile sind oft kraftschlüssig und hermetisch in Trägerstrukturen zu fixieren. Die Stabilität von Polymerklebstoffen leidet jedoch z. B. bei regelmäßiger Einwirkung von Heißdampf bei der Sterilisation, UV-Bestrahlung oder mechanischen Spannungen. Alternativ existieren aufwendige Lötverfahren, die eine nass-chemische Vorreinigung und eine anschließende Fügeflächenbeschichtung im Vakuum oder eine umwelttechnisch problematische Galvanisierung erfordern.

Die Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST in Braunschweig und dem Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT Aachen wollen mit dem Projektvorhaben "Goldbeschichtung mit Atmosphärendruckplasma zum Laserfügen" (GALA) ein inline-fähiges System zum Laserlöten und -bonden entwickeln. Dabei soll ein Plasmajet zur ortsselektiven Metallisierung der Fügeflächen eingesetzt werden.

Der Projektantrag soll im Herbst 2018 zur Begutachtung eingereicht werden und das Projekt im Frühjahr 2019 starten. Eine Fördersumme in Höhe von ca. 500 T Euro wird aus dem Topf des BMWi-Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beantragt werden.

Ziel der im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung geförderten Forschungsprojekte ist die Unterstützung deutscher mittelständischer Unternehmen bei der Verfolgung potentialreicher Innovationsideen. Daher sind für den Erfolg des Projektantrags die Darstellung eines nachdrücklichen Interesses und der Unterstützung durch Industrieunternehmen, insbesondere durch KMU, von zentraler Wichtigkeit.

Möchten Sie zur Ermöglichung des Projektvorhabens beitragen und es durch Teilnahme im Projektbegleitenden Industrieausschuss oder durch einen Förderbeitrag zur Abdeckung der Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

02.05.2018

Kunststoffoptik für Laseranwendungen

Kunststoffe etablieren sich aufgrund der großen Designfreiheit und massentauglichen Verarbeitbarkeit zunehmend als Werkstoff für Optiken. Laseranwendungen wie das Laserbeschriften oder der Einsatz von Hochleistungs-Flächenemitterquellen stellen jedoch hohe Anforderungen an die optischen Eigenschaften, die von Kunststoffoptiken derzeit nicht erfüllt werden.

In dem Projektvorhaben "Kunststoffoptik für Laseranwendungen" (KOptLas) sollen die thermischen Einflüsse im Betrieb bereits beim Designprozess berücksichtigt und die Oberflächenqualität erhöht werden. Hierfür wollen die Wissenschaftler der RWTH Aachen (TOS und IKV) eine gekoppelte, digitale Prozesskette von der Optikauslegung bis zur Vermessung der Kunststoffoptik entwickeln und validieren.

Der Projektantrag soll im Herbst 2018 zur Begutachtung eingereicht werden und das Projekt im Frühjahr 2019 starten. Eine Fördersumme in Höhe von ca. 400 T Euro wird aus dem Topf des BMWi-Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beantragt werden.

Ziel der im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung geförderten Forschungsprojekte ist die Unterstützung deutscher mittelständischer Unternehmen bei der Verfolgung potentialreicher Innovationsideen. Daher sind für den Erfolg des Projektantrags die Darstellung eines nachdrücklichen Interesses und der Unterstützung durch Industrieunternehmen, insbesondere durch KMU, von zentraler Wichtigkeit.

Möchten Sie zur Ermöglichung des Projektvorhabens beitragen und es durch Teilnahme im Projektbegleitenden Industrieausschuss oder durch einen Förderbeitrag zur Abdeckung der Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

02.05.2018

OptMetGlas und CellPulse gestartet

Wie geplant erhielt das IGF-Projekt „Laser-Strahlschmelzen metallischer Gläser – Optimierung von Werkstoff und Herstellungsverfahren“ (OptMetGlas; 19927 N) nun nach Erhalt der Inaussichtstellung der Bewilligung vom Bundeswirtschaftsministerium den Zuwendungsbescheid. Die Inaussichtstellung wird üblicherweise nach Wahljahren ausgestellt, solange der Bundeshaushalt noch nicht verabschiedet wurde. Die Projektleiter haben die Arbeiten am 01.03.2018 aufgenommen und laden den projektbegleitenden Ausschuss, der aus 13 Unternehmen (darunter sieben KMU) und SPECTARIS, dem Deutschen Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e. V., besteht, zu einem Kickoff-Treffen ein.

Auch für das IGF-Projektvorhaben „Zellmanipulation im Hochdurchsatz mittels gepulster Laser“ (CellPulse; 20134 N) wurde eine Inaussichtstellung des Zuwendungsbescheids vom BMWi für einen Projektstart zum 01.04.2018 ausgestellt. Das Projekt wird durch einen projektbegleitenden Industrieausschuss mit neun Unternehmen (darunter acht KMU) und SPECTARIS, dem Deutschen Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e. V., unterstützt.

Projektseite OptMetGlas
Projektseite CellPulse

18.04.2018

F.O.M.-Konferenz 2018

Die F.O.M.-Konferenz 2018 präsentiert Trendsetter, Trendverstärker und Trendbeschleuniger für die Schlüsseltechnologien der Feinmechanik, Optik und Photonik sowie für die wichtigen Anwendungsfelder Analysen-, Bio-, Labor- und Medizintechnik. Unternehmensentscheider, FuE-Leiter und Innovationsmanager treffen auf die innovationsorientiert forschenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unseres Netzwerks, um sich über Innovationsideen und Forschungsergebnisse auszutauschen.

TERMIN:
7. November 2018, ab 10:00 Uhr (f. Mitglieder)/12:00 Uhr

ORT:
KARL STORZ Besucher- und Schulungszentrum Berlin, Scharnhorststraße 3, 10115 Berlin

Im Anschluss findet ein Transfer zur AiF-Imageveranstaltung statt, wo der "Otto von Guericke"-Preis für das IGF-Projekt des Jahres verliehen wird. Mit dabei: Das F.O.M.-Projekt Opti-Bond ist in der Finalrunde.

Konferenzseite

17.04.2018

IGF und ZIM sichern Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität der deutschen Wirtschaft

Das Institut für Innovation und Technik (iit) untersuchte im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) die "Entstehung und Verbreitung thematischer Trends in der technologieoffenen Förderung" und kam zu beeindruckenden Ergebnissen:

Die Trendanalyse macht deutlich, dass die themenoffene Förderung in den beiden mittelstandsorientierten Förderprogrammen des BMWi, dem vorwettbewerblichen Programm "Industrielle Gemeinschaftsforschung" (IGF) und dem marktnahen "Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand" (ZIM), eine erhebliche Breite an unterschiedlichen Innovationsschwerpunkten abdeckt, in denen eine Vielzahl technologischer Einzeltrends identifiziert werden konnte.

  • 20 % der IGF-Trends und knapp 23 % der ZIM-Trends können als Trendnutzer verstanden werden, deren Einzeltrends auf bereits laufenden Fachdiskussionen aufbauen. Die beteiligten Unternehmen dieser marktnahen und anwendungsorientierten Projekte nutzen die beiden Programme stark zur Absorption existierender Technologietrends. Dabei resultiert eine Diffusion von technologischen Lösungen in neue Anwendungsfelder und Anwendergruppen, was als Trendverbreiterung verstanden werden kann. Im Zuge der Trendverbreiterungen wiederum werden KMU an neue Trends herangeführt, was auch zu Produktivitätssteigerungen beitragen kann.

  • 60 % der identifizierten IGF-Trends und 66 % der ZIM-Trends entwickeln sich zeitlich parallel zu den zugehörigen Fachdiskussionen. Die trendbegleitenden Projekte dieser Gruppe können als Trendbeschleuniger verstanden werden, die parallel zur Entwicklung neuer technologischer Lösungen  bereits die Umsetzung neuer Technologien in die Anwendung vorbereiten und damit eine schnelle Absorption von Forschungsergebnissen durch KMU und deren wirtschaftliche Umsetzung garantieren. In diesem Sinne, schlussfolgert das iit, ist die technologieoffene Förderung der untersuchten Programme IGF und ZIM ein wichtiger Transmissionsriemen im deutschen Innovationssystem.

  • 22 % der IGF-Projekte und knapp 10 % der ZIM-Projekte fungieren als Trendsetter; sie gehen entsprechenden Diskussionen in der Fachcommunity nachweislich voraus und generieren die in der Folge zu beobachtenden Trends.

  • Einige der zu beobachtenden Trends spiegeln sich nur teilweise in einer breiten, öffentlichen Diskussion wieder. Ihr Aufgreifen öffnet typischerweise "hidden champions" lohnenswerte Nischen.

  • Die technologieoffene Förderung unterstützt interdisziplinäre Teambildung und damit die Diffusion von Lösungen in neue Anwendungsfelder. Dort wirken "cross-sektorale" Kooperationen häufig als Trendauslöser oder stellen zumindest einen wichtigen Mechanismus der Trendausbreitung dar.

  • Die inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht die Diffusion von Erkenntnissen aus stärker grundlagenorientierter Forschung in Anwendungsszenarien, die insbesondere von stark kundenorientierten KMU getragen werden.

FAZIT

Im Rahmen der Studie ließen sich zentrale Alleinstellungsmerkmale der technologieoffenen Förderung identifizieren. Diese sorgen insbesondere durch Kooperationen für eine schnelle Ausbreitung von Trends aus der Grundlagenforschung in die Breite der anwendungsnahen Forschung sowie über unterschiedliche Anwendungsfelder hinweg. Damit wird die Zielgruppe der KMU als eine der zentralen Säulen des deutschen Innovationssystems in der Breite gestärkt und die Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität der deutschen Volkswirtschaft perspektivisch gesichert.

09.04.2018

EFI empfiehlt verstärkt in Forschung und Innovation zu investieren

Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hat der Bundesregierung am 28. Februar 2018 das diesjährige Gutachten zu Forschung, Innovation und Technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands vorgelegt, in dem Stärken und Schwächen des deutschen Innovationssystems im zeitlichen Zusammenhang analysiert und im internationalen Vergleich bewertet werden. Die Expertenkommission diskutiert hierzu aktuelle Themen der F&I-Politik, erstellt Schwerpunktanalysen zu Kernthemen, zeigt Perspektiven auf und gibt Handlungsempfehlungen. Die Expertenkommission empfiehlt, verstärkt in Wissenschaft, Forschung und Innovation zu investieren, um auch künftig Deutschlands Rolle als eine führende Wirtschaftsnation zu sichern. EFI weist auf die Notwendigkeit hin, schnell und entschlossen zu handeln.

Die Expertenkommission empfiehlt für die neue Legislaturperiode als F&I-politischen Leitlinien (1) den mittelfristigen Ausbau der F&I-Aufwendungen auf 3,5 % des BIP, (2) eine höhere Priorität für Digitalisierung und digitale Bildung und (3) die Einführung der steuerlichen Forschungsförderung. Über diese Leitlinien hinaus gibt EFI Handlungsempfehlungen zu weiteren Themen: So muss sich z. B. staatliche F&I-Politik über die Unterstützung der Grundlagenforschung hinaus darauf konzentrieren können, die Felder der großen gesellschaftlichen Herausforderungen technologieoffen zu fördern. Eine bessere Grundfinanzierung für Fachhochschulen oder Hochschulen für angewandte Wissenschaften soll die Erfüllung ihrer Aufgaben in der angewandten Forschung und im Bereich des Technologietransfers sicherstellen. Zur Sicherung eines langfristigen Produktionswachstums soll die Grundlagenforschung als wichtige Quelle radikaler Innovationen verstärkt gefördert werden. Der Bundesregierung wird empfohlen, das regulatorische Umfeld von Innovationsaktivitäten Diffusions-förderlicher zu gestalten. Die Strukturen der europäischen Förderpolitik sollen vereinfacht werden, wobei die Einrichtung einer europäischen Agentur zur Förderung radikaler Innovationen außerhalb der EU-Strukturen befürwortet wird. Zwischen Großbritannien und der EU soll sich durch den Brexit möglichst wenig ändern: bewährte Kooperationen im Rahmenprogramm sollen fortgeführt werden, die Mobilität der Forscherinnen und Forscher soll aufrechterhalten sowie ein ungehinderter Wissensaustausch ermöglicht werden. Die Expertenkommission fordert die Entwicklung einer nationalen Strategie für Künstliche Intelligenz, die in eine europäische Struktur eingebettet werden soll, um ein wissenschaftliches und ökonomisches Gegengewicht zu Forschungsaktivitäten in den USA und in China aufzubauen. Der von der Europäischen Kommission angestoßene Prozess zur Implementierung eines Daten-Binnenmarktes soll von der Bundesregierung aktiv begleitet werden.

UNSER KOMMENTAR

Die F.O.M. und SPECTARIS, der mit ihr kooperierende Deutsche Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien, begrüßen die kritische Analyse des deutschen Innovationssystems der EFI-Gutachter. Zweifelsohne, die Verfolgung der genannten Leitlinien stärkt die F&E&I-Kraft unserer Wirtschaft. Die Themen sind allerdings nicht neu und so überrascht, dass man nach mittlerweile konkretisierten Konzeptvorschlägen umsonst sucht.

Zum Beispiel fehlen Ansätze zur Umsetzung der bereits seit vielen Jahren von EFI geforderten Steuerlichen Forschungsförderung. Wie lassen sich die Ziele "Einfacher, schneller und unbürokratischer Zugang zur Forschungsunterstützung", "Planungssicherheit durch eine Fördergarantie schon bei Forschungsaktivitäten" und "Prüfbarkeit der tatsächlichen Aufwendung der angegebenen F&E&I-Kosten für Forschungszwecke" vereinbaren? Wie lässt sich es vereinbaren, dass Unternehmen bei der Steuerlichen Forschungsförderung auch inkrementelle Weiterentwicklungen abrechnen lassen können, der Staat aber insbesondere an der Entwicklung von disruptiven Sprunginnovationen interessiert ist, um die Grundlage für zukünftige Marktpotentiale für Zulieferer wie für Endnutzer zu entfalten und Deutschland den Technologievorsprung zu sichern?

Ebensowenig sind im Gutachten Handlungsempfehlungen zur dringlich benötigten Aufstockung der beiden Technologietransfer-Vorzeigeprogramme des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) und der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) zu finden.

Liest man das EFI-Gutachten, kann man den Eindruck bekommen, der Fachkräftemangel existiere nur im IT-Bereich. Ebenso erweckt das Gutachten den Eindruck, das Thema Nachwuchsförderung sei ausreichend adressiert, wenn die Förderung der Ingenieurausbildung an Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften ausgebaut würde. Diese Fokussierungen sind nicht hilfreich, denn sie tragen zu einer sehr einseitigen Verbesserung der Situation bei und 'erlauben' beinahe die Vernachlässigung benötigter Fördermittelaufwüchse in anderen Bereichen beziehungsweise von anderen Institutionen oder Programmen. Das IGF-Programm ist zum Beispiel in dem gesamten Gutachten nicht ein einziges Mal erwähnt, obwohl IGF-Projekte nicht nur nach einer am 09.04.2018 veröffentlichten Studie des Instituts für Innovation und Technik (iit) als effektiver Trendsetter und Trendbeschleuniger fungieren, sondern nachweislich erheblich zur Ausbildung des Nachwuchses beitragen und über die gesamte Branchenbreite der deutschen Industrie Fachkräfte liefern, die häufig nach Projekten direkt in die Industrie wechseln.

Unverständlich ist aus Industriesicht die EFI-Empfehlung, einen Daten-Binnenmarkt aktiv zu begleiten, ohne gleichzeitig Konzeptvorschläge für die Vermeidung von Externalitäten zu liefern. Die von der Europäischen Kommission bereits vorgelegte Roadmap zur Einführung der European Open Science Cloud mit geplanten ersten Maßnahmen in 2018 weckt Skepsis, ob die Förderinstrumente von Horizon 2020 für die Industrie und zur Stärkung der deutschen Innovationskraft noch nutzbar sein werden.

Auch aus der speziellen Sicht unserer Branchen ist das EFI-Gutachten 2018 eine Enttäuschung. Waren doch die Optischen Technologien bis vor kurzem als bedeutende Schlüsseltechnologie und Innovationstreiber im angemessenen Fokus von Förderinstrumenten, verlagert sich gegenwärtig der Förderschwerpunkt signifikant auf den kleinen Teilbereich der Quantentechnologie. Die staatliche Unterstützung der Innovationsaktivitäten der Industrie darf sich jedoch nicht ausschließlich auf neue Themen stürzen, die politisch sexy sind. Die Expertenkommission sagt dazu nichts. Ebenso galt der Bereich Gesundes Leben/Medizintechnik noch bis vor kurzem als "Prioritäre Zukunftsaufgabe der Bundesregierung". Doch wieso wird die Industrie, insbesondere die sich in diesen Branchen betätigenden kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) dann nach der Entwicklung von Demonstratoren und Prototypen alleine gelassen, wenn es um die Beantwortung von zulassungsrelevanten Fragen geht. Die Finanzierung notwendiger klinischer Studien ist einer der größten Innovationshemmnisse für KMU in Deutschland. Doch auch hierzu äußert sich die Expertenkommission nicht.

M. S., 09.04.2018

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ZUSAMMENFASSUNG DES EFI-GUTACHTENS 2018

AKTUELLE ENTWICKLUNGEN UND HERAUSFORDERUNGEN

Zentrale Leitlinien für die F&I-Politik in der neuen Legislaturperiode

  • Bis zum Jahr 2025 ist der für FuE aufzuwendende Prozentsatz des Bruttoinlandprodukts auf 3,5 % auszubauen.
  • Der Digitalisierung ist eine höhere Priorität einzuräumen, die Rahmenbedingungen für Internet und internetbasierte Technologien sind deutlich zu verbessern, die digitale Infrastruktur E-Government sind auszubauen und die digitale Bildung in der Breite zu fördern.
  • Die steuerliche FuE-Förderung soll eingeführt werden. Dadurch würden Innovationsanreize für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geschaffen und Wachstumsmöglichkeiten für Start-ups verbessert werden. EFI empfiehlt eine Steuergutschrift auf FuE-Personalaufwendungen, die mit der Lohnsteuer verrechnet wird.

Nachhaltigkeit und Innovationspolitik

  • EFI weist darauf hin, dass die Innovationsentwicklungen unterschiedlicher Nachhaltigkeitsziele miteinander in Konflikt stehen können, und warnt davor, die F&I-Politik mit den Problemen einer systematischen Nachhaltigkeitsbewertung zu überfordern. Entsprechend muss sich staatliche F&I-Politik auch künftig darauf konzentrieren können, F&I-Aktivitäten auf den Feldern der großen gesellschaftlichen Herausforderungen technologieoffen zu fördern.

Fachhochschulen im Wandel

  • Fachhochschulen/Hochschulen für angewandte Wissenschaften (FH/HAW) nehmen eine sehr wichtige Rolle im deutschen Innovationssystems ein, z. B. im Bereich der angewandten Forschung und des Technologietransfers. Zur Sicherstellung ihrer Aufgaben wird eine bessere Grundfinanzierung benötigt.
  • Kooperative Promotionen zwischen Universitäten und FH/HAW sollen gestärkt werden.

Digitale Bildung

  • Digitale Schlüsselkompetenzen, z. B. Fähigkeiten in der Software- und Algorithmenentwicklung, sind wichtige Voraussetzungen für Produktivitätswachstum und Innovation in etablierten und neuen Branchen geworden. Sie sollten bereits in Grundschulen flächendeckend unterrichtet werden. Schulen benötigen eine exzellente IT-Ausstattung und IT-kompetente Lehrende.
  • IT-Kenntnisse sollten fester Bestandteil jeder Berufsausbildung werden.
  • Auch Hochschulen sollten über alle Disziplinen hinweg Programmierkenntnisse, Kenntnisse der Software- und Webentwicklung, Datenwissenschaften und Methoden des maschinellen Lernens vermitteln.

KERNTHEMEN 2018

Langfristige Entwicklungen von Produktivität und Innovation

  • Die gesamtwirtschaftliche Produktivität verlangsamt sich seit über 20 Jahren international und auch in Deutschland. Dies wird oft entweder auf eine flächendeckende Erschöpfung technologischer Potenziale und innovativer Ideen zurückgeführt oder auf Verzögerungen im Diffusionsprozess der Digitalisierung. Zusammenhänge werden ebenso zu dem im selben Zeitraum abnehmenden Anteil der Innovatoren unter den Unternehmen gesehen. Unklar ist, ob eine Verlangsamung der Innovationsaktivitäten – eines wichtiges Produktivitätstreibers – stattfindet oder eine Konzentration derselben auf immer weniger Akteure, die in stärker konzentrierten Märkten auf immer höhere Markteintrittsbarrieren treffen.
  • Die Expertenkommission empfiehlt zur Sicherung eines langfristigen Produktionswachstums die verstärkte Förderung der Grundlagenforschung als wichtige Quelle radikaler Innovationen.
  • Die Bundesregierung sollte mit einer Diffusions-förderlichen Gestaltung des regulatorischen Umfelds ihren wichtigen Einfluss nutzen.
  • Notwendig sei ebenso die Umsetzung einer flächendeckenden digitalen Transformation.

Herausforderungen der europäischen F&I-Politik

  • Die ambitioniert formulierten Ziele der F&I-Politik der EU wurden verfehlt. Ursachen liegen in einer zu komplexen Struktur der europäischen F&I-Politik und in fragmentierten Zuständigkeiten. EFI empfiehlt der Konsolidierung und Vereinfachung der Strukturen gegenüber der Einrichtung neuer Institutionen (wie einem European Innovation Council) und der Entwicklung zusätzlicher Förderinstrumente Vorrang einzuräumen.
  • Die primäre Orientierung von Horizon 2020 auf die Förderung exzellenter Forschung soll beibehalten werden.
  • Die in den Europäischen Struktur- und Investmentfonds vorgesehenen Mittel zur F&I-Förderung sollen von den nationalen Regierungen zielgerechter und effektiver eingesetzt werden als bisher, was durch Schaffung einer neuen Governance-Struktur sichergestellt werden soll.
  • Die Expertenkommission befürwortet die Einrichtung einer Agentur zur Förderung radikaler Innovationen, jedoch außerhalb der EU-Strukturen.
  • Aufgrund der Bedeutung Großbritanniens als eines der leistungsfähigsten F&I-Systeme Europas wird dringend zu einer möglichst engen Anbindung des Landes an die europäischen Strukturen mit möglichst wenigen Änderungen des Status quo geraten. Ideal wäre eine Orientierung am norwegischen Modell mit Fortführung bewährter Kooperationen im Rahmenprogramm, Mobilität von Forscherinnen und Forschern zwischen britischen Forschungseinrichtungen und denen der EU sowie ungehindertem Wissensaustausch.

Autonome Systeme

  • Die Expertenkommission fordert die Entwicklung einer nationalen Strategie für Künstliche Intelligenz, die in eine europäische Strategie eingebettet werden soll, um im Verbund europäischer Akteure ein wissenschaftliches und ökonomisches Gegengewicht zu Forschungsaktivitäten in den USA und in China aufbauen zu können.
  • Die Entwicklung von KI-Leuchtturm-Technologien sollen durch geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung flankiert werden, um gesellschaftliche Implikationen frühzeitig aufzugreifen, Regulierungsbedarf zu erkennen und den gesellschaftlichen Diskurs zu begleiten. EFI plädiert für die Einrichtung einer Enquete-Kommission "Autonome Systeme und Künstliche Intelligenz" des Bundestags.
  • Der von der Europäischen Kommission angestoßene Prozess der Implementierung eines Daten-Binnenmarktes soll von der Bundesregierung aktiv begleitet und unterstützt werden.
  • Die Expertenkommission rät zur Einbeziehung aller Anwendungsfelder autonomer Systeme in die Förderung anstelle einer Beschränkung auf aktuelle Stärken der deutschen Wirtschaft.

Die Expertenkommission äußert ihre Besorgnis, dass die von ihr identifizierten Herausforderungen aufgrund der verzögert erfolgten Regierungsbildung und der zu Jahresanfang mangelhaften Agilität der Politik zunächst nicht entschlossen und zügig genug angegangen worden ist und so Möglichkeiten zur Nutzung der aktuellen Stärke der deutschen Volkswirtschaft zur strukturellen Weiterentwicklung des F&I-Systems und für dringende Investitionen in die Zukunft nicht effizient genug wahrgenommen wurden.

EFI-Gutachten

Zusammenfassung und Kommentar, PDF

08.04.2018

BMWi/AiF-Leitfaden für PA-Sitzungen

Stefan Schnorr, Leiter der Abteilung Digital- und Innovationspolitik des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), und Prof. Dr. Sebastian Bauer, Präsident der AiF, veröffentlichten ein gemeinsames Schreiben einschließlich Merkblatt und Leitfaden zur Arbeit in den Projektbegleitenden Ausschüssen der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF). Diese sollen künftig allen Mitgliedern der Projektbegleitenden Ausschüsse (PA) im Vorfeld oder zu Beginn von PA-Sitzungen zur Kenntnis gegeben werden, um mehr Klarheit in Bezug auf wettbewerbsrechtliche Aspekte zu schaffen.

Leitfaden zu PA-Sitzungen

01.04.2018

SPECTARIS/F.O.M.-Innovationsseminar 2018

Die Medizinprodukteindustrie kämpft aktuell mit den Anforderungen der neuen EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR), welche bis Mai 2020 umgesetzt werden müssen. Umso wichtiger ist es, zielgerichtet in die Entwicklung von neuen Medizinprodukten zu gehen und zusätzliche Schleifen zu vermeiden.

Sarah Panten, Sarah Panten Beratung & Training, gibt Ihnen einen kompakten Überblick über die regulatorischen Anforderungen nach der neuen Verordnung und geht gleichzeitig auf deren praktische Umsetzung ein. Alle wichtigen Bausteine auf dem Weg zum Marktzugang werden erläutert und durch zusätzliche Arbeitsunterlagen ergänzt, welche die spätere Umsetzung erleichtern. Besonderer Fokus wird auf die Kernprozesse Entwicklung, Risikomanagement und klinische Bewertung gelegt, denn nur wenn ein Medizinprodukt am Ende sicher ist, die Leistung erfüllt und eine positive Nutzen/Risiko Bewertung hat, kann es als erfolgreiches Produkt auf den Markt gebracht werden.

Die Veranstaltung richtet sich an Gruppenleiter und Forscher von Wissenschaftlichen Einrichtungen sowie an leitende Mitarbeiter der FuE-Abteilungen von KMUs der Branchen Medizintechnik, Analysentechnik, Photonik/Optische Technologien.

Veranstaltungsseite

Online-Anmeldung

27.03.2018

Opti-Bond im Finale zum IGF-Projekt des Jahres 2018

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) verleiht jährlich den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eines Projektes der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) den Otto von Guerricke-Preis, um damit herausragende Arbeit auszuzeichnen. Den Wissenschaftlichen Rat der AiF überzeugten die exzellenten Ergebnisse des IGF-Projekts „Integriert-Optische Module durch neue Bondtechnologien (Opti-Bond)“.

Der Bereich der Fügetechnologie spielt eine Schlüsselrolle in der Fertigung optischer Baugruppen und aller Wirtschaftszweige, in denen diese Technologie zum Einsatz kommt, da die optische Qualität und die Stabilität von Fügeverbindungen optischer Gläser das Einsatz- und Innovationspotenzial der optischen Systeme bestimmen. Die hohe Marktrelevanz der Fügetechnologie zum Beispiel für die Luft- und Raumfahrttechnik, die Informationstechnik, die Lasertechnik und die Medizintechnik zeigt sich in dem breiten Unternehmensspektrum des Projektbegleitenden Ausschusses.

Durch die intensive und qualitativ hochwertige Zusammenarbeit des Fraunhofer-Instituts IOF in Jena und dem Institut für Angewandte Physik der FSU Jena konnte einer der limitierenden Faktoren in der Herstellung von Hochleistungsoptiken überwunden werden. Die sorgfältig ausgewählte Zusammensetzung des Projektbegleitenden Ausschusses mit einem sehr hohen Maß an relevanter Kompetenz sowie die Integration der im Zuge der Antragsentwicklung erhobenen Industrieinteressen in den Zielen und in der Wahl der als Demonstrator vorgeschlagenen Fügeaufgaben trugen zu diesem hervorragenden Ergebnis bei. Opti-Bond leistete einen ganz wesentlichen Beitrag zur Überwindung der bisherigen Leistungsgrenzen optischer Systeme durch die Entwicklung dreier innovativer Fügeverfahren.

Das IGF-Projekt Opti-Bond wurde als eines der drei aussichtsreichsten Projekte für die Endauswahl zum IGF-Projekt des Jahres 2018 ausgewählt. Die F.O.M. gratuliert den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Dr. Ramona Eberhardt, Caroline Rothhardt, Prof. Dr. Stefan Nolte und Dr. Felix Zimmermann, herzlich zu dieser Anerkennung ihrer herausragenden Leistung. Für die finale Entscheidungsrunde am 7. November 2018 in Berlin wünschen wir dem Team viel Erfolg.

26.03.2018

Willkommen in der Zukunft!

Unter dem Titel „AiF goes future“ stellte die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e. V. (AiF) am 21. März 2018, auf ihrem diesjährigen Parlamentarischen Abend in Berlin, ihre neuen strategischen Ziele vor. Professor Sebastian Bauer erläuterte den rund 100 Gästen, darunter 16 Mitglieder des Deutschen Bundestags, Entscheider aus verschiedenen Ministerien und aus der Wirtschaft, welchen volkswirtschaftlichen Nutzen die Arbeit des AiF-Netzwerks hat und wie diese noch weiter ausgebaut werden soll. Die AiF versteht sich als die Deutsche Transfergemeinschaft. Innovationsinteressen der Industrie werden aufgegriffen und durch die Förderung von Machbarkeitsstudien und Prototypentwicklungen unterstützt. Die Mittel hierzu kommen vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), von den Programmen "Industrielle Gemeinschaftsforschung" (IGF) und "Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand" (ZIM).

"Die besonderen Stärken des AiF-Systems sind seine 'Nebenprodukte'", sagte AiF-Präsident Sebastian Bauer (Foto, Mitte). "Neben einem programmimmanenten effizienten Austausch und der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in den einzelnen innovationsorientierten Forschungsprojekten ergibt sich natürlicherweise die Unterstützung von inter- und transdisziplinären Netzwerken – ein unschätzbarer Mehrwert insbesondere für Start-ups und den Mittelstand. Darüber hinaus fördern IGF und ZIM in direkter Weise die Ausbildung von Nachwuchsfachkräften, die nicht selten nach Ende eines geförderten Projektes von einem der beteiligten Industrieunternehmen übernommen werden."

Die AiF will ihre Stärken mithilfe von neuen Modulen weiter ausbauen. Bisherige AiF-Forschungsallianzen zu Schlüsseltechnologien, wie zur Energiewende, sollen um weitere ergänzt werden, zu Themen wie Leichtbau, Medizintechnik und Digitalisierung. Die Bildung von wissenschaftlich-wirtschaftlichen Netzwerken soll noch aktiver unterstützt werden, ebenso wie die Bildung von Industrienetzwerken entlang der Schöpfungsketten. Start-ups und potentiell passende Unternehmen des etablierten Mittelstands sollen durch eine neue "Matching-Agentur" zusammengebracht werden. Gründungen sollen stärker unterstützt werden als bisher und auch im Feld der Internationalisierung sollen weitere Kooperationen mit anderen Staaten innerhalb und außerhalb der Europäischen Union eingegangen werden.

Der Parlamentarische Abend fand im Anschluss an die Strategie- und Präsidiumssitzungen der AiF statt. Hier war auch Dr. Markus Safaricz, Geschäftsführer der Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik, als Mitglied des Präsidiums aktiv in die Strategieentwicklung eingebunden.

AiF-Webseite

19.01.2018

Neues AiF-Präsidium konstituiert

Aufgrund einer Novellierung der Satzung der AiF, die am 01.01.2018 in Kraft getreten ist, hat sich die Gremienstruktur der AiF verändert. Statt eines Vorstands und eines Aufsichtsrats wird die AiF nun von einem 15-köpfigen Präsidium gesteuert, dem gesamtverantwortlich die Leitung des Vereins obliegt. Dem neuen Gremium gehören sechs Vertreter der Wirtschaft, sechs Vertreter der Ordentlichen Mitglieder der AiF, den AiF-Forschungsvereinigungen, sowie drei Vertreter der Wissenschaft an.

Am 18. Januar fand in Köln die konstituierende Sitzung des Präsidiums statt, das in diesem Rahmen aus seiner Mitte Prof. Dr. Sebastian Bauer, Geschäftsführer der BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, zum neuen Präsidenten der AiF gewählt hat. Als Vizepräsidenten wurden Edwin Büchter, Geschäftsführender Gesellschafter der Clean-Lasersysteme GmbH, Herzogenrath, Dr.-Ing. Andreas Zielonka, Geschäftsführer des Vereins für das Forschungsinstitut für Edelmetalle und Metallchemie (fem), Schwäbisch Gmünd, Prof. Dr. Holger Hanselka, Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), Karlsruhe, sowie Prof. Dr. Kurt Wagemann, Geschäftsführer der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie, Frankfurt am Main, gewählt. Zum Schatzmeister wurde Dr. Markus Safaricz, Geschäftsführer der Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik (F.O.M.), Berlin gewählt.

Mit Sebastian Bauer steht für die nächsten zwei Jahre ein erfahrener Familienunternehmer und Maschinenbauingenieur an der Spitze der AiF. Nach Studium und Promotion an der TU München trat Bauer 1996 ins 1790 gegründete Familienunternehmen, die BAUER-Gruppe, ein. Zunächst tätig als Leiter der Entwicklung und Konstruktion für Maschinen, ist er seit 2005 Geschäftsführer der international tätigen BAUER Maschinen GmbH mit 1.100 Mitarbeitern im oberbayrischen Schrobenhausen, die eines der drei Segmente der BAUER AG verantwortet. Mit ihren zahlreichen Tochterfirmen im In- und Ausland ist die BAUER Maschinen GmbH seit Ende der sechziger Jahre der Hidden Champion im Bereich der Spezialtiefbaugeräte.

„Ich bin schon lange ein Fan der AiF.“, bekennt der neue Präsident. „Die AiF bietet eine weltweit einzigartige Innovationsförderung für den Mittelstand und hat einen außergewöhnlich hohen Multiplikationsfaktor für die Wirtschaftskraft unseres Landes. Die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) im Netzwerk der AiF ist ein tolles Instrument, um die Forschung der wissenschaftlichen Institute und Hochschulen in eine praxisrelevante Richtung zu lenken.“, fährt Bauer fort. „Ich bin gespannt und freue mich auf die Herausforderungen, die meine Präsidentschaft mit sich bringen wird.“ 

09.01.2018

Erfolgreich lizensieren

Der Industrieverband SPECTARIS, Kooperationspartner der F.O.M., veranstaltet am 8. Mai 2018 ein Wissensraum-Seminar zum Thema "Lizenzverträge/Lizenzen - erfolgreich lizensieren". In der Veranstaltung werden strategische Überlegungen, erfolgreiche Vertragsgestaltung sowie Konzepte für eine effiziente und effektive Administration vorgestellt und diskutiert.

Die Veranstaltung für Unternehmen der optischen, medizinischen und mechatronischen Industrie richtet sich an Geschäftsführer, Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Recht, Forschung und Entwicklung, Einkauf, Engineering, Business Development, Kooperationen sowie alle weiteren mit dem Thema Lizenzverträge/Lizenzen betraute Personen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Einladungsschreiben

11.12.2017

Fraunhofer MedTech Day in Kooperation mit der F.O.M.

Nach erfolgreicher Durchführung der beiden ersten Fraunhofer MedTech-Days im November 2017, laden die Fraunhofer-Gesellschaft und die F.O.M. erneut kleinere und mittlere Unternehmen ein, ihre Innovationsinteressen im Bereich der Medizintechnik mit den Forschungsexperten der Fraunhofer Institute zu analysieren.

Das Pilotprojekt "MedTech Day" des Fraunhofer Transfer-Teams "Venture Connect" hat zum Ziel, innovationsinteressierte Unternehmen des deutschen Mittelstands mit den speziell zu ihren technologischen Herausforderungen passenden Wissenschaftlern und Technologien zusammenzubringen.

Die interaktive Veranstaltung wird individuell auf die Interessen der Teilnehmer und die im Vorfeld abgestimmten technologischen Herausforderungen zugeschnitten. Diese ausgeprägte Zielorientierung ermöglicht eine effiziente, gemeinsame Suche nach konkreten Lösungsansätzen zu dem jeweils betrachteten Technologiebedarf oder -interesse.

Am Ende jedes der sorgfältig vorbereiteten und mit ausgewählten Experten begleiteten Prozesse steht die Evaluierung der Möglichkeit, gemeinsam mit Fraunhofer ein Projekt zu initiieren, z. B. ein durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördertes Projekt der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) oder ein Projekt des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM).

Die F.O.M. und die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) unterstützen das Pilotprojekt der Fraunhofer-Gesellschaft. Durch ihre Begleitung der Workshops lässt sich die Überführbarkeit von resultierenden Forschungsvorhaben in BMWi-geförderte Projekte zeitgleich prüfen und weiteres Vorgehen zur Einwerbung von Fördermitteln planen.

Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt. Sie sind herzlich eingeladen, sich schnellstmöglich, spätestens jedoch bis zum 18.12.2017, für die Teilnahme zu registrieren. Ihnen stehen dabei zwei alternative Termine zur Auswahl. Bitte geben Sie Ihre Terminpräferenz bei der Anmeldung mit an.


Die Teilnahme ist kostenfrei.


ANMELDESCHLUSS
18.12.2017


WANN
Dienstag, 20.02.2018, 9:00 – 17:00 Uhr
Dienstag, 27.02.2018, 9:00 – 17:00 Uhr


WO
München oder Frankfurt


ANMELDUNG

WEITERE INFOS

RÜCKBLICK MEDTECH-DAYS 1+2


KONTAKT
Tea Böhm
Programm Managerin Venture Connect
Fraunhofer-Gesellschaft e. V.
Tel.: +49 89 1205-4537
E-Mail: Tea.boehm(at)zv.fraunhofer.de

07.12.2017

Adventsgeschenk vom Finanzamt

Rechtzeitig vor Weihnachten erhielt die F.O.M. den Freistellungsbescheid des Finanzamts für Körperschaften I Berlin und damit die Bestätigung ihrer dreijährlich überprüften Gemeinnützigkeit, rückwirkend für 2014 bis 2016. Es wurde erneut anerkannt, dass die F.O.M. ausschließlich und unmittelbar dem steuerbegünstigten Zweck, der Förderung von Wissenschaft und Forschung gemäß § 52 Absatz 2 Satz 1 Nr. 1 AO, dient und daher von der Körperschaftsteuer und der Gewerbesteuer befreit ist.

06.12.2017

Erfolgreicher Auftakt der Kooperation mit Fraunhofer

Venture Connect, eine Organisationseinheit der Transferabteilung der Fraunhofer Gesellschaft, Fraunhofer Venture, startete im Sommer 2017 mit einem neuen Ansatz, Industrie und Forschungseinrichtungen zur Adressierung von Technologiebedarfen zusammenzubringen. In dem vom Bundesforschungsministerium (BMBF) geförderten Programm werden zielorientiert vorbereitete Matching Days organisiert.

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) mit ihren 100 Forschungsvereinigungen ist aufgrund ihrer Themenoffenheit und der enormen Anzahl an Industrieunternehmen in ihrem Netzwerk für dieses Programm der ideale Programmpartner der Fraunhofer Gesellschaft. Eine erste Kooperation wurde für eines der ersten Pilot-Themenfelder vereinbart, die Medizintechnik. In 2018 soll die Kooperation auf weitere Themenfelder ausgebaut werden.

Unter der Leitung von Tea Böhm wurden die "MedTech-Days" konzipiert. Mit Unterstützung der AiF-Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik (F.O.M.) und des mit der F.O.M. kooperierenden Industrieverbands SPECTARIS wurden interessierte Unternehmen aus der Medizintechnik-Branche eingeladen, ihre Technologiebedarfe zu benennen und sich mit Bedarfs-spezifisch ausgesuchten Forschern der Fraunhofer-Institute zusammenzusetzen, um gemeinsam nach Lösungswegen zu suchen und mögliche Forschungsvorhaben zu planen.

Die F.O.M. begleitete die ersten beiden "MedTech-Days" Ende November für die AiF und informierte in Vorträgen und persönlichen Gesprächen über Möglichkeiten, für resultierende Studien der industriellen Machbarkeit von Innovationsideen Förderung im Rahmen des Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) einzuwerben. Ebenso informierten Gutachter der AiF Projekt GmbH über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) zur Förderung der Entwicklung von Prototypen. Mithilfe dieser beiden Werkzeuge der innovationsorientierten Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) lassen sich technologische Risiken minimieren und die Innovationskraft des Mittelstands effektiv stärken.

Die hohe Zufriedenheitsquote sämtlicher Teilnehmer und zahlreiche Verabredungen zu nächsten gemeinsamen Schritten zeugen von dem gelungenen Konzept der MedTech-Days. Bereits am 20. und 27. Februar 2018 finden die nächsten zwei Termine statt. Sollten Sie an einer Teilnahme interessiert sein, melden Sie sich über den unten stehenden Link bis zum 18.12.2017 an. Freuen Sie sich auf einen gewinnbringenden Austausch mit für Sie interessanten Gesprächspartnern in zielführenden Veranstaltungsmodulen und auf neue Innovationsimpulse.

LINK ZUR ANMELDUNG

RÜCKBLICK MEDTECH-DAYS 1+2

21.11.2017

Traditionell innovativ oder radikal digital?

Die diesjährige Jahreskonferenz der Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik (F.O.M.), die am 8. November 2017 stattfand, bot auch in 2017, was man von einer Transfergemeinschaft erwarten darf: Raum für Diskussionen neuer Innovationsideen, Möglichkeiten der Beteiligung an vorwettbewerblichen Forschungsprojekten, Präsentationen von Ergebnissen. Circa 80 Teilnehmer aus Wissenschaft, Industrie und Politik nutzten diese Plattform für die Ermöglichung gemeinsamer erster Schritte und den Austausch technologischer Informationen in der Frühphase der Innovationsschöpfung. Innovationsentwicklungen aus dem Überschneidungsbereich der klassischen Themenfelder der F.O.M., nämlich Augenoptik, Photonik, Sensorik und Messtechnik, Präzisionsmechanik, Oberflächenfunktionalisierung sowie Analysen- und Medizintechnik, standen ebenso im Fokus wie neue Themen aus dem Bereich der Digitalisierung.

Innovative Projektideen wie die Entwicklung eines schnellen und sensitiven Analysesystems von pathogenen Keimen zur Vermeidung von übermäßigem Einsatz von Antibiotika, die computergesteuerte Thermalisierung von Zahnimplantaten zur verbesserten Entfernung durch reversible Osseointegration sowie die Analyse und Optimierung  optischer Schichtmaterialien hinsichtlich extrinsischer Stoffe mittels experimenteller Analyse und paralleler Computersimulationen zeigten an diesem Vortragstag die Vielfalt der Innovationsaktivitäten der von der F.O.M. betreuten Branchen.

In den beiden Veranstaltungsblöcken zur "Uraufführung von Innovationsideen" wurden zehn neue Innovations- und Projektideen in Vorträgen vorgestellt, für die eine Forschungsförderung im Rahmen des BMWi-Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beantragt werden soll. Einige dieser Innovationsideen sind industrieangeregte Innovationsvorhaben - zwei davon wurden auf der F.O.M.-Konferenz 2016 in Workshops aufgegriffen und zwischenzeitlich weiterentwickelt. Zwischen- und abschließende Ergebnisse wurden auf 13 Poster auf dem "Marktplatz der Forschungsprojekte" diskutiert und den anwesenden Industrievertretern sowie Mitgliedern projektbegleitender Industrieausschüsse zugänglich gemacht.

Der Zuwendungsgeber, das Bundeswirtschaftsministerium, zeigte großes Interesse an den vorgestellten Innovationsaktivitäten: die neue Leiterin des Referats "Industrieforschung für Unternehmen, Innovationsberatung", MinR‘in Angelika Müller, stellte sich am Ende des Vormittags vor und eröffnete den "Marktplatz der Forschungsprojekte". Leiter und Mitarbeiter aus zwei BMWi-Referaten ließen sich in einer einstündigen Begehung von den Wissenschaftlern die Ergebnisse vorstellen. Begleitet wurde diese Begehung von Andrea Weißig (Geschäftsführerin für Forschungspolitik der AiF) Dr. Wenko Süptitz (Leiter des Fachverbands Photonik des mit der F.O.M. kooperierenden Industrieverbands SPECTARIS) und Tea Böhm (Transferabteilung der Fraunhofer Gesellschaft, Fraunhofer Venture). Informationsstände und -tische des Industrieverbands SPECTARIS, des Deutschen Instituts für Normung (DIN) und der F.O.M. bereicherten den Marktplatz der Forschungsprojekte.

In 2017 trieb uns besonders die anhaltende Vorhaltung um, unsere Industrie innoviere nicht ausreichend in Richtung Digitalisierung. Wie und in welche Richtung sollten Unternehmer und Unternehmerinnen ihre Innovationen vorantreiben? Sind herkömmliche, disruptive Innovationen in den klassischen Technologiefeldern noch zukunftssichernd oder riskieren viele Unternehmen, im Wettbewerb auf Dauer zu verlieren, wenn sie zum Beispiel nicht bereits Smart Data zur Marktevaluierung nutzen? Zu diesen Fragen stellte Tomas Pfänder, Vorstand der UNITY AG, im Rahmen des neuen Formats eines Beratervortrags interessante Aspekte und Sichtweisen zur Diskussion.

Abschließend tagte die Mitgliederversammlung der F.O.M., bei der über die Vereinsereignisse des vergangenen Jahres informiert und Pläne für die weitere Vereinsentwicklung verabschiedet wurden. Die F.O.M.-Konferenz 2018 ist geplant für Mittwoch, den 7. November 2018, und wird in denselben Räumlichkeiten, dem Besucher- und Schulungszentrum der KARL STORZ GmbH in Berlin, stattfinden. Wir freuen uns jetzt schon auf den wieder inspirierenden Austausch mit Ihnen.

18.11.2017

Zellmanipulation im Hochdurchsatz: Forschung des ILM befürwortet

Der Projektantrag "Zellmanipulation im Hochdurchsatz mittels gepulster Laser" (CellPulse) der Universität Ulm, Institut für Lasertechnologien in der Medizin und Meßtechnik, wurde mit sehr guten 35 Punkten (von 40) von den Gutachtern der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) bewertet. Die Forschung soll mit 246.650,00 EUR im Rahmen des Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung gefördert werden.

Das Projekt kann somit voraussichtlich im Frühjahr 2018 starten. 

Heutige Techniken zur Manipulation einzelner Zellen in komplexen Zellpopulationen sind oft apparativ aufwändig und durch mangelnde Zellselektivität und/oder hohe Belastung der Zellen geprägt. Eine präzise photonische Zellmanipulation bietet für biomedizinische Applikationen vielfältiges Einsatzpotenzial. Projektziel ist die Hochdurchsatz-Manipulation von Zielzellen in fluidischen Lösungen im Durchfluss mittels einzelner Laserpulse. Dazu wird die Detektion markierter Zellen mit der Zell-Perforation oder -Elimination synchronisiert und die Effektivität durch Anpassung von Bestrahlungsparametern optimiert. 

Die AiF-Gutachter lobten die hohe wirtschaftliche und gesellschaftliche Relevanz: "Mit dieser Methode würde neues Basiswissen (Laserparameter) generiert, das vielfältig für die Entwicklung neuer Produkte und standardisierter Verfahren verwendet werden könnte. [...] Gesellschaftlich könnte die Methode bei Erfolg in der Krebsimmuntherapie und der Stammzelltherapie zu Verbesserungen der Effizienz der Zellmanipulation beitragen."

Das Projekt wird durch einen projektbegleitenden Industrieausschuss mit sieben Unternehmen (darunter sechs KMU) und SPECTARIS, dem Deutschen Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e. V., unterstützt. Möchten Sie das Projekt durch Ihre Teilnahme am Projektbegleitenden Ausschuss oder durch eine Beteiligung an den Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

16.10.2017

Laser Bonding mit simultaner OCT in-line Kontrolle

Die Risikominimierung einer wirtschaftlichen Automatisierung der Produktion komplexer Elektronikprodukte erfordert die (Weiter-)Entwicklung von Schlüsselprozessen für zukunftsfähige Produktionslösungen. Der Fokus liegt hierbei auf einer wirtschaftlich ausgerichteten Herstellautomation für individualisierte Produkte.

In dem Projektvorhaben "Laser Bonding mit simultaner OCT in-line Kontrolle" (LABOR) soll ein hochindividualisierbares laserbasiertes Verfahren zum eutektischen Bonden inklusive umfassender Prozess- und Qualitätskontrolle, mit dem auch Mittel- und Kleinserien zeit- und kosteneffizient produziert werden können, entwickelt werden. Dies wollen die Wissenschaftler des Laser Zentrums Hannover und der Leibniz Universität Hannover (ITA) durch eine kontinuierliche optische Visualisierung der Fügestellen mittels schneller hochauflösender OCT erreichen.

Der Projektantrag soll im Winter 2017 zur Begutachtung eingereicht werden und das Projekt im Frühjahr 2018 starten. Eine Fördersumme in Höhe von ca. 500 T Euro wird aus dem Topf des BMWi-Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beantragt werden.

Ziel der im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung geförderten Forschungsprojekte ist die Unterstützung deutscher mittelständischer Unternehmen bei der Verfolgung potentialreicher Innovationsideen. Daher sind für den Erfolg des Projektantrags die Darstellung eines nachdrücklichen Interesses und der Unterstützung durch Industrieunternehmen, insbesondere durch KMU, von zentraler Wichtigkeit.

Möchten Sie zur Ermöglichung des Projektvorhabens beitragen und es durch Teilnahme im Projektbegleitenden Industrieausschuss oder durch einen Förderbeitrag zur Abdeckung der Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

10.10.2017

Innovationsstandort Deutschland weiter stärken

In einer gemeinsamen Stellungnahme der größten deutschen Wissenschaftsorganisationen und mehrerer Wirtschaftsorganisationen wenden sich 22 der wichtigsten Träger des Wissenschafts- und Innovationssystems in Deutschland an die gesamte Breite der Politik. Sie appellieren an Bund und Länder, Wissenschaft und Innovation auch künftig hohe Priorität einzuräumen.

STELLUNGNAHME:

Wissenschaft und Forschung als Fundament unserer Zukunft weiter stärken

Deutschlands wirtschaftlicher Erfolg basiert wesentlich auf der Stärke seines Wissenschafts- und Innovationssystems. Es ist das Fundament für Wohlstand, Wachstum, Arbeitsplätze, soziale Integration und die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. Grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung an Hochschulen und außeruniversitären Wissenschaftseinrichtungen sind dafür ebenso unverzichtbar wie die F&E-Aktivitäten der Unternehmen.

Bund und Länder, Wissenschaft und Wirtschaft haben in den vergangenen Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, das Wissenschafts- und Innovationssystem zu stärken. Die Steigerung des Anteils der Forschungsausgaben auf 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ist dabei ein wichtiges Etappenziel. Dank dieser gemeinsamen Anstrengungen gehört Deutschland heute zu den weltweit führenden Wissenschafts- und Innovationsstandorten.

Gerade in Zeiten großer gesellschaftlicher Umwälzungen gilt es, diese Dynamik nicht nur beizubehalten, sondern zu verstärken. Nur so können gesellschaftliche Herausforderungen wie der Klimawandel, die Energiewende, die demografische Entwicklung oder der Fachkräftemangel bewältigt und die enormen Chancen der Digitalisierung genutzt werden. Die unterzeichnenden Organisationen appellieren an Bund und Länder, Wissenschaft und Innovation auch künftig hohe Priorität einzuräumen. Als Zeichen einer kohärenten und verlässlichen Wissenschafts- und Innovationspolitik unterstützen wir das Ziel, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung bis 2025 auf einen Anteil von 3,5 Prozent am Bruttoinlandsprodukt zu steigern. Folgende Maßnahmen tragen dazu bei, dieses Ziel zu erreichen:

1.  Steuerliche F&E-Förderung für die forschenden Unternehmen ergänzend zur Projektförderung einführen

Das 3,5-Prozent-Ziel kann nur erreicht werden, wenn die Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung auch für die Wirtschaft, die derzeit rund zwei Drittel der gesamten F&E-Ausgaben aufbringt, attraktiv sind. Hierzu gehört die Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung. Um bundesweit nachhaltige Innovationsimpulse zu erzielen, muss die steuerliche Forschungsförderung den innovativen Unternehmen zugänglich sein. Der Fördersatz sollte einen realen Anreiz für mehr F&E-Aktivitäten in der Wirtschaft setzen und die Eigeninitiative der Unternehmen stärken. Die bewährte Projektförderung darf durch die Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung nicht beeinträchtigt werden. Externe Entwicklungsaufwendungen, auch die Auftragsforschung, sollten als förderfähig berücksichtigt werden.

2.  Wissenschaftspakte fortsetzen

Der Pakt für Forschung und Innovation muss fortgesetzt werden, um die hohe Leistungsfähigkeit der Forschung weiter zu stärken und die Veränderungsdynamik zu erhöhen. Er hat entscheidend dazu beigetragen, dass Wissenschaft und Forschung in Deutschland ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit nochmals gesteigert haben. Auch die Kooperationen mit Unternehmen werden kontinuierlich intensiviert. Die Kombination von forschungspolitischen Zielen und kontinuierlichem Aufwuchs der Grundfinanzierung hat sich außerordentlich bewährt. Die Grundfinanzierung der Hochschulen ist strukturell dringend und nachhaltig zu verbessern, unter anderem, indem die Mittel der ersten Säule des Hochschulpakts 2020 künftig unbefristet und umfassend verwendbar bereitgestellt werden. Nur mit einer verlässlichen Finanzierung können die Hochschulen ihrer Rolle als Kernelement des Wissenschaftssystems auch künftig gerecht werden.

3.  Technologieoffene Förderprogramme für den Mittelstand stärken

Die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) und das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) haben sich in der Forschungsförderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) bewährt. Dank ihrer Themenoffenheit, ihrer industrierelevanten Forschungsagenda und Netzwerkorientierung bieten sie eine ausgezeichnete Plattform für den Ideenaustausch und den Wissenstransfer. Sie sind zentrale Instrumente, um die Zahl innovativer Unternehmen in Deutschland wieder zu erhöhen, einen praxisnah qualifizierten Ingenieursnachwuchs hervorzubringen und die Kooperation zwischen KMU, akademischer und außeruniversitärer Forschung weiter zu stärken. Daher sollten sie einen Mittelaufwuchs erfahren, der dem tatsächlichen Bedarf entspricht.

4.  Spitzenforschung stärken, Innovationen befördern

Das deutsche Wissenschaftssystem ist kooperativ, arbeitsteilig und regional breit aufgestellt. Die Chancen dieser verteilten Exzellenz müssen künftig noch besser genutzt werden. Sowohl herausragende Grundlagenforschung als auch exzellente anwendungsnahe Forschung müssen ihren hohen Stellenwert behalten. Die thematisch offene Förderung exzellenter Wissenschaft und deren Vernetzung sollten gestärkt werden. Überdies schöpft Deutschland sein Potenzial noch nicht aus, grundlegend neue und richtungsweisende Innovationen hervorzubringen. Zusätzlich zu den bestehenden Förderstrukturen sollten deshalb weitere Fördermaßnahmen für neuartige Forschung, Kooperation und Transfer konzipiert werden. Dabei sollten auch vollständig neue Förderformate in den Blick genommen werden, die auf disruptive Innovationen abzielen.

5.  Neue Instrumente für den Technologie- und Wissenstransfer nutzen

Industrie und Wissenschaft benötigen mehr Freiräume, um neue Technologien und Geschäftsmodelle praxisnah zu erproben. Beispielsweise dienen Reallabore und Experimentierräume der Validierung sowohl technischer als auch sozialer Innovationen. Zugleich bieten sie die Möglichkeit, früh in einen gesellschaftlichen Dialog zu treten. Digitalisierung, die Energie- und Mobilitätswende, an denen Wissenschaft und Wirtschaft gleichermaßen arbeiten, sind hier besonders relevant. Die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist weiter zu fördern und mit dem Ziel zu stärken, vollständige Innovationskreisläufe von der Grundlagenforschung bis in die Anwendung und zurück abzubilden. Dazu sollten zusätzliche Förderformate entwickelt werden, die auf engen Entwicklungspartnerschaften zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen mit komplementären Interessen und komplementärem Know-how aufbauen und diese in Innovationen überführen. Auch die innovationsorientierte öffentliche Beschaffung sollte ausgebaut werden, um die Marktanwendung von Forschungsergebnissen aktiv voranzutreiben und Innovationsprozesse zu beschleunigen. Dazu tragen auch die Förderung von Innovationsplattformen in der Verbundforschung und Pilotanlagen sowie die Förderung technologieorientierter Start-up-Unternehmen bei. Im Rahmen von Validierungs- und Transferaktivitäten sollten Technologie- und Wissenstransfer gleichermaßen berücksichtigt werden.

6.  Hochschulbildung und berufliche Qualifizierung stärken

Die Nachfrage nach Hochschulbildung wird weiterhin hoch bleiben. Der kapazitive Ausbau des Hochschulsystems war und ist wichtig, muss jetzt aber um eine zukunftsweisende Qualitätsoffensive ergänzt werden. Die Lehr- und Lernbedingungen an den Hochschulen müssen gestärkt, die Beschäftigungsmöglichkeiten in der Wissenschaft verbessert und die Chancen der Digitalisierung und der
wissenschaftlichen Weiterbildung ausgeschöpft werden. Daneben sind die duale Ausbildung und die betriebliche Weiterbildung entscheidend, um dem Fachkräftemangel etwa im IT-Bereich effizient entgegenzuwirken. Diese Aufgaben können Staat, Wirtschaft und Wissenschaft nur gemeinsam bewältigen. Zugleich sollte Deutschland seine starke Position nutzen, um international qualifiziertes Personal für Wirtschaft und Wissenschaft zu rekrutieren.

 

Über die genannten Punkte hinaus empfehlen wir eine stärkere Berücksichtigung möglicher Auswirkungen, die geplante Gesetzesvorhaben auf den Forschungs- und Innovationsstandort Deutschland haben können. Dabei sollten negative und positive Auswirkungen bei künftigen Gesetzgebungsverfahren geprüft werden.

Im Rahmen von Innovationsstrategien der Bundesregierung sollten Förderschwerpunkte künftig noch stärker als bisher ressortübergreifend und methodisch konsistent festgelegt werden. Mit einem höheren Maß an Transparenz, einer klareren Prozessgestaltung, einer konsequenten Umsetzung im Förderhandeln und einer nachvollziehbaren Förderberichterstattung kann eine höhere Akzeptanz der beteiligten Akteure erreicht werden.

Die unterzeichnenden Organisationen appellieren an Bund und Länder, die genannten Maßnahmen in der kommenden Legislaturperiode umzusetzen. Wissenschaftlicher Fortschritt ist die wesentliche Grundlage, gesellschaftlichen Zusammenhalt, soziale Stabilität, Wohlstand und Wachstum für kommende Generationen zu sichern.

 

PDF

Die FAZ berichtete in ihrer Print-Ausgabe vom 10.10.2017 über die Stellungnnahme.

20.09.2017

Laserstrukturierung von Titan- und PEEK-Implantatoberflächen zur Verbesserung des Einwachsverhaltens

Implantatinfektionen sind ernste Komplikationen bei der Anwendung von orthopädischen und Dentalimplantaten, die im Wesentlichen aus unzureichender Osseointegration durch das umliegende Knochengewebe oder durch Infektionen infolge kontaminierter Implantatoberflächen entstehen. Das Projektvorhaben "Laserstrukturierung von Titan- und PEEK-Implantatoberflächen zur Verbesserung des Einwachsverhaltens" (LASIM) zielt darauf ab, das Einwachsen von Implantaten zu verbessen und gleichzeitig die Infektionsgefahr zu verringern.

Hierzu wollen die Wissenschaftler der TU Dresden und INNOVENT Topographien im Mikrometerbereich auf PEEK- und Titan-Implantaten durch direkte Laserinterferenzstrukturierung erzeugen und die Implantate anschließend durch Aufbringen von adhäsionsfördernden oder antibakteriellen Beschichtungen veredeln. Optimierte Implantate sollen Bakterien insbesondere im kritischen initialen Zeitraum abweisen, bis Osteoblasten die Oberfläche vollständig besiedelt haben: Für Implantate aus PEEK und Titan wird eine Bakterienreduzierung von 70 % und eine signifikant verbesserte Zelladhäsion im Zeitbereich bis drei Stunden angestrebt.

Der Projektantrag soll im Winter 2017/2018 zur Begutachtung eingereicht werden und das Projekt im Sommer 2018 starten. Eine Fördersumme in Höhe von ca. 400 T Euro wird aus dem Topf des BMWi-Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beantragt werden.

Ziel der im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung geförderten Forschungsprojekte ist die Unterstützung deutscher mittelständischer Unternehmen bei der Verfolgung potentialreicher Innovationsideen. Daher sind für den Erfolg des Projektantrags die Darstellung eines nachdrücklichen Interesses und der Unterstützung durch Industrieunternehmen, insbesondere durch KMU, von zentraler Wichtigkeit.

Möchten Sie zur Ermöglichung des Projektvorhabens beitragen und es durch Teilnahme im Projektbegleitenden Industrieausschuss oder durch einen Förderbeitrag zur Abdeckung der Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

10.09.2017

Fraunhofer MedTech Day in Kooperation mit der F.O.M.

Die Fraunhofer-Gesellschaft und die F.O.M. laden kleinere und mittlere Unternehmen ein, ihre Innovationsinteressen im Bereich der Medizintechnik mit den Forschungsexperten der Fraunhofer Institute zu analysieren.

Das Pilotprojekt "MedTech Day" des Fraunhofer Transfer-Teams "Venture Connect" hat zum Ziel, innovationsinteressierte Unternehmen des deutschen Mittelstands mit den speziell zu ihren technologischen Herausforderungen passenden Wissenschaftlern und Technologien zusammenzubringen.

Die interaktive Veranstaltung wird individuell auf die Interessen der Teilnehmer und die im Vorfeld abgestimmten technologischen Herausforderungen zugeschnitten. Diese ausgeprägte Zielorientierung ermöglicht eine effiziente, gemeinsame Suche nach konkreten Lösungsansätzen zu dem jeweils betrachteten Technologiebedarf oder -interesse.

Am Ende jedes der sorgfältig vorbereiteten und mit ausgewählten Experten begleiteten Prozesse steht die Evaluierung der Möglichkeit, gemeinsam mit Fraunhofer ein Projekt zu initiieren, z. B. ein durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördertes Projekt der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) oder ein Projekt des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM).

Die F.O.M. und die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) unterstützen das Pilotprojekt der Fraunhofer-Gesellschaft. Durch ihre Begleitung der Workshops lässt sich die Überführbarkeit von resultierenden Forschungsvorhaben in BMWi-geförderte Projekte zeitgleich prüfen und weiteres Vorgehen zur Einwerbung von Fördermitteln planen.

Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt. Sie sind herzlich eingeladen, sich schnellstmöglich, spätestens jedoch bis zum 30.09.2017, für die Teilnahme zu registrieren. Ihnen stehen dabei zwei alternative Termine zur Auswahl. Bitte geben Sie Ihre Terminpräferenz bei der Anmeldung mit an.


Die Teilnahme ist kostenfrei.


ANMELDESCHLUSS
30.09.2017


WANN
Donnerstag, 23.11.2017, 9:00 – 17:00 Uhr
Dienstag, 28.11.2017, 9:00 – 17:00 Uhr


WO
München oder Frankfurt


ANMELDUNG
http://bit.ly/2xfPnBx


WEITERE INFOS
http://fraunhoferventure.de/medtechday


KONTAKT
Tea Böhm
Programm Managerin Venture Connect
Fraunhofer-Gesellschaft e. V.
Tel.: +49 89 1205-4537
E-Mail: Tea.boehm(at)zv.fraunhofer.de

01.09.2017

Neue IGF-Richtlinie in Kraft

Die neue "Richtlinie über die Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung" (IGF) vom 10. August 2017 wurde im Amtlichen Teil des Bundesanzeigers (BAnz AT 31.08.2017 B1) veröffentlicht. Sie tritt am 1. September 2017 in Kraft und ersetzt die Vorgängerversion, die bis zum 31.12.2017 befristet war. Die Laufzeit der neuen Richtlinie endet jetzt zum 31. Dezember 2021.

Die Fortsetzung des IGF-Programms ist ein wichtiger Schritt zur Sicherstellung des effektiven und effizienten Technologietransfers in Deutschland.

Mit dem Förderprogramm "Industrielle Gemeinschaftsforschung" unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) seit über 60 Jahren die Innovationskraft der deutschen Industrie, insbesondere die von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Zusammen mit dem zweiten großen Förderprogramm des BMWi, dem "Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand" (ZIM) trägt es wesentlich dazu bei, Amortisierungsrisiken zu minimieren, wenn es darum geht, Innovationsideen weiter zu verfolgen, industrielle Machbarkeiten in IGF-Projekten zu überprüfen und Prototypen in ZIM-Projekten zu entwickeln.

Zu den wesentlichen Neuerungen der Förderrichthlinie zählen:

  • Als Letztzuwendungsempfänger geförderte Forschungseinrichtungen (vormals "Forschungsstellen") müssen ihren Sitz in Deutschland haben.
  • CORNET, die IGF-Förderlinie für internationale Kooperationen, wird für nichteuropäische Staaten geöffnet.
  • Die Vorgaben zur Einbindung von KMU im Projektbegleitenden Ausschuss (PA) wurden neu gefasst: Ihm sollen mindestens drei interessierte KMU angehören, bei mehr als sechs PA-Mitgliedern erhöht sich die KMU-Mindestanzahl auf vier, bei mehr als acht Mitgliedern auf fünf, bei mehr als elf Mitgliedern auf sechs und bei mehr als vierzehn Mitgliedern auf sieben KMU.
  • Jede Forschungsvereinigung, wie die F.O.M., kann einmal im Jahr für ein branchenübergreifendes, branchenrelevantes oder technologieweisendes IGF-Vorhaben zwei Bonuspunkte vergeben.

IGF-Richtlinie 2017

 

11.08.2017

Forschung zu strukturierten CVD-Diamant-Mikroschleifstiften startet im September

Das IGF-Projekt "Strukturierte CVD-Diamant-Mikroschleifstifte"; (DIAS; 19664 N) kann wie erwartet zum 01.09.2017 starten.

In dem Projekt des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik IST Braunschweig und der TU Braunschweig, Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik IWF, sollen CVD-Diamant-Mikroschleifstifte mit Durchmessern zwischen 0,1 und 3,0 mm sowie angepasste Werkzeugmaschinentechnik und Bearbeitungsprozess-Know-how für eine wirtschaftliche Schleifbearbeitung mit sehr hoher Oberflächengüte entwickelt werden. Hierfür werden neue CVD-Diamantschichtaufbauten (größere Kristallite) und neue Nutgeometrien in den Stiften zur Spanabfuhr kombiniert, wodurch bei Erfolg Zusetzungen vermieden und höhere Zeitspanungsvolumina ermöglicht werden können.

Die Mitglieder des projektbegleitenden Industrieausschusses werden zeitnah von den Forschungsleitern kontaktiert und zu einem ersten Kick-Off-Treffen eingeladen.

Projektseite DIAS

11.08.2017

IGF aus der Sicht der Industrie - ein Interview

Die Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik (F.O.M.) ist 1963 aus SPECTARIS, dem Deutschen Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien, heraus gegründet worden. Sie bringt seit über 50 Jahren Forschungsinstitute und Industrieunternehmen zusammen und betreibt innovationsorientierte Forschungsprojekte.

Als eine von 101 Mitgliedsvereinigungen der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) ist sie antragsberechtigt im Förderprogramm der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und wirbt jährlich zwischen 0,75 und 2,0 Mio. Euro Fördermittel für die begleiteten Branchen ein.

Für das Jahrbuch Medizintechnik führte der Industrieverband SPECTARIS Ende Juli 2017 das folgende Interview über die direkten und indirekten Vorteile der IGF als Instrument der Mittelstandsförderung mit zwei Vorständen der F.O.M. durch, mit dem Vorsitzenden Dr. Harald Stallforth (Berater und ehem. Vorstand für Forschung & Entwicklung und Qualitätsmanagement der Aesculap AG), sowie dem stellvertretenden F.O.M.-Vorsitzenden, Dr. Klaus Irion (Global Vice President Forschung & Technologie der KARL STORZ GmbH & Co. KG):

SPECTARIS: Die IGF ist mit einem Alter von über 60 Jahren Deutschlands dienstältestes Förderprogramm, welches mit der Förderung von Studien der industriellen Machbarkeit von Innovationsideen in der Frühphase der Innovationsschöpfung ansetzt. Auch im Ausland genießt das Programm hohe Anerkennung. Was macht dieses Programm des Bundeswirtschaftsministeriums aus Ihrer Sicht so nachhaltig erfolgreich?

HS: In vielen Programmen wird die Beantragung von Projektfördermitteln durch komplizierte Anträge oder Antragsformalitäten erschwert. Die IGF hingegen zeichnet sich durch die Zwischenschaltung wohlwollender Forschungsvereinigungen, wie der F.O.M., aus, die mit Programm-, Antrags- und Fachkompetenz sowie intensiver Betreuung auf unbürokratische und zielgerichtete Weise eine hohe Antragsqualität sicherstellen und somit für einen niedrigschwelligen Zugang zu den Fördermitteln sorgen.

KI: Von Bedeutung ist, dass die IGF-Förderung in einer frühen Phase der Innovationsschöpfung unterstützt, in der die Innovationsideen noch mit einem hohen technologischen Risiko behaftet sind. In dieser Phase zwischen Grundlagenforschung und Produkt- oder Applikationsentwicklung können die technologischen Herausforderungen am effizientesten gemeinsam gelöst werden. Der vorwettbewerbliche Charakter des Förderinstruments begünstigt zudem die Interessenfindung verschiedener, zum Teil kompetitiver Firmen und garantiert, dass alle eingebundenen Firmen denselben Informations- und Ergebnisstand erhalten.

SPECTARIS: Sehen Sie Mehrwerte in einer Beteiligung von Industrieunternehmen an IGF-Projekten im Vergleich zu Beteiligungen an Projekten anderer Förderprogramme und wenn, dann welche?

HS: Durch die Übernahme von 100 % der anrechenbaren Forschungskosten ist das Amortisierungsrisiko bei einer Beteiligung eines Unternehmens im Projektbegleitenden Ausschuss von IGF-Projekten nahezu null. Dabei ist wichtig, zu bedenken, dass auch im Falle eines negativen Projektergebnisses – wenn sich also eine Innovationsidee als nicht industriell machbar herausstellt – der Wissenszugewinn einen mitunter wertvollen Mehrwert darstellt.

KI: Ein Vorteil, den KARL STORZ für die IGF-Projekte sieht, besteht darin, dass die Forschungsinstitute Themen bearbeiten, die bereits ein breites Interesse aus Industriesicht besitzen. Die Praxisrelevanz und das Potential einer möglichen Umsetzbarkeit sind dadurch gegeben.

SPECTARIS: Was motiviert Ihre Unternehmen seit vielen Jahren, sich für die Industrielle Gemeinschaftsforschung zu engagieren und sich in den Projektbegleitenden Ausschüssen der IGF-Projekte zu beteiligen. Werden Ihre Erwartungen erfüllt?

HS: In keinem mir bekannten Programm werden grundlegende technologische Erkenntnisse so effizient für die Teilnehmer an den Projektbegleitenden Ausschüssen der Forschungsprojekte gefördert und transferiert wie in der IGF. Aus diesem Grund engagiert sich die Aesculap AG seit mittlerweile über 25 Jahren in den Projekten der IGF. Unsere Erwartungen wurden meistens, aber nicht immer erfüllt. Das liegt jedoch in der Natur der Projekte. Auch selbst finanzierte FuE-Projekte sind nicht immer erfolgreich.

KI: Für das Unternehmen KARL STORZ ist es wichtig, Forschungs- und Technologietrends für die Medizintechnik frühzeitig zu erfassen, um in Kombination mit spezifischen Marktanforderungen und Kundenbedürfnissen neue Innovationen angehen zu können. Durch das Engagement bei der Forschungsvereinigung F.O.M. innerhalb der AiF und der aktiven Teilnahme an Projektbegleitenden Ausschüssen ist eine Transparenz zu aktuellen Forschungsprojekten gegeben. So beschäftigt sich z. B. das seit Jahresbeginn laufende IGF-Projekt "EFORMIN" der F.O.M. mit dem Einsatz von Memory-Metallen für chirurgische Instrumente. Neben den entsprechenden Demonstrator-Realisierungen ist es vor allem relevant, die Grenzen dieser speziellen Metalllegierungen zu kennen.

SPECTARIS: Sie beide unterstützen die F.O.M. auch persönlich durch Ihre ehrenamtliche Arbeit als Vereinsvorstände. Welchen Nutzen hat die Arbeit der F.O.M. für die Medizintechnikbranche? Sind Sie mit dem tatsächlich stattfindenden Technologietransfer in den F.O.M.-Projekten zufrieden?

HS: In der Regel haben die Projekte, an denen wir uns beteiligt haben dazu beigetragen, über den Tellerrand der eigenen Aktivitäten hinausschauen zu können. Das heißt auch, dass nicht alle Erkenntnisse unmittelbar in eigene Projekte übergeführt werden konnten. Aus meiner Sicht tut dies aber dem Nutzen des Programms keinen Abbruch.

KI: Die Medizintechnik ist applikationsorientiert und deckt technologisch ein sehr breites Spektrum ab. Es ist daher wichtig, für allgemeine Bereiche, wie z. B. Optik, Optische Technologien und Feinwerktechnik, neuartige Aspekte und ergänzende Forschungsergebnisse in die Produktentwicklung, aber auch in die Fertigung einfließen zu lassen. Der detaillierte Ergebnistransfer ist insbesondere über die F.O.M.-Konferenzen und über die Sitzungen der Projektbegleitenden Ausschüsse ausreichend sichergestellt. Teilweise wäre eine noch frühzeitigere Berichtsübermittlung an den Projektbegleitenden Ausschuss wünschenswert.

SPECTARIS: Welche zukünftige Entwicklung der F.O.M. und ihres Dienstleistungsportfolios erhoffen Sie sich?

HS: Die F.O.M. sollte sich weiterhin an einer sinnvollen Weiterentwicklung des IGF-Programms beteiligen und den Weg der hochqualitativen Antragstellung und Projektdurchführung konsequent fortsetzen. Damit hat sie sich zu einem wesentlichen Technologietransfer-Partner des Verbandes SPECTARIS entwickelt, deren Arbeit allen Mitgliedsunternehmen des Industrieverbands zugutekommt. Darüber hinaus könnte sich die F.O.M. vorsichtig zu einer kompetenten Stelle auch für andere Förderprogramme entwickeln. Vorsichtig deshalb, weil darunter die erreichte Qualität im IGF-Programm nicht leiden darf.

KI: Die Medizintechnik wird sich von den konventionellen Bereichen Feinwerktechnik und Optik hin zu integrierter Elektronik sowie Sensorik und vor allem auch Richtung Software-gestützter Diagnostik und Therapie entwickeln. Auf diese neuen thematischen Aspekte sollte sich auch das Dienstleistungsangebot der F.O.M. ausrichten.

SPECTARIS: Herr Dr. Stallforth, Herr Dr. Irion, herzlichen Dank für das Gespräch.

10.07.2017

Forschung zur Hautkrebs-Früherkennung bewilligt

Wie geplant kann das IGF-Projekt "Strukturierte Beleuchtung und hyperspektrale Bildgebung als neuartiger Ansatz zur Tumorerkennung in der Dermatologie"; (HSI-plus; 19639 N) am 01.08.2017 starten.

In dem Projekt HSI-plus der Universität Ulm, Institut für Lasertechnologien in der Medizin und Meßtechnik, soll ein bildgebendes Messsystems zur objektiven Erkennung prämaligner Läsionen der Haut entwickelt werden. Dazu werden zwei Technologien kombiniert: Mit strukturierter Beleuchtung soll eine Tiefenauflösung erreicht und störende Signalanteile aus unteren Gewebeschichten herausgefiltert werden. Ein multifokales hyperspektrales Kamerasystem soll Zellveränderungen durch ortsaufgelöste Erfassung optischer Hauteigenschaften abbilden.

Die Mitglieder des projektbegleitenden Industrieausschusses werden zeitnah von dem Forschungsleiter kontaktiert und zu einem ersten Kick-Off-Treffen eingeladen.

Projektseite HSI-plus

05.07.2017

Projekt zum Laser-Strahlschmelzen metallischer Gläser befürwortet

Der Projektantrag "Laser-Strahlschmelzen metallischer Gläser – Optimierung von Werkstoff und Herstellungsverfahren" (OptMetGlas) der Universität Duisburg-Essen, IPE, und der Universität des Saarlandes, LMW, wurde mit sehr guten 33 Punkten (von 40) von den Gutachtern der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) bewertet. Die Forschung wird mit 337.340,00 EUR im Rahmen des Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung gefördert.

Das Projekt kann somit voraussichtlich im am 01.01.2018 starten.

Metallische Gläser besitzen aufgrund ihrer Amorphität einzigartige mechanische Eigenschaften und sind daher als Konstruktionswerkstoff höchst interessant. Die Bauteildimensionen sind jedoch bei der Verarbeitung durch konventionelle Fertigungsverfahren auf wenige Zentimeter begrenzt. Additive Laser-Strahlschmelzverfahren verfügen über das Potenzial, größere und komplexere Bauteile aus metallischem Glas herzustellen. Ziel des Vorhabens ist es, die herausragenden Materialeigenschaften für die breite industrielle Anwendung zu erschließen. Ermöglicht werden soll dies durch prozess- und legierungsseitige Optimierungen.

Das Projekt wird durch einen projektbegleitenden Industrieausschuss mit zehn Unternehmen (darunter fünf KMU) und SPECTARIS, dem Deutschen Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e. V., unterstützt. Möchten Sie das Projekt durch Ihre Teilnahme am Projektbegleitenden Ausschuss oder durch eine Beteiligung an den Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

Kontakt

F.O.M.

Werderscher Markt 15
D-10117 Berlin

Fon: +49 (0)30 414021-39
E-Mail: info@forschung-fom.de

News

22.05.2018

Flexibler UV Sensor zum inline-Test von UV-Härtereinrichtungen

Neues IGF-Projekt zur Erfassung des Verschleißzustands einer zur UV-Härtung eingesetzten Quelle

18.05.2018

Forschung zur Osseodisintegration enossaler Implantate befürwortet!

IGF-Projektvorhaben kann voraussichtlich im Spätsommer 2018 starten

17.05.2018

Fraunhofer-Preise honorieren Arbeiten in F.O.M.-Technologiefeldern

Wissenschaftspreis "Forschung im Verbund" für F.O.M.-Projektpartner

Kooperationspartner

22.09.2016
Neue Förderprogramme auf der F.O.M.-Webseite
Unter dem Menüpunkt „Förderung“ stellen wir Ihnen ab sofort neue Fördermaßnahmen des Bundes vor, die die innovationsorientierte Forschung, insbesondere von KMU, unterstützen.

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25.07.2016
Neues Tool zur Durchsetzung von Schutzrechten außerhalb der EU

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