16.10.2017

Laser Bonding mit simultaner OCT in-line Kontrolle

Die Risikominimierung einer wirtschaftlichen Automatisierung der Produktion komplexer Elektronikprodukte erfordert die (Weiter-)Entwicklung von Schlüsselprozessen für zukunftsfähige Produktionslösungen. Der Fokus liegt hierbei auf einer wirtschaftlich ausgerichteten Herstellautomation für individualisierte Produkte.

In dem Projektvorhaben "Laser Bonding mit simultaner OCT in-line Kontrolle" (LABOR) soll ein hochindividualisierbares laserbasiertes Verfahren zum eutektischen Bonden inklusive umfassender Prozess- und Qualitätskontrolle, mit dem auch Mittel- und Kleinserien zeit- und kosteneffizient produziert werden können, entwickelt werden. Dies wollen die Wissenschaftler des Laser Zentrums Hannover und der Leibniz Universität Hannover (ITA) durch eine kontinuierliche optische Visualisierung der Fügestellen mittels schneller hochauflösender OCT erreichen.

Der Projektantrag soll im Winter 2017 zur Begutachtung eingereicht werden und das Projekt im Frühjahr 2018 starten. Eine Fördersumme in Höhe von ca. 500 T Euro wird aus dem Topf des BMWi-Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beantragt werden.

Ziel der im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung geförderten Forschungsprojekte ist die Unterstützung deutscher mittelständischer Unternehmen bei der Verfolgung potentialreicher Innovationsideen. Daher sind für den Erfolg des Projektantrags die Darstellung eines nachdrücklichen Interesses und der Unterstützung durch Industrieunternehmen, insbesondere durch KMU, von zentraler Wichtigkeit.

Möchten Sie zur Ermöglichung des Projektvorhabens beitragen und es durch Teilnahme im Projektbegleitenden Industrieausschuss oder durch einen Förderbeitrag zur Abdeckung der Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

15.10.2017

SPECTARIS Wissensraumseminar

Additive Verfahren, Virtual/Augmented Reality und digitale Geschäftsmodelle
Neue Wertschöpfungskonzepte und Strategien zur Werterschließung


Technologisch sind additive Verfahren und virtuelle Erlebniswelten längst den Kinderschuhen entwachsen und bieten inzwischen unzählige neue Möglichkeiten − auch für die optische, medizinische und mechatronische Industrie. Doch nur wenige Unternehmen nutzen bisher das volle Potenzial dieser Technologien, anderer digitaler Geschäftsmodelle oder des Internet of Things. Dabei ermöglichen beispielsweise On-Demand- Fertigungsservices auch KMUs einen einfachen und schnellen Zugang zur Erschließung dieser Chancen.

Im Rahmen eines zweitägigen Workshops in den spannenden Räumlichkeiten des Canon Experience-Centers zeigen Experten aus der Wissenschaft und Industrie aktuell, praxisnah und branchenbezogen, wie mit innovativen Technologien UND innovativen Unternehmensstrategien neue Wertschöpfungskonzepte aufgestellt und eine höhere Werterschließung generiert werden können. Im Vordergrund stehen dabei unternehmerische und weniger technologische Ansätze.

Anmeldeschluss: 30.10.2017

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.spectaris.de/verband/veranstaltungen/wissensraum/artikel/seite/additive-verfahren-virtualaugmented-reality-und-digitale-geschaeftsmodelle/veranstaltungen-3.html

10.10.2017

Innovationsstandort Deutschland weiter stärken

In einer gemeinsamen Stellungnahme der größten deutschen Wissenschaftsorganisationen und mehrerer Wirtschaftsorganisationen wenden sich 22 der wichtigsten Träger des Wissenschafts- und Innovationssystems in Deutschland an die gesamte Breite der Politik. Sie appellieren an Bund und Länder, Wissenschaft und Innovation auch künftig hohe Priorität einzuräumen.

STELLUNGNAHME:

Wissenschaft und Forschung als Fundament unserer Zukunft weiter stärken

Deutschlands wirtschaftlicher Erfolg basiert wesentlich auf der Stärke seines Wissenschafts- und Innovationssystems. Es ist das Fundament für Wohlstand, Wachstum, Arbeitsplätze, soziale Integration und die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. Grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung an Hochschulen und außeruniversitären Wissenschaftseinrichtungen sind dafür ebenso unverzichtbar wie die F&E-Aktivitäten der Unternehmen.

Bund und Länder, Wissenschaft und Wirtschaft haben in den vergangenen Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, das Wissenschafts- und Innovationssystem zu stärken. Die Steigerung des Anteils der Forschungsausgaben auf 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ist dabei ein wichtiges Etappenziel. Dank dieser gemeinsamen Anstrengungen gehört Deutschland heute zu den weltweit führenden Wissenschafts- und Innovationsstandorten.

Gerade in Zeiten großer gesellschaftlicher Umwälzungen gilt es, diese Dynamik nicht nur beizubehalten, sondern zu verstärken. Nur so können gesellschaftliche Herausforderungen wie der Klimawandel, die Energiewende, die demografische Entwicklung oder der Fachkräftemangel bewältigt und die enormen Chancen der Digitalisierung genutzt werden. Die unterzeichnenden Organisationen appellieren an Bund und Länder, Wissenschaft und Innovation auch künftig hohe Priorität einzuräumen. Als Zeichen einer kohärenten und verlässlichen Wissenschafts- und Innovationspolitik unterstützen wir das Ziel, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung bis 2025 auf einen Anteil von 3,5 Prozent am Bruttoinlandsprodukt zu steigern. Folgende Maßnahmen tragen dazu bei, dieses Ziel zu erreichen:

1.  Steuerliche F&E-Förderung für die forschenden Unternehmen ergänzend zur Projektförderung einführen

Das 3,5-Prozent-Ziel kann nur erreicht werden, wenn die Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung auch für die Wirtschaft, die derzeit rund zwei Drittel der gesamten F&E-Ausgaben aufbringt, attraktiv sind. Hierzu gehört die Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung. Um bundesweit nachhaltige Innovationsimpulse zu erzielen, muss die steuerliche Forschungsförderung den innovativen Unternehmen zugänglich sein. Der Fördersatz sollte einen realen Anreiz für mehr F&E-Aktivitäten in der Wirtschaft setzen und die Eigeninitiative der Unternehmen stärken. Die bewährte Projektförderung darf durch die Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung nicht beeinträchtigt werden. Externe Entwicklungsaufwendungen, auch die Auftragsforschung, sollten als förderfähig berücksichtigt werden.

2.  Wissenschaftspakte fortsetzen

Der Pakt für Forschung und Innovation muss fortgesetzt werden, um die hohe Leistungsfähigkeit der Forschung weiter zu stärken und die Veränderungsdynamik zu erhöhen. Er hat entscheidend dazu beigetragen, dass Wissenschaft und Forschung in Deutschland ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit nochmals gesteigert haben. Auch die Kooperationen mit Unternehmen werden kontinuierlich intensiviert. Die Kombination von forschungspolitischen Zielen und kontinuierlichem Aufwuchs der Grundfinanzierung hat sich außerordentlich bewährt. Die Grundfinanzierung der Hochschulen ist strukturell dringend und nachhaltig zu verbessern, unter anderem, indem die Mittel der ersten Säule des Hochschulpakts 2020 künftig unbefristet und umfassend verwendbar bereitgestellt werden. Nur mit einer verlässlichen Finanzierung können die Hochschulen ihrer Rolle als Kernelement des Wissenschaftssystems auch künftig gerecht werden.

3.  Technologieoffene Förderprogramme für den Mittelstand stärken

Die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) und das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) haben sich in der Forschungsförderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) bewährt. Dank ihrer Themenoffenheit, ihrer industrierelevanten Forschungsagenda und Netzwerkorientierung bieten sie eine ausgezeichnete Plattform für den Ideenaustausch und den Wissenstransfer. Sie sind zentrale Instrumente, um die Zahl innovativer Unternehmen in Deutschland wieder zu erhöhen, einen praxisnah qualifizierten Ingenieursnachwuchs hervorzubringen und die Kooperation zwischen KMU, akademischer und außeruniversitärer Forschung weiter zu stärken. Daher sollten sie einen Mittelaufwuchs erfahren, der dem tatsächlichen Bedarf entspricht.

4.  Spitzenforschung stärken, Innovationen befördern

Das deutsche Wissenschaftssystem ist kooperativ, arbeitsteilig und regional breit aufgestellt. Die Chancen dieser verteilten Exzellenz müssen künftig noch besser genutzt werden. Sowohl herausragende Grundlagenforschung als auch exzellente anwendungsnahe Forschung müssen ihren hohen Stellenwert behalten. Die thematisch offene Förderung exzellenter Wissenschaft und deren Vernetzung sollten gestärkt werden. Überdies schöpft Deutschland sein Potenzial noch nicht aus, grundlegend neue und richtungsweisende Innovationen hervorzubringen. Zusätzlich zu den bestehenden Förderstrukturen sollten deshalb weitere Fördermaßnahmen für neuartige Forschung, Kooperation und Transfer konzipiert werden. Dabei sollten auch vollständig neue Förderformate in den Blick genommen werden, die auf disruptive Innovationen abzielen.

5.  Neue Instrumente für den Technologie- und Wissenstransfer nutzen

Industrie und Wissenschaft benötigen mehr Freiräume, um neue Technologien und Geschäftsmodelle praxisnah zu erproben. Beispielsweise dienen Reallabore und Experimentierräume der Validierung sowohl technischer als auch sozialer Innovationen. Zugleich bieten sie die Möglichkeit, früh in einen gesellschaftlichen Dialog zu treten. Digitalisierung, die Energie- und Mobilitätswende, an denen Wissenschaft und Wirtschaft gleichermaßen arbeiten, sind hier besonders relevant. Die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist weiter zu fördern und mit dem Ziel zu stärken, vollständige Innovationskreisläufe von der Grundlagenforschung bis in die Anwendung und zurück abzubilden. Dazu sollten zusätzliche Förderformate entwickelt werden, die auf engen Entwicklungspartnerschaften zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen mit komplementären Interessen und komplementärem Know-how aufbauen und diese in Innovationen überführen. Auch die innovationsorientierte öffentliche Beschaffung sollte ausgebaut werden, um die Marktanwendung von Forschungsergebnissen aktiv voranzutreiben und Innovationsprozesse zu beschleunigen. Dazu tragen auch die Förderung von Innovationsplattformen in der Verbundforschung und Pilotanlagen sowie die Förderung technologieorientierter Start-up-Unternehmen bei. Im Rahmen von Validierungs- und Transferaktivitäten sollten Technologie- und Wissenstransfer gleichermaßen berücksichtigt werden.

6.  Hochschulbildung und berufliche Qualifizierung stärken

Die Nachfrage nach Hochschulbildung wird weiterhin hoch bleiben. Der kapazitive Ausbau des Hochschulsystems war und ist wichtig, muss jetzt aber um eine zukunftsweisende Qualitätsoffensive ergänzt werden. Die Lehr- und Lernbedingungen an den Hochschulen müssen gestärkt, die Beschäftigungsmöglichkeiten in der Wissenschaft verbessert und die Chancen der Digitalisierung und der
wissenschaftlichen Weiterbildung ausgeschöpft werden. Daneben sind die duale Ausbildung und die betriebliche Weiterbildung entscheidend, um dem Fachkräftemangel etwa im IT-Bereich effizient entgegenzuwirken. Diese Aufgaben können Staat, Wirtschaft und Wissenschaft nur gemeinsam bewältigen. Zugleich sollte Deutschland seine starke Position nutzen, um international qualifiziertes Personal für Wirtschaft und Wissenschaft zu rekrutieren.

 

Über die genannten Punkte hinaus empfehlen wir eine stärkere Berücksichtigung möglicher Auswirkungen, die geplante Gesetzesvorhaben auf den Forschungs- und Innovationsstandort Deutschland haben können. Dabei sollten negative und positive Auswirkungen bei künftigen Gesetzgebungsverfahren geprüft werden.

Im Rahmen von Innovationsstrategien der Bundesregierung sollten Förderschwerpunkte künftig noch stärker als bisher ressortübergreifend und methodisch konsistent festgelegt werden. Mit einem höheren Maß an Transparenz, einer klareren Prozessgestaltung, einer konsequenten Umsetzung im Förderhandeln und einer nachvollziehbaren Förderberichterstattung kann eine höhere Akzeptanz der beteiligten Akteure erreicht werden.

Die unterzeichnenden Organisationen appellieren an Bund und Länder, die genannten Maßnahmen in der kommenden Legislaturperiode umzusetzen. Wissenschaftlicher Fortschritt ist die wesentliche Grundlage, gesellschaftlichen Zusammenhalt, soziale Stabilität, Wohlstand und Wachstum für kommende Generationen zu sichern.

 

PDF

Die FAZ berichtete in ihrer Print-Ausgabe vom 10.10.2017 über die Stellungnnahme.

20.09.2017

Laserstrukturierung von Titan- und PEEK-Implantatoberflächen zur Verbesserung des Einwachsverhaltens

Implantatinfektionen sind ernste Komplikationen bei der Anwendung von orthopädischen und Dentalimplantaten, die im Wesentlichen aus unzureichender Osseointegration durch das umliegende Knochengewebe oder durch Infektionen infolge kontaminierter Implantatoberflächen entstehen. Das Projektvorhaben "Laserstrukturierung von Titan- und PEEK-Implantatoberflächen zur Verbesserung des Einwachsverhaltens" (LASIM) zielt darauf ab, das Einwachsen von Implantaten zu verbessen und gleichzeitig die Infektionsgefahr zu verringern.

Hierzu wollen die Wissenschaftler der TU Dresden und INNOVENT Topographien im Mikrometerbereich auf PEEK- und Titan-Implantaten durch direkte Laserinterferenzstrukturierung erzeugen und die Implantate anschließend durch Aufbringen von adhäsionsfördernden oder antibakteriellen Beschichtungen veredeln. Optimierte Implantate sollen Bakterien insbesondere im kritischen initialen Zeitraum abweisen, bis Osteoblasten die Oberfläche vollständig besiedelt haben: Für Implantate aus PEEK und Titan wird eine Bakterienreduzierung von 70 % und eine signifikant verbesserte Zelladhäsion im Zeitbereich bis drei Stunden angestrebt.

Der Projektantrag soll im Winter 2017/2018 zur Begutachtung eingereicht werden und das Projekt im Sommer 2018 starten. Eine Fördersumme in Höhe von ca. 400 T Euro wird aus dem Topf des BMWi-Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beantragt werden.

Ziel der im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung geförderten Forschungsprojekte ist die Unterstützung deutscher mittelständischer Unternehmen bei der Verfolgung potentialreicher Innovationsideen. Daher sind für den Erfolg des Projektantrags die Darstellung eines nachdrücklichen Interesses und der Unterstützung durch Industrieunternehmen, insbesondere durch KMU, von zentraler Wichtigkeit.

Möchten Sie zur Ermöglichung des Projektvorhabens beitragen und es durch Teilnahme im Projektbegleitenden Industrieausschuss oder durch einen Förderbeitrag zur Abdeckung der Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

10.09.2017

Fraunhofer MedTech Day in Kooperation mit der F.O.M.

Die Fraunhofer-Gesellschaft und die F.O.M. laden kleinere und mittlere Unternehmen ein, ihre Innovationsinteressen im Bereich der Medizintechnik mit den Forschungsexperten der Fraunhofer Institute zu analysieren.

Das Pilotprojekt "MedTech Day" des Fraunhofer Transfer-Teams "Venture Connect" hat zum Ziel, innovationsinteressierte Unternehmen des deutschen Mittelstands mit den speziell zu ihren technologischen Herausforderungen passenden Wissenschaftlern und Technologien zusammenzubringen.

Die interaktive Veranstaltung wird individuell auf die Interessen der Teilnehmer und die im Vorfeld abgestimmten technologischen Herausforderungen zugeschnitten. Diese ausgeprägte Zielorientierung ermöglicht eine effiziente, gemeinsame Suche nach konkreten Lösungsansätzen zu dem jeweils betrachteten Technologiebedarf oder -interesse.

Am Ende jedes der sorgfältig vorbereiteten und mit ausgewählten Experten begleiteten Prozesse steht die Evaluierung der Möglichkeit, gemeinsam mit Fraunhofer ein Projekt zu initiieren, z. B. ein durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördertes Projekt der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) oder ein Projekt des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM).

Die F.O.M. und die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) unterstützen das Pilotprojekt der Fraunhofer-Gesellschaft. Durch ihre Begleitung der Workshops lässt sich die Überführbarkeit von resultierenden Forschungsvorhaben in BMWi-geförderte Projekte zeitgleich prüfen und weiteres Vorgehen zur Einwerbung von Fördermitteln planen.

Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt. Sie sind herzlich eingeladen, sich schnellstmöglich, spätestens jedoch bis zum 30.09.2017, für die Teilnahme zu registrieren. Ihnen stehen dabei zwei alternative Termine zur Auswahl. Bitte geben Sie Ihre Terminpräferenz bei der Anmeldung mit an.


Die Teilnahme ist kostenfrei.


ANMELDESCHLUSS
30.09.2017


WANN
Donnerstag, 23.11.2017, 9:00 – 17:00 Uhr
Dienstag, 28.11.2017, 9:00 – 17:00 Uhr


WO
München oder Frankfurt


ANMELDUNG
http://bit.ly/2xfPnBx


WEITERE INFOS
http://fraunhoferventure.de/medtechday


KONTAKT
Tea Böhm
Programm Managerin Venture Connect
Fraunhofer-Gesellschaft e. V.
Tel.: +49 89 1205-4537
E-Mail: Tea.boehm(at)zv.fraunhofer.de

01.09.2017

Neue IGF-Richtlinie in Kraft

Die neue "Richtlinie über die Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung" (IGF) vom 10. August 2017 wurde im Amtlichen Teil des Bundesanzeigers (BAnz AT 31.08.2017 B1) veröffentlicht. Sie tritt am 1. September 2017 in Kraft und ersetzt die Vorgängerversion, die bis zum 31.12.2017 befristet war. Die Laufzeit der neuen Richtlinie endet jetzt zum 31. Dezember 2021.

Die Fortsetzung des IGF-Programms ist ein wichtiger Schritt zur Sicherstellung des effektiven und effizienten Technologietransfers in Deutschland.

Mit dem Förderprogramm "Industrielle Gemeinschaftsforschung" unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) seit über 60 Jahren die Innovationskraft der deutschen Industrie, insbesondere die von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Zusammen mit dem zweiten großen Förderprogramm des BMWi, dem "Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand" (ZIM) trägt es wesentlich dazu bei, Amortisierungsrisiken zu minimieren, wenn es darum geht, Innovationsideen weiter zu verfolgen, industrielle Machbarkeiten in IGF-Projekten zu überprüfen und Prototypen in ZIM-Projekten zu entwickeln.

Zu den wesentlichen Neuerungen der Förderrichthlinie zählen:

  • Als Letztzuwendungsempfänger geförderte Forschungseinrichtungen (vormals "Forschungsstellen") müssen ihren Sitz in Deutschland haben.
  • CORNET, die IGF-Förderlinie für internationale Kooperationen, wird für nichteuropäische Staaten geöffnet.
  • Die Vorgaben zur Einbindung von KMU im Projektbegleitenden Ausschuss (PA) wurden neu gefasst: Ihm sollen mindestens drei interessierte KMU angehören, bei mehr als sechs PA-Mitgliedern erhöht sich die KMU-Mindestanzahl auf vier, bei mehr als acht Mitgliedern auf fünf, bei mehr als elf Mitgliedern auf sechs und bei mehr als vierzehn Mitgliedern auf sieben KMU.
  • Jede Forschungsvereinigung, wie die F.O.M., kann einmal im Jahr für ein branchenübergreifendes, branchenrelevantes oder technologieweisendes IGF-Vorhaben zwei Bonuspunkte vergeben.

IGF-Richtlinie 2017

 

11.08.2017

Forschung zu strukturierten CVD-Diamant-Mikroschleifstiften startet im September

Das IGF-Projekt "Strukturierte CVD-Diamant-Mikroschleifstifte"; (DIAS; 19664 N) kann wie erwartet zum 01.09.2017 starten.

In dem Projekt des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik IST Braunschweig und der TU Braunschweig, Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik IWF, sollen CVD-Diamant-Mikroschleifstifte mit Durchmessern zwischen 0,1 und 3,0 mm sowie angepasste Werkzeugmaschinentechnik und Bearbeitungsprozess-Know-how für eine wirtschaftliche Schleifbearbeitung mit sehr hoher Oberflächengüte entwickelt werden. Hierfür werden neue CVD-Diamantschichtaufbauten (größere Kristallite) und neue Nutgeometrien in den Stiften zur Spanabfuhr kombiniert, wodurch bei Erfolg Zusetzungen vermieden und höhere Zeitspanungsvolumina ermöglicht werden können.

Die Mitglieder des projektbegleitenden Industrieausschusses werden zeitnah von den Forschungsleitern kontaktiert und zu einem ersten Kick-Off-Treffen eingeladen.

Projektseite DIAS

11.08.2017

IGF aus der Sicht der Industrie - ein Interview

Die Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik (F.O.M.) ist 1963 aus SPECTARIS, dem Deutschen Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien, heraus gegründet worden. Sie bringt seit über 50 Jahren Forschungsinstitute und Industrieunternehmen zusammen und betreibt innovationsorientierte Forschungsprojekte.

Als eine von 101 Mitgliedsvereinigungen der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) ist sie antragsberechtigt im Förderprogramm der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und wirbt jährlich zwischen 0,75 und 2,0 Mio. Euro Fördermittel für die begleiteten Branchen ein.

Für das Jahrbuch Medizintechnik führte der Industrieverband SPECTARIS Ende Juli 2017 das folgende Interview über die direkten und indirekten Vorteile der IGF als Instrument der Mittelstandsförderung mit zwei Vorständen der F.O.M. durch, mit dem Vorsitzenden Dr. Harald Stallforth (Berater und ehem. Vorstand für Forschung & Entwicklung und Qualitätsmanagement der Aesculap AG), sowie dem stellvertretenden F.O.M.-Vorsitzenden, Dr. Klaus Irion (Global Vice President Forschung & Technologie der KARL STORZ GmbH & Co. KG):

SPECTARIS: Die IGF ist mit einem Alter von über 60 Jahren Deutschlands dienstältestes Förderprogramm, welches mit der Förderung von Studien der industriellen Machbarkeit von Innovationsideen in der Frühphase der Innovationsschöpfung ansetzt. Auch im Ausland genießt das Programm hohe Anerkennung. Was macht dieses Programm des Bundeswirtschaftsministeriums aus Ihrer Sicht so nachhaltig erfolgreich?

HS: In vielen Programmen wird die Beantragung von Projektfördermitteln durch komplizierte Anträge oder Antragsformalitäten erschwert. Die IGF hingegen zeichnet sich durch die Zwischenschaltung wohlwollender Forschungsvereinigungen, wie der F.O.M., aus, die mit Programm-, Antrags- und Fachkompetenz sowie intensiver Betreuung auf unbürokratische und zielgerichtete Weise eine hohe Antragsqualität sicherstellen und somit für einen niedrigschwelligen Zugang zu den Fördermitteln sorgen.

KI: Von Bedeutung ist, dass die IGF-Förderung in einer frühen Phase der Innovationsschöpfung unterstützt, in der die Innovationsideen noch mit einem hohen technologischen Risiko behaftet sind. In dieser Phase zwischen Grundlagenforschung und Produkt- oder Applikationsentwicklung können die technologischen Herausforderungen am effizientesten gemeinsam gelöst werden. Der vorwettbewerbliche Charakter des Förderinstruments begünstigt zudem die Interessenfindung verschiedener, zum Teil kompetitiver Firmen und garantiert, dass alle eingebundenen Firmen denselben Informations- und Ergebnisstand erhalten.

SPECTARIS: Sehen Sie Mehrwerte in einer Beteiligung von Industrieunternehmen an IGF-Projekten im Vergleich zu Beteiligungen an Projekten anderer Förderprogramme und wenn, dann welche?

HS: Durch die Übernahme von 100 % der anrechenbaren Forschungskosten ist das Amortisierungsrisiko bei einer Beteiligung eines Unternehmens im Projektbegleitenden Ausschuss von IGF-Projekten nahezu null. Dabei ist wichtig, zu bedenken, dass auch im Falle eines negativen Projektergebnisses – wenn sich also eine Innovationsidee als nicht industriell machbar herausstellt – der Wissenszugewinn einen mitunter wertvollen Mehrwert darstellt.

KI: Ein Vorteil, den KARL STORZ für die IGF-Projekte sieht, besteht darin, dass die Forschungsinstitute Themen bearbeiten, die bereits ein breites Interesse aus Industriesicht besitzen. Die Praxisrelevanz und das Potential einer möglichen Umsetzbarkeit sind dadurch gegeben.

SPECTARIS: Was motiviert Ihre Unternehmen seit vielen Jahren, sich für die Industrielle Gemeinschaftsforschung zu engagieren und sich in den Projektbegleitenden Ausschüssen der IGF-Projekte zu beteiligen. Werden Ihre Erwartungen erfüllt?

HS: In keinem mir bekannten Programm werden grundlegende technologische Erkenntnisse so effizient für die Teilnehmer an den Projektbegleitenden Ausschüssen der Forschungsprojekte gefördert und transferiert wie in der IGF. Aus diesem Grund engagiert sich die Aesculap AG seit mittlerweile über 25 Jahren in den Projekten der IGF. Unsere Erwartungen wurden meistens, aber nicht immer erfüllt. Das liegt jedoch in der Natur der Projekte. Auch selbst finanzierte FuE-Projekte sind nicht immer erfolgreich.

KI: Für das Unternehmen KARL STORZ ist es wichtig, Forschungs- und Technologietrends für die Medizintechnik frühzeitig zu erfassen, um in Kombination mit spezifischen Marktanforderungen und Kundenbedürfnissen neue Innovationen angehen zu können. Durch das Engagement bei der Forschungsvereinigung F.O.M. innerhalb der AiF und der aktiven Teilnahme an Projektbegleitenden Ausschüssen ist eine Transparenz zu aktuellen Forschungsprojekten gegeben. So beschäftigt sich z. B. das seit Jahresbeginn laufende IGF-Projekt "EFORMIN" der F.O.M. mit dem Einsatz von Memory-Metallen für chirurgische Instrumente. Neben den entsprechenden Demonstrator-Realisierungen ist es vor allem relevant, die Grenzen dieser speziellen Metalllegierungen zu kennen.

SPECTARIS: Sie beide unterstützen die F.O.M. auch persönlich durch Ihre ehrenamtliche Arbeit als Vereinsvorstände. Welchen Nutzen hat die Arbeit der F.O.M. für die Medizintechnikbranche? Sind Sie mit dem tatsächlich stattfindenden Technologietransfer in den F.O.M.-Projekten zufrieden?

HS: In der Regel haben die Projekte, an denen wir uns beteiligt haben dazu beigetragen, über den Tellerrand der eigenen Aktivitäten hinausschauen zu können. Das heißt auch, dass nicht alle Erkenntnisse unmittelbar in eigene Projekte übergeführt werden konnten. Aus meiner Sicht tut dies aber dem Nutzen des Programms keinen Abbruch.

KI: Die Medizintechnik ist applikationsorientiert und deckt technologisch ein sehr breites Spektrum ab. Es ist daher wichtig, für allgemeine Bereiche, wie z. B. Optik, Optische Technologien und Feinwerktechnik, neuartige Aspekte und ergänzende Forschungsergebnisse in die Produktentwicklung, aber auch in die Fertigung einfließen zu lassen. Der detaillierte Ergebnistransfer ist insbesondere über die F.O.M.-Konferenzen und über die Sitzungen der Projektbegleitenden Ausschüsse ausreichend sichergestellt. Teilweise wäre eine noch frühzeitigere Berichtsübermittlung an den Projektbegleitenden Ausschuss wünschenswert.

SPECTARIS: Welche zukünftige Entwicklung der F.O.M. und ihres Dienstleistungsportfolios erhoffen Sie sich?

HS: Die F.O.M. sollte sich weiterhin an einer sinnvollen Weiterentwicklung des IGF-Programms beteiligen und den Weg der hochqualitativen Antragstellung und Projektdurchführung konsequent fortsetzen. Damit hat sie sich zu einem wesentlichen Technologietransfer-Partner des Verbandes SPECTARIS entwickelt, deren Arbeit allen Mitgliedsunternehmen des Industrieverbands zugutekommt. Darüber hinaus könnte sich die F.O.M. vorsichtig zu einer kompetenten Stelle auch für andere Förderprogramme entwickeln. Vorsichtig deshalb, weil darunter die erreichte Qualität im IGF-Programm nicht leiden darf.

KI: Die Medizintechnik wird sich von den konventionellen Bereichen Feinwerktechnik und Optik hin zu integrierter Elektronik sowie Sensorik und vor allem auch Richtung Software-gestützter Diagnostik und Therapie entwickeln. Auf diese neuen thematischen Aspekte sollte sich auch das Dienstleistungsangebot der F.O.M. ausrichten.

SPECTARIS: Herr Dr. Stallforth, Herr Dr. Irion, herzlichen Dank für das Gespräch.

10.07.2017

Forschung zur Hautkrebs-Früherkennung bewilligt

Wie geplant kann das IGF-Projekt "Strukturierte Beleuchtung und hyperspektrale Bildgebung als neuartiger Ansatz zur Tumorerkennung in der Dermatologie"; (HSI-plus; 19639 N) am 01.08.2017 starten.

In dem Projekt HSI-plus der Universität Ulm, Institut für Lasertechnologien in der Medizin und Meßtechnik, soll ein bildgebendes Messsystems zur objektiven Erkennung prämaligner Läsionen der Haut entwickelt werden. Dazu werden zwei Technologien kombiniert: Mit strukturierter Beleuchtung soll eine Tiefenauflösung erreicht und störende Signalanteile aus unteren Gewebeschichten herausgefiltert werden. Ein multifokales hyperspektrales Kamerasystem soll Zellveränderungen durch ortsaufgelöste Erfassung optischer Hauteigenschaften abbilden.

Die Mitglieder des projektbegleitenden Industrieausschusses werden zeitnah von dem Forschungsleiter kontaktiert und zu einem ersten Kick-Off-Treffen eingeladen.

Projektseite HSI-plus

05.07.2017

Projekt zum Laser-Strahlschmelzen metallischer Gläser befürwortet

Der Projektantrag "Laser-Strahlschmelzen metallischer Gläser – Optimierung von Werkstoff und Herstellungsverfahren" (OptMetGlas) der Universität Duisburg-Essen, IPE, und der Universität des Saarlandes, LMW, wurde mit sehr guten 33 Punkten (von 40) von den Gutachtern der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) bewertet. Die Forschung wird mit 337.340,00 EUR im Rahmen des Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung gefördert.

Das Projekt kann somit voraussichtlich im am 01.01.2018 starten.

Metallische Gläser besitzen aufgrund ihrer Amorphität einzigartige mechanische Eigenschaften und sind daher als Konstruktionswerkstoff höchst interessant. Die Bauteildimensionen sind jedoch bei der Verarbeitung durch konventionelle Fertigungsverfahren auf wenige Zentimeter begrenzt. Additive Laser-Strahlschmelzverfahren verfügen über das Potenzial, größere und komplexere Bauteile aus metallischem Glas herzustellen. Ziel des Vorhabens ist es, die herausragenden Materialeigenschaften für die breite industrielle Anwendung zu erschließen. Ermöglicht werden soll dies durch prozess- und legierungsseitige Optimierungen.

Das Projekt wird durch einen projektbegleitenden Industrieausschuss mit zehn Unternehmen (darunter fünf KMU) und SPECTARIS, dem Deutschen Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e. V., unterstützt. Möchten Sie das Projekt durch Ihre Teilnahme am Projektbegleitenden Ausschuss oder durch eine Beteiligung an den Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

29.06.2017

Neuro-muskuläre Signaturen zur Entwicklung individualisierter Beatmungstherapie

Während maschineller Beatmung mit Spontanatmung können Patienten-Ventilator Asynchronien zu hohen Atemzugvolumina und Scherkräften an der Lunge führen. In dem Projektvorhaben "Neuro-muskuläre Signaturen zur Entwicklung individualisierter Beatmungstherapie" (NewBeat) sollen diese Asynchronien beseitigt werden, um so die Morbidität und Mortalität beatmeter Patienten zu reduzieren sowie individuelle Verluste gesundheitsbezogener Lebensqualität nach maschineller Beatmung vorzubeugen.

Hierfür wollen die Wissenschaftler der Charité Berlin und der TU Berlin ein Elektroencephalo- und Elektromyographie-basierenden Algorithmus zur Vermeidung von Patienten-Ventilator Asynchronie entwickeln. Durch Korrelation respiratorischer, encephalo- und myographischer Daten wird die Grundlage für zukünftige neuronale „Patienten-Ventilator Interfaces“ geschaffen, die eine adaptive und personalisierte Beatmungstherapie ermöglichen.

Der Projektantrag soll im Herbst 2017 zur Begutachtung eingereicht werden und im Frühjahr 2018 starten. Eine Fördersumme in Höhe von ca. 493 T Euro wird aus dem Topf des BMWi-Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beantragt werden.

Ziel der im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung geförderten Forschungsprojekte ist die Unterstützung deutscher mittelständischer Unternehmen bei der Verfolgung potentialreicher Innovationsideen. Daher sind für den Erfolg des Projektantrags die Darstellung eines nachdrücklichen Interesses und der Unterstützung durch Industrieunternehmen, insbesondere durch KMU, von zentraler Wichtigkeit.

Möchten Sie zur Ermöglichung des Projektvorhabens beitragen und es durch Teilnahme im Projektbegleitenden Industrieausschuss oder durch einen Förderbeitrag zur Abdeckung der Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

20.06.2017

Fertigung diffraktiver optischer Elemente in Glas mittels Heißprägen

Diffraktive Optische Elemente (DOE) aus Polymeren werden erfolgreich für organische Halbleiterlaser und biomedizinische Sensoren eingesetzt, weisen jedoch materialbedingt begrenzte Leistungsfähigkeit und Langzeitstabilität auf. In dem internationalen Projektvorhaben "Fertigung diffraktiver optischer Elemente in Glas mittels Heißprägen" (HotDOE) sollen diese Limitationen beseitigt werden, indem geeignetes Heißprägewerkzeug und eine entsprechende Fertigungsprozesstechnik entwickelt werden.

Projektziel ist ein Heißprägeverfahren zur Fertigung und Integration von nanoskaligen DOEs aus Glas. Zum Funktionsnachweis wollen die Wissenschaftler des Fraunhofer IWU Chemnitz und der TU Braunschweig (IHT) gemeinsam mit zwei belgischen Forschungseinrichtungen organische Halbleiterlaser und biomedizinische Sensoren aufbauen, untersuchen und schließlich zu einem Lab-On-Chip-System kombinieren. Der Demonstrator soll anschließend im medizinisch-biologischen Einsatz qualifiziert werden.

Der Projektantrag soll im Herbst 2017 zur Begutachtung eingereicht werden; der Projektstart kann im Frühjahr 2018 erfolgen. Eine Fördersumme in Höhe von ca. 475 T Euro wird aus dem Topf des BMWi-Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF), Förderlinie Collective Research Networking (CORNET), beantragt werden.

Ziel der im Rahmen der IGF geförderten Forschungsprojekte ist die Unterstützung deutscher mittelständischer Unternehmen bei der Verfolgung potentialreicher Innovationsideen. Daher sind für den Erfolg des Projektantrags die Darstellung eines nachdrücklichen Interesses und der Unterstützung durch Industrieunternehmen, insbesondere durch KMU, von zentraler Wichtigkeit

Möchten Sie zur Ermöglichung des Projektvorhabens beitragen und es durch Teilnahme im Projektbegleitenden Industrieausschuss oder durch einen Förderbeitrag zur Abdeckung der Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

16.06.2017

Stärkung der Industriellen Gemeinschaftsforschung für ein zukunftsfähiges Deutschland

Im Mai 2017 wurden konkrete Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung der deutschen Innovations- und Forschungspolitik für ein zukunftsfähiges Deutschland an Bundesforschungsministerin Johanna Wanka übergeben. In diesen Leitlinien werden unter anderem eine Stärkung und Weiterentwicklung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) und des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) angeraten.

Die übergebenen Handlungsempfehlungen wurden im Rahmen des Hightech-Forums formuliert, welches 2015 als zentrales Beratungsgremium von 20 Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft ins Leben gerufen wurde, um die Bundesregierung bei der Umsetzung und Weiterentwicklung der Hightech-Strategie zu begleiten.

In den Fachforen „Effektivität des Innovationssystems und Innovationskraft des Mittelstands“ und „Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für Kooperation und Transfer“ wurde der Ausbau bestehender Förderprogramme des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) empfohlen, um durch eine verbesserte Finanzierung von Innovationen die Innovationskraft des Mittelstands nachhaltig zu stärken. Konkret wurde die IGF und das ZIM genannt. Eine Weiterentwicklung des vorwettbewerblichen und themenoffenen Förderprogramms sei notwendig, da es ideal geeignet sei, Ergebnisse der Grundlagenforschung in die wirtschaftliche Verwertung zu überführen. Ebenso könnten vorhandene Kompetenzen durch Verbundforschung, wie sie auch im Rahmen der IGF stattfindet, gebündelt und Innovationen aufgrund von Synergie und Austausch ermöglicht werden.

Presseinformation des Hightech-Forums

Ausführliche Empfehlungen des Hightech-Forums

02.06.2017

Projekt zu robusten CVD-Diamant-Schleifstiften befürwortet

Der Projektantrag "Strukturierte CVD-Diamant-Mikroschleifstifte" (DIAS) des Fraunhofer IST Braunschweig und der TU Braunschweig, Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik IWF, wurde mit sehr guten 35 Punkten (von 40) von den Gutachtern der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) bewertet. Die Forschung wird mit 493.820,00 EUR im Rahmen des Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung gefördert.

Das Projekt kann somit voraussichtlich im Herbst 2017 starten.

Gestiegene Anforderungen an die Oberflächengüte von Präzisionsbauteilen erfordern Diamantmikroschleifstifte mit kleineren Durchmessern und feinerer Schleifkörnung als heute mit gebundenen Körnern realisierbar. Schleifstifte mit mikro-kristalliner CVD-Diamant-Beschichtung sind verschleißärmer und erlauben kleinere Stiftdurchmesser, leiden jedoch unter schneller Verschmierung und mehr Werkzeugbruch. Ziel ist die Entwicklung robuster CVD-Diamant-Schleifstifte mit 0,1-3 mm Durchmesser. Dies soll durch vergrößerten Spanraum, Antihaftschichten, Innenkühlung und Anpassung der Spanntechnik erreicht werden.

Das Projekt wird durch einen projektbegleitenden Industrieausschuss mit acht Unternehmen (darunter sechs KMU) und SPECTARIS, dem Deutschen Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e. V., unterstützt. Möchten Sie das Projekt durch Ihre Teilnahme am Projektbegleitenden Ausschuss oder durch eine Beteiligung an den Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

02.06.2017

Forschung zu optischen Mikro- Resonator Gyroskopen bewilligt

Wie geplant kann das IGF-Projekt "Konzipierung und Validierung einer hochpräzisen 3D-Aufbautechnik für miniaturisierte optische Mikroresonator Gyroskope" (MiReG 19619 N) am 01.07.2017 starten.

In dem Projekt MiReG der Technischen Universität Berlin, Forschungsschwerpunkt Technologien der Mikroperipherik, soll auf Basis von optischen Kugelresonatoren eine thermisch unempfindlichen Aufbau- und Verbindungstechnik für hochpräzise miniaturisierte Gyroskope entwickelt werden.

Die Mitglieder des projektbegleitenden Industrieausschusses werden zeitnah von den Forschungsleitern kontaktiert und zu einem ersten Kick-Off-Treffen eingeladen.

Projektseite MiReG

31.05.2017

Alzheimer-Projekt für Gips-Schüle-Preis nominiert

Herausragende Leistungen angewandter Forschung im Bereich "Mensch und Technik" werden durch den Gips-Schüle-Forschungspreis, der alle zwei Jahre vergeben wird, gewürdigt und unterstützt. Ausgezeichnet werden insbesondere interdisziplinäre Projekte privater oder öffentlicher Forschungseinrichtungen, die ein hohes Innovationspotential und Anwendungsbezug sowie einen besonders nachhaltigen Nutzen für die Gesellschaft aufweisen.

Die hervorragenden Ergebnisse des IGF-Projektes "Mitochondriales Monitoring von Stoffwechseländerungen bei neurologischen Erkrankungen mittels optischer Systeme" (Mitoskopie), die durch ein vorbildliches Projektmanagement der Core Facility für konfokale und Multiphotonen-Mikroskopie der Universität Ulm und der Klinik für Neurologie der Universitätsklinik Ulm ermöglicht wurden, konnten die Jury für eine Nominierung überzeugen. 

Mit einem innovativen Screening-System können nun Stoffwechselprozesse in den Mitochondrien von Nervenzellen beobachtet werden. Dies eröffnet neue Möglichkeiten der Ursachenforschung und erlaubt die Verfolgung von Auswirkungen neuer medikamentöser Therapieansätze für neurodegenerative Erkrankungen, wie Alzheimer, sowie für andere Erkrankungen, die im Zuge der immer älter werdenden Gesellschaft von zunehmender volkswirtschaftlichen Relevanz sind, wie z. B. Diabetes.

Die F.O.M. gratuliert den Wissenschaftlern, Dr. Angelika Rück, Prof. Dr. med. Christine A. F. von Arnim und Dr. Björn von Einem, herzlich zu dieser zweiten Nominierung und der damit verbundenen Anerkennung ihrer herausragenden Leistung. Für die finale Entscheidungsrunde wünschen wir dem Team viel Erfolg.

19.05.2017

BMWi präsentiert Ergebnisse der Mittelstandsförderung

Auf dem diesjährigen Innovationstag Mittelstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) am 18. Mai 2017 wurden die Ergebnisse von 200 innovationsorientierten Forschungsprojekten ausgestellt und mit insgesamt etwa 1.800 Gästen (Vertretern der Politik, Wissenschaftlern, Unternehmern und der interessierten Öffentlichkeit) diskutiert. Die Demonstratoren der industriellen Machbarkeit, Prototypen und Dienstleistungen, die von mehr als 300 Austellern präsentiert wurden, gaben einen in hohem Maße interessanten Einblick in die aktuellen Herausforderungen sowie der gegenwärtig erforschten Innovationen der gesamten Breite der deutschen Industrie.

Die ausgestellten Projektergebnisse entstammen nahezu vollständig der Mittelstandsförderung des BMWi: Die Forschung wurde über das Programm der "Industriellen Gemeinschaftsforschung" (IGF) oder über das "Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand" (ZIM) gefördert. Das Zusammenwirken dieser beiden Förderprogramme und ein eingespielter Technologietransfer sind bedeutende Instrumente der technologieoffenen Förderung und stellen das Rückgrat der besonderen deutschen Innovationsstärke dar.

Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin (StS) und Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, eröffnete den Innovationstag und zeigte sich beeindruckt: "Die heute präsentierten Projektergebnisse zeigen eindrucksvoll, wie unser Mittelstand mit Ideenreichtum im globalen Wettbewerb bestehen kann."

Von Forschungseinrichtungen, Industrieunternehmen und -verbänden  gleichermaßen zum transdisziplinären Austausch genutzt, ist der Innovationstag Mittelstand auch für die F.O.M. eines der wichtigsten Events im Jahr. In diesem Jahr bewarb sich die F.O.M. mit zwei exzellenten IGF-Projekten um die begehrte Möglichkeit, die Ergebnisse ausstellen zu dürfen, und war auf gesamter Breite erfolgreich. Kreative Demonstratoren veranschaulichten die Ergebnisse folgender Projekte: 

"Integriert-Optische Module durch neue Bondtechnologien" (Opti-Bond; präsentiert von Frau Prof. Dr. Ramona Eberhardt vom Fraunhofer IOF Jena)

"Sub-Wellenlängenstrukturen für die Generierung zylindrischer Polarisationszustände" (SubWell; präsentiert von Herrn Christof Pruss vom ITO der Universität Stuttgart)

16.05.2017

Optimierte Schichtmaterialien für IR-, VIS- u. UV-Anwendungen

Die Leistungsfähigkeit optischer Schichtmaterialien hängt von Parametern wie Absorption und mechanischer Spannung ab. Sie ist merklich anfällig gegenüber Änderungen in der atomaren Struktur oder der elementaren Zusammensetzung durch Eindringen extrinsischer Stoffe (z. B. Wasser) in das Schichtgefüge. In dem Projektvorhaben "Optimierte Schichtmaterialien für IR-, VIS- und UV-Anwendungen" (OSIRIS) soll der Einfluss spezifischer extrinsischer Effekte studiert und Limitationen beseitigt werden.

Projektziel ist es, optische Schichten hinsichtlich des Einflusses von Wassereinbau auf Absorptionsvermögen und Schichtspannung zu optimieren. Dazu wollen Wissenschaftler des Fraunhofer IOF Jena und der TU Chemnitz experimentelle Analyse und parallele Computersimulationen kombinieren.

Der Projektantrag soll im Sommer/Herbst 2017 zur Begutachtung eingereicht werden und im Frühjahr 2018 starten. Eine Fördersumme in Höhe von ca. 500 T Euro wird aus dem Topf des BMWi-Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beantragt werden.

Ziel der im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung geförderten Forschungsprojekte ist die Unterstützung deutscher mittelständischer Unternehmen bei der Verfolgung potentialreicher Innovationsideen. Daher sind für den Erfolg des Projektantrags die Darstellung eines nachdrücklichen Interesses und der Unterstützung durch Industrieunternehmen, insbesondere durch KMU, von zentraler Wichtigkeit.

Möchten Sie zur Ermöglichung des Projektvorhabens beitragen und es durch Teilnahme im Projektbegleitenden Industrieausschuss oder durch einen Förderbeitrag zur Abdeckung der Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

05.05.2017

Multimodale Erweiterung und Standardisierung zur verlässl. Messung aktivitätsabhängiger Änderungen in komplexen Systemen

Bei altersassoziierten Erkrankungen, wie Demenzen, spielen Änderungen im zellulären Energiestoffwechsel des Nervengewebes eine wesentliche Rolle. Derzeit lässt sich jedoch der metabolische Austausch von Zellen unterschiedlichsten Energiebedarfs und -verbrauchs nicht räumlich auf Einzelzellebene darstellen. Das Projektvorhaben "Multimodale Erweiterung und Standardisierung zur verlässlichen Messung aktivitätsabhängiger Änderungen in komplexen Systemen" (MitoSkopie-MEtabox) stellt sich dieser Herausforderung.

Das Projektvorhaben des Core Facility für konfokale und Multiphotonen Mikroskopie (Universität Ulm), der Klinik für Neurologie (Universitätsklinikum Ulm) und des Leibniz-Instituts für Alternsforschung Jena zielt darauf ab, eine standardisierte, benutzerfreundliche Technologieplattform zur Aufklärung krankhafter Stoffwechseländerungen zu etablieren. Dazu sollen optische Verfahren erweitert und mit dedizierter Hard- und Software kombiniert werden, um sowohl eine Vereinfachung in der Handhabung und Datenerfassung als auch eine deutlich verbesserte Dateninterpretation zu erreichen.

Der Projektantrag soll im Sommer/Herbst 2017 zur Begutachtung eingereicht werden und im Frühjahr 2018 starten. Eine Fördersumme in Höhe von ca. 750 T Euro wird aus dem Topf des BMWi-Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beantragt werden.

Ziel der im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung geförderten Forschungsprojekte ist die Unterstützung deutscher mittelständischer Unternehmen bei der Verfolgung potentialreicher Innovationsideen. Daher sind für den Erfolg des Projektantrags die Darstellung eines nachdrücklichen Interesses und der Unterstützung durch Industrieunternehmen, insbesondere durch KMU, von zentraler Wichtigkeit.

Möchten Sie zur Ermöglichung des Projektvorhabens beitragen und es durch Teilnahme im Projektbegleitenden Industrieausschuss oder durch einen Förderbeitrag zur Abdeckung der Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

05.05.2017

Innovationsseminar zum Europäischen Einheitspatent aufgrund von Unterhaus-Wahlen in GB verschoben

Wegen der britischen Unterhauswahlen am 8. Juni 2017 verzögern sich die britische Ratifizierung und damit der Start des Einheitspatentgerichtssystems um voraussichtlich zwei bis drei Monate. Der genaue Zeitplan wird voraussichtlich im Juli 2017 feststehen. Die drängendsten Fragen rund um das neue Europäische Patentpaket lassen sich indes erst verbindlich beantworten, wenn der Zeitplan keine Fragezeichen mehr beinhaltet.

Wir haben uns daher entschlossen, das für den 22. Mai 2017 in Berlin geplante Seminar zu verschieben. Ersatztermine sind Montag, 18.09.2017 in Tuttlingen sowie Donnerstag, 26.10.2017 in Berlin. Inhalt und Ausrichtung des Seminars bleiben unverändert und wir sind froh, dass auch unsere hochkarätigen Referenten die Nachholtermine bereits bestätigen konnten.

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18.04.2017

3D-Polymerdruck von Brillengläsern

Hohe Anforderungen an zu realisierende Transparenz und Formtreue verhindern bisher den Einsatz additiver Fertigung für optische Komponenten. Diese Limitation soll nun innerhalb des Projektvorhabens "3D-Polymerdruck von Brillengläsern" (Ink-Eye) beseitigt werden.

Das Projekt des Fraunhofer IOF Jena, Fraunhofer ISC Würzburg und Fraunhofer IAP Potsdam zielt darauf ab, Polymere am Beispiel von Brillengläsern mit den benötigten Formtreuen (< 5 µm) und Rauheiten (< 5 nm) sowie hoher Kratzfestigkeit zu drucken. Dazu wird ein innovativer Fertigungsansatz untersucht, der auf dem schichtweisen Inkjetdruck und UV-Aushärten zweier unterschiedlicher optischer Polymere beruht. Während mit einem acrylatbasierten Polymer das Bulkvolumen gedruckt wird, erzielt im Randbereich das Hybridpolymer ORMOCER exzellente optische Eigenschaften.

Der Projektantrag soll im Sommer/Herbst 2017 zur Begutachtung eingereicht werden und im Frühjahr 2018 starten. Eine Fördersumme in Höhe von ca. 750 T Euro wird aus dem Topf des BMWi-Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beantragt werden.

Ziel der im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung geförderten Forschungsprojekte ist die Unterstützung deutscher mittelständischer Unternehmen bei der Verfolgung potentialreicher Innovationsideen. Daher sind für den Erfolg des Projektantrags die Darstellung eines nachdrücklichen Interesses und der Unterstützung durch Industrieunternehmen, insbesondere durch KMU, von zentraler Wichtigkeit.

Möchten Sie zur Ermöglichung des Projektvorhabens beitragen und es durch Teilnahme im Projektbegleitenden Industrieausschuss oder durch einen Förderbeitrag zur Abdeckung der Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

06.04.2017

Mikroresonatoren für die point-of-care Diagnostik pathogener Keime

Bei stationären Behandlungen kommt es durch ungezielten und übermäßigen Einsatz von Antibiotika immer häufiger zu oft tödlichen Infektionen durch (multi-) resistente Erreger. Um diese Entwicklung aufzuhalten und die Chancen auf Therapieerfolg zu erhöhen, ist es nötig, schneller belastbare diagnostische Daten zu den Erregern zu erhalten.

Das Projektvorhaben "Mikroresonatoren für die point-of-care Diagnostik pathogener Keime" (InfektResonator) greift diese Herausforderung auf. Die Forschung des Institute of Precision Medicine der Hochschule Furtwangen (IPM HFU) hat die Entwicklung eines schnellen, sensitiven Analysesystems zum Ziel. Dieses soll auf der Biofunktionalisierung von Mikroresonatorpartikeln für die spezifische Adsorption von Erkennungsmolekülen basieren.

Der Projektantrag soll im Sommer/Herbst 2017 zur Begutachtung eingereicht werden und im Frühjahr 2018 starten. Eine Fördersumme in Höhe von ca. 225 T Euro wird aus dem Topf des BMWi-Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beantragt werden.

Ziel der im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung geförderten Forschungsprojekte ist die Unterstützung deutscher mittelständischer Unternehmen bei der Verfolgung potentialreicher Innovationsideen. Daher sind für den Erfolg des Projektantrags die Darstellung eines nachdrücklichen Interesses und der Unterstützung durch Industrieunternehmen, insbesondere durch KMU, von zentraler Wichtigkeit.

Möchten Sie zur Ermöglichung des Projektvorhabens beitragen und es durch Teilnahme im Projektbegleitenden Industrieausschuss oder durch einen Förderbeitrag zur Abdeckung der Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

03.04.2017

Einheitlicher Patentschutz in Europa kurz vor dem Start

Nach dem Referendum zum Austritt Großbritanniens aus der EU im Juni 2016 schien die Einrichtung des Einheitlichen Patentgerichts ("Unified Patent Court", UPC) und die daran gekoppelte Einführung des Europäischen Patents einheitlicher Wirkung in weite Ferne gerückt. Ende November 2016 ließ man in Großbritannien jedoch überraschender Weise verlauten, man wolle das Übereinkommen vom 19.02.2013 über ein Einheitliches Patentgericht (EPGÜ) "so rasch als möglich" ratifizieren. Am 20.01.2017 leitete die britische Regierung das parlamentarische Verfahren für die Ratifizierung des Protokolls über Vorrechte und Privilegien des Gerichts ein, der letzte erforderliche Umsetzungsakt. Es wird erwartet, dass Großbritannien noch im April die Ratifizierungsurkunde in Brüssel hinterlegt.

Teilweise mit Eilbedürftigkeitsvermerken wurden die deutschen Vorbereitungen zur Ratifizierung des EPGÜ wieder aufgenommen und die entsprechenden Gesetzentwürfe inzwischen in beiden Häusern beraten. Am 09.03.2017 verabschiedete der Bundestag das Gesetz zum EPGÜ, am vergangenen Freitag, den 31.03.2017, hat schließlich der Bundesrat beschlossen, dem Gesetz zuzustimmen. Mit dem Abschluss des gesamten Gesetzgebungsverfahrens ist spätestens im Mai zu rechnen. Die Ratifizierungsurkunde soll im August nach Brüssel gesendet werden.

Damit kann das Übereinkommen zum UPC voraussichtlich zum 01.12.2017 in Kraft treten und startet zunächst mit einer territorialen Reichweite von wahrscheinlich 17 Unterzeichnerstaaten, einschließlich Großbritannien, Frankreich und Italien. Wegen der britischen Unterhauswahlen am 8. Juni 2017 verzögern sich die britische Ratifizierung und damit der Start des Einheitspatentgerichtssystems um voraussichtlich zwei bis drei Monate. Der genaue Zeitplan wird voraussichtlich im Juli 2017 feststehen.

Alle nach dem 01.07.1996 angemeldeten und erteilten Europäischen Patente ("Bündelpatente"), die am Tage des Inkrafttretens des EPGÜ noch validiert sind, fallen - sofern kein Opt-Out erklärt wird - AUTOMATISCH in das neue Gerichtssystem des Einheitlichen Patentgerichts!

Zur Aktualisierung Ihrer Kenntnisse zum Europäischen Einheitspatent und dem Einheitlichen Patentgericht bieten wir die Informierung im Rahmen des SPECTARIS/F.O.M.-Innovationsseminars zum Thema an. Von kompetenten Anwälten der Kanzlei Preu Bohlig & Partner erfahren Sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Europäischem Bündelpatent und dem Europäischen Patent einheitlicher Wirkung. Stimmen Sie jetzt Ihr strategisches Schutzportfolio auf die kommenden Veränderungen ab. Beziehen Sie Informationen ein zu territorialen Reichweiten, Kosten der Patenterteilung (einschließlich Übersetzungskosten) und -aufrechterhaltung, Zuständigkeiten von Gerichtssystemen und Kammern, Übergangsrecht und taktischen Überlegungen zum Out-Out.

Weitere Informationen zum SPECTARIS/F.O.M.-Innovationsseminar 2017 zum Europäischen Einheitspatent am 18. September 2017 in Tuttlingen und am 26.10.2017 in Berlin finden Sie hier.

24.03.2017

Bundestag stimmt für Verstärkung der IGF-Förderung in 2018

Auf Antrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD wurde am 23. März 2017 in der Sitzung des Deutschen Bundestages die Regierung per Beschluss aufgefordert, Maßnahmen zur Stärkung der Innovationskraft von kleinen und mittleren Unternehmen zu ergreifen.

Im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel soll eine Aufstockung der jährlichen Budgets für die erfolgreichen Förderprogramme des Bundeswirtschaftsministeriums, Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) und Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM), vorgenommen werden. Für die IGF wurde eine Erhöhung der Förderung um 31 Mio. EUR auf 200 Mio. EUR (+ 18 %), für ZIM eine Erhöhung um 152 Mio. EUR auf 700 Mio. EUR (+ 28 %) gefordert. Der Antrag von CDU/CSU und SPD wurde von den Fraktionen der Regierungskoalition und Bündnis 90/Die Grünen bei Enthaltung der Fraktion Die Linke angenommen und zeigt die Breite des Akzeptanz der BMWi-Projektförderung als wichtigen Bestandteil der staatlichen Unterstützung deutscher Innovationskraft, insbesondere der von kleineren und mittleren Unternehmen (KMU).

Weitere Forderungen von Maßnahmen zum Ausbau der Hightechstrategie umfassen die Verbesserung der Forschungsförderung von Technologievorhaben der zivilen Luftfahrt sowie die Vorlage eines Konzepts zur steuerlichen Forschungsförderung, insbesondere KMU zu Gute kommen soll. Darüber hinaus soll der Zugang junger Unternehmen zu Wagniskapital verbessert werden.

15.03.2017

IGF-Vorhaben zur 3D-Aufbautechnik für optische Gyroskope befürwortet

Der Projektantrag "Konzipierung und Validierung einer hochpräzisen 3D-Aufbautechnik für miniaturisierte optische Mikroresonator Gyroskope (MiReG)" der TU Berlin, Forschungschwerpunkt Technologien der Mikroperipherik, wurde mit sehr guten 34 Punkten (von 40) von den Gutachtern der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) bewertet. Die Forschung wird mit 244.270,00 EUR im Rahmen des Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung gefördert.

Das Projekt kann somit voraussichtlich im Herbst 2017 starten.

Bei hochsensiblen optischen Gyroskopen, z. B. für Navigationsgeräte in Luft- und Raumfahrt, werden bisher verschiedene Materialien hybrid integriert, deren unterschiedliche thermische Ausdehnungskoeffizienten häufig zur Dejustage führen. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer thermisch unempfindlichen Aufbau- und Verbindungstechnik für hochpräzise miniaturisierte Gyroskope auf Basis von optischen Kugelresonatoren. Hierfür ist die Verwendung eines kostengünstig herstellbaren Halbzeugs ausschließlich aus dünnem Displayglas vorgesehen.

Das Projekt wird durch einen projektbegleitenden Industrieausschuss mit 14 Unternehmen (darunter 11 KMU) unterstützt. Möchten Sie das Projekt durch Ihre Teilnahme am Projektbegleitenden Ausschuss oder durch eine Beteiligung an den Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

10.03.2017

Entwicklung der LightPLAS-Schichtchemie zur Adhäsionsreduzierung von humanen Zellen auf Traumaimplantaten

Das Projektvorhaben "Entwicklung der LightPLAS-Schichtchemie zur Adhäsionsreduzierung von humanen Zellen auf Traumaimplantaten (LightTraum)" des Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM, Bremen wird in Kürze beim Wissenschaftlichen Beirat der F.O.M. zur Vorbegutachtung eingereicht.

Bei der Versorgung von Knochenfrakturen verbleiben Implantate oft nur temporär im Körper. Ihre Entnahme wird jedoch aufgrund des Bewuchses durch z. B. Knochenzellen erschwert. Eine starke Zelladhäsion ist Ursache hoher OP-Risiken und Versorgungskosten. Die effektive Reduktion der Zellhaftung durch LightPLAS-Beschichtung des Implantats wurde demonstriert. Projektziel ist, verbleibende Nutzungshürden durch Erhöhung der Prozesssicherheit abzubauen. Dazu wird die Effektivität bei weiteren Zelltypen und Implantatmaterialien untersucht, die statistische Evaluierung erweitert und eine konkrete Prozesstechnik erarbeitet.

Das Projekt soll zur Herbstrunde 2017 der AiF-Gutachtersitzungen eingereicht werden und im Frühjahr 2018 starten. Es sollen ca. 250 T Euro Fördermittel aus dem Topf des BMWi-Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beantragt werden.

Ziel der im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung geförderten Forschungsprojekte ist die Unterstützung deutscher mittelständischer Unternehmen bei der Verfolgung potentialreicher Innovationsideen. Daher sind für den Erfolg des Projektantrags die Darstellung eines nachdrücklichen Interesses und der Unterstützung durch Industrieunternehmen, insbesondere durch KMU, von zentraler Wichtigkeit.

Möchten Sie zur Ermöglichung des Projektvorhabens beitragen und es durch Teilnahme im Projektbegleitenden Industrieausschuss oder durch einen Förderbeitrag zur Abdeckung der administrativen Kosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

09.03.2017

IGF-Vorhaben zur Hautkrebs-Früherkennung befürwortet

Der Projektantrag "Strukturierte Beleuchtung und hyperspektrale Bildgebung als neuartiger Ansatz zur Tumorerkennung in der Dermatologie (HSI-plus)" der Universität Ulm, Institut für Lasertechnologien in der Medizin und Meßtechnik, wurde mit sehr guten 35 Punkten (von 40) von den Gutachtern der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) bewertet. Die Forschung wird mit 249.620,00 EUR im Rahmen des Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung gefördert.

Das Projekt kann voraussichtlich im Sommer 2017 starten.

Bei Untersuchungen zur Hautkrebsfrüherkennung erfolgen Biopsien heute meist ausschließlich auf Basis visueller Kontrollen und abhängig von der Erfahrung der durchführenden Ärzte. Projektziel ist die Entwicklung eines bildgebenden Messsystems zur objektiven Erkennung prämaligner Läsionen der Haut. Dazu werden zwei Technologien kombiniert: Mit strukturierter Beleuchtung soll eine Tiefenauflösung erreicht und störende Signalanteile aus unteren Gewebeschichten herausgefiltert werden. Ein multifokales hyperspektrales Kamerasystem soll Zellveränderungen durch ortsaufgelöste Erfassung optischer Hauteigenschaften abbilden.

Die AiF-Gutachter lobten die hohe wirtschaftliche Relevanz: "Eine Minderung der Todesrate von fast 3000 Personen jährlich in Deutschland durch eine günstige und frühzeitige Diagnosemöglichkeit, die sogar bei Allgemeinärzten (hoher potenzieller Nutzerkreis!) einsetzbar wäre, ist als sehr positiv zu bewerten. Gleichzeitig ermöglicht die Methodenentwicklung der optischen, spektralen Prüfung zukünftige Einsatzbereiche in anderen Branchen und damit könnten die beteiligten KMU ihr Geschäftsmodell für die Zukunft sichern."

Das Projekt wird durch einen projektbegleitenden Industrieausschuss mit 11 Unternehmen (darunter 8 KMU) und SPECTARIS, dem Deutschen Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e. V., unterstützt. Möchten Sie das Projekt durch Ihre Teilnahme am Projektbegleitenden Ausschuss oder durch eine Beteiligung an den Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

24.02.2017

Und es kommt doch! Das Europäische Einheitspatent startet im Dezember 2017

Das Europäische Patentgericht wird nach dem jüngst veröffentlichten Zeitplan des Vorbereitenden Ausschusses am 1. Dezember 2017 seine Arbeit aufnehmen und das „Europäische Patent einheitlicher Wirkung“ wird dann starten – spätestens Anfang April 2017 wird Großbritannien die Ratifizierungsurkunde hinterlegen und damit die nach dem Brexit-Referendum entstandene Unsicherheit endgültig beseitigen. Auch in Deutschland ist das Gesetzgebungsverfahren bis Anfang April 2017 abgeschlossen.

Danach geht es Schlag auf Schlag: Ab Mai 2017 vorläufige Anwendbarkeit der institutionellen Bestimmungen, Verabschiedung der Verfahrensordnung, Wahl und Ernennung der Richter, Einrichtung der Gerichtskanzlei. Ab September 2017 sollen Anträge auf Opt-Out gestellt werden können.

Sind Sie über die Konsequenzen, auch für Ihre bereits bestehenden, herkömmlichen Europäischen Patente („Bündelpatente“) ausreichend informiert? Ein passives Verhalten bewirkt den automatischen Transfer der bisherigen Europäischen Patente in das neue Gerichtssystem des Einheitlichen Patentgerichts.

Unsere Experten von einer der renommiertesten Kanzleien für internationales Patentrecht informieren Sie in diesem Seminar über Chancen und Risiken durch das neue Gerichtssystem und das Einheits-patent, über mögliche Strategien beim Anmeldeverhalten, Vor- und Nachteile eines „Opt-Out“, Reichweiten, Übersetzungsaufwand, Gerichtskosten, zu empfehlende Regelungen in Lizenzverträgen und das Übergangsrecht.

Veranstaltungsseite

Einladungsschreiben (PDF)

20.02.2017

Wie unterstützt Ihre Partei die innovationsorientierte Forschung?

Auch zu dieser Wahl versendete der mit der F.O.M. kooperierende Industrieverband SPECTARIS Prüfsteine an die Generalsekretäre der Parteien (SPD, CDU, CSU, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und Die LINKE). Die F.O.M. beteiligt sich mit der Unterbreitung zweier Forderungen aus dem Bereich "Forschung & Innovation". Weitere Forderungen beziehen sich auf Themen der Außenwirtschaft sowie auf Themen der Branchenverbände Medizintechnik, Augenoptik und Photonik.

1)

"Gesundes Leben" ist eine von sechs "Prioritären Zukunftsaufgaben" der Hightech-Strategie der aktuellen Bundesregierung. Das BGM, das BMBF und das BMWi haben die ressortübergreifende Zusammenarbeit zur Bewältigung dieser Zukunftsaufgabe beschlossen. Die F.O.M. fordert effektive ressortübergreifende Maßnahmen zur Stärkung der Innovationskraft von Medizintechnikunternehmen zur Bewältigung der gesundheitlichen Herausforderungen unserer alternden Gesellschaft. Zur effizienten Umsetzung empfiehlt die F.O.M. die Einrichtung einer AiF-Forschungsallianz "Gesundes Leben/Medizintechnik" unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen.

Deutschland ist mit einem Umfang von 23 Mrd. Euro weltweit der drittgrößte Produzent von Medizinprodukten. Der Export deutscher Medizinprodukte hat einen Welthandelsanteil von 14,6 %, an zweiter Stelle hinter den USA. 64 % der deutschen Medizinprodukte werden exportiert. Die Branche beschäftigt ca. 190.000 Mitarbeiter. Rund 95 % der Medizintechnik-Unternehmen sind KMU. Die Bedeutung von Innovationen in der Medizintechnik für Deutschland wird dadurch deutlich, dass ca. ein Drittel der Produkte weniger als drei Jahre alt sind. In Medizintechnikprodukten finden zahlreiche Schlüsseltechnologien Anwendung, z. B. Optische Technologien, Mikrosystemtechnik, Nanotechnologie, etc.

Der nationale Strategieprozess „Innovationen in der Medizintechnik“ soll die mittelständisch geprägte Medizintechnikbranche in Deutschland stärken und die internationale Spitzenposition festigen und ausbauen. Ziel dieser Förderinitiative ist, zu einer kohärenten, bedarfsgerechten Forschungs- und Innovationspolitik zu gelangen. Bisheriges Ergebnis der resultierenden Aktivitäten zur Umsetzung: drei getrennte Maßnahmenlisten der drei Ressorts.

Zur Erzielung der größtmöglichen Effektivität der eingesetzten Steuergelder ist es sinnvoll, die Förderung dort anzusetzen, wo ohne Förderung die meisten Innovationsideen aufgrund zu hoher Risiken verloren gingen, also in der Frühphase der Innovationsschöpfung, in der die industrielle Machbarkeit noch nicht nachgewiesen ist und die Amortisierungsrisiken von FuE-Aufwendungen konsequenterweise am höchsten sind. Transdisziplinäre und vorwettbewerbliche Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft in klar definierten Projekten erhöht die Effektivität zusätzlich beträchtlich. Diese Anforderungen an ein Förderprogramm lassen das BMWi-Konzept der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) optimal erscheinen. Aufgrund der eingeschränkten Fördermittel des IGF-Programms und der in den Programmrichtlinien festgelegten Themenoffenheit, die auf eine Breitenwirkung für die Gesamtheit der mittelständischen Industriebranchen in Deutschland ausgerichtet ist, ist eine prioritäre Zuwendung von Fördermitteln für medizintechnische oder gesundheitliche Themen jedoch nicht möglich.

Zur Bewältigung der prioritären Zukunftsaufgabe "Gesundes Leben" könnten von BMBF oder BGM Fördermittel bereitgestellt und über eine AiF-externe Trägerschaft vergeben werden. Gefördert würde nach den Vorgaben der IGF, also 2-3-jährige, vorwettbewerbliche Studien der industriellen Machbarkeit von konkreten Innovationsideen unter der besonderen Berücksichtigung des Nutzens für KMU. Zur größtmöglichen Effektivität der eingesetzten Steuergelder sollte die AiF als Technologietransfer-erfahrener Partner des Förderprogramms fungieren und die ausgereiften Werkzeuge zur Verfügung stellen, die die IGF so erfolgreich machen: 1.) das ehrenamtliche IGF-Gutachterwesen der AiF und 2.) eine AiF-Forschungsallianz von relevanten Networking-, Administrations- und Technologietransfer-erfahrenen Forschungsvereinigungen, über die Projektanträge eingereicht werden könnten.

IGF-Projekte zu gesundheitlichen und medizintechnischen Themen involvieren in der Regel Kliniker in projektbegleitenden Ausschüssen. Validierungen sind häufig Bestandteil von Arbeitspaketen medizinischer IGF-Projekte und werden hierüber gefördert. Eine AiF-Forschungsallianz Gesundes Leben / Medizintechnik würde uns vielen Lösungen zu Fragen der Prioritären Zukunftsaufgabe Gesundes Leben effizient näherbringen.

2)

Die Fähigkeit unserer Wirtschaft, im globalen Wettbewerb zu bestehen, hängt wesentlich davon ab, ob die Amortisierungsrisiken von Investitionen zur Entwicklung von Innovationen durch öffentliche Fördermittel minimiert werden können. Die F.O.M. fordert daher eine signifikante Aufstockung der Forschungsförderung von innovationsorientierten, transdisziplinären und vorwettbewerblichen Projekten der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) sowie kontinuierliche Anpassungen des IGF-Förderetats in darauffolgenden Jahren.

Der Standort Deutschland ist durch eine lange Historie der Findung und Entwicklung genialer Ideen und Innovationen geprägt. Deutschland nimmt in internationalen Vergleichen der Innovationskraft weltweit nachhaltig einen Spitzenplatz ein, der die Grundlage unseres wirtschaftlichen Erfolgs in einer globalisierten Welt darstellt. Dieser wirtschaftliche Erfolg ist der Motor unseres Wohlstands, denn die direkten Steuerleistungen der Unternehmen sowie die Besteuerung der Arbeit bilden zusammen die Haupteinnahmequelle des Staates und erlauben unter anderem die Finanzierung der gesamtstaatlichen Aufgaben wie die Unterhaltung des Bildungssystems, der Infrastruktur und die Sicherstellung unserer Sicherheit. Doch weder die Nachhaltigkeit der Innovationskraft noch die resultierende Stärke unserer Wirtschaft stellen sich von selbst ein.

Die enorme Leistungsfähigkeit unseres Landes, zukünftige Technologieentwicklungen mitzugestalten, ist hauptsächlich dem weltweit einzigartigen deutschen System der besonderen parallel-gliedrigen Wissenschaftsförderung zu verdanken. Insbesondere die neuen gesellschaftlichen und globalen Herausforderungen sind am effektivsten mithilfe einer vielseitigen Forschungslandschaft zu adressieren.

Die Finanzierung der Forschungsaufgaben verteilt sich im Wesentlichen auf drei Schultern, die des BMBF, die des BMWi und die der Industrie. Die über das BMBF zur Verfügung gestellte institutionelle Grundfinanzierung (8,3 Mrd. EUR/Jahr) sowie die DFG-getragene Programm- und Projektförderung (3,0 Mrd. EUR/Jahr) wird auf der einen Seite für ein umfassendes Netzwerk von Universitäten und Hochschulen zur Verfügung gestellt, auf der anderen Seite für sogenannte außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Große Verbünde solcher Einrichtungen wie die Max-Planck-Gesellschaft (1,6 Mrd. EUR/Jahr), die Fraunhofer Gesellschaft (0,6 Mrd. EUR), die Helmholtz-Gemeinschaft (3,0 Mrd./Jahr) und die Leibniz-Gemeinschaft (1,2 Mrd./Jahr), stehen neben zahlreichen Einzelinstitutionen, die sich in Organisationen wie der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) und der Zuse-Gemeinschaft vernetzen. Institute der beiden zuletzt genannten Netzwerke, die eine Schlüsselrolle der innovationsorientierten Forschung einnehmen, erhalten keine institutionelle Förderung sondern finanzieren sich überwiegend über thematische Programmförderungen des BMBF oder über BMWi-geförderte Forschungsprojekte (insbesondere im Rahmen des IGF- und des ZIM-Programms) sowie über Industriemittel.

Es ist essentiell, zu realisieren, dass die Fähigkeit unserer Wirtschaft, im globalen Wettbewerb zu bestehen, davon abhängt, dass öffentliche Fördermittel die Amortisierungsrisiken von Investitionen zur Entwicklung von Innovationen minimieren. Eine steuerliche Förderung könnte dem bei weitem nicht Rechnung tragen. Die Beteiligungsmöglichkeit von KMU an geförderten Studien der AiF-Forschungsvereinigungen, z. B. zum Nachweis der industriellen Machbarkeit von noch nicht vollständig ausgereiften Innovationsideen, begrenzt die erforderlichen Aufwendungen in dieser Frühphase der Innovationsschöpfung, mit noch hohem technologischen Risiko, für den Mittelstand am effektivsten.

Bedenkt man die Bedeutung des Mittelstands für die deutsche Wirtschaft und den stetig wachsenden Innovationsdruck, der auf den Unternehmen lastet, erscheint eine beträchtliche Ausweitung der aktuellen Innovationsforschungsförderung für unumgänglich und dringlich. Insbesondere das vorwettbewerbliche BMWi-Programm der Industriellen Gemeinschaftsforschung (0,17 Mrd./Jahr) begrenzt die hohen Risiken der Innovationsaktivitäten für KMU äußerst wirkungsvoll und erreicht durch projektbegleitende Industrieausschüsse bei jedem geförderten Projekt einen hohen Multiplikationsfaktor bezüglich der Effektivität der eingesetzten Mittel.

17.02.2017

AiF-Pressemitteilung zu IGF-Projekt Mitoskopie

Schätzungsweise 1,2 Millionen Menschen leiden derzeit in Deutschland an der Alzheimer-Krankheit, Tendenz steigend: Experten rechnen mit drei Millionen Erkrankten im Jahr 2050. Es scheint sicher, dass Funktionsstörungen in den Mitochondrien der Zellen eine entscheidende Rolle bei der Ausbildung der Krankheit spielen. Fehlerhafte Stoffwechselfunktionen in diesen „Kraftwerken der Zellen“, wie die Mitochondrien auch genannt werden, sollen ebenfalls für die Entstehung von Tumor- und Autoimmunerkrankungen verantwortlich sein.

Bislang war es nicht möglich, die komplexen Abläufe des mitochondrialen Stoffwechsels auf intrazellulärer Ebene darzustellen. Dr. Angelika Rück, Prof. Dr. Christine A. F. von Arnim und Dr. Björn von Einem von der Universität Ulm ist es jetzt gelungen, ein Verfahren zur optischen Darstellung der Prozesse in den Zellen zu entwickeln. Mithilfe dieser Methode, die im Rahmen eines Projektes der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) im Auftrag der Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik e. V. (F.O.M.) entwickelt wurde, ist es zukünftig möglich, erfolgversprechende Diagnostik und Therapieansätze zur Bekämpfung sogenannter Volkskrankheiten zu realisieren.

Das IGF-Vorhaben war im Dezember 2016 unter den drei Finalisten bei der Wahl zum Otto von Guericke-Preis der AiF. Der Preis wird einmal im Jahr für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der IGF vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Die vorwettbewerbliche IGF wird im Innovationsnetzwerk der AiF und ihrer 100 Forschungsvereinigungen organisiert und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit öffentlichen Mitteln gefördert.  
 
Diagnostik und Medikamentenentwicklung
Im gesunden Gehirn befinden sich 100 Milliarden Nervenzellen und in jeder einzelnen davon arbeiten an die 1.000 Mitochondrien. Bislang war es nicht möglich, die eigentliche Stoffwechselaktivität der Zellen sichtbar zu machen; der Zellstoffwechsel konnte lediglich über den Sauerstoffverbrauch der Zellen gemessen werden. Das neuartige Verfahren erlaubt es jetzt, diese Zellaktivitäten visuell abzubilden. Dazu haben die Ulmer Forscher zwei unterschiedliche Methoden der Fluoreszenz- und Phosphoreszenzmessung zu einem innovativen optischen Verfahren kombiniert. Die Wissenschaftler sind sich sicher, dass das Verfahren über die Diagnostik hinaus zukünftig auch für die Medikamentenentwicklung von Bedeutung sein wird.
 
„Vereinfacht gesagt messen wir die Dauer der Lichtemissionen der einfachsten Moleküle des mitochondrialen Stoffwechsels. Dazu verwenden wir einen Laser, der die Moleküle anregt und wir messen Dauer der Fluoreszenz und die Abklingzeit in Nanosekunden. Gleichzeitig ermitteln wir die Sauerstoffkonzentration mittels eines Phosphoreszenzmarkers.“, erklärt Rück. „Mit dem von uns entwickelten optischen Verfahren sind wir erstmals in der Lage wesentliche Stoffwechselprozesse in Mitochondrien lebender Zellen darzustellen. So können wir auch metabolische Veränderungen bei Krankheiten wie Alzheimer verstehen.“, ergänzt von Arnim.
 
„Die Ergebnisse dieses IGF-Projektes werden nicht nur die Entwicklung vielversprechender validierter Therapien vorantreiben; sie sind auch für den Mittelstand in Deutschland von hoher wirtschaftlicher Relevanz. Wir als mittelständisches Unternehmen sind davon überzeugt, dass wir für diese Methode in Zukunft noch weitere Anwendungsgebiete erschließen können.“, betont Dr.-Ing. Ludwig Bergann von der Becker &amp; Hickl GmbH. Das Unternehmen war im Projektbegleitenden Ausschuss des IGF-Projektes aktiv.   
 
Dr. Markus Safaricz, Geschäftsführer der F.O.M., die das IGF-Projekt auf den Weg gebracht und koordiniert hat, ist von dem Mehrwert der Ergebnisse überzeugt: „Die Menschen in unserer Gesellschaft werden immer älter und dadurch steigt die Häufigkeit von Alterskrankheiten. Der Erhalt des gesunden Lebens wurde daher von der Bundesregierung als eine der prioritären Zukunftsaufgaben ausgewiesen. Dieser Herausforderung stellen wir uns. Die Ergebnisse dieses interdisziplinären IGF-Projektes versprechen bedeutende Fortschritte in der Ursachenforschung von Krankheiten wie Alzheimer oder Diabetes. Zudem ermöglichen sie kleinen und mittelständischen Unternehmen unterschiedlicher Branchen die Entwicklung wirksamer Therapieansätze.“  
 
Einen dreiminütigen Film zum Projekt finden Sie in der AiF-Mediathek unter https://www.aif.de/video-uebersicht.html.
 
Ansprechpartner zum Projekt
Dr. Angelika Rück, Universität Ulm, Core Facility Konfokale und Multiphotonen Mikroskopie, E-Mail: angelika.rueck(at)uni-ulm.de, Telefon: +49 731 50 33700
 
Dr. Markus Safaricz, Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik e. V. (F.O.M.), E-Mail: safaricz(at)forschung-fom.de, Telefon: +49 30 414021 39

Pressekontakt
AiF e.V., Evelyn Bargs-Stahl, presse(at)aif.de, Telefon: +49 221 37680 114

 

Projektseite

vollständige AiF-Pressemitteilung

Kontakt

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Werderscher Markt 15
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Fon: +49 (0)30 414021-39
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