19.09.2018

"Innovationspolitische Eckpunkte aus 2017 nach wie vor gültig!"

Am 17. Sepptember 2018 kamen im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mehr als 300 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zusammen, um sich zum erfolgreichen Transfer durch Wissensvernetzung im Rahmen des BMWi-Förderprogramms "Industrielle Gemeinschaftsforschung" (IGF) auszutauschen. Damit folgten sie der Einladung des Bundeswirtschaftsministers, Peter Altmaier, der allen Akteuren der vorwettbewerblichen Innovationsforschung in Deutschland dankte und die Bedeutung der IGF als Technologie-Trendsetter und -Trendbeschleuniger hervorhob.

Altmaier machte nach seiner Begrüßungsrede auf Anfrage deutlich, dass das Bundeswirtschaftsministerium zu den am 18. April 2017 veröffentlichten "Innovationspolitischen Eckpunkten" steht. Diese hätten "total viel Bedeutung. Sie sind nach wie vor gültig.", so Altmaier. In den Eckpunkten legt das Bundesministerium fest, mit welchen Maßnahmen mehr Innovationen erzielt und vorhandene Innovationspotenziale besser erschlossen werden sollen. Dort heißt es: "Wir wollen das bewährte Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) stufenweise auf mindestens 700 Mio. Euro p. a., die Industrtielle Gemeinschaftsforschung (IGF) auf mind. 200 Mio. € p. a. und das innovationsprogramm für die strukturschwachen Regionen INNOKOM auf mind. 90 Mio. € p. a. erhöhen." Zuletzt waren Zweifel am Willen zur Umsetzung dieses Vorhabens aufgekommen, da der Regierungsentwurf für den Haushalt 2019 des BMWi vom 06.07.2018 für die IGF sogar eine Budget-Kürzung, von aktuell ca. 169 Mio. € p. a. auf ca. 163 Mio. € p. a., vorsieht. In den letzten zehn Jahren ist das IGF-Budget im Durchschnitt jährlich um ca. 3,8 % angewachsen.

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, der sich vor seinem Vortrag auch die Projektsteckbriefe und die IGF-Erfolgsnoten der F.O.M. genau ansah, erklärte im Anschluss, dass die vorwettbewerbliche Gemeinschaftsforschung der IGF und das Kartellrecht in keiner Weise im Widerspruch zueinander stehen. Die Beteiligung von Industrieunternehmen in den projektbegleitenden Ausschüssen der IGF-Machbarkeitsstudien seinen nicht nur mit dem Kartellrecht sehr gut vereinbar, sondern mit Blick auf die zu erzielende Stärkung der deutschen Innovationskraft ausdrücklich erwünscht. Erst durch den Eintritt in die anschließende wettbewerbliche Phase der Innovationsschöpfung könne ein intensiver Austausch zwischen potentiellen Wettbewerbern kartellrechtlich bedenklich werden.

Stefan Schnorr, Abteilungsleiter für Digital- und Innovationspolitik im BMWi, unterstrich in seinem Grußwort die besondere Effektivität der IGF-Forschung, die sich aus der Programm-immanenten Vernetzung zwischen Wissenschaft und Industrie ergibt. Die IGF sei gelebter Transfer. Die Budget-Entwicklung wird daher auch zukünftig durch Aufwüchse gekennzeichnet sein, wenngleich dies auch nicht in jedem Jahr gelingen mag. 

Zu den Veranstaltungs-Highlights zählten auch fünf kurze Einblicke in die konkrete IGF-Praxis: Fünf Unternehmer stellten den wirtschaftlichen Nutzen aus der IGF-Forschung vor, unter ihnen der Zahnarzt und IGF-Projektideengeber Dr. Rolf Winnen. Winnen stellte das zum 1. September 2018 gestartete IGF-Projekt "Osseodisintegration enossaler Implantate mit biophysikalischen Methoden" (ODIN) vor, welches von der F.O.M. mit zwei Aachener Forschungseinrichtungen betrieben wird.

Die sich in der Gründung befindlichen AiF-Forschungsallianz Medizintechnik (FAM) präsentierte sich erstmals mit einem gemeinsamen Stand und zeigte Demonstratoren aus den verschiedenen Medizintechnik-Themenbereichen ihrer beteiligten Forschungsvereinigungen.

 

17.09.2018

F&I-Unterstützung für SPECTARIS-Unternehmen

Auf der diesjährigen SPECTARIS-Mitgliederversammlung am 13. September 2018 in Berlin war die F.O.M. wieder mit einem Stand vertreten, um die zahlreichen laufenden Projekte sowie geplante Forschungsvorhaben aus den Bereichen Diagnostik, Medizintechnik, Messtechnik, Funktionalisierung von Oberflächen und Präzisionsmechanik den interessierten Unternehmen der Branche zu präsentieren.

Aktuell arbeitet die F.O.M. an 33 geförderten Projekten und Projektanträgen. In 2018 wurden bereits 13 Projektideen aufgegriffen, sieben Förderanträge für Projektvorhaben bei der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) eingereicht und drei Projekte gingen in diesem Jahr bis jetzt an den Start. Im Rahmen des BMWi-Förderprogramms der Industriellen Gemeinschaftsforschung konnten so in 2018 1,35 Millionen Euro Fördermittel für Forschungskosten weitergegeben werden. Die in den Forschungsprojekten der F.O.M. erarbeiteten Zwischenergebnisse und Ergebnisse werden in diesem Jahr bis jetzt 146, bis zum Jahresende voraussichtlich 175 Unternehmen zugeleitet, die sich in den projektbegleitenden Ausschüssen engagieren.

13.09.2018

Resonator-interner Polarisationskonverter entwickelt

Das IGF-Projekt "Sub-Wellenlängenstrukturen für die Generierung zylindrischer Polarisationszustände" (SubWell; 18728 N) der Universität Stuttgart, Institut für Strahlwerkzeuge IFSW und Institut für Technische Optik ITO, wurde am 31.03.2018 erfolgreich abgeschlossen. Unter der Leitung von Dr. Marwan Abdou-Ahmed (IFSW) und Christof Pruss (ITO) gelang es, die Vorteile der Laserbearbeitung mit angepassten Resonator-internen Polarisationskomponenten für eine breite Anwendung zu erschließen.

Die Entwicklung eines Resonator-externen Polarisationskonverters wird Ziel eines derzeit geplanten Folgeprojektes sein.

Die Ergebnisse des Projekts SubWell werden auf der F.O.M.-Konferenz 2018 am 7. November 2018 in Berlin vorgestellt werden. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse finden Sie auf der SubWell-Projektseite.

30.08.2018

Bundeskabinett beschließt Agentur zur Förderung von Sprunginnovationen

Heute hat das Bundeskabinett beschlossen, eine Agentur zur Förderung von Sprunginnovationen zu gründen. Sie soll Innovationsakteuren die finanziellen Mittel und Freiräume eröffnen, um bahnbrechende Ideen in die Anwendung zu überführen.

Die Agentur verfolgt einen personenzentrierten Ansatz. Sie setzt auf hochkompetente und kreative Innovationsmanagerinnen und -manager, die zeitlich befristet in der Agentur tätig sind und besondere Handlungsfreiräume genießen. Sie können Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit Sprunginnovationspotential von der Idee möglichst bis hin zur Anwendung auswählen, steuern und – je nach Projektverlauf – beenden oder fortsetzen. Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Unternehmen setzen die Vorhaben um. Geförderte Ideen werden über Ausgründungen, durch Unternehmen oder auch durch den Staat selbst, im Rahmen der öffentlichen Beschaffung verwertet und in den Markt eingeführt.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie haben die Kabinettvorlage gemeinsam eingebracht.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung mit den Kommentaren von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und Bundes-wirtschaftsminister Peter Altmaier.

09.08.2018

Forschung zur Osseodisintegration enossaler Implantate bewilligt

Wie geplant kann das IGF-Projekt "Osseodisintegration enossaler Implantate mit biophysikalischen Methoden"; (ODIN; 20302 N) am 01.09.2018 starten und wird mit einer Fördersumme von insgesamt 492.760,00 EUR vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert.

In dem Projekt ODIN der RWTH Aachen, Lehrstuhl für Wärme- und Stoffübertragung und der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, soll ein Verfahren zur gewebeschonenden, intentionellen Osseodisintegration von Implantaten entwickelt werden. Hierzu soll ein kontrollierter, thermischer Impuls möglichst homogen an der Verbindungsfläche Implantat/Knochen generiert werden, um die Osseointegration zu lösen. Die Prozessführung soll datenbankgestützt für verschiedene Implantattypen erfolgen. Als Wärmequelle werden medizintechnische Laser, HF-Geräte, Wärmesonden und Perfusionsgeräte erprobt.

Das Projekt wird durch einen projektbegleitenden Ausschuss (PA) von 15 Unternehmen (davon acht KMU) sowie von dem Idustrieverband SPECTARIS und einer Klinik für Unfallchirurgie unterstützt. Zusätzlich stellen die PA-Mitglieder freiwillig vorhabenbezogene Aufwendungen der Wirtschaft in Höhe von insgesamt 127.687,00 EUR dem Projekt zur Verfügung. 

Die PA-Mitglieder werden zeitnah von den Forschungsleitern kontaktiert und zu einem ersten Kick-Off-Treffen eingeladen.

Projektseite

16.07.2018

Kannibalisiert steuerliche Forschungsförderung nun doch die Projektförderung?

Am 6. Juli 2018 verabschiedete die Bundesregierung den Haushaltsplan 2019. Während noch vor einem Jahr im entsprechenden Haushaltsplan 2018 für die "Industrieforschung für Unternehmen" 246 Mio. Euro vorgesehen waren (siehe Anlage zur Drucksache 18/13000), sollen für denselben Titel in 2019 nur 238 Mio. Euro zur Verfügung stehen. Speziell für die Industrielle Gemeinschaftsforschung, einem der effektivsten Innovationsförderinstrumenten des Bundeswirtschaftsministeriums, soll der Zuwendungs-Etat von 169 Mio. Euro auf weniger als 164 Mio. Euro gekürzt werden.

Die interessante Frage ist, "Warum?", wurde doch im Bundestag gerade erst vor einem Jahr, am 21.03.2017, auf Antrag der Fraktionen CDU/CSU und SPD beschlossen, im Rahmen der vefügbaren Haushaltsmittel "durch fachpolitische Schwerpunktsetzung mittelfristig eine Erhöhung der Mittel für das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) auf 700 Millionen Euro, für die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) auf 200 Millionen Euro und für die Forschungsförderung von Technologievorhaben der zivilen Luftfahrt (Luftfahrtforschungsprogramm) auf 180 Millionen Euro vorzunehmen sowie die Fach- und Querschnittsprogramme gleichermaßen aufzustocken, um eine vergleichbare Steigerung der KMU-Beteiligung in diesen Maßnahmen zu ermöglichen".

Kündigt sich hier die Einführung der steuerlichen Forschungsförderung an? Zwar wurde stets von Industrie und Verbänden betont, dass die Einführung der steuerlichen Forschungsförderung nicht zu Lasten des dringend benötigten Aufwuchses bei der innovationsorientierten Projektförderung gehen dürfe, doch scheint sich hier widerzuspiegeln, dass eine KMU-nützliche steuerliche Forschungsförderung kaum für unter 5 Milliarden Euro zu haben ist - und die wollen erst einmal gegenfinanziert werden.

Vorsicht, liebe Bundesregierung, wenn Sie an diesem Ast weitersägen, unterbrechen Sie die Nährstoffzuführ für die vielen Früchte und Blätter unserer Wirtschaft. Da hilft dann auch die Gießkanne nicht mehr.

 

28.06.2018

Auch für KMU spürbare Innovationsimpulse durch steuerl. Forschungsförderung

Deutschlands ausgefeiltes System der BMWi-Projektförderung industrieorientierter Forschung hat unsere Volkswirtschaft dorthin gebracht, wo sie heute ist: In sämtlichen internationalen, sogar globalen Vergleichen der Innovationsstärke landet Deutschland auf den Spitzenplätzen, meist auf einem der Ränge 2 bis 6.

Die Internationalisierung und aktuelle, teilweise fast dramatische Umbrüche in den Bereichen Produktion und Anwendungsentwicklung im Zuge der Digitalisierung führen jedoch zu einem steigenden Wettbewerbsdruck. Andere Staaten begegnen dem und der allgemeinen, international festgestellten Verlangsamung des Produktivitätswachstums mit verstärkter FuE-Förderung, und zwar sowohl mithilfe direkter (= Projekt-) als auch indirekter (= steuerlicher) Forschungsförderung.

Die soll nun auch in Deutschland kommen, fordert der Koalitionsvertrag. Doch brauchen wir sie wirklich? Wie verhindert man, dass die steuerliche Forschungsförderung nur zur ansonsten wirkungsarmen Ausgabenfalle wird? Welche Förderparameter dienen einer optimierten Adressierung der folgenden Spannungsfelder?

(1) Einfacher, schneller Fördermittelzugang ↔ Planungssicherheit ↔ Prüfbarkeit der Anrechenbarkeit von FuE-Aufwendungen

(2) Handlungsfreiheit bezüglich disruptiver oder inkrementeller Innovationsaktivitäten ↔ Hervorrufung möglichst vieler Sprunginnovationen

(3) Verstärkte Förderung von KMU ↔ Förderung von KMU und größeren Unternehmen

Beraten durch die F.O.M. entwickelt SPECTARIS, der deutsche Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien, ein Konzept mit Lösungsansätzen zu den genannten Spannungsfeldern. Das resultierende Positionspapier wird bis Ende Juli an die Bundespolitik übergeben.

28.06.2018

Erfolgreiche Entwicklung neuer Bondverfahren - Ergebnisse des IGF-Projekts Opti-Bond

Das IGF-Projekt "Integriert-Optische Module durch neue Bondtechnologien" (Opti-Bond; 18360 BR) des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena und des Instituts für Angewandte Physik der Friedrich-Schiller-Universität Jena wurde am 30.11.2017 erfolgreich abgeschlossen. Unter der Leitung von Dr. Ramona Eberhardt (Fraunhofer IOF Jena) und Prof. Dr. Stefan Nolte (IAP FSU Jena) konnte das Projektziel - die Entwicklung neuer Bondverfahren für unterschiedliche Materialien und für ein breites Bauteilspektrum, die hohe optische Transmission auch zwischen gekrümmten Oberflächen bei hohen Temperaturen erlauben - erreicht werden. Für diese herausragenden Leistungen der Wissenschaftller wurde das IGF-Projekt Opti-Bond als eines der drei aussichtsreichsten Projekte für die Endauswahl zum IGF-Projekt des Jahres 2018 ausgewählt. Die finale Entscheidungsrunde findet im Anschluss an die F.O.M.-Konferenz 2018 am 7. November 2018 in Berlin statt.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse finden Sie auf der Projektseite.

20.06.2018

Entwicklung der LightPLAS-Schichtchemie auf Traumaimplantaten befürwortet

Der Projektantrag "Entwicklung der LightPLAS-Schichtchemie zur Adhäsionsreduzierung von humanen Zellen auf Traumaimplantaten" (LightTraum) des Fraunhofer IFAM Bremen wurde mit guten 33 Punkten (von 40) von den Gutachtern der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) bewertet. Die Forschung soll mit ca. 250.00,00 EUR im Rahmen des Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung gefördert werden und kann voraussichtlich Anfang 2019 starten.

Bei der Versorgung von Knochenfrakturen verbleiben Implantate oft nur temporär im Körper. Ihre Entnahme wird jedoch aufgrund des Bewuchses durch z. B. Knochenzellen erschwert. Eine starke Zelladhäsion ist Ursache hoher OP-Risiken und Versorgungskosten. Die effektive Reduktion der Zellhaftung durch LightPLAS-Beschichtung des Implantats wurde demonstriert. Projektziel ist, verbleibende Nutzungshürden durch Erhöhung der Prozesssicherheit abzubauen. Dazu wird die Effektivität bei weiteren Zelltypen und Implantatmaterialien untersucht, die statistische Evaluierung erweitert und eine konkrete Prozesstechnik erarbeitet.

Das Projekt wird durch einen projektbegleitenden Industrieausschuss (PA) mit zehn Unternehmen (darunter acht KMU), einer Klinik und SPECTARIS, dem Deutschen Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e. V. unterstützt.

Möchten Sie das Projekt durch Ihre Teilnahme am Projektbegleitenden Ausschuss oder durch eine Beteiligung an den Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief LightTraum

12.06.2018

Forschung zur Hybridfertigung optischer Oberflächen befürwortet

Der Projektantrag "Hybridfertigung optischer Oberflächen" (HyoptO) der TH Deggendorf und des Fraunhofer ILT Aachen wurde mit guten 32 Punkten (von 40) von den Gutachtern der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) bewertet. Die Forschung soll mit ca. 400.00,00 EUR im Rahmen des Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung gefördert werden und kann voraussichtlich im Herbst/Winter 2018 starten.

Steigende Ansprüche an Form, Rauheit und optische Sauberkeit optischer Komponenten führen bei konventionellen Schleif- und Polierverfahren zu Prozessketten mit immer feineren Abstufungen der Bearbeitungsschritte und folglich zu immer längeren Bearbeitungszeiten. Ziel von HyoptO ist, durch die Verknüpfung konventioneller Verfahren mit laserbasierten Prozessschritten die geforderten Qualitäten in deutlich verkürzten Bearbeitungszeiten zu erreichen. Hierzu werden Fraunhofer ILT und THD die geeigneten Schnittstellen der zu kombinierenden Verfahrenstechniken ermitteln und die Bearbeitungsparameter optimieren.

Die Gutachter lobten die wirtschaftliche Relevanz des Projektvorhabens: "Dieses Verfahren erscheint hoch interessant für die Weiterentwicklung der Technologie der Herstellung optischer Linsen. Die mögliche Steigerung der Produktivität ist beeindruckend. Der potenzielle Nutzerkreis ist riesig."

Das Projekt wird durch einen projektbegleitenden Industrieausschuss (PA) mit 12 Unternehmen (darunter sechs KMU) und SPECTARIS, dem Deutschen Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e. V. unterstützt.

Möchten Sie das Projekt durch Ihre Teilnahme am Projektbegleitenden Ausschuss oder durch eine Beteiligung an den Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief HyoptO

08.06.2018

Wirtschaftsminister Altmaier auf dem Innovationstag Mittelstand

Am 07.06.2018 veranstaltete das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) den 10. Innovationstag Mittelstand. Funktionsträger des BMWi und 27 Mitglieder des Deutschen Bundestags konnten sich vom erfolgreichen, Programm-immanenten Technologietransfer in den BMWi-geförderten Innovationsprogrammen überzeugen. Ergebnisse von 200 meist zweijährigen, innovationsorientierten Forschungsprojekten wurden den etwa 1.800 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und interessierter Öffentlichkeit vorgeführt.

300 Unternehmen, Forschungsinstitute und -vereinigungen stellten 200 neue innovative Produkte, Verfahren und Dienstleistungen vor. Sie entstammen der transdisziplinären Zusammenarbeit in Projekten des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) und des Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF).

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ließ sich einige der Innovationen bei einem Rundgang demonstrieren. In einer Ansprache bedankte er sich bei den Wissenschaftlern und den innovationsaktiven Unternehmen für ihren unverzichtbaren Beitrag zum Funktionieren der deutschen Marktwirtschaft. "Damit tragen Sie zum Wohlstand in unserer Gesellschaft und zur Stabilität unseres Landes bei," so Altmaier. 

Unter den Ausstellern befanden sich auch zahlreiche der 100 Forschungsvereinigungen der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e. V. (AiF) - darunter die F.O.M. Als eine von wenigen Forschungsvereinigungen präsentierte sie die Ergebnisse von gleich drei Projekten:

Im Projekt "TWI-Stitch" präsentierten Gerald Fütterer und Alexander Haberl vom Labor Optical Engineering der TH Deggendorf und Antonia Harsch vom Institut für Technische Optik der U. Stuttgart ein Verfahren zur hochpräzisen Vermessung asphärischer Großoptiken - eine Grundvoraussetzung für die weitere Qualitätssteigerung lichtstarker Optiksysteme, z. B. für die Fernerkundung oder die Weltraumforschung.

Im Projekt "EVAPORE" entwickelten Anna-Karoline Rüsseler vom LZH Hannover und Philipp Schulz vom Fraunhofer IST Braunschweig ein Verfahren zur Abbildung und Quantifizierung von Mikropartikeln auf optischen Bauelementen, die häufig im Laufe von Beschichtungsprozessketten auftreten, sowie zur Modellierung der Partikelpfade. Die Ergebnisse stellen entscheidende Schritte bei der Vermeidung solcher Defekte dar und sollen dazu beitragen, die Qualität und die Zerstörfestigkeit von Präzisionsoptiken zu erhöhen.

Im Projekt "APERITIf" vergrößerte Tobias Piotrowski vom Fraunhofer IPT Aachen erheblich die auswertbare Fläche von Zellproben in Mikrotiterplatten, die mit der Phasenkontrastmikroskopie untersucht werden sollen - durch eine automatische optische Kompensation auf Basis von Algorithmen und adaptiver optischer Elemente.

Die drei Projekte der fünf Forschungseinrichtungen wurden von 36 Industrieunternehmen begleitet - darunter 23 KMU! - und vom BMWi mit insgesamt 1,04 Millionen Euro gefördert.

 

22.05.2018

Flexibler UV Sensor zum inline-Test von UV-Härtereinrichtungen

Bei Verpackungen, Consumer Elektronik oder Automobillacken sorgen UV-gehärtete Lacke durch ihre Chemikalien- und Kratzunempfindlichkeit für langlebige und wertstabile Produkte. Um reproduzierbare Erzeugnisse herstellen zu können, muss die konstante Leistungsabgabe der zur Härtung eingesetzten UV-Quellen gewährleistet werden. Durch Alterung oder Defekte der UV-Lampen kann es zu Produktionsausfällen oder fehlerhaften Chargen kommen. Vorzeitige Wechsel der Quellen verursachen dagegen zusätzliche Kosten.

Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut HHI, Goslar und des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM Bremen wollen in dem Projektvorhaben "Flexibler UV Sensor zum inline-Test von UV-Härtereinrichtungen" (flexUV) einen flexiblen und kabellosen Sensor entwickeln, der in der Lage ist, die Strahlendosis einer UV-Quelle spektral aufgelöst aufzuzeichnen und kabellos an eine Auswerteeinheit zu übermitteln. Ziel ist es, den Verschleißzustand der UV-Quelle zu erfassen, um den optimalen Wechselzeitpunkt der UV-Quelle festzulegen.

Der Projektantrag soll im Herbst 2018 zur Begutachtung eingereicht werden und das Projekt im Frühjahr 2019 starten. Eine Fördersumme in Höhe von ca. 500 T Euro wird aus dem Topf des BMWi-Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beantragt werden.

Ziel der im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung geförderten Forschungsprojekte ist die Unterstützung deutscher mittelständischer Unternehmen bei der Verfolgung potentialreicher Innovationsideen. Daher sind für den Erfolg des Projektantrags die Darstellung eines nachdrücklichen Interesses und der Unterstützung durch Industrieunternehmen, insbesondere durch KMU, von zentraler Wichtigkeit.

Möchten Sie zur Ermöglichung des Projektvorhabens beitragen und es durch Teilnahme im Projektbegleitenden Industrieausschuss oder durch einen Förderbeitrag zur Abdeckung der Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

18.05.2018

Forschung zur Osseodisintegration enossaler Implantate befürwortet!

Der Projektantrag "Osseodisintegration enossaler Implantate mit biophysikalischen Methoden" (ODIN) der RWTH Aachen, Lehrstuhl für Wärme- und Stoffübertragung zusammen mit der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, wurde mit sehr guten 36 Punkten (von 40) von den Gutachtern der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) bewertet. Die Forschung soll mit 497.680,00 EUR im Rahmen des Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung gefördert werden.

Das Projekt kann somit voraussichtlich im Spätsommer 2018 starten.

Implantate können im menschlichen Knochen irreversibel festwachsen (Osseointegration). Zur Entfernung sind die Implantate herauszufräsen, was erhebliche Knochendefekte verursacht. Ziel dieses Projekts ist eine gewebeschonende, intentionelle Osseodisintegration. Hierzu soll ein kontrollierter, thermischer Impuls möglichst homogen an der Verbindungsfläche Implantat/Knochen generiert werden, um die Osseointegration zu lösen. Die Prozessführung soll datenbankgestützt für verschiedene Implantattypen erfolgen. Als Wärmequelle werden medizintechnische Laser, HF-Geräte, Wärmesonden und Perfusionsgeräte erprobt.

Das Projekt wird durch einen projektbegleitenden Industrieausschuss (PA) mit 14 Unternehmen (darunter acht KMU), einer weiteren Klinik und Akademie und SPECTARIS, dem Deutschen Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e. V. unterstützt. SPECTARIS wird zudem als Dissemination Partner zur Verfügung stehen.

Möchten Sie das Projekt durch Ihre Teilnahme am Projektbegleitenden Ausschuss oder durch eine Beteiligung an den Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

17.05.2018

Fraunhofer-Preise honorieren Arbeiten in F.O.M.-Technologiefeldern

Auf der Jahrestagung der Fraunhofer-Gesellschaft am 15. und 16.05.2018 wurden herausragende wissenschaftliche Leistungen von drei Forschergruppen, die anwendungsnahe Probleme lösten, und ein exzellentes Verbundprojekt der angewandten Forschung ausgezeichnet. Drei von vier verliehenen Preisen honorieren Arbeiten, die in den von der F.O.M. begleiteten Technologiefeldern, Feinmechanik, Optik, Photonik und Medizintechnik geleistet wurden. Dies verdeutlicht die immense Bedeutung dieser Technologien für sehr viele Industrie- und Lebensbereiche.

„Neuer Optikstandard: freiformoptische Systeme“: Da die Optik bisher auf sphärische und asphärische Formen begrenzt war, ist die Entwicklung von gleichmäßig geformten rotationssymmetrischen Optiken und Linsen ziemlich ausgereizt und es wird zunehmend aufwendiger, neue Funktionen und Anwendungen zu realisieren. Das Team um Dr. Ramona Eberhardt vom Fraunhofer-Institut für angewandte Optik und Feinmechanik IOF, Jena, entwickelte die komplexe Technik optischer Freiformsysteme in enger Zusammenarbeit mit einem Industrieverbund weiter. Als Folge lässt sich heute ein ganzes Linsensystem durch ein einziges optisches Bauteil ersetzen, wodurch sich extrem kompakte Bauweisen für optische Systeme realisieren lassen. Das öffnet den Zugang zu neuen Anwendungsfeldern. Die innovative Technologie wurde von der Erbringung des Machbarkeitsnachweises bis zur Marktreife entwickelt und wird in einigen Produkten bereits international eingesetzt. Hierfür wurden die beteiligten Wissenschaftler und Unternehmen (siehe Foto oben) mit dem Wissenschaftspreis des Stifterverbandes „Forschung im Verbund“ ausgezeichnet.

Die drei Joseph-von-Fraunhofer-Preise würdigten folgende Leistungen:

  1. „Lasergenerierte Mikrostrukturen zur Effizienzverbesserung von Flugzeugtriebwerken“: Ausgezeichnet wurde die Forschergruppe des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik IWS, Dresden, denen es in Zusammenarbeit mit Rolls-Royce gelungen ist, filigrane Mikrostrukturen additiv auf Schichten der Rotorblätter von Flugzeugtriebwerken aufzubringen und dort als Wärmedämmschichten zu fungieren. Das Schichtsystem bildet zusammen mit weiteren Maßnahmen die Grundlage für eine verlängerte Lebensdauer der Schichten und bewirkt eine beträchtliche Absenkung des Kerosinverbrauchs und damit auch des Schadstoffausstoßes. Heute ist die innovative Technologie bei einigen Flugzeugtypen bereits serienmäßig im Einsatz. 
  2. „Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren“: Ausgezeichnet wurde das Forscherteam um das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS, Bremen, denen es gelungen ist, Bildverarbeitungsalgorithmen zu entwickeln, die Chirurgen bei der Leberoperation unterstützen. Eine auf mathematischen Modellen basierende Risikoanalyse und eine 3D-Visualisierung der Anatomie berechnen die Risiken verschiedener chirurgischer Schnittführungen, sodass der Eingriff präzise geplant werden kann. Diese Algorithmen sind bereits erfolgreich in Medizinprodukten im Einsatz.
  3. „XXL-Computertomographie – unsichtbares sichtbar machen in einer neuen Dimension“: Ausgezeichnet wurden Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS, die eine Technologie entwickelten, mit der es möglich ist, sehr große Objekte per XXL-Computertomographie zu durchleuchten. Hierfür wird ein Linearbeschleuniger mit einer hohen Strahlleistung und eine groß-dimensionierte Zeilenröntgenkamera kombiniert. Hierdurch entsteht ein kontrastreiches und detailreiches 3D-Bild des Objekts, das auf einem rotierenden Schwerlastdrehteller platziert wird.

Die F.O.M. beglückwünscht alle Preisträger zur verdienten Anerkennung ihrer Leistungen. Frau Dr. Eberhardt ist Projektleiterin des gerade abgeschlossenen F.O.M.-Projekts "Integriert-Optische Module durch neue Bondtechnologien" (Opti-Bond), einem vom BMWi mit ca. EUR 400.000 geförderten Projekt der Industriellen Gemeinschaftsforschung, das in die Endrunde für das IGF-Projekt des Jahres (Otto von Guericke-Preis) gewählt wurde.

Weitere Informationen finden Sie hier.

15.05.2018

25. Innovationstag Mittelstand des BMWi

Auf dem Freigelände der AiF Projekt GmbH in Berlin-Pankow treffen sich am 7. Juni 2018 erneut innovative kleine und mittlere Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus ganz Deutschland zur traditionellen BMWi-Leistungsschau „im Grünen“.

Auch in diesem Jahr wird die F.O.M. mit einem Stand vertreten sein, um zusammen mit anderen ausgestellten Projekten zu demonstrieren, dass die Fördermittel vom BMWi zur mittelstandorientierten Innovationsförderung überaus gewinnbringend eingesetzt sind. Auf Einladung werden die Ergebnisse von drei erfolgreichen IGF-Projekten der F.O.M. präsentiert:

    APERITIf (Fraunhofer IPT Aachen)
    EVAPORE (LZH Hannover, Fraunhofer IST Braunschweig)
    TWI-Stitch (IPH TH Deggendorf, ITO Universität Stuttgart)

Wir laden unsere Mitglieder und Netzwerkpartner zum Austausch mit den über 300 Ausstellern und zahlreichen Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft ein.

 

weitere Informationen

03.05.2018

Goldbeschichtung mit Atmosphärendruckplasma zum Laserfügen

Optische Bauteile sind oft kraftschlüssig und hermetisch in Trägerstrukturen zu fixieren. Die Stabilität von Polymerklebstoffen leidet jedoch z. B. bei regelmäßiger Einwirkung von Heißdampf bei der Sterilisation, UV-Bestrahlung oder mechanischen Spannungen. Alternativ existieren aufwendige Lötverfahren, die eine nass-chemische Vorreinigung und eine anschließende Fügeflächenbeschichtung im Vakuum oder eine umwelttechnisch problematische Galvanisierung erfordern.

Die Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST in Braunschweig und dem Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT Aachen wollen mit dem Projektvorhaben "Goldbeschichtung mit Atmosphärendruckplasma zum Laserfügen" (GALA) ein inline-fähiges System zum Laserlöten und -bonden entwickeln. Dabei soll ein Plasmajet zur ortsselektiven Metallisierung der Fügeflächen eingesetzt werden.

Der Projektantrag soll im Herbst 2018 zur Begutachtung eingereicht werden und das Projekt im Frühjahr 2019 starten. Eine Fördersumme in Höhe von ca. 500 T Euro wird aus dem Topf des BMWi-Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beantragt werden.

Ziel der im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung geförderten Forschungsprojekte ist die Unterstützung deutscher mittelständischer Unternehmen bei der Verfolgung potentialreicher Innovationsideen. Daher sind für den Erfolg des Projektantrags die Darstellung eines nachdrücklichen Interesses und der Unterstützung durch Industrieunternehmen, insbesondere durch KMU, von zentraler Wichtigkeit.

Möchten Sie zur Ermöglichung des Projektvorhabens beitragen und es durch Teilnahme im Projektbegleitenden Industrieausschuss oder durch einen Förderbeitrag zur Abdeckung der Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

02.05.2018

Kunststoffoptik für Laseranwendungen

Kunststoffe etablieren sich aufgrund der großen Designfreiheit und massentauglichen Verarbeitbarkeit zunehmend als Werkstoff für Optiken. Laseranwendungen wie das Laserbeschriften oder der Einsatz von Hochleistungs-Flächenemitterquellen stellen jedoch hohe Anforderungen an die optischen Eigenschaften, die von Kunststoffoptiken derzeit nicht erfüllt werden.

In dem Projektvorhaben "Kunststoffoptik für Laseranwendungen" (KOptLas) sollen die thermischen Einflüsse im Betrieb bereits beim Designprozess berücksichtigt und die Oberflächenqualität erhöht werden. Hierfür wollen die Wissenschaftler der RWTH Aachen (TOS und IKV) eine gekoppelte, digitale Prozesskette von der Optikauslegung bis zur Vermessung der Kunststoffoptik entwickeln und validieren.

Der Projektantrag soll im Herbst 2018 zur Begutachtung eingereicht werden und das Projekt im Frühjahr 2019 starten. Eine Fördersumme in Höhe von ca. 400 T Euro wird aus dem Topf des BMWi-Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beantragt werden.

Ziel der im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung geförderten Forschungsprojekte ist die Unterstützung deutscher mittelständischer Unternehmen bei der Verfolgung potentialreicher Innovationsideen. Daher sind für den Erfolg des Projektantrags die Darstellung eines nachdrücklichen Interesses und der Unterstützung durch Industrieunternehmen, insbesondere durch KMU, von zentraler Wichtigkeit.

Möchten Sie zur Ermöglichung des Projektvorhabens beitragen und es durch Teilnahme im Projektbegleitenden Industrieausschuss oder durch einen Förderbeitrag zur Abdeckung der Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

02.05.2018

OptMetGlas und CellPulse gestartet

Wie geplant erhielt das IGF-Projekt „Laser-Strahlschmelzen metallischer Gläser – Optimierung von Werkstoff und Herstellungsverfahren“ (OptMetGlas; 19927 N) nun nach Erhalt der Inaussichtstellung der Bewilligung vom Bundeswirtschaftsministerium den Zuwendungsbescheid. Die Inaussichtstellung wird üblicherweise nach Wahljahren ausgestellt, solange der Bundeshaushalt noch nicht verabschiedet wurde. Die Projektleiter haben die Arbeiten am 01.03.2018 aufgenommen und laden den projektbegleitenden Ausschuss, der aus 13 Unternehmen (darunter sieben KMU) und SPECTARIS, dem Deutschen Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e. V., besteht, zu einem Kickoff-Treffen ein.

Auch für das IGF-Projektvorhaben „Zellmanipulation im Hochdurchsatz mittels gepulster Laser“ (CellPulse; 20134 N) wurde eine Inaussichtstellung des Zuwendungsbescheids vom BMWi für einen Projektstart zum 01.04.2018 ausgestellt. Das Projekt wird durch einen projektbegleitenden Industrieausschuss mit neun Unternehmen (darunter acht KMU) und SPECTARIS, dem Deutschen Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e. V., unterstützt.

Projektseite OptMetGlas
Projektseite CellPulse

18.04.2018

F.O.M.-Konferenz 2018

Die F.O.M.-Konferenz 2018 präsentiert Trendsetter, Trendverstärker und Trendbeschleuniger für die Schlüsseltechnologien der Feinmechanik, Optik und Photonik sowie für die wichtigen Anwendungsfelder Analysen-, Bio-, Labor- und Medizintechnik. Unternehmensentscheider, FuE-Leiter und Innovationsmanager treffen auf die innovationsorientiert forschenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unseres Netzwerks, um sich über Innovationsideen und Forschungsergebnisse auszutauschen.

TERMIN:
7. November 2018, ab 10:00 Uhr (f. Mitglieder)/12:00 Uhr

ORT:
KARL STORZ Besucher- und Schulungszentrum Berlin, Scharnhorststraße 3, 10115 Berlin

Im Anschluss findet ein Transfer zur AiF-Imageveranstaltung statt, wo der "Otto von Guericke"-Preis für das IGF-Projekt des Jahres verliehen wird. Mit dabei: Das F.O.M.-Projekt Opti-Bond ist in der Finalrunde.

Konferenzseite

17.04.2018

IGF und ZIM sichern Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität der deutschen Wirtschaft

Das Institut für Innovation und Technik (iit) untersuchte im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) die "Entstehung und Verbreitung thematischer Trends in der technologieoffenen Förderung" und kam zu beeindruckenden Ergebnissen:

Die Trendanalyse macht deutlich, dass die themenoffene Förderung in den beiden mittelstandsorientierten Förderprogrammen des BMWi, dem vorwettbewerblichen Programm "Industrielle Gemeinschaftsforschung" (IGF) und dem marktnahen "Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand" (ZIM), eine erhebliche Breite an unterschiedlichen Innovationsschwerpunkten abdeckt, in denen eine Vielzahl technologischer Einzeltrends identifiziert werden konnte.

  • 20 % der IGF-Trends und knapp 23 % der ZIM-Trends können als Trendnutzer verstanden werden, deren Einzeltrends auf bereits laufenden Fachdiskussionen aufbauen. Die beteiligten Unternehmen dieser marktnahen und anwendungsorientierten Projekte nutzen die beiden Programme stark zur Absorption existierender Technologietrends. Dabei resultiert eine Diffusion von technologischen Lösungen in neue Anwendungsfelder und Anwendergruppen, was als Trendverbreiterung verstanden werden kann. Im Zuge der Trendverbreiterungen wiederum werden KMU an neue Trends herangeführt, was auch zu Produktivitätssteigerungen beitragen kann.

  • 60 % der identifizierten IGF-Trends und 66 % der ZIM-Trends entwickeln sich zeitlich parallel zu den zugehörigen Fachdiskussionen. Die trendbegleitenden Projekte dieser Gruppe können als Trendbeschleuniger verstanden werden, die parallel zur Entwicklung neuer technologischer Lösungen  bereits die Umsetzung neuer Technologien in die Anwendung vorbereiten und damit eine schnelle Absorption von Forschungsergebnissen durch KMU und deren wirtschaftliche Umsetzung garantieren. In diesem Sinne, schlussfolgert das iit, ist die technologieoffene Förderung der untersuchten Programme IGF und ZIM ein wichtiger Transmissionsriemen im deutschen Innovationssystem.

  • 22 % der IGF-Projekte und knapp 10 % der ZIM-Projekte fungieren als Trendsetter; sie gehen entsprechenden Diskussionen in der Fachcommunity nachweislich voraus und generieren die in der Folge zu beobachtenden Trends.

  • Einige der zu beobachtenden Trends spiegeln sich nur teilweise in einer breiten, öffentlichen Diskussion wieder. Ihr Aufgreifen öffnet typischerweise "hidden champions" lohnenswerte Nischen.

  • Die technologieoffene Förderung unterstützt interdisziplinäre Teambildung und damit die Diffusion von Lösungen in neue Anwendungsfelder. Dort wirken "cross-sektorale" Kooperationen häufig als Trendauslöser oder stellen zumindest einen wichtigen Mechanismus der Trendausbreitung dar.

  • Die inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht die Diffusion von Erkenntnissen aus stärker grundlagenorientierter Forschung in Anwendungsszenarien, die insbesondere von stark kundenorientierten KMU getragen werden.

FAZIT

Im Rahmen der Studie ließen sich zentrale Alleinstellungsmerkmale der technologieoffenen Förderung identifizieren. Diese sorgen insbesondere durch Kooperationen für eine schnelle Ausbreitung von Trends aus der Grundlagenforschung in die Breite der anwendungsnahen Forschung sowie über unterschiedliche Anwendungsfelder hinweg. Damit wird die Zielgruppe der KMU als eine der zentralen Säulen des deutschen Innovationssystems in der Breite gestärkt und die Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität der deutschen Volkswirtschaft perspektivisch gesichert.

09.04.2018

EFI empfiehlt verstärkt in Forschung und Innovation zu investieren

Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hat der Bundesregierung am 28. Februar 2018 das diesjährige Gutachten zu Forschung, Innovation und Technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands vorgelegt, in dem Stärken und Schwächen des deutschen Innovationssystems im zeitlichen Zusammenhang analysiert und im internationalen Vergleich bewertet werden. Die Expertenkommission diskutiert hierzu aktuelle Themen der F&I-Politik, erstellt Schwerpunktanalysen zu Kernthemen, zeigt Perspektiven auf und gibt Handlungsempfehlungen. Die Expertenkommission empfiehlt, verstärkt in Wissenschaft, Forschung und Innovation zu investieren, um auch künftig Deutschlands Rolle als eine führende Wirtschaftsnation zu sichern. EFI weist auf die Notwendigkeit hin, schnell und entschlossen zu handeln.

Die Expertenkommission empfiehlt für die neue Legislaturperiode als F&I-politischen Leitlinien (1) den mittelfristigen Ausbau der F&I-Aufwendungen auf 3,5 % des BIP, (2) eine höhere Priorität für Digitalisierung und digitale Bildung und (3) die Einführung der steuerlichen Forschungsförderung. Über diese Leitlinien hinaus gibt EFI Handlungsempfehlungen zu weiteren Themen: So muss sich z. B. staatliche F&I-Politik über die Unterstützung der Grundlagenforschung hinaus darauf konzentrieren können, die Felder der großen gesellschaftlichen Herausforderungen technologieoffen zu fördern. Eine bessere Grundfinanzierung für Fachhochschulen oder Hochschulen für angewandte Wissenschaften soll die Erfüllung ihrer Aufgaben in der angewandten Forschung und im Bereich des Technologietransfers sicherstellen. Zur Sicherung eines langfristigen Produktionswachstums soll die Grundlagenforschung als wichtige Quelle radikaler Innovationen verstärkt gefördert werden. Der Bundesregierung wird empfohlen, das regulatorische Umfeld von Innovationsaktivitäten Diffusions-förderlicher zu gestalten. Die Strukturen der europäischen Förderpolitik sollen vereinfacht werden, wobei die Einrichtung einer europäischen Agentur zur Förderung radikaler Innovationen außerhalb der EU-Strukturen befürwortet wird. Zwischen Großbritannien und der EU soll sich durch den Brexit möglichst wenig ändern: bewährte Kooperationen im Rahmenprogramm sollen fortgeführt werden, die Mobilität der Forscherinnen und Forscher soll aufrechterhalten sowie ein ungehinderter Wissensaustausch ermöglicht werden. Die Expertenkommission fordert die Entwicklung einer nationalen Strategie für Künstliche Intelligenz, die in eine europäische Struktur eingebettet werden soll, um ein wissenschaftliches und ökonomisches Gegengewicht zu Forschungsaktivitäten in den USA und in China aufzubauen. Der von der Europäischen Kommission angestoßene Prozess zur Implementierung eines Daten-Binnenmarktes soll von der Bundesregierung aktiv begleitet werden.

UNSER KOMMENTAR

Die F.O.M. und SPECTARIS, der mit ihr kooperierende Deutsche Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien, begrüßen die kritische Analyse des deutschen Innovationssystems der EFI-Gutachter. Zweifelsohne, die Verfolgung der genannten Leitlinien stärkt die F&E&I-Kraft unserer Wirtschaft. Die Themen sind allerdings nicht neu und so überrascht, dass man nach mittlerweile konkretisierten Konzeptvorschlägen umsonst sucht.

Zum Beispiel fehlen Ansätze zur Umsetzung der bereits seit vielen Jahren von EFI geforderten Steuerlichen Forschungsförderung. Wie lassen sich die Ziele "Einfacher, schneller und unbürokratischer Zugang zur Forschungsunterstützung", "Planungssicherheit durch eine Fördergarantie schon bei Forschungsaktivitäten" und "Prüfbarkeit der tatsächlichen Aufwendung der angegebenen F&E&I-Kosten für Forschungszwecke" vereinbaren? Wie lässt sich es vereinbaren, dass Unternehmen bei der Steuerlichen Forschungsförderung auch inkrementelle Weiterentwicklungen abrechnen lassen können, der Staat aber insbesondere an der Entwicklung von disruptiven Sprunginnovationen interessiert ist, um die Grundlage für zukünftige Marktpotentiale für Zulieferer wie für Endnutzer zu entfalten und Deutschland den Technologievorsprung zu sichern?

Ebensowenig sind im Gutachten Handlungsempfehlungen zur dringlich benötigten Aufstockung der beiden Technologietransfer-Vorzeigeprogramme des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) und der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) zu finden.

Liest man das EFI-Gutachten, kann man den Eindruck bekommen, der Fachkräftemangel existiere nur im IT-Bereich. Ebenso erweckt das Gutachten den Eindruck, das Thema Nachwuchsförderung sei ausreichend adressiert, wenn die Förderung der Ingenieurausbildung an Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften ausgebaut würde. Diese Fokussierungen sind nicht hilfreich, denn sie tragen zu einer sehr einseitigen Verbesserung der Situation bei und 'erlauben' beinahe die Vernachlässigung benötigter Fördermittelaufwüchse in anderen Bereichen beziehungsweise von anderen Institutionen oder Programmen. Das IGF-Programm ist zum Beispiel in dem gesamten Gutachten nicht ein einziges Mal erwähnt, obwohl IGF-Projekte nicht nur nach einer am 09.04.2018 veröffentlichten Studie des Instituts für Innovation und Technik (iit) als effektiver Trendsetter und Trendbeschleuniger fungieren, sondern nachweislich erheblich zur Ausbildung des Nachwuchses beitragen und über die gesamte Branchenbreite der deutschen Industrie Fachkräfte liefern, die häufig nach Projekten direkt in die Industrie wechseln.

Unverständlich ist aus Industriesicht die EFI-Empfehlung, einen Daten-Binnenmarkt aktiv zu begleiten, ohne gleichzeitig Konzeptvorschläge für die Vermeidung von Externalitäten zu liefern. Die von der Europäischen Kommission bereits vorgelegte Roadmap zur Einführung der European Open Science Cloud mit geplanten ersten Maßnahmen in 2018 weckt Skepsis, ob die Förderinstrumente von Horizon 2020 für die Industrie und zur Stärkung der deutschen Innovationskraft noch nutzbar sein werden.

Auch aus der speziellen Sicht unserer Branchen ist das EFI-Gutachten 2018 eine Enttäuschung. Waren doch die Optischen Technologien bis vor kurzem als bedeutende Schlüsseltechnologie und Innovationstreiber im angemessenen Fokus von Förderinstrumenten, verlagert sich gegenwärtig der Förderschwerpunkt signifikant auf den kleinen Teilbereich der Quantentechnologie. Die staatliche Unterstützung der Innovationsaktivitäten der Industrie darf sich jedoch nicht ausschließlich auf neue Themen stürzen, die politisch sexy sind. Die Expertenkommission sagt dazu nichts. Ebenso galt der Bereich Gesundes Leben/Medizintechnik noch bis vor kurzem als "Prioritäre Zukunftsaufgabe der Bundesregierung". Doch wieso wird die Industrie, insbesondere die sich in diesen Branchen betätigenden kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) dann nach der Entwicklung von Demonstratoren und Prototypen alleine gelassen, wenn es um die Beantwortung von zulassungsrelevanten Fragen geht. Die Finanzierung notwendiger klinischer Studien ist einer der größten Innovationshemmnisse für KMU in Deutschland. Doch auch hierzu äußert sich die Expertenkommission nicht.

M. S., 09.04.2018

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ZUSAMMENFASSUNG DES EFI-GUTACHTENS 2018

AKTUELLE ENTWICKLUNGEN UND HERAUSFORDERUNGEN

Zentrale Leitlinien für die F&I-Politik in der neuen Legislaturperiode

  • Bis zum Jahr 2025 ist der für FuE aufzuwendende Prozentsatz des Bruttoinlandprodukts auf 3,5 % auszubauen.
  • Der Digitalisierung ist eine höhere Priorität einzuräumen, die Rahmenbedingungen für Internet und internetbasierte Technologien sind deutlich zu verbessern, die digitale Infrastruktur E-Government sind auszubauen und die digitale Bildung in der Breite zu fördern.
  • Die steuerliche FuE-Förderung soll eingeführt werden. Dadurch würden Innovationsanreize für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geschaffen und Wachstumsmöglichkeiten für Start-ups verbessert werden. EFI empfiehlt eine Steuergutschrift auf FuE-Personalaufwendungen, die mit der Lohnsteuer verrechnet wird.

Nachhaltigkeit und Innovationspolitik

  • EFI weist darauf hin, dass die Innovationsentwicklungen unterschiedlicher Nachhaltigkeitsziele miteinander in Konflikt stehen können, und warnt davor, die F&I-Politik mit den Problemen einer systematischen Nachhaltigkeitsbewertung zu überfordern. Entsprechend muss sich staatliche F&I-Politik auch künftig darauf konzentrieren können, F&I-Aktivitäten auf den Feldern der großen gesellschaftlichen Herausforderungen technologieoffen zu fördern.

Fachhochschulen im Wandel

  • Fachhochschulen/Hochschulen für angewandte Wissenschaften (FH/HAW) nehmen eine sehr wichtige Rolle im deutschen Innovationssystems ein, z. B. im Bereich der angewandten Forschung und des Technologietransfers. Zur Sicherstellung ihrer Aufgaben wird eine bessere Grundfinanzierung benötigt.
  • Kooperative Promotionen zwischen Universitäten und FH/HAW sollen gestärkt werden.

Digitale Bildung

  • Digitale Schlüsselkompetenzen, z. B. Fähigkeiten in der Software- und Algorithmenentwicklung, sind wichtige Voraussetzungen für Produktivitätswachstum und Innovation in etablierten und neuen Branchen geworden. Sie sollten bereits in Grundschulen flächendeckend unterrichtet werden. Schulen benötigen eine exzellente IT-Ausstattung und IT-kompetente Lehrende.
  • IT-Kenntnisse sollten fester Bestandteil jeder Berufsausbildung werden.
  • Auch Hochschulen sollten über alle Disziplinen hinweg Programmierkenntnisse, Kenntnisse der Software- und Webentwicklung, Datenwissenschaften und Methoden des maschinellen Lernens vermitteln.

KERNTHEMEN 2018

Langfristige Entwicklungen von Produktivität und Innovation

  • Die gesamtwirtschaftliche Produktivität verlangsamt sich seit über 20 Jahren international und auch in Deutschland. Dies wird oft entweder auf eine flächendeckende Erschöpfung technologischer Potenziale und innovativer Ideen zurückgeführt oder auf Verzögerungen im Diffusionsprozess der Digitalisierung. Zusammenhänge werden ebenso zu dem im selben Zeitraum abnehmenden Anteil der Innovatoren unter den Unternehmen gesehen. Unklar ist, ob eine Verlangsamung der Innovationsaktivitäten – eines wichtiges Produktivitätstreibers – stattfindet oder eine Konzentration derselben auf immer weniger Akteure, die in stärker konzentrierten Märkten auf immer höhere Markteintrittsbarrieren treffen.
  • Die Expertenkommission empfiehlt zur Sicherung eines langfristigen Produktionswachstums die verstärkte Förderung der Grundlagenforschung als wichtige Quelle radikaler Innovationen.
  • Die Bundesregierung sollte mit einer Diffusions-förderlichen Gestaltung des regulatorischen Umfelds ihren wichtigen Einfluss nutzen.
  • Notwendig sei ebenso die Umsetzung einer flächendeckenden digitalen Transformation.

Herausforderungen der europäischen F&I-Politik

  • Die ambitioniert formulierten Ziele der F&I-Politik der EU wurden verfehlt. Ursachen liegen in einer zu komplexen Struktur der europäischen F&I-Politik und in fragmentierten Zuständigkeiten. EFI empfiehlt der Konsolidierung und Vereinfachung der Strukturen gegenüber der Einrichtung neuer Institutionen (wie einem European Innovation Council) und der Entwicklung zusätzlicher Förderinstrumente Vorrang einzuräumen.
  • Die primäre Orientierung von Horizon 2020 auf die Förderung exzellenter Forschung soll beibehalten werden.
  • Die in den Europäischen Struktur- und Investmentfonds vorgesehenen Mittel zur F&I-Förderung sollen von den nationalen Regierungen zielgerechter und effektiver eingesetzt werden als bisher, was durch Schaffung einer neuen Governance-Struktur sichergestellt werden soll.
  • Die Expertenkommission befürwortet die Einrichtung einer Agentur zur Förderung radikaler Innovationen, jedoch außerhalb der EU-Strukturen.
  • Aufgrund der Bedeutung Großbritanniens als eines der leistungsfähigsten F&I-Systeme Europas wird dringend zu einer möglichst engen Anbindung des Landes an die europäischen Strukturen mit möglichst wenigen Änderungen des Status quo geraten. Ideal wäre eine Orientierung am norwegischen Modell mit Fortführung bewährter Kooperationen im Rahmenprogramm, Mobilität von Forscherinnen und Forschern zwischen britischen Forschungseinrichtungen und denen der EU sowie ungehindertem Wissensaustausch.

Autonome Systeme

  • Die Expertenkommission fordert die Entwicklung einer nationalen Strategie für Künstliche Intelligenz, die in eine europäische Strategie eingebettet werden soll, um im Verbund europäischer Akteure ein wissenschaftliches und ökonomisches Gegengewicht zu Forschungsaktivitäten in den USA und in China aufbauen zu können.
  • Die Entwicklung von KI-Leuchtturm-Technologien sollen durch geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung flankiert werden, um gesellschaftliche Implikationen frühzeitig aufzugreifen, Regulierungsbedarf zu erkennen und den gesellschaftlichen Diskurs zu begleiten. EFI plädiert für die Einrichtung einer Enquete-Kommission "Autonome Systeme und Künstliche Intelligenz" des Bundestags.
  • Der von der Europäischen Kommission angestoßene Prozess der Implementierung eines Daten-Binnenmarktes soll von der Bundesregierung aktiv begleitet und unterstützt werden.
  • Die Expertenkommission rät zur Einbeziehung aller Anwendungsfelder autonomer Systeme in die Förderung anstelle einer Beschränkung auf aktuelle Stärken der deutschen Wirtschaft.

Die Expertenkommission äußert ihre Besorgnis, dass die von ihr identifizierten Herausforderungen aufgrund der verzögert erfolgten Regierungsbildung und der zu Jahresanfang mangelhaften Agilität der Politik zunächst nicht entschlossen und zügig genug angegangen worden ist und so Möglichkeiten zur Nutzung der aktuellen Stärke der deutschen Volkswirtschaft zur strukturellen Weiterentwicklung des F&I-Systems und für dringende Investitionen in die Zukunft nicht effizient genug wahrgenommen wurden.

EFI-Gutachten

Zusammenfassung und Kommentar, PDF

08.04.2018

BMWi/AiF-Leitfaden für PA-Sitzungen

Stefan Schnorr, Leiter der Abteilung Digital- und Innovationspolitik des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), und Prof. Dr. Sebastian Bauer, Präsident der AiF, veröffentlichten ein gemeinsames Schreiben einschließlich Merkblatt und Leitfaden zur Arbeit in den Projektbegleitenden Ausschüssen der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF). Diese sollen künftig allen Mitgliedern der Projektbegleitenden Ausschüsse (PA) im Vorfeld oder zu Beginn von PA-Sitzungen zur Kenntnis gegeben werden, um mehr Klarheit in Bezug auf wettbewerbsrechtliche Aspekte zu schaffen.

Leitfaden zu PA-Sitzungen

01.04.2018

SPECTARIS/F.O.M.-Innovationsseminar 2018

Die Medizinprodukteindustrie kämpft aktuell mit den Anforderungen der neuen EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR), welche bis Mai 2020 umgesetzt werden müssen. Umso wichtiger ist es, zielgerichtet in die Entwicklung von neuen Medizinprodukten zu gehen und zusätzliche Schleifen zu vermeiden.

Sarah Panten, Sarah Panten Beratung & Training, gibt Ihnen einen kompakten Überblick über die regulatorischen Anforderungen nach der neuen Verordnung und geht gleichzeitig auf deren praktische Umsetzung ein. Alle wichtigen Bausteine auf dem Weg zum Marktzugang werden erläutert und durch zusätzliche Arbeitsunterlagen ergänzt, welche die spätere Umsetzung erleichtern. Besonderer Fokus wird auf die Kernprozesse Entwicklung, Risikomanagement und klinische Bewertung gelegt, denn nur wenn ein Medizinprodukt am Ende sicher ist, die Leistung erfüllt und eine positive Nutzen/Risiko Bewertung hat, kann es als erfolgreiches Produkt auf den Markt gebracht werden.

Die Veranstaltung richtet sich an Gruppenleiter und Forscher von Wissenschaftlichen Einrichtungen sowie an leitende Mitarbeiter der FuE-Abteilungen von KMUs der Branchen Medizintechnik, Analysentechnik, Photonik/Optische Technologien.

Veranstaltungsseite

27.03.2018

Opti-Bond im Finale zum IGF-Projekt des Jahres 2018

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) verleiht jährlich den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eines Projektes der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) den Otto von Guerricke-Preis, um damit herausragende Arbeit auszuzeichnen. Den Wissenschaftlichen Rat der AiF überzeugten die exzellenten Ergebnisse des IGF-Projekts „Integriert-Optische Module durch neue Bondtechnologien (Opti-Bond)“.

Der Bereich der Fügetechnologie spielt eine Schlüsselrolle in der Fertigung optischer Baugruppen und aller Wirtschaftszweige, in denen diese Technologie zum Einsatz kommt, da die optische Qualität und die Stabilität von Fügeverbindungen optischer Gläser das Einsatz- und Innovationspotenzial der optischen Systeme bestimmen. Die hohe Marktrelevanz der Fügetechnologie zum Beispiel für die Luft- und Raumfahrttechnik, die Informationstechnik, die Lasertechnik und die Medizintechnik zeigt sich in dem breiten Unternehmensspektrum des Projektbegleitenden Ausschusses.

Durch die intensive und qualitativ hochwertige Zusammenarbeit des Fraunhofer-Instituts IOF in Jena und dem Institut für Angewandte Physik der FSU Jena konnte einer der limitierenden Faktoren in der Herstellung von Hochleistungsoptiken überwunden werden. Die sorgfältig ausgewählte Zusammensetzung des Projektbegleitenden Ausschusses mit einem sehr hohen Maß an relevanter Kompetenz sowie die Integration der im Zuge der Antragsentwicklung erhobenen Industrieinteressen in den Zielen und in der Wahl der als Demonstrator vorgeschlagenen Fügeaufgaben trugen zu diesem hervorragenden Ergebnis bei. Opti-Bond leistete einen ganz wesentlichen Beitrag zur Überwindung der bisherigen Leistungsgrenzen optischer Systeme durch die Entwicklung dreier innovativer Fügeverfahren.

Das IGF-Projekt Opti-Bond wurde als eines der drei aussichtsreichsten Projekte für die Endauswahl zum IGF-Projekt des Jahres 2018 ausgewählt. Die F.O.M. gratuliert den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Dr. Ramona Eberhardt, Caroline Rothhardt, Prof. Dr. Stefan Nolte und Dr. Felix Zimmermann, herzlich zu dieser Anerkennung ihrer herausragenden Leistung. Für die finale Entscheidungsrunde am 7. November 2018 in Berlin wünschen wir dem Team viel Erfolg.

26.03.2018

Parlamentarischer Abend: Willkommen in der Zukunft!

Unter dem Titel „AiF goes future“ stellte die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e. V. (AiF) am 21. März 2018, auf ihrem diesjährigen Parlamentarischen Abend in Berlin, ihre neuen strategischen Ziele vor. Professor Sebastian Bauer erläuterte den rund 100 Gästen, darunter 16 Mitglieder des Deutschen Bundestags, Entscheider aus verschiedenen Ministerien und aus der Wirtschaft, welchen volkswirtschaftlichen Nutzen die Arbeit des AiF-Netzwerks hat und wie diese noch weiter ausgebaut werden soll. Die AiF versteht sich als die Deutsche Transfergemeinschaft. Innovationsinteressen der Industrie werden aufgegriffen und durch die Förderung von Machbarkeitsstudien und Prototypentwicklungen unterstützt. Die Mittel hierzu kommen vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), von den Programmen "Industrielle Gemeinschaftsforschung" (IGF) und "Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand" (ZIM).

"Die besonderen Stärken des AiF-Systems sind seine 'Nebenprodukte'", sagte AiF-Präsident Sebastian Bauer (Foto, Mitte). "Neben einem programmimmanenten effizienten Austausch und der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in den einzelnen innovationsorientierten Forschungsprojekten ergibt sich natürlicherweise die Unterstützung von inter- und transdisziplinären Netzwerken – ein unschätzbarer Mehrwert insbesondere für Start-ups und den Mittelstand. Darüber hinaus fördern IGF und ZIM in direkter Weise die Ausbildung von Nachwuchsfachkräften, die nicht selten nach Ende eines geförderten Projektes von einem der beteiligten Industrieunternehmen übernommen werden."

Die AiF will ihre Stärken mithilfe von neuen Modulen weiter ausbauen. Bisherige AiF-Forschungsallianzen zu Schlüsseltechnologien, wie zur Energiewende, sollen um weitere ergänzt werden, zu Themen wie Leichtbau, Medizintechnik und Digitalisierung. Die Bildung von wissenschaftlich-wirtschaftlichen Netzwerken soll noch aktiver unterstützt werden, ebenso wie die Bildung von Industrienetzwerken entlang der Schöpfungsketten. Start-ups und potentiell passende Unternehmen des etablierten Mittelstands sollen durch eine neue "Matching-Agentur" zusammengebracht werden. Gründungen sollen stärker unterstützt werden als bisher und auch im Feld der Internationalisierung sollen weitere Kooperationen mit anderen Staaten innerhalb und außerhalb der Europäischen Union eingegangen werden.

Der Parlamentarische Abend fand im Anschluss an die Strategie- und Präsidiumssitzungen der AiF statt. Hier war auch Dr. Markus Safaricz, Geschäftsführer der Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik, als Mitglied des Präsidiums aktiv in die Strategieentwicklung eingebunden.

AiF-Webseite

19.01.2018

Neues AiF-Präsidium konstituiert

Aufgrund einer Novellierung der Satzung der AiF, die am 01.01.2018 in Kraft getreten ist, hat sich die Gremienstruktur der AiF verändert. Statt eines Vorstands und eines Aufsichtsrats wird die AiF nun von einem 15-köpfigen Präsidium gesteuert, dem gesamtverantwortlich die Leitung des Vereins obliegt. Dem neuen Gremium gehören sechs Vertreter der Wirtschaft, sechs Vertreter der Ordentlichen Mitglieder der AiF, den AiF-Forschungsvereinigungen, sowie drei Vertreter der Wissenschaft an.

Am 18. Januar fand in Köln die konstituierende Sitzung des Präsidiums statt, das in diesem Rahmen aus seiner Mitte Prof. Dr. Sebastian Bauer, Geschäftsführer der BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, zum neuen Präsidenten der AiF gewählt hat. Als Vizepräsidenten wurden Edwin Büchter, Geschäftsführender Gesellschafter der Clean-Lasersysteme GmbH, Herzogenrath, Dr.-Ing. Andreas Zielonka, Geschäftsführer des Vereins für das Forschungsinstitut für Edelmetalle und Metallchemie (fem), Schwäbisch Gmünd, Prof. Dr. Holger Hanselka, Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), Karlsruhe, sowie Prof. Dr. Kurt Wagemann, Geschäftsführer der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie, Frankfurt am Main, gewählt. Zum Schatzmeister wurde Dr. Markus Safaricz, Geschäftsführer der Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik (F.O.M.), Berlin gewählt.

Mit Sebastian Bauer steht für die nächsten zwei Jahre ein erfahrener Familienunternehmer und Maschinenbauingenieur an der Spitze der AiF. Nach Studium und Promotion an der TU München trat Bauer 1996 ins 1790 gegründete Familienunternehmen, die BAUER-Gruppe, ein. Zunächst tätig als Leiter der Entwicklung und Konstruktion für Maschinen, ist er seit 2005 Geschäftsführer der international tätigen BAUER Maschinen GmbH mit 1.100 Mitarbeitern im oberbayrischen Schrobenhausen, die eines der drei Segmente der BAUER AG verantwortet. Mit ihren zahlreichen Tochterfirmen im In- und Ausland ist die BAUER Maschinen GmbH seit Ende der sechziger Jahre der Hidden Champion im Bereich der Spezialtiefbaugeräte.

„Ich bin schon lange ein Fan der AiF.“, bekennt der neue Präsident. „Die AiF bietet eine weltweit einzigartige Innovationsförderung für den Mittelstand und hat einen außergewöhnlich hohen Multiplikationsfaktor für die Wirtschaftskraft unseres Landes. Die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) im Netzwerk der AiF ist ein tolles Instrument, um die Forschung der wissenschaftlichen Institute und Hochschulen in eine praxisrelevante Richtung zu lenken.“, fährt Bauer fort. „Ich bin gespannt und freue mich auf die Herausforderungen, die meine Präsidentschaft mit sich bringen wird.“ 

11.12.2017

Fraunhofer MedTech-Day in Kooperation mit der F.O.M.

Nach erfolgreicher Durchführung der beiden ersten Fraunhofer MedTech-Days im November 2017, laden die Fraunhofer-Gesellschaft und die F.O.M. erneut kleinere und mittlere Unternehmen ein, ihre Innovationsinteressen im Bereich der Medizintechnik mit den Forschungsexperten der Fraunhofer Institute zu analysieren.

Das Pilotprojekt "MedTech-Day" des Fraunhofer Transfer-Teams "Venture Connect" hat zum Ziel, innovationsinteressierte Unternehmen des deutschen Mittelstands mit den speziell zu ihren technologischen Herausforderungen passenden Wissenschaftlern und Technologien zusammenzubringen.

Die interaktive Veranstaltung wird individuell auf die Interessen der Teilnehmer und die im Vorfeld abgestimmten technologischen Herausforderungen zugeschnitten. Diese ausgeprägte Zielorientierung ermöglicht eine effiziente, gemeinsame Suche nach konkreten Lösungsansätzen zu dem jeweils betrachteten Technologiebedarf oder -interesse.

Am Ende jedes der sorgfältig vorbereiteten und mit ausgewählten Experten begleiteten Prozesse steht die Evaluierung der Möglichkeit, gemeinsam mit Fraunhofer ein Projekt zu initiieren, z. B. ein durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördertes Projekt der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) oder ein Projekt des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM).

Die F.O.M. und die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) unterstützen das Pilotprojekt der Fraunhofer-Gesellschaft. Durch ihre Begleitung der Workshops lässt sich die Überführbarkeit von resultierenden Forschungsvorhaben in BMWi-geförderte Projekte zeitgleich prüfen und weiteres Vorgehen zur Einwerbung von Fördermitteln planen.

Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt. Sie sind herzlich eingeladen, sich schnellstmöglich, spätestens jedoch bis zum 18.12.2017, für die Teilnahme zu registrieren. Ihnen stehen dabei zwei alternative Termine zur Auswahl. Bitte geben Sie Ihre Terminpräferenz bei der Anmeldung mit an.


Die Teilnahme ist kostenfrei.


ANMELDESCHLUSS
18.12.2017


WANN
Dienstag, 20.02.2018, 9:00 – 17:00 Uhr
Dienstag, 27.02.2018, 9:00 – 17:00 Uhr


WO
München oder Frankfurt


WEITERE INFOS

RÜCKBLICK MEDTECH-DAYS 1+2


KONTAKT
Tea Böhm
Programm Managerin Venture Connect
Fraunhofer-Gesellschaft e. V.
Tel.: +49 89 1205-4537
E-Mail: Tea.boehm(at)zv.fraunhofer.de

07.12.2017

Adventsgeschenk vom Finanzamt

Rechtzeitig vor Weihnachten erhielt die F.O.M. den Freistellungsbescheid des Finanzamts für Körperschaften I Berlin und damit die Bestätigung ihrer dreijährlich überprüften Gemeinnützigkeit, rückwirkend für 2014 bis 2016. Es wurde erneut anerkannt, dass die F.O.M. ausschließlich und unmittelbar dem steuerbegünstigten Zweck, der Förderung von Wissenschaft und Forschung gemäß § 52 Absatz 2 Satz 1 Nr. 1 AO, dient und daher von der Körperschaftsteuer und der Gewerbesteuer befreit ist.

06.12.2017

Erfolgreicher Auftakt der Kooperation mit Fraunhofer

Venture Connect, eine Organisationseinheit der Transferabteilung der Fraunhofer Gesellschaft, Fraunhofer Venture, startete im Sommer 2017 mit einem neuen Ansatz, Industrie und Forschungseinrichtungen zur Adressierung von Technologiebedarfen zusammenzubringen. In dem vom Bundesforschungsministerium (BMBF) geförderten Programm werden zielorientiert vorbereitete Matching Days organisiert.

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) mit ihren 100 Forschungsvereinigungen ist aufgrund ihrer Themenoffenheit und der enormen Anzahl an Industrieunternehmen in ihrem Netzwerk für dieses Programm der ideale Programmpartner der Fraunhofer Gesellschaft. Eine erste Kooperation wurde für eines der ersten Pilot-Themenfelder vereinbart, die Medizintechnik. In 2018 soll die Kooperation auf weitere Themenfelder ausgebaut werden.

Unter der Leitung von Tea Böhm wurden die "MedTech-Days" konzipiert. Mit Unterstützung der AiF-Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik (F.O.M.) und des mit der F.O.M. kooperierenden Industrieverbands SPECTARIS wurden interessierte Unternehmen aus der Medizintechnik-Branche eingeladen, ihre Technologiebedarfe zu benennen und sich mit Bedarfs-spezifisch ausgesuchten Forschern der Fraunhofer-Institute zusammenzusetzen, um gemeinsam nach Lösungswegen zu suchen und mögliche Forschungsvorhaben zu planen.

Die F.O.M. begleitete die ersten beiden "MedTech-Days" Ende November für die AiF und informierte in Vorträgen und persönlichen Gesprächen über Möglichkeiten, für resultierende Studien der industriellen Machbarkeit von Innovationsideen Förderung im Rahmen des Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) einzuwerben. Ebenso informierten Gutachter der AiF Projekt GmbH über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) zur Förderung der Entwicklung von Prototypen. Mithilfe dieser beiden Werkzeuge der innovationsorientierten Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) lassen sich technologische Risiken minimieren und die Innovationskraft des Mittelstands effektiv stärken.

Die hohe Zufriedenheitsquote sämtlicher Teilnehmer und zahlreiche Verabredungen zu nächsten gemeinsamen Schritten zeugen von dem gelungenen Konzept der MedTech-Days. Bereits am 20. und 27. Februar 2018 finden die nächsten zwei Termine statt. Sollten Sie an einer Teilnahme interessiert sein, melden Sie sich über den unten stehenden Link bis zum 18.12.2017 an. Freuen Sie sich auf einen gewinnbringenden Austausch mit für Sie interessanten Gesprächspartnern in zielführenden Veranstaltungsmodulen und auf neue Innovationsimpulse.

RÜCKBLICK MEDTECH-DAYS 1+2

21.11.2017

Traditionell innovativ oder radikal digital?

Die diesjährige Jahreskonferenz der Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik (F.O.M.), die am 8. November 2017 stattfand, bot auch in 2017, was man von einer Transfergemeinschaft erwarten darf: Raum für Diskussionen neuer Innovationsideen, Möglichkeiten der Beteiligung an vorwettbewerblichen Forschungsprojekten, Präsentationen von Ergebnissen. Circa 80 Teilnehmer aus Wissenschaft, Industrie und Politik nutzten diese Plattform für die Ermöglichung gemeinsamer erster Schritte und den Austausch technologischer Informationen in der Frühphase der Innovationsschöpfung. Innovationsentwicklungen aus dem Überschneidungsbereich der klassischen Themenfelder der F.O.M., nämlich Augenoptik, Photonik, Sensorik und Messtechnik, Präzisionsmechanik, Oberflächenfunktionalisierung sowie Analysen- und Medizintechnik, standen ebenso im Fokus wie neue Themen aus dem Bereich der Digitalisierung.

Innovative Projektideen wie die Entwicklung eines schnellen und sensitiven Analysesystems von pathogenen Keimen zur Vermeidung von übermäßigem Einsatz von Antibiotika, die computergesteuerte Thermalisierung von Zahnimplantaten zur verbesserten Entfernung durch reversible Osseointegration sowie die Analyse und Optimierung  optischer Schichtmaterialien hinsichtlich extrinsischer Stoffe mittels experimenteller Analyse und paralleler Computersimulationen zeigten an diesem Vortragstag die Vielfalt der Innovationsaktivitäten der von der F.O.M. betreuten Branchen.

In den beiden Veranstaltungsblöcken zur "Uraufführung von Innovationsideen" wurden zehn neue Innovations- und Projektideen in Vorträgen vorgestellt, für die eine Forschungsförderung im Rahmen des BMWi-Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beantragt werden soll. Einige dieser Innovationsideen sind industrieangeregte Innovationsvorhaben - zwei davon wurden auf der F.O.M.-Konferenz 2016 in Workshops aufgegriffen und zwischenzeitlich weiterentwickelt. Zwischen- und abschließende Ergebnisse wurden auf 13 Poster auf dem "Marktplatz der Forschungsprojekte" diskutiert und den anwesenden Industrievertretern sowie Mitgliedern projektbegleitender Industrieausschüsse zugänglich gemacht.

Der Zuwendungsgeber, das Bundeswirtschaftsministerium, zeigte großes Interesse an den vorgestellten Innovationsaktivitäten: die neue Leiterin des Referats "Industrieforschung für Unternehmen, Innovationsberatung", MinR‘in Angelika Müller, stellte sich am Ende des Vormittags vor und eröffnete den "Marktplatz der Forschungsprojekte". Leiter und Mitarbeiter aus zwei BMWi-Referaten ließen sich in einer einstündigen Begehung von den Wissenschaftlern die Ergebnisse vorstellen. Begleitet wurde diese Begehung von Andrea Weißig (Geschäftsführerin für Forschungspolitik der AiF) Dr. Wenko Süptitz (Leiter des Fachverbands Photonik des mit der F.O.M. kooperierenden Industrieverbands SPECTARIS) und Tea Böhm (Transferabteilung der Fraunhofer Gesellschaft, Fraunhofer Venture). Informationsstände und -tische des Industrieverbands SPECTARIS, des Deutschen Instituts für Normung (DIN) und der F.O.M. bereicherten den Marktplatz der Forschungsprojekte.

In 2017 trieb uns besonders die anhaltende Vorhaltung um, unsere Industrie innoviere nicht ausreichend in Richtung Digitalisierung. Wie und in welche Richtung sollten Unternehmer und Unternehmerinnen ihre Innovationen vorantreiben? Sind herkömmliche, disruptive Innovationen in den klassischen Technologiefeldern noch zukunftssichernd oder riskieren viele Unternehmen, im Wettbewerb auf Dauer zu verlieren, wenn sie zum Beispiel nicht bereits Smart Data zur Marktevaluierung nutzen? Zu diesen Fragen stellte Tomas Pfänder, Vorstand der UNITY AG, im Rahmen des neuen Formats eines Beratervortrags interessante Aspekte und Sichtweisen zur Diskussion.

Abschließend tagte die Mitgliederversammlung der F.O.M., bei der über die Vereinsereignisse des vergangenen Jahres informiert und Pläne für die weitere Vereinsentwicklung verabschiedet wurden. Die F.O.M.-Konferenz 2018 ist geplant für Mittwoch, den 7. November 2018, und wird in denselben Räumlichkeiten, dem Besucher- und Schulungszentrum der KARL STORZ GmbH in Berlin, stattfinden. Wir freuen uns jetzt schon auf den wieder inspirierenden Austausch mit Ihnen.

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D-10117 Berlin

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19.09.2018

"Innovationspolitische Eckpunkte aus 2017 nach wie vor gültig!"

Peter Altmaier lobt besonderen Wert der IGF als Trendsetter und gelebten Transfer

17.09.2018

F&I-Unterstützung für SPECTARIS-Unternehmen

F.O.M. präsentiert bei SPECTARIS-MV mehr Projekte denn je und lädt zur Partizipation ein.

13.09.2018

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Stuttgarter Forscher präsentieren die Ergebnisse des IGF-Projekts SubWell

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