09.11.2018

Trends beschleunigen durch themenoffene Transferprojekte

Am 07.11.2018 folgten ca. 80 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Beratung und Politik der Einladung zur F.O.M.-Konferenz 2018. Unter dem Motto "Trends beschleunigen durch themenoffene Transferprojekte" wurden Forschungsergebnisse von 14 Projekten der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) aus den Bereichen Photonik, Präsizions-, Medizin- und Labortechnik auf dem "Marktplatz der Forschungsprojekte" auf Postern präsentiert und transdisziplinär diskutiert. Der Marktplatz bot zudem einen F&I-Partner-Matching-Stand des Fraunhofer IKTS Hermsdorf sowie Informationsstände des mit der F.O.M. kooperierenden Industrieverbands SPECTARIS für optische, medizinische und mechatronische Technologien, des DIN und der AiF-Projekt-GmbH, die interessierten Unternehmen Instrumente zu Normung und Standardisierung beziehungsweise das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des BMWi vorstellten.

Im Anschluss wurden zehn neue Innovationsideen in Vorträgen "uraufgeführt", also erstmals präsentiert und im Kreis der Konferenzteilnehmer evaluiert.

Mithilfe des themenoffenen IGF-Förderinstrumentes fördert das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) die Innovationskraft der deutschen Industrie, insbesondere des Mittelstands. Eine im April vom BMWi in Auftrag gegebene Studie belegt, dass 60 % der IGF-Projektthemen Trends in den entsprechenden Fachmedien begleiten und 22 % diesen sogar vorausgehen. Die IGF fungiert somit als Trendbeschleuniger und als Trendauslöser. Cross-sektorale Kooperationen in den IGF-Projekten sorgen für eine Disziplin-übergreifende Diffusion von Innovationen in neue Anwendungsfelder.

Im Jahr 2018 verzeichnete die F.O.M. 158 Unternehmeneinbindungen in ihren laufenden Forschungsprojekten und belieferte KMU wie Großunternehmen mit technologischem Knowhow. Dazu kooperierte die F.O.M. mit 23 Forschungsteams aus 17 Forschungsinstituten.

Auf der im Rahmen der Konferenz abgehaltenen F.O.M.-Mitgliederversammlung wurden der Vereinsvorstand und der Wissenschaftliche Beirat der F.O.M. für drei Jahre neu gewählt:

Der Vorsitzende der F.O.M., Dr. Harald Stallforth (ehem. Aesculap AG), und der Stellvertretende Vorsitzende, Dr. Klaus-Martin Irion (Karl Storz SE & Co. KG), wurden in ihrem Amt bestätigt. Dem ausscheidenden Stellvertretenden Vorsitzenden, Dr. Lutz Aschke (TRUMPF Lasertechnik GmbH), dem der Vereinsvorstand und die Geschäftsführung für sein sechsjähriges intensives Engagement und seinen wertvollen Beitrag zum Wohle und der Stabilität des Vereins herzlich dankt, folgt Dr. Olaf Rübenach, Geschäftsführender Gesellschafter der INGENERIC GmbH, einer TRUMPF-Tochter.

Die akademischen Vertreter des Wissenschaftlichen Beirats der F.O.M. wurden geschlossen für eine weitere dreijährige Amtsperiode wiedergewählt, nämlich Prof. Dr. Hans-Peter-Berlin (Abtg. Lasermedizin der Evangelischen Elisabeth Klinik Berlin), Prof. Dr. Norbert Kaiser (Abt. Optische Schichten, Fraunhofer IOF Jena), Prof. Dr.-Ing. Peter Lehmann (Fachgebiet Messtechnik, Universität Kassel), Prof. Dr. Wolfgang Osten (ITO, Universität Stuttgart), Prof. Dr. Andreas Ostendorf (LAT, Ruhr-Universität Bochum), Prof. em. Dr.-Ing. Prof. h.c. mult. Dr. h.c. mult. Tilo Pfeifer (Werkzeugmaschinenlabor, RWTH Aachen), Prof. Dr. Thomas Scheper (TCI, Leibniz Universität Hannover) und Prof. Dr. Rudolf Steiner (Institut für Lasertechnologien in der Medizin und Meßtechnik an der Universität Ulm).

Der Kurs der Erweiterung des Wissenschaftlichen Beirats der F.O.M. um Vertreter der Wirtschaft wurde fortgesetzt. Wiedergewählt wurden Dr. Bernd Grünler (INNOVENT e. V.) und Dr.-Ing. Rainer Schuhmann (Berliner Glas KGaA Herbert Kubatz GmbH & Co.). Hinzu kommen als neugewählte Assoziierte Wissenschaftliche Beiräte Dr. Martin Forrer (FISBA AG), Dr. Frank Guse (Qioptiq Photonics GmbH & Co KG) und Dr. Harald Stallforth (ehem. Aesculap AG).

Mithilfe des Wissenschaftlichen Beirats und der Assoziierten Wissenschaftlichen Beiräte verbessert die F.O.M. die Antrags- und Projektqualität der von ihr vorbereiteten Forschungsvorhaben.

Die nächste F.O.M.-Konferenz findet am 06.11.2019 in den Räumlichkeiten des KARL STORZ Besucher- und Schulungszentrums in Berlin statt.

08.11.2018

Medizintechnik-Projekt des FAM-Mitglieds DECHEMA ausgezeichnet

Am 07.11.2018 fand die AiF-Imageveranstaltung "FORSCHER Mittelstand – Ausgezeichnete Projekte für die Praxis" statt, auf der auch der Otto von Guericke-Preis der AiF für das IGF-Projekt des Jahres 2018 verliehen wurde. Die AiF vergibt den Preis seit 1997 einmal im Jahr für herausragende Leistungen in der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF), die im Netzwerk der AiF und ihrer Forschungsvereinigungen organisiert und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit öffentlichen Mitteln gefördert wird. Rund 140 Gäste aus Politik, Ministerien, Wirtschaft und Wissenschaft waren der Einladung des AiF-Präsidenten Professor Sebastian Bauer gefolgt, um die Bekanntgabe der Entscheidung live mitzuerleben.

Im Rahmen der Verleihung des Otto von Guericke-Preises präsentierten drei Finalisten ihre besonders innovativen IGF-Forschungsarbeiten, darunter auch die Wissenschaftler des IGF-Projekts Opti-Bond (18360 BR) der F.O.M., das am 30.11.2017 erfolgreich abgeschlossen wurde. Unter der Leitung von Dr. Ramona Eberhardt (Fraunhofer IOF Jena) und Prof. Dr. Stefan Nolte (IAP FSU Jena) konnte das Projektziel - die Entwicklung neuer Bondverfahren für unterschiedliche Materialien und für ein breites Bauteilspektrum, die hohe optische Transmission auch zwischen gekrümmten Oberflächen bei hohen Temperaturen erlauben - erreicht werden. Für diese herausragenden Leistungen der Wissenschaftler wurde das IGF-Projekt Opti-Bond als eines der drei aussichtsreichsten Projekte für die Endauswahl zum IGF-Projekt des Jahres 2018 ausgewählt. Breits in 2016 wurde ein IGF-Projekt der F.O.M. – Mitoskopie (18239 N) – für die Finalrunde des Otto von Guericke-Preises nominiert.

Die drei Projekte der Finalrunde 2018 waren vom Wissenschaftlichen Rat der AiF ausgewählt worden und hatten die Jury mit einem besonders hohen Erkenntnisgewinn, aber auch mit der großen wirtschaftlichen Bedeutung der Ergebnisse für mittelständische Unternehmen überzeugt. Die Finalisten und ihre IGF-Projekte wurden in Kurzfilmen und anschließenden Interviews vorgestellt. Für ihre Leistungen wurden in diesem Jahr die Forscher der TU Dresden und des Fraunhofer IWU Dresden mit dem Otto von Guericke-Preis ausgezeichnet. Die Fördermittel für das Medizintechnik-Projekt wurde von der Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e. V. (DECHEMA) – Mitglied der sich in Gründung befindlichen Forschungsallianz Medizintechnik (FAM) – eingeworben:

Laut Deutschem Gesundheitsamt weisen 80 Prozent der Kinder in Deutschland Haltungsschäden auf. Etwa 125.000 Heranwachsende ab dem zehnten Lebensjahr sind sogar von einer krankhaften Wirbelsäulenverkrümmung, der sogenannten Skoliose, betroffen. Eine notwendige Therapie dieser Erkrankung ist anstrengend und erfordert einen hohen personellen Aufwand. Dr.-Ing. Grzegorz Śliwiński (TU Dresden) und Michael Werner (Fraunhofer IWU Dresden, ebenfalls Projektleiter des IGF-Projekts EFORMIN der F.O.M., 19307 BR) haben jetzt dafür gesorgt, dass die jungen Patienten es in Zukunft leichter haben werden. Im Rahmen des IGF-Projekts konnten die beiden Wissenschaftler ein kindgerechtes Therapiegerät und eine Simulationsplattform für die Skoliosebehandlung entwickeln. Damit soll nicht nur die Therapie vereinfacht, sondern auch das Gesundheitswesen entlastet werden.

Wir gratulieren den Finalisten und insbesondere den Preisträgern zu dieser großartigen Anerkennung ihrer Leistungen.

Presseinformation des BMWi
Dreiminütiger Film zum IGF-Projekt Opti-Bond

05.11.2018

Ultrahard optical diamond coatings

Transparente Beschichtungen zum Kratzschutz bestimmen oft die Einsetzbarkeit und die Lebensdauer optischer Bauteile und werden in vielen Branchen mit Antireflex- (AR-) oder hochreflektierenden (HR-) Schichten kombiniert. Heutige Lösungen sind jedoch stark anfällig für Verschleiß, optische Eintrübungen durch Abrieb oder haben eine niedrige laserinduzierte Zerstörschwelle.

In dem internationalen Projektvorhaben "Ultrahard optical diamond coatings" (ULTRAHARD) sollen diese Limitationen beseitigt werden: Die Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik IST Braunschweig wollen zusammen mit einem belgischen (Hasselt University, Faculty of Sciences) und einem tschechischen Partner (Czech Academy of Sciences, Institute of Physics) eine ultraresistente AR- und HR-Oberfläche mithilfe transparenter nanokristalliner Diamantschichten entwickeln. Dazu sollen Substratreinigung und -bekeimung angepasst und mehrere Beschichtungsverfahren untersucht und optimiert werden.

Der Projektantrag soll im Frühjahr 2019 zur Begutachtung eingereicht werden und das Projekt im Herbst 2019 starten. Eine Fördersumme in Höhe von ca. 250 T Euro wird von der Forchungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik (F.O.M.) aus dem Topf des BMWi-Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF), Förderlinie Collective Research Networking (CORNET), beantragt werden.

Ziel der im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung geförderten Forschungsprojekte ist die Unterstützung deutscher mittelständischer Unternehmen bei der Verfolgung potentialreicher Innovationsideen. Daher sind für den Erfolg des Projektantrags die Darstellung eines nachdrücklichen Interesses und der Unterstützung durch Industrieunternehmen, insbesondere durch KMU, von zentraler Wichtigkeit.

Möchten Sie zur Ermöglichung des Projektvorhabens beitragen und es durch Teilnahme im Projektbegleitenden Industrieausschuss oder durch einen Förderbeitrag zur Abdeckung der Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

25.10.2018

Entwicklung von neuartigen, schweißbaren Metall-Keramik-Werkstoffverbundlösungen

Eine stoffschlüssige Verbindung von Metallen und Keramik ist aufgrund unterschiedlicher chemischer Bindung und stark unterschiedlicher Schmelzpunkte und thermischer Ausdehnungskoeffizienten über drucklose Co-Sinterung schwierig zu realisieren.

Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme IKTS Dresden, des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM Dresden und dem Sächsischen Textilforschungsinstitut in Chemnitz wollen in dem Projektvorhaben "Entwicklung neuartiger, schweißbarer Metall-Keramik-Werkstoff-verbundlösungen durch textile Ankerstrukturen" (AnchorTex) neuartige Keramik-Metall-Verbundbauteile erstellen, deren Fügepartner sich mechanisch belastbar miteinander kombinieren lassen. Die Verbundbildung soll über metallische textile Ankerstrukturen bewerkstelligt werden, die in der keramischen Komponente eingebettet und anschließend mit einer weiteren metallischen Phase durchdrungen werden. Auf Basis der Projektergebnisse sollen Demonstratorbauteile aus dem Technologiefeld Medizintechnik z. B. Isoliereinsätze für ein Resektoskop bzw. ein Videoskop entwickelt werden.

Der Projektantrag soll im Frühjahr 2019 zur Begutachtung eingereicht werden und das Projekt im Herbst 2019 starten. Eine Fördersumme in Höhe von ca. 680 T Euro wird aus dem Topf des BMWi-Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beantragt werden.

Ziel der im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung geförderten Forschungsprojekte ist die Unterstützung deutscher mittelständischer Unternehmen bei der Verfolgung potentialreicher Innovationsideen. Daher sind für den Erfolg des Projektantrags die Darstellung eines nachdrücklichen Interesses und der Unterstützung durch Industrieunternehmen, insbesondere durch KMU, von zentraler Wichtigkeit.

Möchten Sie zur Ermöglichung des Projektvorhabens beitragen und es durch Teilnahme im Projektbegleitenden Industrieausschuss oder durch einen Förderbeitrag zur Abdeckung der Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

24.10.2018

Forschung zu Hybridfertigung optischer Oberflächen bewilligt

Das IGF-Projekt "Hybridfertigung optischer Oberflächen" (HyoptO; 20308 N) hat eine Bewilligung für einen Start zum 01.11.2018 erhalten und wird mit einer Fördersumme von insgesamt 434.510,00 EUR vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert.

Steigende Ansprüche an Form, Rauheit und optische Sauberkeit optischer Komponenten führen bei konventionellen Schleif- und Polierverfahren zu Prozessketten mit immer feineren Abstufungen der Bearbeitungsschritte und folglich zu immer längeren Bearbeitungszeiten. Die Wissenschaftler der TH Deggendorf, Institut für Präzisionsbearbeitung und Hochfrequenztechnik, und dem Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT Aachen zielen darauf ab, durch die Verknüpfung konventioneller Verfahren mit laserbasierten Prozessschritten die geforderten Qualitäten in deutlich verkürzten Bearbeitungszeiten zu erreichen. Hierzu werden Fraunhofer ILT und THD die geeigneten Schnittstellen der zu kombinierenden Verfahrenstechniken ermitteln und die Bearbeitungsparameter optimieren.

Das Projekt wird durch einen projektbegleitenden Ausschuss (PA) von 12 Unternehmen (davon sechs KMU) sowie von dem Industrieverband SPECTARIS unterstützt. Zusätzlich stellen die PA-Mitglieder freiwillig vorhabenbezogene Aufwendungen der Wirtschaft in Höhe von insgesamt 113.800,00 EUR dem Projekt zur Verfügung.

Die PA-Mitglieder werden zeitnah von den Forschungsleitern kontaktiert und zu einem ersten Kick-Off-Treffen eingeladen.

Projektseite

12.10.2018

Trends beschleunigen durch themenoffene Transferprojekte

Die F.O.M.-Konferenz 2018 präsentiert Trendsetter, Trendverstärker und Trendbeschleuniger für die Schlüsseltechnologien der Feinmechanik, Optik und Photonik sowie für die wichtigen Anwendungsfelder Analysen-, Bio-, Labor- und Medizintechnik. Tauschen Sie sich zu Innovationsideen und Forschungsergebnissen mit Unternehmensentscheidern, FuE-Leitern und Innovationsmanagern sowie den innovationsorientiert forschenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unseres Netzwerks aus.

Seien Sie dabei!

TERMIN:
7. November 2018, für Mitglieder ab 10:00 Uhr, ansonsten ab 12:00 Uhr

Im Anschluss findet ein Transfer zur AiF-Imageveranstaltung statt, wo der "Otto von Guericke"-Preis für das IGF-Projekt des Jahres verliehen wird. Mit dabei: Das F.O.M.-Projekt Opti-Bond ist in der Finalrunde.

Konferenzseite

01.10.2018

IGF-Erfolgsnoten

Die F.O.M. hat ein neues Instrument entwickelt, um die Projektergebnisse abgeschlossener IGF-Projekte der F.O.M. in die Industrie und Öffentlichkeit zu tragen – die IGF-Erfolgsnoten. In einem kurzen zweiseitigen Ergebnisflyer werden in Kürze die Herausforderung, die Innovationsidee, die wichtigsten Ergebnisse sowie die Verwertung erläutert.

Die Erfolgsnoten werden für alle abgeschlossenen Projekte erstellt, die in 2015 oder später abgeschlossen wurden. Die Erfolgsnoten der folgenden, abgeschlossenen IGF-Projekte wurden bereits erstellt, freigegeben und auf den entsprechenden Projektseiten unserer Homepage zum Download zur Verfügung gestellt:

  • "Sub-Wellenlängenstrukturen für die Generierung zylindrischer Polarisationszustände" (SubWell; 18728 N)
  • "Integriert-Optische Module durch neue Bondtechnologien" (Opti-Bond; 18360 BR)
  • "Weiterentwicklung einer laserbasierten Technologie für die Herstellung von Sub-Mikrostrukturen auf Metallwerkzeugen" (LAMETA; 18359 BR)
  • "Mitochondriales Monitoring von Stoffwechseländerungen bei neurologischen Erkrankungen mittels optischer Systeme" (Mitoskopie; 18239 N)
  • "Oberflächenfunktionalisierung zur Adhäsionsreduzierung von humanen Zellen auf Traumaimplantaten" (Licht als Werkzeug; 17957 N)
27.09.2018

Multiplizierter Transfer zur Steigerung Ihrer Innovationskraft

Unter dem Dach der "Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen" (AiF) bedienen neben der F.O.M. noch 99 weitere Forschungsvereinigungen die unterschiedlichen Branchen, Technologie- und Anwendungsfelder der deutschen Industrie. Die meisten sind interdisziplinär aufgestellt und es gibt zahlreiche Überschneidungen der Herausforderungen, derer sich die Forschungsvereinigungen annehmen. Etwa 10 % der AiF-Forschungsvereinigungen führen zumindest immer wieder einmal IGF-Projekte mit Medizintechnikbezug durch. Sie forschen an Themen der Sensorik und Aktorik, Diagnostik, Digital Health, Materialentwicklungen für die medizinische Therapie, Tissue Engineering u. s. w.

Die Vielgliedrigkeit der AiF erschwert allerdings Unternehmen, alle für sie interessanten Medizintechnik-betreffenden IGF-Machbarkeitsstudien der AiF und zugehörige Veranstaltungen zu finden und im Auge zu behalten. Aus diesem Grunde haben sich nun sieben AiF-Forschungsvereinigungen zusammengeschlossen, die in der Medizintechnikforschung besonders aktiv sind, und im September 2018 unter federführender Mitwirkung der F.O.M. die "AiF-Forschungsallianz Medizintechnik" (FAM) gegründet. Gründungsmitglieder sind die AiF und die tragenden Forschungsvereinigungen 1) DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie, 2) Forschungskuratorium Textil, 3) Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik (F.O.M.), 4) Forschungsvereinigung Kunststoff-Zentrum FSKZ, 5) Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung, 6) Vereinigung zur Förderung des Instituts für Kunststoffverarbeitung in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen und 7) Verein zur Förderung des Forschungsinstitutes für Leder und Kunststoffbahnen (FILK) Freiberg/Sachsen.

Zweck
Die Gründung der Allianz bezweckt die Optimierung einer möglichst effektiven Verwertung der für die Medizintechnik und die Gesundheitswirtschaft eingesetzten IGF-Fördermittel durch Nutzung der Synergien zwischen den FAM-Trägervereinigungen. Diesen Zweck verfolgt die FAM durch

  1. die Schaffung von Transparenz und die proaktive Informierung bezüglich Medizintechnik-relevanter Projekt- und Veranstaltungsaktivitäten der FAM-Trägervereinigungen untereinander,
  2. die Kooperation der FAM-Trägervereinigungen im Rahmen gemeinsamer Aktivitäten,
  3. die gemeinsame Vertretung der FAM im Außenverhältnis, beispielsweise gegenüber der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und/oder bei Kooperationen mit externen Organisationen sowie
  4. die Sichtbarmachung von Kompetenzen im Technologiefeld Medizintechnik und in der Gesundheitswirtschaft im Netzwerk der AiF und gegenüber Dritten.

Ziele
Aus dem Allianzzweck ergeben sich unter anderem die folgenden Ziele:

  1. Hohe Sichtbarkeit der gesamten IGF-geförderten AiF-Forschung im Bereich Medizintechnik,
  2. Hohe Sichtbarkeit der im Bereich Medizintechnik tätigen, IGF-Antrags-berechtigten Forschungsvereinigungen einschließlich ihrer Forschungsschwerpunkte,
  3. Informierung über geplante IGF-Vorhaben und laufende IGF-Projekte sowie Transfer der Forschungsergebnisse von IGF-Projekten der FAM-Trägervereinigungen,
  4. Durchführung gemeinsamer Veranstaltungen der FAM-Trägervereinigungen zum offenen fachlichen Austausch untereinander und mit Externen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kliniken,
  5. konzertiertes forschungspolitisches Wirken zur Erschließung zusätzlicher Fördermittel für die IGF, für vorwettbewerbliche Forschung im Sinne der IGF im Bereich Medizintechnik sowie für Transfer-Aktivitäten der FAM-Trägervereinigungen, beispielsweise gemeinsame Konferenzen oder Workshops,
  6. Aufbau und Unterhaltung eines gemeinsamen Netzwerkes, bestehend aus im Bereich Medizintechnik forschenden wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen relevanter Wirtschaftszweige.

Erweiterung der Forschungsthemen – ein Angebot an Sie!
"Mithilfe der FAM", so äußert Markus Safaricz, Geschäftsführer der F.O.M., seine Erwartung, "werden wir der Medizintechnik-Branche eine noch größere Anzahl und vielseitigere innovationsrelevante Forschungsprojekte vorstellen können, bei denen die Unternehmen eingeladen sind, sich bei Interesse einzubringen und vom direkten Technologietransfer zu profitieren." So verdeutlicht schon eine kleine beispielhafte Auswahl an zur Zeit laufenden IGF-Projekten die Weite der von den FAM-Forschungsvereinigungen abgedeckten IGF-Forschungsthemen: "Entwicklung einer Aluminium- und Vanadium-freien Titanlegierung auf Basis technisch reinen Titans für den Einsatz in der Osteosynthese und Implantattechnik" (DECHEMA), "Entwicklung textilbasierter, phasengerecht zeitlich-definierter Wirkstoffabgabesysteme für die Therapie chronischer Wunden" (Forschungskuratorium Textil), "Strukturierte Beleuchtung und hyperspektrale Bildgebung als neuartiger Ansatz zur Tumorerkennung in der Dermatologie" (F.O.M.), "Universelle Mediatorsonden Plattform mit elektrochemischer Detektion zur mobilen Point of Care DNA-Diagnostik" (Hahn-Schickard) und "Antimikrobielle Ausrüstung von Folien und Vliesen auf PET-Basis mittels Aerosol-Plasmatechnologie" (FILK).

Über die weitere Entwicklung und das entstehende Dienstleistungsangebot der FAM werden wir Sie informieren.

27.09.2018

Fortgeschrittene kontinuierliche Aerosolmessung mittels Raman-Spektroskopie

Die Kombination von Raman-Spektroskopie und Aerosolmesstechnik ermöglicht kontinuierliche quantitative und qualitative Messungen von festen oder flüssigen Schwebeteilchen in Gasen. Sie kann jedoch bisher nicht von der Industrie evaluiert oder genutzt werden, da keine Anwendungs-spezifischen Messgeräte existieren. 

Wissenschaftler des Lehrstuhls der Laseranwendungstechnik der Ruhr-Universität Bochum, wollen in dem Projektvorhaben "Fortgeschrittene kontinuierliche Aerosolmessung mittels Raman-Spektroskopie" (RAeMon) die Raman-Spektroskopie für die Aerosolmessung in der Industrie, durch Servicedienstleister und im Umweltmonitoring erschließen. Dazu sollen Lösungen für ein kontinuierliches Sampling, flächenoptimierte Streulicht-sammlung, Messprozesssteuerung und Datenauswertung erarbeitet und abgestimmt werden.

Der Projektantrag soll im Frühjahr 2019 zur Begutachtung eingereicht werden und das Projekt im Herbst 2019 starten. Eine Fördersumme in Höhe von ca. 250 T Euro wird aus dem Topf des BMWi-Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beantragt werden.

Ziel der im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung geförderten Forschungsprojekte ist die Unterstützung deutscher mittelständischer Unternehmen bei der Verfolgung potentialreicher Innovationsideen. Daher sind für den Erfolg des Projektantrags die Darstellung eines nachdrücklichen Interesses und der Unterstützung durch Industrieunternehmen, insbesondere durch KMU, von zentraler Wichtigkeit.

Möchten Sie zur Ermöglichung des Projektvorhabens beitragen und es durch Teilnahme im Projektbegleitenden Industrieausschuss oder durch einen Förderbeitrag zur Abdeckung der Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

26.09.2018

Zentrierbearbeitung miniaturisierter optischer Komponenten mit Hartmetall-Werkzeugen und Kurzpulslasern

Bei der Montage miniaturisierter optischer Systeme erfordern optische und mechanische Anforderungen eine präzise Platzierung von Linsen und anderen optischen Komponenten. 

Wissenschaftler des Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF und der Friedrich-Schiller-Universität, Institut für Angewandte Physik, beide in Jena, wollen in dem Projektvorhaben "Zentrierbearbeitung miniaturisierter optischer Komponenten mit Hartmetall-Werkzeugen und Kurzpulslasern" (OptiZent) die einfache und mit Hilfe passiver Justage genaue Fixierung von Komponenten in komplexen, miniaturisierten Baugruppen ermöglichen. Mit Hartmetallwerkzeugen oder berührungsfrei mit Kurzpulslasern sollen in schwer spanbaren metallischen oder glasbasierten Werkstoffen Fassungsmaterialien bearbeitet oder die Fassungsgeometrie direkt in der optischen Komponente erzeugt werden. 

Der Projektantrag soll im Frühjahr 2019 zur Begutachtung eingereicht werden und das Projekt im Herbst 2019 starten. Eine Fördersumme in Höhe von ca. 500 T Euro wird aus dem Topf des BMWi-Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beantragt werden.

Ziel der im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung geförderten Forschungsprojekte ist die Unterstützung deutscher mittelständischer Unternehmen bei der Verfolgung potentialreicher Innovationsideen. Daher sind für den Erfolg des Projektantrags die Darstellung eines nachdrücklichen Interesses und der Unterstützung durch Industrieunternehmen, insbesondere durch KMU, von zentraler Wichtigkeit.

Möchten Sie zur Ermöglichung des Projektvorhabens beitragen und es durch Teilnahme im Projektbegleitenden Industrieausschuss oder durch einen Förderbeitrag zur Abdeckung der Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

24.09.2018

Entwicklung eines biokompatiblen Klebstoffes zum Kleben von Knochen

Bei der Repositionierung von Knochenfragmenten sind Implantate oft nur unzureichend an individuelle Frakturen anpassbar, erfordern oft die problematische Fixierung kleiner Fragmente und sind oft nach der Heilung operativ zu entfernen.

Wissenschaftler des Universitätsklinikums Göttingen und des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM Bremen wollen in dem Projektvorhaben "Entwicklung eines biokompatiblen Klebstoffes zum Kleben von Knochen" (KliCk) einen Klebstoff entwickeln und testen, der Fragmente belastbar fixiert und sich in die Knochenstruktur integriert oder abbaut. Hierfür werden bioresorbierbare Klebstoffe und Zusatzstoffe analysiert und kombiniert, um Stabilisierungs- und Heilungseigenschaften zu optimieren. Eine Optimierung der Knochenvorbehandlung soll die Haftung unter realen Bedingungen verbessern.

Der Projektantrag soll im Frühjahr 2019 zur Begutachtung eingereicht werden und das Projekt im Herbst 2019 starten. Eine Fördersumme in Höhe von ca. 500 T Euro wird aus dem Topf des BMWi-Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beantragt werden.

Ziel der im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung geförderten Forschungsprojekte ist die Unterstützung deutscher mittelständischer Unternehmen bei der Verfolgung potentialreicher Innovationsideen. Daher sind für den Erfolg des Projektantrags die Darstellung eines nachdrücklichen Interesses und der Unterstützung durch Industrieunternehmen, insbesondere durch KMU, von zentraler Wichtigkeit.

Möchten Sie zur Ermöglichung des Projektvorhabens beitragen und es durch Teilnahme im Projektbegleitenden Industrieausschuss oder durch einen Förderbeitrag zur Abdeckung der Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

19.09.2018

"Innovationspolitische Eckpunkte aus 2017 nach wie vor gültig!"

Am 17. September 2018 kamen im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mehr als 300 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zusammen, um sich zum erfolgreichen Transfer durch Wissensvernetzung im Rahmen des BMWi-Förderprogramms "Industrielle Gemeinschaftsforschung" (IGF) auszutauschen. Damit folgten sie der Einladung des Bundeswirtschaftsministers, Peter Altmaier, der allen Akteuren der vorwettbewerblichen Innovationsforschung in Deutschland dankte und die Bedeutung der IGF als Technologie-Trendsetter und -Trendbeschleuniger hervorhob.

Altmaier machte nach seiner Begrüßungsrede auf Anfrage deutlich, dass das Bundeswirtschaftsministerium zu den am 18. April 2017 veröffentlichten "Innovationspolitischen Eckpunkten" steht. Diese hätten "total viel Bedeutung. Sie sind nach wie vor gültig.", so Altmaier. In den Eckpunkten legt das Bundesministerium fest, mit welchen Maßnahmen mehr Innovationen erzielt und vorhandene Innovationspotenziale besser erschlossen werden sollen. Dort heißt es: "Wir wollen das bewährte Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) stufenweise auf mindestens 700 Mio. Euro p. a., die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) auf mind. 200 Mio. € p. a. und das Innovationsprogramm für die strukturschwachen Regionen INNOKOM auf mind. 90 Mio. € p. a. erhöhen." Zuletzt waren Zweifel am Willen zur Umsetzung dieses Vorhabens aufgekommen, da der Regierungsentwurf für den Haushalt 2019 des BMWi vom 06.07.2018 für die IGF sogar eine Budget-Kürzung, von aktuell ca. 169 Mio. € p. a. auf ca. 163 Mio. € p. a., vorsieht. In den letzten zehn Jahren ist das IGF-Budget im Durchschnitt jährlich um 3,6 % angewachsen.

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, der sich vor seinem Vortrag auch die Projektsteckbriefe und die IGF-Erfolgsnoten der F.O.M. genau ansah, erklärte im Anschluss, dass die vorwettbewerbliche Gemeinschaftsforschung der IGF und das Kartellrecht in keiner Weise im Widerspruch zueinander stehen. Die Beteiligung von Industrieunternehmen in den projektbegleitenden Ausschüssen der IGF-Machbarkeitsstudien seien nicht nur mit dem Kartellrecht sehr gut vereinbar, sondern mit Blick auf die zu erzielende Stärkung der deutschen Innovationskraft ausdrücklich erwünscht. Erst durch den Eintritt in die anschließende wettbewerbliche Phase der Innovationsschöpfung könne ein intensiver Austausch zwischen potentiellen Wettbewerbern kartellrechtlich bedenklich werden.

Stefan Schnorr, Abteilungsleiter für Digital- und Innovationspolitik im BMWi, unterstrich in seinem Grußwort die besondere Effektivität der IGF-Forschung, die sich aus der Programm-immanenten Vernetzung zwischen Wissenschaft und Industrie ergibt. Die IGF sei gelebter Transfer. Die Budget-Entwicklung wird daher auch zukünftig durch Aufwüchse gekennzeichnet sein, wenngleich dies auch nicht in jedem Jahr gelingen mag. 

Zu den Veranstaltungs-Highlights zählten auch fünf kurze Einblicke in die konkrete IGF-Praxis: Fünf Unternehmer stellten den wirtschaftlichen Nutzen aus der IGF-Forschung vor, unter ihnen der Zahnarzt und IGF-Projektideengeber Dr. Rolf Winnen. Winnen stellte das zum 1. September 2018 gestartete IGF-Projekt "Osseodisintegration enossaler Implantate mit biophysikalischen Methoden" (ODIN) vor, welches von der F.O.M. mit zwei Aachener Forschungseinrichtungen betrieben wird.

Die sich in der Gründung befindlichen AiF-Forschungsallianz Medizintechnik (FAM) präsentierte sich erstmals mit einem gemeinsamen Stand und zeigte Demonstratoren aus den verschiedenen Medizintechnik-Themenbereichen ihrer beteiligten Forschungsvereinigungen.

 

17.09.2018

F&I-Unterstützung für SPECTARIS-Unternehmen

Auf der diesjährigen SPECTARIS-Mitgliederversammlung am 13. September 2018 in Berlin war die F.O.M. wieder mit einem Stand vertreten, um die zahlreichen laufenden Projekte sowie geplante Forschungsvorhaben aus den Bereichen Diagnostik, Medizintechnik, Messtechnik, Funktionalisierung von Oberflächen und Präzisionsmechanik den interessierten Unternehmen der Branche zu präsentieren.

Aktuell arbeitet die F.O.M. an 33 geförderten Projekten und Projektanträgen. In 2018 wurden bereits 13 Projektideen aufgegriffen, sieben Förderanträge für Projektvorhaben bei der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) eingereicht und drei Projekte gingen in diesem Jahr bis jetzt an den Start. Im Rahmen des BMWi-Förderprogramms der Industriellen Gemeinschaftsforschung konnten so in 2018 1,23 Millionen Euro Fördermittel für Forschungskosten weitergegeben werden. Die in den Forschungsprojekten der F.O.M. erarbeiteten Zwischenergebnisse und Ergebnisse werden in diesem Jahr bis jetzt 146, bis zum Jahresende voraussichtlich 175 Unternehmen zugeleitet, die sich in den projektbegleitenden Ausschüssen engagieren.

13.09.2018

Resonator-interner Polarisationskonverter entwickelt

Das IGF-Projekt "Sub-Wellenlängenstrukturen für die Generierung zylindrischer Polarisationszustände" (SubWell; 18728 N) der Universität Stuttgart, Institut für Strahlwerkzeuge IFSW und Institut für Technische Optik ITO, wurde am 31.03.2018 erfolgreich abgeschlossen. Unter der Leitung von Dr. Marwan Abdou-Ahmed (IFSW) und Christof Pruss (ITO) gelang es, die Vorteile der Laserbearbeitung mit angepassten Resonator-internen Polarisationskomponenten für eine breite Anwendung zu erschließen.

Die Entwicklung eines Resonator-externen Polarisationskonverters wird Ziel eines derzeit geplanten Folgeprojektes sein.

Die Ergebnisse des Projekts SubWell werden auf der F.O.M.-Konferenz 2018 am 7. November 2018 in Berlin vorgestellt werden. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse finden Sie auf der SubWell-Projektseite.

30.08.2018

Bundeskabinett beschließt Agentur zur Förderung von Sprunginnovationen

Heute hat das Bundeskabinett beschlossen, eine Agentur zur Förderung von Sprunginnovationen zu gründen. Sie soll Innovationsakteuren die finanziellen Mittel und Freiräume eröffnen, um bahnbrechende Ideen in die Anwendung zu überführen.

Die Agentur verfolgt einen personenzentrierten Ansatz. Sie setzt auf hochkompetente und kreative Innovationsmanagerinnen und -manager, die zeitlich befristet in der Agentur tätig sind und besondere Handlungsfreiräume genießen. Sie können Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit Sprunginnovationspotential von der Idee möglichst bis hin zur Anwendung auswählen, steuern und – je nach Projektverlauf – beenden oder fortsetzen. Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Unternehmen setzen die Vorhaben um. Geförderte Ideen werden über Ausgründungen, durch Unternehmen oder auch durch den Staat selbst, im Rahmen der öffentlichen Beschaffung verwertet und in den Markt eingeführt.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie haben die Kabinettvorlage gemeinsam eingebracht.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung mit den Kommentaren von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und Bundes-wirtschaftsminister Peter Altmaier.

09.08.2018

Forschung zur Osseodisintegration enossaler Implantate bewilligt

Wie geplant kann das IGF-Projekt "Osseodisintegration enossaler Implantate mit biophysikalischen Methoden"; (ODIN; 20302 N) am 01.09.2018 starten und wird mit einer Fördersumme von insgesamt 492.760,00 EUR vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert.

In dem Projekt ODIN der RWTH Aachen, Lehrstuhl für Wärme- und Stoffübertragung und der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, soll ein Verfahren zur gewebeschonenden, intentionellen Osseodisintegration von Implantaten entwickelt werden. Hierzu soll ein kontrollierter, thermischer Impuls möglichst homogen an der Verbindungsfläche Implantat/Knochen generiert werden, um die Osseointegration zu lösen. Die Prozessführung soll datenbankgestützt für verschiedene Implantattypen erfolgen. Als Wärmequelle werden medizintechnische Laser, HF-Geräte, Wärmesonden und Perfusionsgeräte erprobt.

Das Projekt wird durch einen projektbegleitenden Ausschuss (PA) von 15 Unternehmen (davon acht KMU) sowie von dem Idustrieverband SPECTARIS und einer Klinik für Unfallchirurgie unterstützt. Zusätzlich stellen die PA-Mitglieder freiwillig vorhabenbezogene Aufwendungen der Wirtschaft in Höhe von insgesamt 127.687,00 EUR dem Projekt zur Verfügung. 

Die PA-Mitglieder werden zeitnah von den Forschungsleitern kontaktiert und zu einem ersten Kick-Off-Treffen eingeladen.

Projektseite

16.07.2018

Kannibalisiert steuerliche Forschungsförderung nun doch die Projektförderung?

Am 6. Juli 2018 verabschiedete die Bundesregierung den Haushaltsplan 2019. Während noch vor einem Jahr im entsprechenden Haushaltsplan 2018 für die "Industrieforschung für Unternehmen" 246 Mio. Euro vorgesehen waren (siehe Anlage zur Drucksache 18/13000), sollen für denselben Titel in 2019 nur 238 Mio. Euro zur Verfügung stehen. Speziell für die Industrielle Gemeinschaftsforschung, einem der effektivsten Innovationsförderinstrumenten des Bundeswirtschaftsministeriums, soll der Zuwendungs-Etat von 169 Mio. Euro auf weniger als 164 Mio. Euro gekürzt werden.

Die interessante Frage ist, "Warum?", wurde doch im Bundestag gerade erst vor einem Jahr, am 21.03.2017, auf Antrag der Fraktionen CDU/CSU und SPD beschlossen, im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel "durch fachpolitische Schwerpunktsetzung mittelfristig eine Erhöhung der Mittel für das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) auf 700 Millionen Euro, für die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) auf 200 Millionen Euro und für die Forschungsförderung von Technologievorhaben der zivilen Luftfahrt (Luftfahrtforschungsprogramm) auf 180 Millionen Euro vorzunehmen sowie die Fach- und Querschnittsprogramme gleichermaßen aufzustocken, um eine vergleichbare Steigerung der KMU-Beteiligung in diesen Maßnahmen zu ermöglichen".

Kündigt sich hier die Einführung der steuerlichen Forschungsförderung an? Zwar wurde stets von Industrie und Verbänden betont, dass die Einführung der steuerlichen Forschungsförderung nicht zu Lasten des dringend benötigten Aufwuchses bei der innovationsorientierten Projektförderung gehen dürfe, doch scheint sich hier widerzuspiegeln, dass eine KMU-nützliche steuerliche Forschungsförderung kaum für unter 5 Milliarden Euro zu haben ist - und die wollen erst einmal gegenfinanziert werden.

Vorsicht, liebe Bundesregierung, wenn Sie an diesem Ast weitersägen, unterbrechen Sie die Nährstoffzufuhr für die vielen Früchte und Blätter unserer Wirtschaft. Da hilft dann auch die Gießkanne nicht mehr.

 

28.06.2018

Auch für KMU spürbare Innovationsimpulse durch steuerl. Forschungsförderung

Deutschlands ausgefeiltes System der BMWi-Projektförderung industrieorientierter Forschung hat unsere Volkswirtschaft dorthin gebracht, wo sie heute ist: In sämtlichen internationalen, sogar globalen Vergleichen der Innovationsstärke landet Deutschland auf den Spitzenplätzen, meist auf einem der Ränge 2 bis 6.

Die Internationalisierung und aktuelle, teilweise fast dramatische Umbrüche in den Bereichen Produktion und Anwendungsentwicklung im Zuge der Digitalisierung führen jedoch zu einem steigenden Wettbewerbsdruck. Andere Staaten begegnen dem und der allgemeinen, international festgestellten Verlangsamung des Produktivitätswachstums mit verstärkter FuE-Förderung, und zwar sowohl mithilfe direkter (= Projekt-) als auch indirekter (= steuerlicher) Forschungsförderung.

Die soll nun auch in Deutschland kommen, fordert der Koalitionsvertrag. Doch brauchen wir sie wirklich? Wie verhindert man, dass die steuerliche Forschungsförderung nur zur ansonsten wirkungsarmen Ausgabenfalle wird? Welche Förderparameter dienen einer optimierten Adressierung der folgenden Spannungsfelder?

(1) Einfacher, schneller Fördermittelzugang ↔ Planungssicherheit ↔ Prüfbarkeit der Anrechenbarkeit von FuE-Aufwendungen

(2) Handlungsfreiheit bezüglich disruptiver oder inkrementeller Innovationsaktivitäten ↔ Hervorrufung möglichst vieler Sprunginnovationen

(3) Verstärkte Förderung von KMU ↔ Förderung von KMU und größeren Unternehmen

Beraten durch die F.O.M. entwickelt SPECTARIS, der deutsche Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien, ein Konzept mit Lösungsansätzen zu den genannten Spannungsfeldern. Das resultierende Positionspapier wird bis Ende Juli an die Bundespolitik übergeben.

28.06.2018

Erfolgreiche Entwicklung neuer Bondverfahren - Ergebnisse des IGF-Projekts Opti-Bond

Das IGF-Projekt "Integriert-Optische Module durch neue Bondtechnologien" (Opti-Bond; 18360 BR) des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena und des Instituts für Angewandte Physik der Friedrich-Schiller-Universität Jena wurde am 30.11.2017 erfolgreich abgeschlossen. Unter der Leitung von Dr. Ramona Eberhardt (Fraunhofer IOF Jena) und Prof. Dr. Stefan Nolte (IAP FSU Jena) konnte das Projektziel - die Entwicklung neuer Bondverfahren für unterschiedliche Materialien und für ein breites Bauteilspektrum, die hohe optische Transmission auch zwischen gekrümmten Oberflächen bei hohen Temperaturen erlauben - erreicht werden. Für diese herausragenden Leistungen der Wissenschaftller wurde das IGF-Projekt Opti-Bond als eines der drei aussichtsreichsten Projekte für die Endauswahl zum IGF-Projekt des Jahres 2018 ausgewählt. Die finale Entscheidungsrunde findet im Anschluss an die F.O.M.-Konferenz 2018 am 7. November 2018 in Berlin statt.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse finden Sie auf der Projektseite.

20.06.2018

Entwicklung der LightPLAS-Schichtchemie auf Traumaimplantaten befürwortet

Der Projektantrag "Entwicklung der LightPLAS-Schichtchemie zur Adhäsionsreduzierung von humanen Zellen auf Traumaimplantaten" (LightTraum) des Fraunhofer IFAM Bremen wurde mit guten 33 Punkten (von 40) von den Gutachtern der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) bewertet. Die Forschung soll mit ca. 250.00,00 EUR im Rahmen des Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung gefördert werden und kann voraussichtlich Anfang 2019 starten.

Bei der Versorgung von Knochenfrakturen verbleiben Implantate oft nur temporär im Körper. Ihre Entnahme wird jedoch aufgrund des Bewuchses durch z. B. Knochenzellen erschwert. Eine starke Zelladhäsion ist Ursache hoher OP-Risiken und Versorgungskosten. Die effektive Reduktion der Zellhaftung durch LightPLAS-Beschichtung des Implantats wurde demonstriert. Projektziel ist, verbleibende Nutzungshürden durch Erhöhung der Prozesssicherheit abzubauen. Dazu wird die Effektivität bei weiteren Zelltypen und Implantatmaterialien untersucht, die statistische Evaluierung erweitert und eine konkrete Prozesstechnik erarbeitet.

Das Projekt wird durch einen projektbegleitenden Industrieausschuss (PA) mit zehn Unternehmen (darunter acht KMU), einer Klinik und SPECTARIS, dem Deutschen Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e. V. unterstützt.

Möchten Sie das Projekt durch Ihre Teilnahme am Projektbegleitenden Ausschuss oder durch eine Beteiligung an den Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief LightTraum

12.06.2018

Forschung zur Hybridfertigung optischer Oberflächen befürwortet

Der Projektantrag "Hybridfertigung optischer Oberflächen" (HyoptO) der TH Deggendorf und des Fraunhofer ILT Aachen wurde mit guten 32 Punkten (von 40) von den Gutachtern der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) bewertet. Die Forschung soll mit ca. 400.00,00 EUR im Rahmen des Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung gefördert werden und kann voraussichtlich im Herbst/Winter 2018 starten.

Steigende Ansprüche an Form, Rauheit und optische Sauberkeit optischer Komponenten führen bei konventionellen Schleif- und Polierverfahren zu Prozessketten mit immer feineren Abstufungen der Bearbeitungsschritte und folglich zu immer längeren Bearbeitungszeiten. Ziel von HyoptO ist, durch die Verknüpfung konventioneller Verfahren mit laserbasierten Prozessschritten die geforderten Qualitäten in deutlich verkürzten Bearbeitungszeiten zu erreichen. Hierzu werden Fraunhofer ILT und THD die geeigneten Schnittstellen der zu kombinierenden Verfahrenstechniken ermitteln und die Bearbeitungsparameter optimieren.

Die Gutachter lobten die wirtschaftliche Relevanz des Projektvorhabens: "Dieses Verfahren erscheint hoch interessant für die Weiterentwicklung der Technologie der Herstellung optischer Linsen. Die mögliche Steigerung der Produktivität ist beeindruckend. Der potenzielle Nutzerkreis ist riesig."

Das Projekt wird durch einen projektbegleitenden Industrieausschuss (PA) mit 12 Unternehmen (darunter sechs KMU) und SPECTARIS, dem Deutschen Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e. V. unterstützt.

Möchten Sie das Projekt durch Ihre Teilnahme am Projektbegleitenden Ausschuss oder durch eine Beteiligung an den Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief HyoptO

08.06.2018

Wirtschaftsminister Altmaier auf dem Innovationstag Mittelstand

Am 07.06.2018 veranstaltete das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) den 10. Innovationstag Mittelstand. Funktionsträger des BMWi und 27 Mitglieder des Deutschen Bundestags konnten sich vom erfolgreichen, Programm-immanenten Technologietransfer in den BMWi-geförderten Innovationsprogrammen überzeugen. Ergebnisse von 200 meist zweijährigen, innovationsorientierten Forschungsprojekten wurden den etwa 1.800 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und interessierter Öffentlichkeit vorgeführt.

300 Unternehmen, Forschungsinstitute und -vereinigungen stellten 200 neue innovative Produkte, Verfahren und Dienstleistungen vor. Sie entstammen der transdisziplinären Zusammenarbeit in Projekten des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) und des Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF).

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ließ sich einige der Innovationen bei einem Rundgang demonstrieren. In einer Ansprache bedankte er sich bei den Wissenschaftlern und den innovationsaktiven Unternehmen für ihren unverzichtbaren Beitrag zum Funktionieren der deutschen Marktwirtschaft. "Damit tragen Sie zum Wohlstand in unserer Gesellschaft und zur Stabilität unseres Landes bei," so Altmaier. 

Unter den Ausstellern befanden sich auch zahlreiche der 100 Forschungsvereinigungen der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e. V. (AiF) - darunter die F.O.M. Als eine von wenigen Forschungsvereinigungen präsentierte sie die Ergebnisse von gleich drei Projekten:

Im Projekt "TWI-Stitch" präsentierten Gerald Fütterer und Alexander Haberl vom Labor Optical Engineering der TH Deggendorf und Antonia Harsch vom Institut für Technische Optik der U. Stuttgart ein Verfahren zur hochpräzisen Vermessung asphärischer Großoptiken - eine Grundvoraussetzung für die weitere Qualitätssteigerung lichtstarker Optiksysteme, z. B. für die Fernerkundung oder die Weltraumforschung.

Im Projekt "EVAPORE" entwickelten Anna-Karoline Rüsseler vom LZH Hannover und Philipp Schulz vom Fraunhofer IST Braunschweig ein Verfahren zur Abbildung und Quantifizierung von Mikropartikeln auf optischen Bauelementen, die häufig im Laufe von Beschichtungsprozessketten auftreten, sowie zur Modellierung der Partikelpfade. Die Ergebnisse stellen entscheidende Schritte bei der Vermeidung solcher Defekte dar und sollen dazu beitragen, die Qualität und die Zerstörfestigkeit von Präzisionsoptiken zu erhöhen.

Im Projekt "APERITIf" vergrößerte Tobias Piotrowski vom Fraunhofer IPT Aachen erheblich die auswertbare Fläche von Zellproben in Mikrotiterplatten, die mit der Phasenkontrastmikroskopie untersucht werden sollen - durch eine automatische optische Kompensation auf Basis von Algorithmen und adaptiver optischer Elemente.

Die drei Projekte der fünf Forschungseinrichtungen wurden von 36 Industrieunternehmen begleitet - darunter 23 KMU! - und vom BMWi mit insgesamt 1,04 Millionen Euro gefördert.

 

22.05.2018

Flexibler UV Sensor zum inline-Test von UV-Härtereinrichtungen

Bei Verpackungen, Consumer Elektronik oder Automobillacken sorgen UV-gehärtete Lacke durch ihre Chemikalien- und Kratzunempfindlichkeit für langlebige und wertstabile Produkte. Um reproduzierbare Erzeugnisse herstellen zu können, muss die konstante Leistungsabgabe der zur Härtung eingesetzten UV-Quellen gewährleistet werden. Durch Alterung oder Defekte der UV-Lampen kann es zu Produktionsausfällen oder fehlerhaften Chargen kommen. Vorzeitige Wechsel der Quellen verursachen dagegen zusätzliche Kosten.

Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut HHI, Goslar und des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM Bremen wollen in dem Projektvorhaben "Flexibler UV Sensor zum inline-Test von UV-Härtereinrichtungen" (flexUV) einen flexiblen und kabellosen Sensor entwickeln, der in der Lage ist, die Strahlendosis einer UV-Quelle spektral aufgelöst aufzuzeichnen und kabellos an eine Auswerteeinheit zu übermitteln. Ziel ist es, den Verschleißzustand der UV-Quelle zu erfassen, um den optimalen Wechselzeitpunkt der UV-Quelle festzulegen.

Der Projektantrag soll im Herbst 2018 zur Begutachtung eingereicht werden und das Projekt im Frühjahr 2019 starten. Eine Fördersumme in Höhe von ca. 500 T Euro wird aus dem Topf des BMWi-Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beantragt werden.

Ziel der im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung geförderten Forschungsprojekte ist die Unterstützung deutscher mittelständischer Unternehmen bei der Verfolgung potentialreicher Innovationsideen. Daher sind für den Erfolg des Projektantrags die Darstellung eines nachdrücklichen Interesses und der Unterstützung durch Industrieunternehmen, insbesondere durch KMU, von zentraler Wichtigkeit.

Möchten Sie zur Ermöglichung des Projektvorhabens beitragen und es durch Teilnahme im Projektbegleitenden Industrieausschuss oder durch einen Förderbeitrag zur Abdeckung der Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

18.05.2018

Forschung zur Osseodisintegration enossaler Implantate befürwortet!

Der Projektantrag "Osseodisintegration enossaler Implantate mit biophysikalischen Methoden" (ODIN) der RWTH Aachen, Lehrstuhl für Wärme- und Stoffübertragung zusammen mit der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, wurde mit sehr guten 36 Punkten (von 40) von den Gutachtern der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) bewertet. Die Forschung soll mit 497.680,00 EUR im Rahmen des Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung gefördert werden.

Das Projekt kann somit voraussichtlich im Spätsommer 2018 starten.

Implantate können im menschlichen Knochen irreversibel festwachsen (Osseointegration). Zur Entfernung sind die Implantate herauszufräsen, was erhebliche Knochendefekte verursacht. Ziel dieses Projekts ist eine gewebeschonende, intentionelle Osseodisintegration. Hierzu soll ein kontrollierter, thermischer Impuls möglichst homogen an der Verbindungsfläche Implantat/Knochen generiert werden, um die Osseointegration zu lösen. Die Prozessführung soll datenbankgestützt für verschiedene Implantattypen erfolgen. Als Wärmequelle werden medizintechnische Laser, HF-Geräte, Wärmesonden und Perfusionsgeräte erprobt.

Das Projekt wird durch einen projektbegleitenden Industrieausschuss (PA) mit 14 Unternehmen (darunter acht KMU), einer weiteren Klinik und Akademie und SPECTARIS, dem Deutschen Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e. V. unterstützt. SPECTARIS wird zudem als Dissemination Partner zur Verfügung stehen.

Möchten Sie das Projekt durch Ihre Teilnahme am Projektbegleitenden Ausschuss oder durch eine Beteiligung an den Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

17.05.2018

Fraunhofer-Preise honorieren Arbeiten in F.O.M.-Technologiefeldern

Auf der Jahrestagung der Fraunhofer-Gesellschaft am 15. und 16.05.2018 wurden herausragende wissenschaftliche Leistungen von drei Forschergruppen, die anwendungsnahe Probleme lösten, und ein exzellentes Verbundprojekt der angewandten Forschung ausgezeichnet. Drei von vier verliehenen Preisen honorieren Arbeiten, die in den von der F.O.M. begleiteten Technologiefeldern, Feinmechanik, Optik, Photonik und Medizintechnik geleistet wurden. Dies verdeutlicht die immense Bedeutung dieser Technologien für sehr viele Industrie- und Lebensbereiche.

„Neuer Optikstandard: freiformoptische Systeme“: Da die Optik bisher auf sphärische und asphärische Formen begrenzt war, ist die Entwicklung von gleichmäßig geformten rotationssymmetrischen Optiken und Linsen ziemlich ausgereizt und es wird zunehmend aufwendiger, neue Funktionen und Anwendungen zu realisieren. Das Team um Dr. Ramona Eberhardt vom Fraunhofer-Institut für angewandte Optik und Feinmechanik IOF, Jena, entwickelte die komplexe Technik optischer Freiformsysteme in enger Zusammenarbeit mit einem Industrieverbund weiter. Als Folge lässt sich heute ein ganzes Linsensystem durch ein einziges optisches Bauteil ersetzen, wodurch sich extrem kompakte Bauweisen für optische Systeme realisieren lassen. Das öffnet den Zugang zu neuen Anwendungsfeldern. Die innovative Technologie wurde von der Erbringung des Machbarkeitsnachweises bis zur Marktreife entwickelt und wird in einigen Produkten bereits international eingesetzt. Hierfür wurden die beteiligten Wissenschaftler und Unternehmen (siehe Foto oben) mit dem Wissenschaftspreis des Stifterverbandes „Forschung im Verbund“ ausgezeichnet.

Die drei Joseph-von-Fraunhofer-Preise würdigten folgende Leistungen:

  1. „Lasergenerierte Mikrostrukturen zur Effizienzverbesserung von Flugzeugtriebwerken“: Ausgezeichnet wurde die Forschergruppe des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik IWS, Dresden, denen es in Zusammenarbeit mit Rolls-Royce gelungen ist, filigrane Mikrostrukturen additiv auf Schichten der Rotorblätter von Flugzeugtriebwerken aufzubringen und dort als Wärmedämmschichten zu fungieren. Das Schichtsystem bildet zusammen mit weiteren Maßnahmen die Grundlage für eine verlängerte Lebensdauer der Schichten und bewirkt eine beträchtliche Absenkung des Kerosinverbrauchs und damit auch des Schadstoffausstoßes. Heute ist die innovative Technologie bei einigen Flugzeugtypen bereits serienmäßig im Einsatz. 
  2. „Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren“: Ausgezeichnet wurde das Forscherteam um das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS, Bremen, denen es gelungen ist, Bildverarbeitungsalgorithmen zu entwickeln, die Chirurgen bei der Leberoperation unterstützen. Eine auf mathematischen Modellen basierende Risikoanalyse und eine 3D-Visualisierung der Anatomie berechnen die Risiken verschiedener chirurgischer Schnittführungen, sodass der Eingriff präzise geplant werden kann. Diese Algorithmen sind bereits erfolgreich in Medizinprodukten im Einsatz.
  3. „XXL-Computertomographie – unsichtbares sichtbar machen in einer neuen Dimension“: Ausgezeichnet wurden Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS, die eine Technologie entwickelten, mit der es möglich ist, sehr große Objekte per XXL-Computertomographie zu durchleuchten. Hierfür wird ein Linearbeschleuniger mit einer hohen Strahlleistung und eine groß-dimensionierte Zeilenröntgenkamera kombiniert. Hierdurch entsteht ein kontrastreiches und detailreiches 3D-Bild des Objekts, das auf einem rotierenden Schwerlastdrehteller platziert wird.

Die F.O.M. beglückwünscht alle Preisträger zur verdienten Anerkennung ihrer Leistungen. Frau Dr. Eberhardt ist Projektleiterin des gerade abgeschlossenen F.O.M.-Projekts "Integriert-Optische Module durch neue Bondtechnologien" (Opti-Bond), einem vom BMWi mit ca. EUR 400.000 geförderten Projekt der Industriellen Gemeinschaftsforschung, das in die Endrunde für das IGF-Projekt des Jahres (Otto von Guericke-Preis) gewählt wurde.

Weitere Informationen finden Sie hier.

15.05.2018

25. Innovationstag Mittelstand des BMWi

Auf dem Freigelände der AiF Projekt GmbH in Berlin-Pankow treffen sich am 7. Juni 2018 erneut innovative kleine und mittlere Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus ganz Deutschland zur traditionellen BMWi-Leistungsschau „im Grünen“.

Auch in diesem Jahr wird die F.O.M. mit einem Stand vertreten sein, um zusammen mit anderen ausgestellten Projekten zu demonstrieren, dass die Fördermittel vom BMWi zur mittelstandorientierten Innovationsförderung überaus gewinnbringend eingesetzt sind. Auf Einladung werden die Ergebnisse von drei erfolgreichen IGF-Projekten der F.O.M. präsentiert:

    APERITIf (Fraunhofer IPT Aachen)
    EVAPORE (LZH Hannover, Fraunhofer IST Braunschweig)
    TWI-Stitch (IPH TH Deggendorf, ITO Universität Stuttgart)

Wir laden unsere Mitglieder und Netzwerkpartner zum Austausch mit den über 300 Ausstellern und zahlreichen Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft ein.

 

weitere Informationen

03.05.2018

Goldbeschichtung mit Atmosphärendruckplasma zum Laserfügen

Optische Bauteile sind oft kraftschlüssig und hermetisch in Trägerstrukturen zu fixieren. Die Stabilität von Polymerklebstoffen leidet jedoch z. B. bei regelmäßiger Einwirkung von Heißdampf bei der Sterilisation, UV-Bestrahlung oder mechanischen Spannungen. Alternativ existieren aufwendige Lötverfahren, die eine nass-chemische Vorreinigung und eine anschließende Fügeflächenbeschichtung im Vakuum oder eine umwelttechnisch problematische Galvanisierung erfordern.

Die Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST in Braunschweig und dem Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT Aachen wollen mit dem Projektvorhaben "Goldbeschichtung mit Atmosphärendruckplasma zum Laserfügen" (GALA) ein inline-fähiges System zum Laserlöten und -bonden entwickeln. Dabei soll ein Plasmajet zur ortsselektiven Metallisierung der Fügeflächen eingesetzt werden.

Der Projektantrag soll im Herbst 2018 zur Begutachtung eingereicht werden und das Projekt im Frühjahr 2019 starten. Eine Fördersumme in Höhe von ca. 500 T Euro wird aus dem Topf des BMWi-Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beantragt werden.

Ziel der im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung geförderten Forschungsprojekte ist die Unterstützung deutscher mittelständischer Unternehmen bei der Verfolgung potentialreicher Innovationsideen. Daher sind für den Erfolg des Projektantrags die Darstellung eines nachdrücklichen Interesses und der Unterstützung durch Industrieunternehmen, insbesondere durch KMU, von zentraler Wichtigkeit.

Möchten Sie zur Ermöglichung des Projektvorhabens beitragen und es durch Teilnahme im Projektbegleitenden Industrieausschuss oder durch einen Förderbeitrag zur Abdeckung der Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

02.05.2018

Kunststoffoptik für Laseranwendungen

Kunststoffe etablieren sich aufgrund der großen Designfreiheit und massentauglichen Verarbeitbarkeit zunehmend als Werkstoff für Optiken. Laseranwendungen wie das Laserbeschriften oder der Einsatz von Hochleistungs-Flächenemitterquellen stellen jedoch hohe Anforderungen an die optischen Eigenschaften, die von Kunststoffoptiken derzeit nicht erfüllt werden.

In dem Projektvorhaben "Kunststoffoptik für Laseranwendungen" (KOptLas) sollen die thermischen Einflüsse im Betrieb bereits beim Designprozess berücksichtigt und die Oberflächenqualität erhöht werden. Hierfür wollen die Wissenschaftler der RWTH Aachen (TOS und IKV) eine gekoppelte, digitale Prozesskette von der Optikauslegung bis zur Vermessung der Kunststoffoptik entwickeln und validieren.

Der Projektantrag soll im Herbst 2018 zur Begutachtung eingereicht werden und das Projekt im Frühjahr 2019 starten. Eine Fördersumme in Höhe von ca. 400 T Euro wird aus dem Topf des BMWi-Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beantragt werden.

Ziel der im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung geförderten Forschungsprojekte ist die Unterstützung deutscher mittelständischer Unternehmen bei der Verfolgung potentialreicher Innovationsideen. Daher sind für den Erfolg des Projektantrags die Darstellung eines nachdrücklichen Interesses und der Unterstützung durch Industrieunternehmen, insbesondere durch KMU, von zentraler Wichtigkeit.

Möchten Sie zur Ermöglichung des Projektvorhabens beitragen und es durch Teilnahme im Projektbegleitenden Industrieausschuss oder durch einen Förderbeitrag zur Abdeckung der Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

02.05.2018

OptMetGlas und CellPulse gestartet

Wie geplant erhielt das IGF-Projekt „Laser-Strahlschmelzen metallischer Gläser – Optimierung von Werkstoff und Herstellungsverfahren“ (OptMetGlas; 19927 N) nun nach Erhalt der Inaussichtstellung der Bewilligung vom Bundeswirtschaftsministerium den Zuwendungsbescheid. Die Inaussichtstellung wird üblicherweise nach Wahljahren ausgestellt, solange der Bundeshaushalt noch nicht verabschiedet wurde. Die Projektleiter haben die Arbeiten am 01.03.2018 aufgenommen und laden den projektbegleitenden Ausschuss, der aus 13 Unternehmen (darunter sieben KMU) und SPECTARIS, dem Deutschen Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e. V., besteht, zu einem Kickoff-Treffen ein.

Auch für das IGF-Projektvorhaben „Zellmanipulation im Hochdurchsatz mittels gepulster Laser“ (CellPulse; 20134 N) wurde eine Inaussichtstellung des Zuwendungsbescheids vom BMWi für einen Projektstart zum 01.04.2018 ausgestellt. Das Projekt wird durch einen projektbegleitenden Industrieausschuss mit neun Unternehmen (darunter acht KMU) und SPECTARIS, dem Deutschen Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e. V., unterstützt.

Projektseite OptMetGlas
Projektseite CellPulse

18.04.2018

F.O.M.-Konferenz 2018

Die F.O.M.-Konferenz 2018 präsentiert Trendsetter, Trendverstärker und Trendbeschleuniger für die Schlüsseltechnologien der Feinmechanik, Optik und Photonik sowie für die wichtigen Anwendungsfelder Analysen-, Bio-, Labor- und Medizintechnik. Unternehmensentscheider, FuE-Leiter und Innovationsmanager treffen auf die innovationsorientiert forschenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unseres Netzwerks, um sich über Innovationsideen und Forschungsergebnisse auszutauschen.

TERMIN:
7. November 2018, ab 10:00 Uhr (f. Mitglieder)/12:00 Uhr

ORT:
KARL STORZ Besucher- und Schulungszentrum Berlin, Scharnhorststraße 3, 10115 Berlin

Im Anschluss findet ein Transfer zur AiF-Imageveranstaltung statt, wo der "Otto von Guericke"-Preis für das IGF-Projekt des Jahres verliehen wird. Mit dabei: Das F.O.M.-Projekt Opti-Bond ist in der Finalrunde.

Konferenzseite

17.04.2018

IGF und ZIM sichern Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität der deutschen Wirtschaft

Das Institut für Innovation und Technik (iit) untersuchte im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) die "Entstehung und Verbreitung thematischer Trends in der technologieoffenen Förderung" und kam zu beeindruckenden Ergebnissen:

Die Trendanalyse macht deutlich, dass die themenoffene Förderung in den beiden mittelstandsorientierten Förderprogrammen des BMWi, dem vorwettbewerblichen Programm "Industrielle Gemeinschaftsforschung" (IGF) und dem marktnahen "Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand" (ZIM), eine erhebliche Breite an unterschiedlichen Innovationsschwerpunkten abdeckt, in denen eine Vielzahl technologischer Einzeltrends identifiziert werden konnte.

  • 20 % der IGF-Trends und knapp 23 % der ZIM-Trends können als Trendnutzer verstanden werden, deren Einzeltrends auf bereits laufenden Fachdiskussionen aufbauen. Die beteiligten Unternehmen dieser marktnahen und anwendungsorientierten Projekte nutzen die beiden Programme stark zur Absorption existierender Technologietrends. Dabei resultiert eine Diffusion von technologischen Lösungen in neue Anwendungsfelder und Anwendergruppen, was als Trendverbreiterung verstanden werden kann. Im Zuge der Trendverbreiterungen wiederum werden KMU an neue Trends herangeführt, was auch zu Produktivitätssteigerungen beitragen kann.

  • 60 % der identifizierten IGF-Trends und 66 % der ZIM-Trends entwickeln sich zeitlich parallel zu den zugehörigen Fachdiskussionen. Die trendbegleitenden Projekte dieser Gruppe können als Trendbeschleuniger verstanden werden, die parallel zur Entwicklung neuer technologischer Lösungen  bereits die Umsetzung neuer Technologien in die Anwendung vorbereiten und damit eine schnelle Absorption von Forschungsergebnissen durch KMU und deren wirtschaftliche Umsetzung garantieren. In diesem Sinne, schlussfolgert das iit, ist die technologieoffene Förderung der untersuchten Programme IGF und ZIM ein wichtiger Transmissionsriemen im deutschen Innovationssystem.

  • 22 % der IGF-Projekte und knapp 10 % der ZIM-Projekte fungieren als Trendsetter; sie gehen entsprechenden Diskussionen in der Fachcommunity nachweislich voraus und generieren die in der Folge zu beobachtenden Trends.

  • Einige der zu beobachtenden Trends spiegeln sich nur teilweise in einer breiten, öffentlichen Diskussion wieder. Ihr Aufgreifen öffnet typischerweise "hidden champions" lohnenswerte Nischen.

  • Die technologieoffene Förderung unterstützt interdisziplinäre Teambildung und damit die Diffusion von Lösungen in neue Anwendungsfelder. Dort wirken "cross-sektorale" Kooperationen häufig als Trendauslöser oder stellen zumindest einen wichtigen Mechanismus der Trendausbreitung dar.

  • Die inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht die Diffusion von Erkenntnissen aus stärker grundlagenorientierter Forschung in Anwendungsszenarien, die insbesondere von stark kundenorientierten KMU getragen werden.

FAZIT

Im Rahmen der Studie ließen sich zentrale Alleinstellungsmerkmale der technologieoffenen Förderung identifizieren. Diese sorgen insbesondere durch Kooperationen für eine schnelle Ausbreitung von Trends aus der Grundlagenforschung in die Breite der anwendungsnahen Forschung sowie über unterschiedliche Anwendungsfelder hinweg. Damit wird die Zielgruppe der KMU als eine der zentralen Säulen des deutschen Innovationssystems in der Breite gestärkt und die Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität der deutschen Volkswirtschaft perspektivisch gesichert.

09.04.2018

EFI empfiehlt verstärkt in Forschung und Innovation zu investieren

Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hat der Bundesregierung am 28. Februar 2018 das diesjährige Gutachten zu Forschung, Innovation und Technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands vorgelegt, in dem Stärken und Schwächen des deutschen Innovationssystems im zeitlichen Zusammenhang analysiert und im internationalen Vergleich bewertet werden. Die Expertenkommission diskutiert hierzu aktuelle Themen der F&I-Politik, erstellt Schwerpunktanalysen zu Kernthemen, zeigt Perspektiven auf und gibt Handlungsempfehlungen. Die Expertenkommission empfiehlt, verstärkt in Wissenschaft, Forschung und Innovation zu investieren, um auch künftig Deutschlands Rolle als eine führende Wirtschaftsnation zu sichern. EFI weist auf die Notwendigkeit hin, schnell und entschlossen zu handeln.

Die Expertenkommission empfiehlt für die neue Legislaturperiode als F&I-politischen Leitlinien (1) den mittelfristigen Ausbau der F&I-Aufwendungen auf 3,5 % des BIP, (2) eine höhere Priorität für Digitalisierung und digitale Bildung und (3) die Einführung der steuerlichen Forschungsförderung. Über diese Leitlinien hinaus gibt EFI Handlungsempfehlungen zu weiteren Themen: So muss sich z. B. staatliche F&I-Politik über die Unterstützung der Grundlagenforschung hinaus darauf konzentrieren können, die Felder der großen gesellschaftlichen Herausforderungen technologieoffen zu fördern. Eine bessere Grundfinanzierung für Fachhochschulen oder Hochschulen für angewandte Wissenschaften soll die Erfüllung ihrer Aufgaben in der angewandten Forschung und im Bereich des Technologietransfers sicherstellen. Zur Sicherung eines langfristigen Produktionswachstums soll die Grundlagenforschung als wichtige Quelle radikaler Innovationen verstärkt gefördert werden. Der Bundesregierung wird empfohlen, das regulatorische Umfeld von Innovationsaktivitäten Diffusions-förderlicher zu gestalten. Die Strukturen der europäischen Förderpolitik sollen vereinfacht werden, wobei die Einrichtung einer europäischen Agentur zur Förderung radikaler Innovationen außerhalb der EU-Strukturen befürwortet wird. Zwischen Großbritannien und der EU soll sich durch den Brexit möglichst wenig ändern: bewährte Kooperationen im Rahmenprogramm sollen fortgeführt werden, die Mobilität der Forscherinnen und Forscher soll aufrechterhalten sowie ein ungehinderter Wissensaustausch ermöglicht werden. Die Expertenkommission fordert die Entwicklung einer nationalen Strategie für Künstliche Intelligenz, die in eine europäische Struktur eingebettet werden soll, um ein wissenschaftliches und ökonomisches Gegengewicht zu Forschungsaktivitäten in den USA und in China aufzubauen. Der von der Europäischen Kommission angestoßene Prozess zur Implementierung eines Daten-Binnenmarktes soll von der Bundesregierung aktiv begleitet werden.

UNSER KOMMENTAR

Die F.O.M. und SPECTARIS, der mit ihr kooperierende Deutsche Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien, begrüßen die kritische Analyse des deutschen Innovationssystems der EFI-Gutachter. Zweifelsohne, die Verfolgung der genannten Leitlinien stärkt die F&E&I-Kraft unserer Wirtschaft. Die Themen sind allerdings nicht neu und so überrascht, dass man nach mittlerweile konkretisierten Konzeptvorschlägen umsonst sucht.

Zum Beispiel fehlen Ansätze zur Umsetzung der bereits seit vielen Jahren von EFI geforderten Steuerlichen Forschungsförderung. Wie lassen sich die Ziele "Einfacher, schneller und unbürokratischer Zugang zur Forschungsunterstützung", "Planungssicherheit durch eine Fördergarantie schon bei Forschungsaktivitäten" und "Prüfbarkeit der tatsächlichen Aufwendung der angegebenen F&E&I-Kosten für Forschungszwecke" vereinbaren? Wie lässt sich es vereinbaren, dass Unternehmen bei der Steuerlichen Forschungsförderung auch inkrementelle Weiterentwicklungen abrechnen lassen können, der Staat aber insbesondere an der Entwicklung von disruptiven Sprunginnovationen interessiert ist, um die Grundlage für zukünftige Marktpotentiale für Zulieferer wie für Endnutzer zu entfalten und Deutschland den Technologievorsprung zu sichern?

Ebensowenig sind im Gutachten Handlungsempfehlungen zur dringlich benötigten Aufstockung der beiden Technologietransfer-Vorzeigeprogramme des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) und der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) zu finden.

Liest man das EFI-Gutachten, kann man den Eindruck bekommen, der Fachkräftemangel existiere nur im IT-Bereich. Ebenso erweckt das Gutachten den Eindruck, das Thema Nachwuchsförderung sei ausreichend adressiert, wenn die Förderung der Ingenieurausbildung an Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften ausgebaut würde. Diese Fokussierungen sind nicht hilfreich, denn sie tragen zu einer sehr einseitigen Verbesserung der Situation bei und 'erlauben' beinahe die Vernachlässigung benötigter Fördermittelaufwüchse in anderen Bereichen beziehungsweise von anderen Institutionen oder Programmen. Das IGF-Programm ist zum Beispiel in dem gesamten Gutachten nicht ein einziges Mal erwähnt, obwohl IGF-Projekte nicht nur nach einer am 09.04.2018 veröffentlichten Studie des Instituts für Innovation und Technik (iit) als effektiver Trendsetter und Trendbeschleuniger fungieren, sondern nachweislich erheblich zur Ausbildung des Nachwuchses beitragen und über die gesamte Branchenbreite der deutschen Industrie Fachkräfte liefern, die häufig nach Projekten direkt in die Industrie wechseln.

Unverständlich ist aus Industriesicht die EFI-Empfehlung, einen Daten-Binnenmarkt aktiv zu begleiten, ohne gleichzeitig Konzeptvorschläge für die Vermeidung von Externalitäten zu liefern. Die von der Europäischen Kommission bereits vorgelegte Roadmap zur Einführung der European Open Science Cloud mit geplanten ersten Maßnahmen in 2018 weckt Skepsis, ob die Förderinstrumente von Horizon 2020 für die Industrie und zur Stärkung der deutschen Innovationskraft noch nutzbar sein werden.

Auch aus der speziellen Sicht unserer Branchen ist das EFI-Gutachten 2018 eine Enttäuschung. Waren doch die Optischen Technologien bis vor kurzem als bedeutende Schlüsseltechnologie und Innovationstreiber im angemessenen Fokus von Förderinstrumenten, verlagert sich gegenwärtig der Förderschwerpunkt signifikant auf den kleinen Teilbereich der Quantentechnologie. Die staatliche Unterstützung der Innovationsaktivitäten der Industrie darf sich jedoch nicht ausschließlich auf neue Themen stürzen, die politisch sexy sind. Die Expertenkommission sagt dazu nichts. Ebenso galt der Bereich Gesundes Leben/Medizintechnik noch bis vor kurzem als "Prioritäre Zukunftsaufgabe der Bundesregierung". Doch wieso wird die Industrie, insbesondere die sich in diesen Branchen betätigenden kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) dann nach der Entwicklung von Demonstratoren und Prototypen alleine gelassen, wenn es um die Beantwortung von zulassungsrelevanten Fragen geht. Die Finanzierung notwendiger klinischer Studien ist einer der größten Innovationshemmnisse für KMU in Deutschland. Doch auch hierzu äußert sich die Expertenkommission nicht.

M. S., 09.04.2018

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ZUSAMMENFASSUNG DES EFI-GUTACHTENS 2018

AKTUELLE ENTWICKLUNGEN UND HERAUSFORDERUNGEN

Zentrale Leitlinien für die F&I-Politik in der neuen Legislaturperiode

  • Bis zum Jahr 2025 ist der für FuE aufzuwendende Prozentsatz des Bruttoinlandprodukts auf 3,5 % auszubauen.
  • Der Digitalisierung ist eine höhere Priorität einzuräumen, die Rahmenbedingungen für Internet und internetbasierte Technologien sind deutlich zu verbessern, die digitale Infrastruktur E-Government sind auszubauen und die digitale Bildung in der Breite zu fördern.
  • Die steuerliche FuE-Förderung soll eingeführt werden. Dadurch würden Innovationsanreize für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geschaffen und Wachstumsmöglichkeiten für Start-ups verbessert werden. EFI empfiehlt eine Steuergutschrift auf FuE-Personalaufwendungen, die mit der Lohnsteuer verrechnet wird.

Nachhaltigkeit und Innovationspolitik

  • EFI weist darauf hin, dass die Innovationsentwicklungen unterschiedlicher Nachhaltigkeitsziele miteinander in Konflikt stehen können, und warnt davor, die F&I-Politik mit den Problemen einer systematischen Nachhaltigkeitsbewertung zu überfordern. Entsprechend muss sich staatliche F&I-Politik auch künftig darauf konzentrieren können, F&I-Aktivitäten auf den Feldern der großen gesellschaftlichen Herausforderungen technologieoffen zu fördern.

Fachhochschulen im Wandel

  • Fachhochschulen/Hochschulen für angewandte Wissenschaften (FH/HAW) nehmen eine sehr wichtige Rolle im deutschen Innovationssystems ein, z. B. im Bereich der angewandten Forschung und des Technologietransfers. Zur Sicherstellung ihrer Aufgaben wird eine bessere Grundfinanzierung benötigt.
  • Kooperative Promotionen zwischen Universitäten und FH/HAW sollen gestärkt werden.

Digitale Bildung

  • Digitale Schlüsselkompetenzen, z. B. Fähigkeiten in der Software- und Algorithmenentwicklung, sind wichtige Voraussetzungen für Produktivitätswachstum und Innovation in etablierten und neuen Branchen geworden. Sie sollten bereits in Grundschulen flächendeckend unterrichtet werden. Schulen benötigen eine exzellente IT-Ausstattung und IT-kompetente Lehrende.
  • IT-Kenntnisse sollten fester Bestandteil jeder Berufsausbildung werden.
  • Auch Hochschulen sollten über alle Disziplinen hinweg Programmierkenntnisse, Kenntnisse der Software- und Webentwicklung, Datenwissenschaften und Methoden des maschinellen Lernens vermitteln.

KERNTHEMEN 2018

Langfristige Entwicklungen von Produktivität und Innovation

  • Die gesamtwirtschaftliche Produktivität verlangsamt sich seit über 20 Jahren international und auch in Deutschland. Dies wird oft entweder auf eine flächendeckende Erschöpfung technologischer Potenziale und innovativer Ideen zurückgeführt oder auf Verzögerungen im Diffusionsprozess der Digitalisierung. Zusammenhänge werden ebenso zu dem im selben Zeitraum abnehmenden Anteil der Innovatoren unter den Unternehmen gesehen. Unklar ist, ob eine Verlangsamung der Innovationsaktivitäten – eines wichtiges Produktivitätstreibers – stattfindet oder eine Konzentration derselben auf immer weniger Akteure, die in stärker konzentrierten Märkten auf immer höhere Markteintrittsbarrieren treffen.
  • Die Expertenkommission empfiehlt zur Sicherung eines langfristigen Produktionswachstums die verstärkte Förderung der Grundlagenforschung als wichtige Quelle radikaler Innovationen.
  • Die Bundesregierung sollte mit einer Diffusions-förderlichen Gestaltung des regulatorischen Umfelds ihren wichtigen Einfluss nutzen.
  • Notwendig sei ebenso die Umsetzung einer flächendeckenden digitalen Transformation.

Herausforderungen der europäischen F&I-Politik

  • Die ambitioniert formulierten Ziele der F&I-Politik der EU wurden verfehlt. Ursachen liegen in einer zu komplexen Struktur der europäischen F&I-Politik und in fragmentierten Zuständigkeiten. EFI empfiehlt der Konsolidierung und Vereinfachung der Strukturen gegenüber der Einrichtung neuer Institutionen (wie einem European Innovation Council) und der Entwicklung zusätzlicher Förderinstrumente Vorrang einzuräumen.
  • Die primäre Orientierung von Horizon 2020 auf die Förderung exzellenter Forschung soll beibehalten werden.
  • Die in den Europäischen Struktur- und Investmentfonds vorgesehenen Mittel zur F&I-Förderung sollen von den nationalen Regierungen zielgerechter und effektiver eingesetzt werden als bisher, was durch Schaffung einer neuen Governance-Struktur sichergestellt werden soll.
  • Die Expertenkommission befürwortet die Einrichtung einer Agentur zur Förderung radikaler Innovationen, jedoch außerhalb der EU-Strukturen.
  • Aufgrund der Bedeutung Großbritanniens als eines der leistungsfähigsten F&I-Systeme Europas wird dringend zu einer möglichst engen Anbindung des Landes an die europäischen Strukturen mit möglichst wenigen Änderungen des Status quo geraten. Ideal wäre eine Orientierung am norwegischen Modell mit Fortführung bewährter Kooperationen im Rahmenprogramm, Mobilität von Forscherinnen und Forschern zwischen britischen Forschungseinrichtungen und denen der EU sowie ungehindertem Wissensaustausch.

Autonome Systeme

  • Die Expertenkommission fordert die Entwicklung einer nationalen Strategie für Künstliche Intelligenz, die in eine europäische Strategie eingebettet werden soll, um im Verbund europäischer Akteure ein wissenschaftliches und ökonomisches Gegengewicht zu Forschungsaktivitäten in den USA und in China aufbauen zu können.
  • Die Entwicklung von KI-Leuchtturm-Technologien sollen durch geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung flankiert werden, um gesellschaftliche Implikationen frühzeitig aufzugreifen, Regulierungsbedarf zu erkennen und den gesellschaftlichen Diskurs zu begleiten. EFI plädiert für die Einrichtung einer Enquete-Kommission "Autonome Systeme und Künstliche Intelligenz" des Bundestags.
  • Der von der Europäischen Kommission angestoßene Prozess der Implementierung eines Daten-Binnenmarktes soll von der Bundesregierung aktiv begleitet und unterstützt werden.
  • Die Expertenkommission rät zur Einbeziehung aller Anwendungsfelder autonomer Systeme in die Förderung anstelle einer Beschränkung auf aktuelle Stärken der deutschen Wirtschaft.

Die Expertenkommission äußert ihre Besorgnis, dass die von ihr identifizierten Herausforderungen aufgrund der verzögert erfolgten Regierungsbildung und der zu Jahresanfang mangelhaften Agilität der Politik zunächst nicht entschlossen und zügig genug angegangen worden ist und so Möglichkeiten zur Nutzung der aktuellen Stärke der deutschen Volkswirtschaft zur strukturellen Weiterentwicklung des F&I-Systems und für dringende Investitionen in die Zukunft nicht effizient genug wahrgenommen wurden.

EFI-Gutachten

Zusammenfassung und Kommentar, PDF

08.04.2018

BMWi/AiF-Leitfaden für PA-Sitzungen

Stefan Schnorr, Leiter der Abteilung Digital- und Innovationspolitik des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), und Prof. Dr. Sebastian Bauer, Präsident der AiF, veröffentlichten ein gemeinsames Schreiben einschließlich Merkblatt und Leitfaden zur Arbeit in den Projektbegleitenden Ausschüssen der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF). Diese sollen künftig allen Mitgliedern der Projektbegleitenden Ausschüsse (PA) im Vorfeld oder zu Beginn von PA-Sitzungen zur Kenntnis gegeben werden, um mehr Klarheit in Bezug auf wettbewerbsrechtliche Aspekte zu schaffen.

Leitfaden zu PA-Sitzungen

01.04.2018

SPECTARIS/F.O.M.-Innovationsseminar 2018

Die Medizinprodukteindustrie kämpft aktuell mit den Anforderungen der neuen EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR), welche bis Mai 2020 umgesetzt werden müssen. Umso wichtiger ist es, zielgerichtet in die Entwicklung von neuen Medizinprodukten zu gehen und zusätzliche Schleifen zu vermeiden.

Sarah Panten, Sarah Panten Beratung & Training, gibt Ihnen einen kompakten Überblick über die regulatorischen Anforderungen nach der neuen Verordnung und geht gleichzeitig auf deren praktische Umsetzung ein. Alle wichtigen Bausteine auf dem Weg zum Marktzugang werden erläutert und durch zusätzliche Arbeitsunterlagen ergänzt, welche die spätere Umsetzung erleichtern. Besonderer Fokus wird auf die Kernprozesse Entwicklung, Risikomanagement und klinische Bewertung gelegt, denn nur wenn ein Medizinprodukt am Ende sicher ist, die Leistung erfüllt und eine positive Nutzen/Risiko Bewertung hat, kann es als erfolgreiches Produkt auf den Markt gebracht werden.

Die Veranstaltung richtet sich an Gruppenleiter und Forscher von Wissenschaftlichen Einrichtungen sowie an leitende Mitarbeiter der FuE-Abteilungen von KMUs der Branchen Medizintechnik, Analysentechnik, Photonik/Optische Technologien.

Veranstaltungsseite

27.03.2018

Opti-Bond im Finale zum IGF-Projekt des Jahres 2018

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) verleiht jährlich den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eines Projektes der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) den Otto von Guerricke-Preis, um damit herausragende Arbeit auszuzeichnen. Den Wissenschaftlichen Rat der AiF überzeugten die exzellenten Ergebnisse des IGF-Projekts „Integriert-Optische Module durch neue Bondtechnologien (Opti-Bond)“.

Der Bereich der Fügetechnologie spielt eine Schlüsselrolle in der Fertigung optischer Baugruppen und aller Wirtschaftszweige, in denen diese Technologie zum Einsatz kommt, da die optische Qualität und die Stabilität von Fügeverbindungen optischer Gläser das Einsatz- und Innovationspotenzial der optischen Systeme bestimmen. Die hohe Marktrelevanz der Fügetechnologie zum Beispiel für die Luft- und Raumfahrttechnik, die Informationstechnik, die Lasertechnik und die Medizintechnik zeigt sich in dem breiten Unternehmensspektrum des Projektbegleitenden Ausschusses.

Durch die intensive und qualitativ hochwertige Zusammenarbeit des Fraunhofer-Instituts IOF in Jena und dem Institut für Angewandte Physik der FSU Jena konnte einer der limitierenden Faktoren in der Herstellung von Hochleistungsoptiken überwunden werden. Die sorgfältig ausgewählte Zusammensetzung des Projektbegleitenden Ausschusses mit einem sehr hohen Maß an relevanter Kompetenz sowie die Integration der im Zuge der Antragsentwicklung erhobenen Industrieinteressen in den Zielen und in der Wahl der als Demonstrator vorgeschlagenen Fügeaufgaben trugen zu diesem hervorragenden Ergebnis bei. Opti-Bond leistete einen ganz wesentlichen Beitrag zur Überwindung der bisherigen Leistungsgrenzen optischer Systeme durch die Entwicklung dreier innovativer Fügeverfahren.

Das IGF-Projekt Opti-Bond wurde als eines der drei aussichtsreichsten Projekte für die Endauswahl zum IGF-Projekt des Jahres 2018 ausgewählt. Die F.O.M. gratuliert den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Dr. Ramona Eberhardt, Caroline Rothhardt, Prof. Dr. Stefan Nolte und Dr. Felix Zimmermann, herzlich zu dieser Anerkennung ihrer herausragenden Leistung. Für die finale Entscheidungsrunde am 7. November 2018 in Berlin wünschen wir dem Team viel Erfolg.

26.03.2018

Parlamentarischer Abend: Willkommen in der Zukunft!

Unter dem Titel „AiF goes future“ stellte die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e. V. (AiF) am 21. März 2018, auf ihrem diesjährigen Parlamentarischen Abend in Berlin, ihre neuen strategischen Ziele vor. Professor Sebastian Bauer erläuterte den rund 100 Gästen, darunter 16 Mitglieder des Deutschen Bundestags, Entscheider aus verschiedenen Ministerien und aus der Wirtschaft, welchen volkswirtschaftlichen Nutzen die Arbeit des AiF-Netzwerks hat und wie diese noch weiter ausgebaut werden soll. Die AiF versteht sich als die Deutsche Transfergemeinschaft. Innovationsinteressen der Industrie werden aufgegriffen und durch die Förderung von Machbarkeitsstudien und Prototypentwicklungen unterstützt. Die Mittel hierzu kommen vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), von den Programmen "Industrielle Gemeinschaftsforschung" (IGF) und "Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand" (ZIM).

"Die besonderen Stärken des AiF-Systems sind seine 'Nebenprodukte'", sagte AiF-Präsident Sebastian Bauer (Foto, Mitte). "Neben einem programmimmanenten effizienten Austausch und der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in den einzelnen innovationsorientierten Forschungsprojekten ergibt sich natürlicherweise die Unterstützung von inter- und transdisziplinären Netzwerken – ein unschätzbarer Mehrwert insbesondere für Start-ups und den Mittelstand. Darüber hinaus fördern IGF und ZIM in direkter Weise die Ausbildung von Nachwuchsfachkräften, die nicht selten nach Ende eines geförderten Projektes von einem der beteiligten Industrieunternehmen übernommen werden."

Die AiF will ihre Stärken mithilfe von neuen Modulen weiter ausbauen. Bisherige AiF-Forschungsallianzen zu Schlüsseltechnologien, wie zur Energiewende, sollen um weitere ergänzt werden, zu Themen wie Leichtbau, Medizintechnik und Digitalisierung. Die Bildung von wissenschaftlich-wirtschaftlichen Netzwerken soll noch aktiver unterstützt werden, ebenso wie die Bildung von Industrienetzwerken entlang der Schöpfungsketten. Start-ups und potentiell passende Unternehmen des etablierten Mittelstands sollen durch eine neue "Matching-Agentur" zusammengebracht werden. Gründungen sollen stärker unterstützt werden als bisher und auch im Feld der Internationalisierung sollen weitere Kooperationen mit anderen Staaten innerhalb und außerhalb der Europäischen Union eingegangen werden.

Der Parlamentarische Abend fand im Anschluss an die Strategie- und Präsidiumssitzungen der AiF statt. Hier war auch Dr. Markus Safaricz, Geschäftsführer der Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik, als Mitglied des Präsidiums aktiv in die Strategieentwicklung eingebunden.

AiF-Webseite

19.01.2018

Neues AiF-Präsidium konstituiert

Aufgrund einer Novellierung der Satzung der AiF, die am 01.01.2018 in Kraft getreten ist, hat sich die Gremienstruktur der AiF verändert. Statt eines Vorstands und eines Aufsichtsrats wird die AiF nun von einem 15-köpfigen Präsidium gesteuert, dem gesamtverantwortlich die Leitung des Vereins obliegt. Dem neuen Gremium gehören sechs Vertreter der Wirtschaft, sechs Vertreter der Ordentlichen Mitglieder der AiF, den AiF-Forschungsvereinigungen, sowie drei Vertreter der Wissenschaft an.

Am 18. Januar fand in Köln die konstituierende Sitzung des Präsidiums statt, das in diesem Rahmen aus seiner Mitte Prof. Dr. Sebastian Bauer, Geschäftsführer der BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, zum neuen Präsidenten der AiF gewählt hat. Als Vizepräsidenten wurden Edwin Büchter, Geschäftsführender Gesellschafter der Clean-Lasersysteme GmbH, Herzogenrath, Dr.-Ing. Andreas Zielonka, Geschäftsführer des Vereins für das Forschungsinstitut für Edelmetalle und Metallchemie (fem), Schwäbisch Gmünd, Prof. Dr. Holger Hanselka, Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), Karlsruhe, sowie Prof. Dr. Kurt Wagemann, Geschäftsführer der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie, Frankfurt am Main, gewählt. Zum Schatzmeister wurde Dr. Markus Safaricz, Geschäftsführer der Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik (F.O.M.), Berlin gewählt.

Mit Sebastian Bauer steht für die nächsten zwei Jahre ein erfahrener Familienunternehmer und Maschinenbauingenieur an der Spitze der AiF. Nach Studium und Promotion an der TU München trat Bauer 1996 ins 1790 gegründete Familienunternehmen, die BAUER-Gruppe, ein. Zunächst tätig als Leiter der Entwicklung und Konstruktion für Maschinen, ist er seit 2005 Geschäftsführer der international tätigen BAUER Maschinen GmbH mit 1.100 Mitarbeitern im oberbayrischen Schrobenhausen, die eines der drei Segmente der BAUER AG verantwortet. Mit ihren zahlreichen Tochterfirmen im In- und Ausland ist die BAUER Maschinen GmbH seit Ende der sechziger Jahre der Hidden Champion im Bereich der Spezialtiefbaugeräte.

„Ich bin schon lange ein Fan der AiF.“, bekennt der neue Präsident. „Die AiF bietet eine weltweit einzigartige Innovationsförderung für den Mittelstand und hat einen außergewöhnlich hohen Multiplikationsfaktor für die Wirtschaftskraft unseres Landes. Die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) im Netzwerk der AiF ist ein tolles Instrument, um die Forschung der wissenschaftlichen Institute und Hochschulen in eine praxisrelevante Richtung zu lenken.“, fährt Bauer fort. „Ich bin gespannt und freue mich auf die Herausforderungen, die meine Präsidentschaft mit sich bringen wird.“ 

11.12.2017

Fraunhofer MedTech-Day in Kooperation mit der F.O.M.

Nach erfolgreicher Durchführung der beiden ersten Fraunhofer MedTech-Days im November 2017, laden die Fraunhofer-Gesellschaft und die F.O.M. erneut kleinere und mittlere Unternehmen ein, ihre Innovationsinteressen im Bereich der Medizintechnik mit den Forschungsexperten der Fraunhofer Institute zu analysieren.

Das Pilotprojekt "MedTech-Day" des Fraunhofer Transfer-Teams "Venture Connect" hat zum Ziel, innovationsinteressierte Unternehmen des deutschen Mittelstands mit den speziell zu ihren technologischen Herausforderungen passenden Wissenschaftlern und Technologien zusammenzubringen.

Die interaktive Veranstaltung wird individuell auf die Interessen der Teilnehmer und die im Vorfeld abgestimmten technologischen Herausforderungen zugeschnitten. Diese ausgeprägte Zielorientierung ermöglicht eine effiziente, gemeinsame Suche nach konkreten Lösungsansätzen zu dem jeweils betrachteten Technologiebedarf oder -interesse.

Am Ende jedes der sorgfältig vorbereiteten und mit ausgewählten Experten begleiteten Prozesse steht die Evaluierung der Möglichkeit, gemeinsam mit Fraunhofer ein Projekt zu initiieren, z. B. ein durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördertes Projekt der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) oder ein Projekt des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM).

Die F.O.M. und die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) unterstützen das Pilotprojekt der Fraunhofer-Gesellschaft. Durch ihre Begleitung der Workshops lässt sich die Überführbarkeit von resultierenden Forschungsvorhaben in BMWi-geförderte Projekte zeitgleich prüfen und weiteres Vorgehen zur Einwerbung von Fördermitteln planen.

Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt. Sie sind herzlich eingeladen, sich schnellstmöglich, spätestens jedoch bis zum 18.12.2017, für die Teilnahme zu registrieren. Ihnen stehen dabei zwei alternative Termine zur Auswahl. Bitte geben Sie Ihre Terminpräferenz bei der Anmeldung mit an.


Die Teilnahme ist kostenfrei.


ANMELDESCHLUSS
18.12.2017


WANN
Dienstag, 20.02.2018, 9:00 – 17:00 Uhr
Dienstag, 27.02.2018, 9:00 – 17:00 Uhr


WO
München oder Frankfurt


WEITERE INFOS

RÜCKBLICK MEDTECH-DAYS 1+2


KONTAKT
Tea Böhm
Programm Managerin Venture Connect
Fraunhofer-Gesellschaft e. V.
Tel.: +49 89 1205-4537
E-Mail: Tea.boehm(at)zv.fraunhofer.de

07.12.2017

Adventsgeschenk vom Finanzamt

Rechtzeitig vor Weihnachten erhielt die F.O.M. den Freistellungsbescheid des Finanzamts für Körperschaften I Berlin und damit die Bestätigung ihrer dreijährlich überprüften Gemeinnützigkeit, rückwirkend für 2014 bis 2016. Es wurde erneut anerkannt, dass die F.O.M. ausschließlich und unmittelbar dem steuerbegünstigten Zweck, der Förderung von Wissenschaft und Forschung gemäß § 52 Absatz 2 Satz 1 Nr. 1 AO, dient und daher von der Körperschaftsteuer und der Gewerbesteuer befreit ist.

06.12.2017

Erfolgreicher Auftakt der Kooperation mit Fraunhofer

Venture Connect, eine Organisationseinheit der Transferabteilung der Fraunhofer Gesellschaft, Fraunhofer Venture, startete im Sommer 2017 mit einem neuen Ansatz, Industrie und Forschungseinrichtungen zur Adressierung von Technologiebedarfen zusammenzubringen. In dem vom Bundesforschungsministerium (BMBF) geförderten Programm werden zielorientiert vorbereitete Matching Days organisiert.

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) mit ihren 100 Forschungsvereinigungen ist aufgrund ihrer Themenoffenheit und der enormen Anzahl an Industrieunternehmen in ihrem Netzwerk für dieses Programm der ideale Programmpartner der Fraunhofer Gesellschaft. Eine erste Kooperation wurde für eines der ersten Pilot-Themenfelder vereinbart, die Medizintechnik. In 2018 soll die Kooperation auf weitere Themenfelder ausgebaut werden.

Unter der Leitung von Tea Böhm wurden die "MedTech-Days" konzipiert. Mit Unterstützung der AiF-Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik (F.O.M.) und des mit der F.O.M. kooperierenden Industrieverbands SPECTARIS wurden interessierte Unternehmen aus der Medizintechnik-Branche eingeladen, ihre Technologiebedarfe zu benennen und sich mit Bedarfs-spezifisch ausgesuchten Forschern der Fraunhofer-Institute zusammenzusetzen, um gemeinsam nach Lösungswegen zu suchen und mögliche Forschungsvorhaben zu planen.

Die F.O.M. begleitete die ersten beiden "MedTech-Days" Ende November für die AiF und informierte in Vorträgen und persönlichen Gesprächen über Möglichkeiten, für resultierende Studien der industriellen Machbarkeit von Innovationsideen Förderung im Rahmen des Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) einzuwerben. Ebenso informierten Gutachter der AiF Projekt GmbH über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) zur Förderung der Entwicklung von Prototypen. Mithilfe dieser beiden Werkzeuge der innovationsorientierten Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) lassen sich technologische Risiken minimieren und die Innovationskraft des Mittelstands effektiv stärken.

Die hohe Zufriedenheitsquote sämtlicher Teilnehmer und zahlreiche Verabredungen zu nächsten gemeinsamen Schritten zeugen von dem gelungenen Konzept der MedTech-Days. Bereits am 20. und 27. Februar 2018 finden die nächsten zwei Termine statt. Sollten Sie an einer Teilnahme interessiert sein, melden Sie sich über den unten stehenden Link bis zum 18.12.2017 an. Freuen Sie sich auf einen gewinnbringenden Austausch mit für Sie interessanten Gesprächspartnern in zielführenden Veranstaltungsmodulen und auf neue Innovationsimpulse.

RÜCKBLICK MEDTECH-DAYS 1+2

21.11.2017

Traditionell innovativ oder radikal digital?

Die diesjährige Jahreskonferenz der Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik (F.O.M.), die am 8. November 2017 stattfand, bot auch in 2017, was man von einer Transfergemeinschaft erwarten darf: Raum für Diskussionen neuer Innovationsideen, Möglichkeiten der Beteiligung an vorwettbewerblichen Forschungsprojekten, Präsentationen von Ergebnissen. Circa 80 Teilnehmer aus Wissenschaft, Industrie und Politik nutzten diese Plattform für die Ermöglichung gemeinsamer erster Schritte und den Austausch technologischer Informationen in der Frühphase der Innovationsschöpfung. Innovationsentwicklungen aus dem Überschneidungsbereich der klassischen Themenfelder der F.O.M., nämlich Augenoptik, Photonik, Sensorik und Messtechnik, Präzisionsmechanik, Oberflächenfunktionalisierung sowie Analysen- und Medizintechnik, standen ebenso im Fokus wie neue Themen aus dem Bereich der Digitalisierung.

Innovative Projektideen wie die Entwicklung eines schnellen und sensitiven Analysesystems von pathogenen Keimen zur Vermeidung von übermäßigem Einsatz von Antibiotika, die computergesteuerte Thermalisierung von Zahnimplantaten zur verbesserten Entfernung durch reversible Osseointegration sowie die Analyse und Optimierung  optischer Schichtmaterialien hinsichtlich extrinsischer Stoffe mittels experimenteller Analyse und paralleler Computersimulationen zeigten an diesem Vortragstag die Vielfalt der Innovationsaktivitäten der von der F.O.M. betreuten Branchen.

In den beiden Veranstaltungsblöcken zur "Uraufführung von Innovationsideen" wurden zehn neue Innovations- und Projektideen in Vorträgen vorgestellt, für die eine Forschungsförderung im Rahmen des BMWi-Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beantragt werden soll. Einige dieser Innovationsideen sind industrieangeregte Innovationsvorhaben - zwei davon wurden auf der F.O.M.-Konferenz 2016 in Workshops aufgegriffen und zwischenzeitlich weiterentwickelt. Zwischen- und abschließende Ergebnisse wurden auf 13 Poster auf dem "Marktplatz der Forschungsprojekte" diskutiert und den anwesenden Industrievertretern sowie Mitgliedern projektbegleitender Industrieausschüsse zugänglich gemacht.

Der Zuwendungsgeber, das Bundeswirtschaftsministerium, zeigte großes Interesse an den vorgestellten Innovationsaktivitäten: die neue Leiterin des Referats "Industrieforschung für Unternehmen, Innovationsberatung", MinR‘in Angelika Müller, stellte sich am Ende des Vormittags vor und eröffnete den "Marktplatz der Forschungsprojekte". Leiter und Mitarbeiter aus zwei BMWi-Referaten ließen sich in einer einstündigen Begehung von den Wissenschaftlern die Ergebnisse vorstellen. Begleitet wurde diese Begehung von Andrea Weißig (Geschäftsführerin für Forschungspolitik der AiF) Dr. Wenko Süptitz (Leiter des Fachverbands Photonik des mit der F.O.M. kooperierenden Industrieverbands SPECTARIS) und Tea Böhm (Transferabteilung der Fraunhofer Gesellschaft, Fraunhofer Venture). Informationsstände und -tische des Industrieverbands SPECTARIS, des Deutschen Instituts für Normung (DIN) und der F.O.M. bereicherten den Marktplatz der Forschungsprojekte.

In 2017 trieb uns besonders die anhaltende Vorhaltung um, unsere Industrie innoviere nicht ausreichend in Richtung Digitalisierung. Wie und in welche Richtung sollten Unternehmer und Unternehmerinnen ihre Innovationen vorantreiben? Sind herkömmliche, disruptive Innovationen in den klassischen Technologiefeldern noch zukunftssichernd oder riskieren viele Unternehmen, im Wettbewerb auf Dauer zu verlieren, wenn sie zum Beispiel nicht bereits Smart Data zur Marktevaluierung nutzen? Zu diesen Fragen stellte Tomas Pfänder, Vorstand der UNITY AG, im Rahmen des neuen Formats eines Beratervortrags interessante Aspekte und Sichtweisen zur Diskussion.

Abschließend tagte die Mitgliederversammlung der F.O.M., bei der über die Vereinsereignisse des vergangenen Jahres informiert und Pläne für die weitere Vereinsentwicklung verabschiedet wurden. Die F.O.M.-Konferenz 2018 ist geplant für Mittwoch, den 7. November 2018, und wird in denselben Räumlichkeiten, dem Besucher- und Schulungszentrum der KARL STORZ GmbH in Berlin, stattfinden. Wir freuen uns jetzt schon auf den wieder inspirierenden Austausch mit Ihnen.

18.11.2017

Zellmanipulation im Hochdurchsatz: Forschung des ILM befürwortet

Der Projektantrag "Zellmanipulation im Hochdurchsatz mittels gepulster Laser" (CellPulse) der Universität Ulm, Institut für Lasertechnologien in der Medizin und Meßtechnik, wurde mit sehr guten 35 Punkten (von 40) von den Gutachtern der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) bewertet. Die Forschung soll mit 246.650,00 EUR im Rahmen des Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung gefördert werden.

Das Projekt kann somit voraussichtlich im Frühjahr 2018 starten. 

Heutige Techniken zur Manipulation einzelner Zellen in komplexen Zellpopulationen sind oft apparativ aufwändig und durch mangelnde Zellselektivität und/oder hohe Belastung der Zellen geprägt. Eine präzise photonische Zellmanipulation bietet für biomedizinische Applikationen vielfältiges Einsatzpotenzial. Projektziel ist die Hochdurchsatz-Manipulation von Zielzellen in fluidischen Lösungen im Durchfluss mittels einzelner Laserpulse. Dazu wird die Detektion markierter Zellen mit der Zell-Perforation oder -Elimination synchronisiert und die Effektivität durch Anpassung von Bestrahlungsparametern optimiert. 

Die AiF-Gutachter lobten die hohe wirtschaftliche und gesellschaftliche Relevanz: "Mit dieser Methode würde neues Basiswissen (Laserparameter) generiert, das vielfältig für die Entwicklung neuer Produkte und standardisierter Verfahren verwendet werden könnte. [...] Gesellschaftlich könnte die Methode bei Erfolg in der Krebsimmuntherapie und der Stammzelltherapie zu Verbesserungen der Effizienz der Zellmanipulation beitragen."

Das Projekt wird durch einen projektbegleitenden Industrieausschuss mit sieben Unternehmen (darunter sechs KMU) und SPECTARIS, dem Deutschen Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e. V., unterstützt. Möchten Sie das Projekt durch Ihre Teilnahme am Projektbegleitenden Ausschuss oder durch eine Beteiligung an den Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

16.10.2017

Laser Bonding mit simultaner OCT in-line Kontrolle

Die Risikominimierung einer wirtschaftlichen Automatisierung der Produktion komplexer Elektronikprodukte erfordert die (Weiter-)Entwicklung von Schlüsselprozessen für zukunftsfähige Produktionslösungen. Der Fokus liegt hierbei auf einer wirtschaftlich ausgerichteten Herstellautomation für individualisierte Produkte.

In dem Projektvorhaben "Laser Bonding mit simultaner OCT in-line Kontrolle" (LABOR) soll ein hochindividualisierbares laserbasiertes Verfahren zum eutektischen Bonden inklusive umfassender Prozess- und Qualitätskontrolle, mit dem auch Mittel- und Kleinserien zeit- und kosteneffizient produziert werden können, entwickelt werden. Dies wollen die Wissenschaftler des Laser Zentrums Hannover und der Leibniz Universität Hannover (ITA) durch eine kontinuierliche optische Visualisierung der Fügestellen mittels schneller hochauflösender OCT erreichen.

Der Projektantrag soll im Winter 2017 zur Begutachtung eingereicht werden und das Projekt im Frühjahr 2018 starten. Eine Fördersumme in Höhe von ca. 500 T Euro wird aus dem Topf des BMWi-Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beantragt werden.

Ziel der im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung geförderten Forschungsprojekte ist die Unterstützung deutscher mittelständischer Unternehmen bei der Verfolgung potentialreicher Innovationsideen. Daher sind für den Erfolg des Projektantrags die Darstellung eines nachdrücklichen Interesses und der Unterstützung durch Industrieunternehmen, insbesondere durch KMU, von zentraler Wichtigkeit.

Möchten Sie zur Ermöglichung des Projektvorhabens beitragen und es durch Teilnahme im Projektbegleitenden Industrieausschuss oder durch einen Förderbeitrag zur Abdeckung der Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

10.10.2017

Innovationsstandort Deutschland weiter stärken

In einer gemeinsamen Stellungnahme der größten deutschen Wissenschaftsorganisationen und mehrerer Wirtschaftsorganisationen wenden sich 22 der wichtigsten Träger des Wissenschafts- und Innovationssystems in Deutschland an die gesamte Breite der Politik. Sie appellieren an Bund und Länder, Wissenschaft und Innovation auch künftig hohe Priorität einzuräumen.

STELLUNGNAHME:

Wissenschaft und Forschung als Fundament unserer Zukunft weiter stärken

Deutschlands wirtschaftlicher Erfolg basiert wesentlich auf der Stärke seines Wissenschafts- und Innovationssystems. Es ist das Fundament für Wohlstand, Wachstum, Arbeitsplätze, soziale Integration und die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. Grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung an Hochschulen und außeruniversitären Wissenschaftseinrichtungen sind dafür ebenso unverzichtbar wie die F&E-Aktivitäten der Unternehmen.

Bund und Länder, Wissenschaft und Wirtschaft haben in den vergangenen Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, das Wissenschafts- und Innovationssystem zu stärken. Die Steigerung des Anteils der Forschungsausgaben auf 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ist dabei ein wichtiges Etappenziel. Dank dieser gemeinsamen Anstrengungen gehört Deutschland heute zu den weltweit führenden Wissenschafts- und Innovationsstandorten.

Gerade in Zeiten großer gesellschaftlicher Umwälzungen gilt es, diese Dynamik nicht nur beizubehalten, sondern zu verstärken. Nur so können gesellschaftliche Herausforderungen wie der Klimawandel, die Energiewende, die demografische Entwicklung oder der Fachkräftemangel bewältigt und die enormen Chancen der Digitalisierung genutzt werden. Die unterzeichnenden Organisationen appellieren an Bund und Länder, Wissenschaft und Innovation auch künftig hohe Priorität einzuräumen. Als Zeichen einer kohärenten und verlässlichen Wissenschafts- und Innovationspolitik unterstützen wir das Ziel, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung bis 2025 auf einen Anteil von 3,5 Prozent am Bruttoinlandsprodukt zu steigern. Folgende Maßnahmen tragen dazu bei, dieses Ziel zu erreichen:

1.  Steuerliche F&E-Förderung für die forschenden Unternehmen ergänzend zur Projektförderung einführen

Das 3,5-Prozent-Ziel kann nur erreicht werden, wenn die Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung auch für die Wirtschaft, die derzeit rund zwei Drittel der gesamten F&E-Ausgaben aufbringt, attraktiv sind. Hierzu gehört die Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung. Um bundesweit nachhaltige Innovationsimpulse zu erzielen, muss die steuerliche Forschungsförderung den innovativen Unternehmen zugänglich sein. Der Fördersatz sollte einen realen Anreiz für mehr F&E-Aktivitäten in der Wirtschaft setzen und die Eigeninitiative der Unternehmen stärken. Die bewährte Projektförderung darf durch die Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung nicht beeinträchtigt werden. Externe Entwicklungsaufwendungen, auch die Auftragsforschung, sollten als förderfähig berücksichtigt werden.

2.  Wissenschaftspakte fortsetzen

Der Pakt für Forschung und Innovation muss fortgesetzt werden, um die hohe Leistungsfähigkeit der Forschung weiter zu stärken und die Veränderungsdynamik zu erhöhen. Er hat entscheidend dazu beigetragen, dass Wissenschaft und Forschung in Deutschland ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit nochmals gesteigert haben. Auch die Kooperationen mit Unternehmen werden kontinuierlich intensiviert. Die Kombination von forschungspolitischen Zielen und kontinuierlichem Aufwuchs der Grundfinanzierung hat sich außerordentlich bewährt. Die Grundfinanzierung der Hochschulen ist strukturell dringend und nachhaltig zu verbessern, unter anderem, indem die Mittel der ersten Säule des Hochschulpakts 2020 künftig unbefristet und umfassend verwendbar bereitgestellt werden. Nur mit einer verlässlichen Finanzierung können die Hochschulen ihrer Rolle als Kernelement des Wissenschaftssystems auch künftig gerecht werden.

3.  Technologieoffene Förderprogramme für den Mittelstand stärken

Die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) und das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) haben sich in der Forschungsförderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) bewährt. Dank ihrer Themenoffenheit, ihrer industrierelevanten Forschungsagenda und Netzwerkorientierung bieten sie eine ausgezeichnete Plattform für den Ideenaustausch und den Wissenstransfer. Sie sind zentrale Instrumente, um die Zahl innovativer Unternehmen in Deutschland wieder zu erhöhen, einen praxisnah qualifizierten Ingenieursnachwuchs hervorzubringen und die Kooperation zwischen KMU, akademischer und außeruniversitärer Forschung weiter zu stärken. Daher sollten sie einen Mittelaufwuchs erfahren, der dem tatsächlichen Bedarf entspricht.

4.  Spitzenforschung stärken, Innovationen befördern

Das deutsche Wissenschaftssystem ist kooperativ, arbeitsteilig und regional breit aufgestellt. Die Chancen dieser verteilten Exzellenz müssen künftig noch besser genutzt werden. Sowohl herausragende Grundlagenforschung als auch exzellente anwendungsnahe Forschung müssen ihren hohen Stellenwert behalten. Die thematisch offene Förderung exzellenter Wissenschaft und deren Vernetzung sollten gestärkt werden. Überdies schöpft Deutschland sein Potenzial noch nicht aus, grundlegend neue und richtungsweisende Innovationen hervorzubringen. Zusätzlich zu den bestehenden Förderstrukturen sollten deshalb weitere Fördermaßnahmen für neuartige Forschung, Kooperation und Transfer konzipiert werden. Dabei sollten auch vollständig neue Förderformate in den Blick genommen werden, die auf disruptive Innovationen abzielen.

5.  Neue Instrumente für den Technologie- und Wissenstransfer nutzen

Industrie und Wissenschaft benötigen mehr Freiräume, um neue Technologien und Geschäftsmodelle praxisnah zu erproben. Beispielsweise dienen Reallabore und Experimentierräume der Validierung sowohl technischer als auch sozialer Innovationen. Zugleich bieten sie die Möglichkeit, früh in einen gesellschaftlichen Dialog zu treten. Digitalisierung, die Energie- und Mobilitätswende, an denen Wissenschaft und Wirtschaft gleichermaßen arbeiten, sind hier besonders relevant. Die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist weiter zu fördern und mit dem Ziel zu stärken, vollständige Innovationskreisläufe von der Grundlagenforschung bis in die Anwendung und zurück abzubilden. Dazu sollten zusätzliche Förderformate entwickelt werden, die auf engen Entwicklungspartnerschaften zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen mit komplementären Interessen und komplementärem Know-how aufbauen und diese in Innovationen überführen. Auch die innovationsorientierte öffentliche Beschaffung sollte ausgebaut werden, um die Marktanwendung von Forschungsergebnissen aktiv voranzutreiben und Innovationsprozesse zu beschleunigen. Dazu tragen auch die Förderung von Innovationsplattformen in der Verbundforschung und Pilotanlagen sowie die Förderung technologieorientierter Start-up-Unternehmen bei. Im Rahmen von Validierungs- und Transferaktivitäten sollten Technologie- und Wissenstransfer gleichermaßen berücksichtigt werden.

6.  Hochschulbildung und berufliche Qualifizierung stärken

Die Nachfrage nach Hochschulbildung wird weiterhin hoch bleiben. Der kapazitive Ausbau des Hochschulsystems war und ist wichtig, muss jetzt aber um eine zukunftsweisende Qualitätsoffensive ergänzt werden. Die Lehr- und Lernbedingungen an den Hochschulen müssen gestärkt, die Beschäftigungsmöglichkeiten in der Wissenschaft verbessert und die Chancen der Digitalisierung und der
wissenschaftlichen Weiterbildung ausgeschöpft werden. Daneben sind die duale Ausbildung und die betriebliche Weiterbildung entscheidend, um dem Fachkräftemangel etwa im IT-Bereich effizient entgegenzuwirken. Diese Aufgaben können Staat, Wirtschaft und Wissenschaft nur gemeinsam bewältigen. Zugleich sollte Deutschland seine starke Position nutzen, um international qualifiziertes Personal für Wirtschaft und Wissenschaft zu rekrutieren.

 

Über die genannten Punkte hinaus empfehlen wir eine stärkere Berücksichtigung möglicher Auswirkungen, die geplante Gesetzesvorhaben auf den Forschungs- und Innovationsstandort Deutschland haben können. Dabei sollten negative und positive Auswirkungen bei künftigen Gesetzgebungsverfahren geprüft werden.

Im Rahmen von Innovationsstrategien der Bundesregierung sollten Förderschwerpunkte künftig noch stärker als bisher ressortübergreifend und methodisch konsistent festgelegt werden. Mit einem höheren Maß an Transparenz, einer klareren Prozessgestaltung, einer konsequenten Umsetzung im Förderhandeln und einer nachvollziehbaren Förderberichterstattung kann eine höhere Akzeptanz der beteiligten Akteure erreicht werden.

Die unterzeichnenden Organisationen appellieren an Bund und Länder, die genannten Maßnahmen in der kommenden Legislaturperiode umzusetzen. Wissenschaftlicher Fortschritt ist die wesentliche Grundlage, gesellschaftlichen Zusammenhalt, soziale Stabilität, Wohlstand und Wachstum für kommende Generationen zu sichern.

 

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Die FAZ berichtete in ihrer Print-Ausgabe vom 10.10.2017 über die Stellungnnahme.

20.09.2017

Laserstrukturierung von Titan- und PEEK-Implantatoberflächen zur Verbesserung des Einwachsverhaltens

Implantatinfektionen sind ernste Komplikationen bei der Anwendung von orthopädischen und Dentalimplantaten, die im Wesentlichen aus unzureichender Osseointegration durch das umliegende Knochengewebe oder durch Infektionen infolge kontaminierter Implantatoberflächen entstehen. Das Projektvorhaben "Laserstrukturierung von Titan- und PEEK-Implantatoberflächen zur Verbesserung des Einwachsverhaltens" (LASIM) zielt darauf ab, das Einwachsen von Implantaten zu verbessen und gleichzeitig die Infektionsgefahr zu verringern.

Hierzu wollen die Wissenschaftler der TU Dresden und INNOVENT Topographien im Mikrometerbereich auf PEEK- und Titan-Implantaten durch direkte Laserinterferenzstrukturierung erzeugen und die Implantate anschließend durch Aufbringen von adhäsionsfördernden oder antibakteriellen Beschichtungen veredeln. Optimierte Implantate sollen Bakterien insbesondere im kritischen initialen Zeitraum abweisen, bis Osteoblasten die Oberfläche vollständig besiedelt haben: Für Implantate aus PEEK und Titan wird eine Bakterienreduzierung von 70 % und eine signifikant verbesserte Zelladhäsion im Zeitbereich bis drei Stunden angestrebt.

Der Projektantrag soll im Winter 2017/2018 zur Begutachtung eingereicht werden und das Projekt im Sommer 2018 starten. Eine Fördersumme in Höhe von ca. 400 T Euro wird aus dem Topf des BMWi-Programms der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beantragt werden.

Ziel der im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung geförderten Forschungsprojekte ist die Unterstützung deutscher mittelständischer Unternehmen bei der Verfolgung potentialreicher Innovationsideen. Daher sind für den Erfolg des Projektantrags die Darstellung eines nachdrücklichen Interesses und der Unterstützung durch Industrieunternehmen, insbesondere durch KMU, von zentraler Wichtigkeit.

Möchten Sie zur Ermöglichung des Projektvorhabens beitragen und es durch Teilnahme im Projektbegleitenden Industrieausschuss oder durch einen Förderbeitrag zur Abdeckung der Administrationskosten unterstützen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und lassen Ihnen gerne weitere Informationen zukommen.

Projektsteckbrief

10.09.2017

Fraunhofer MedTech Day in Kooperation mit der F.O.M.

Die Fraunhofer-Gesellschaft und die F.O.M. laden kleinere und mittlere Unternehmen ein, ihre Innovationsinteressen im Bereich der Medizintechnik mit den Forschungsexperten der Fraunhofer Institute zu analysieren.

Das Pilotprojekt "MedTech Day" des Fraunhofer Transfer-Teams "Venture Connect" hat zum Ziel, innovationsinteressierte Unternehmen des deutschen Mittelstands mit den speziell zu ihren technologischen Herausforderungen passenden Wissenschaftlern und Technologien zusammenzubringen.

Die interaktive Veranstaltung wird individuell auf die Interessen der Teilnehmer und die im Vorfeld abgestimmten technologischen Herausforderungen zugeschnitten. Diese ausgeprägte Zielorientierung ermöglicht eine effiziente, gemeinsame Suche nach konkreten Lösungsansätzen zu dem jeweils betrachteten Technologiebedarf oder -interesse.

Am Ende jedes der sorgfältig vorbereiteten und mit ausgewählten Experten begleiteten Prozesse steht die Evaluierung der Möglichkeit, gemeinsam mit Fraunhofer ein Projekt zu initiieren, z. B. ein durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördertes Projekt der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) oder ein Projekt des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM).

Die F.O.M. und die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) unterstützen das Pilotprojekt der Fraunhofer-Gesellschaft. Durch ihre Begleitung der Workshops lässt sich die Überführbarkeit von resultierenden Forschungsvorhaben in BMWi-geförderte Projekte zeitgleich prüfen und weiteres Vorgehen zur Einwerbung von Fördermitteln planen.

Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt. Sie sind herzlich eingeladen, sich schnellstmöglich, spätestens jedoch bis zum 30.09.2017, für die Teilnahme zu registrieren. Ihnen stehen dabei zwei alternative Termine zur Auswahl. Bitte geben Sie Ihre Terminpräferenz bei der Anmeldung mit an.


Die Teilnahme ist kostenfrei.


ANMELDESCHLUSS
30.09.2017


WANN
Donnerstag, 23.11.2017, 9:00 – 17:00 Uhr
Dienstag, 28.11.2017, 9:00 – 17:00 Uhr


WO
München oder Frankfurt


WEITERE INFOS
http://fraunhoferventure.de/medtechday


KONTAKT
Tea Böhm
Programm Managerin Venture Connect
Fraunhofer-Gesellschaft e. V.
Tel.: +49 89 1205-4537
E-Mail: Tea.boehm(at)zv.fraunhofer.de

01.09.2017

Neue IGF-Richtlinie in Kraft

Die neue "Richtlinie über die Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung" (IGF) vom 10. August 2017 wurde im Amtlichen Teil des Bundesanzeigers (BAnz AT 31.08.2017 B1) veröffentlicht. Sie tritt am 1. September 2017 in Kraft und ersetzt die Vorgängerversion, die bis zum 31.12.2017 befristet war. Die Laufzeit der neuen Richtlinie endet jetzt zum 31. Dezember 2021.

Die Fortsetzung des IGF-Programms ist ein wichtiger Schritt zur Sicherstellung des effektiven und effizienten Technologietransfers in Deutschland.

Mit dem Förderprogramm "Industrielle Gemeinschaftsforschung" unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) seit über 60 Jahren die Innovationskraft der deutschen Industrie, insbesondere die von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Zusammen mit dem zweiten großen Förderprogramm des BMWi, dem "Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand" (ZIM) trägt es wesentlich dazu bei, Amortisierungsrisiken zu minimieren, wenn es darum geht, Innovationsideen weiter zu verfolgen, industrielle Machbarkeiten in IGF-Projekten zu überprüfen und Prototypen in ZIM-Projekten zu entwickeln.

Zu den wesentlichen Neuerungen der Förderrichthlinie zählen:

  • Als Letztzuwendungsempfänger geförderte Forschungseinrichtungen (vormals "Forschungsstellen") müssen ihren Sitz in Deutschland haben.
  • CORNET, die IGF-Förderlinie für internationale Kooperationen, wird für nichteuropäische Staaten geöffnet.
  • Die Vorgaben zur Einbindung von KMU im Projektbegleitenden Ausschuss (PA) wurden neu gefasst: Ihm sollen mindestens drei interessierte KMU angehören, bei mehr als sechs PA-Mitgliedern erhöht sich die KMU-Mindestanzahl auf vier, bei mehr als acht Mitgliedern auf fünf, bei mehr als elf Mitgliedern auf sechs und bei mehr als vierzehn Mitgliedern auf sieben KMU.
  • Jede Forschungsvereinigung, wie die F.O.M., kann einmal im Jahr für ein branchenübergreifendes, branchenrelevantes oder technologieweisendes IGF-Vorhaben zwei Bonuspunkte vergeben.

IGF-Richtlinie 2017

 

11.08.2017

Forschung zu strukturierten CVD-Diamant-Mikroschleifstiften startet im September

Das IGF-Projekt "Strukturierte CVD-Diamant-Mikroschleifstifte"; (DIAS; 19664 N) kann wie erwartet zum 01.09.2017 starten.

In dem Projekt des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik IST Braunschweig und der TU Braunschweig, Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik IWF, sollen CVD-Diamant-Mikroschleifstifte mit Durchmessern zwischen 0,1 und 3,0 mm sowie angepasste Werkzeugmaschinentechnik und Bearbeitungsprozess-Know-how für eine wirtschaftliche Schleifbearbeitung mit sehr hoher Oberflächengüte entwickelt werden. Hierfür werden neue CVD-Diamantschichtaufbauten (größere Kristallite) und neue Nutgeometrien in den Stiften zur Spanabfuhr kombiniert, wodurch bei Erfolg Zusetzungen vermieden und höhere Zeitspanungsvolumina ermöglicht werden können.

Die Mitglieder des projektbegleitenden Industrieausschusses werden zeitnah von den Forschungsleitern kontaktiert und zu einem ersten Kick-Off-Treffen eingeladen.

Projektseite DIAS

11.08.2017

IGF aus der Sicht der Industrie - ein Interview

Die Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik (F.O.M.) ist 1963 aus SPECTARIS, dem Deutschen Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien, heraus gegründet worden. Sie bringt seit über 50 Jahren Forschungsinstitute und Industrieunternehmen zusammen und betreibt innovationsorientierte Forschungsprojekte.

Als eine von 101 Mitgliedsvereinigungen der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) ist sie antragsberechtigt im Förderprogramm der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und wirbt jährlich zwischen 0,75 und 2,0 Mio. Euro Fördermittel für die begleiteten Branchen ein.

Für das Jahrbuch Medizintechnik führte der Industrieverband SPECTARIS Ende Juli 2017 das folgende Interview über die direkten und indirekten Vorteile der IGF als Instrument der Mittelstandsförderung mit zwei Vorständen der F.O.M. durch, mit dem Vorsitzenden Dr. Harald Stallforth (Berater und ehem. Vorstand für Forschung & Entwicklung und Qualitätsmanagement der Aesculap AG), sowie dem stellvertretenden F.O.M.-Vorsitzenden, Dr. Klaus Irion (Global Vice President Forschung & Technologie der KARL STORZ GmbH & Co. KG):

SPECTARIS: Die IGF ist mit einem Alter von über 60 Jahren Deutschlands dienstältestes Förderprogramm, welches mit der Förderung von Studien der industriellen Machbarkeit von Innovationsideen in der Frühphase der Innovationsschöpfung ansetzt. Auch im Ausland genießt das Programm hohe Anerkennung. Was macht dieses Programm des Bundeswirtschaftsministeriums aus Ihrer Sicht so nachhaltig erfolgreich?

HS: In vielen Programmen wird die Beantragung von Projektfördermitteln durch komplizierte Anträge oder Antragsformalitäten erschwert. Die IGF hingegen zeichnet sich durch die Zwischenschaltung wohlwollender Forschungsvereinigungen, wie der F.O.M., aus, die mit Programm-, Antrags- und Fachkompetenz sowie intensiver Betreuung auf unbürokratische und zielgerichtete Weise eine hohe Antragsqualität sicherstellen und somit für einen niedrigschwelligen Zugang zu den Fördermitteln sorgen.

KI: Von Bedeutung ist, dass die IGF-Förderung in einer frühen Phase der Innovationsschöpfung unterstützt, in der die Innovationsideen noch mit einem hohen technologischen Risiko behaftet sind. In dieser Phase zwischen Grundlagenforschung und Produkt- oder Applikationsentwicklung können die technologischen Herausforderungen am effizientesten gemeinsam gelöst werden. Der vorwettbewerbliche Charakter des Förderinstruments begünstigt zudem die Interessenfindung verschiedener, zum Teil kompetitiver Firmen und garantiert, dass alle eingebundenen Firmen denselben Informations- und Ergebnisstand erhalten.

SPECTARIS: Sehen Sie Mehrwerte in einer Beteiligung von Industrieunternehmen an IGF-Projekten im Vergleich zu Beteiligungen an Projekten anderer Förderprogramme und wenn, dann welche?

HS: Durch die Übernahme von 100 % der anrechenbaren Forschungskosten ist das Amortisierungsrisiko bei einer Beteiligung eines Unternehmens im Projektbegleitenden Ausschuss von IGF-Projekten nahezu null. Dabei ist wichtig, zu bedenken, dass auch im Falle eines negativen Projektergebnisses – wenn sich also eine Innovationsidee als nicht industriell machbar herausstellt – der Wissenszugewinn einen mitunter wertvollen Mehrwert darstellt.

KI: Ein Vorteil, den KARL STORZ für die IGF-Projekte sieht, besteht darin, dass die Forschungsinstitute Themen bearbeiten, die bereits ein breites Interesse aus Industriesicht besitzen. Die Praxisrelevanz und das Potential einer möglichen Umsetzbarkeit sind dadurch gegeben.

SPECTARIS: Was motiviert Ihre Unternehmen seit vielen Jahren, sich für die Industrielle Gemeinschaftsforschung zu engagieren und sich in den Projektbegleitenden Ausschüssen der IGF-Projekte zu beteiligen. Werden Ihre Erwartungen erfüllt?

HS: In keinem mir bekannten Programm werden grundlegende technologische Erkenntnisse so effizient für die Teilnehmer an den Projektbegleitenden Ausschüssen der Forschungsprojekte gefördert und transferiert wie in der IGF. Aus diesem Grund engagiert sich die Aesculap AG seit mittlerweile über 25 Jahren in den Projekten der IGF. Unsere Erwartungen wurden meistens, aber nicht immer erfüllt. Das liegt jedoch in der Natur der Projekte. Auch selbst finanzierte FuE-Projekte sind nicht immer erfolgreich.

KI: Für das Unternehmen KARL STORZ ist es wichtig, Forschungs- und Technologietrends für die Medizintechnik frühzeitig zu erfassen, um in Kombination mit spezifischen Marktanforderungen und Kundenbedürfnissen neue Innovationen angehen zu können. Durch das Engagement bei der Forschungsvereinigung F.O.M. innerhalb der AiF und der aktiven Teilnahme an Projektbegleitenden Ausschüssen ist eine Transparenz zu aktuellen Forschungsprojekten gegeben. So beschäftigt sich z. B. das seit Jahresbeginn laufende IGF-Projekt "EFORMIN" der F.O.M. mit dem Einsatz von Memory-Metallen für chirurgische Instrumente. Neben den entsprechenden Demonstrator-Realisierungen ist es vor allem relevant, die Grenzen dieser speziellen Metalllegierungen zu kennen.

SPECTARIS: Sie beide unterstützen die F.O.M. auch persönlich durch Ihre ehrenamtliche Arbeit als Vereinsvorstände. Welchen Nutzen hat die Arbeit der F.O.M. für die Medizintechnikbranche? Sind Sie mit dem tatsächlich stattfindenden Technologietransfer in den F.O.M.-Projekten zufrieden?

HS: In der Regel haben die Projekte, an denen wir uns beteiligt haben dazu beigetragen, über den Tellerrand der eigenen Aktivitäten hinausschauen zu können. Das heißt auch, dass nicht alle Erkenntnisse unmittelbar in eigene Projekte übergeführt werden konnten. Aus meiner Sicht tut dies aber dem Nutzen des Programms keinen Abbruch.

KI: Die Medizintechnik ist applikationsorientiert und deckt technologisch ein sehr breites Spektrum ab. Es ist daher wichtig, für allgemeine Bereiche, wie z. B. Optik, Optische Technologien und Feinwerktechnik, neuartige Aspekte und ergänzende Forschungsergebnisse in die Produktentwicklung, aber auch in die Fertigung einfließen zu lassen. Der detaillierte Ergebnistransfer ist insbesondere über die F.O.M.-Konferenzen und über die Sitzungen der Projektbegleitenden Ausschüsse ausreichend sichergestellt. Teilweise wäre eine noch frühzeitigere Berichtsübermittlung an den Projektbegleitenden Ausschuss wünschenswert.

SPECTARIS: Welche zukünftige Entwicklung der F.O.M. und ihres Dienstleistungsportfolios erhoffen Sie sich?

HS: Die F.O.M. sollte sich weiterhin an einer sinnvollen Weiterentwicklung des IGF-Programms beteiligen und den Weg der hochqualitativen Antragstellung und Projektdurchführung konsequent fortsetzen. Damit hat sie sich zu einem wesentlichen Technologietransfer-Partner des Verbandes SPECTARIS entwickelt, deren Arbeit allen Mitgliedsunternehmen des Industrieverbands zugutekommt. Darüber hinaus könnte sich die F.O.M. vorsichtig zu einer kompetenten Stelle auch für andere Förderprogramme entwickeln. Vorsichtig deshalb, weil darunter die erreichte Qualität im IGF-Programm nicht leiden darf.

KI: Die Medizintechnik wird sich von den konventionellen Bereichen Feinwerktechnik und Optik hin zu integrierter Elektronik sowie Sensorik und vor allem auch Richtung Software-gestützter Diagnostik und Therapie entwickeln. Auf diese neuen thematischen Aspekte sollte sich auch das Dienstleistungsangebot der F.O.M. ausrichten.

SPECTARIS: Herr Dr. Stallforth, Herr Dr. Irion, herzlichen Dank für das Gespräch.

10.07.2017

Forschung zur Hautkrebs-Früherkennung bewilligt

Wie geplant kann das IGF-Projekt "Strukturierte Beleuchtung und hyperspektrale Bildgebung als neuartiger Ansatz zur Tumorerkennung in der Dermatologie"; (HSI-plus; 19639 N) am 01.08.2017 starten.

In dem Projekt HSI-plus der Universität Ulm, Institut für Lasertechnologien in der Medizin und Meßtechnik, soll ein bildgebendes Messsystems zur objektiven Erkennung prämaligner Läsionen der Haut entwickelt werden. Dazu werden zwei Technologien kombiniert: Mit strukturierter Beleuchtung soll eine Tiefenauflösung erreicht und störende Signalanteile aus unteren Gewebeschichten herausgefiltert werden. Ein multifokales hyperspektrales Kamerasystem soll Zellveränderungen durch ortsaufgelöste Erfassung optischer Hauteigenschaften abbilden.

Die Mitglieder des projektbegleitenden Industrieausschusses werden zeitnah von dem Forschungsleiter kontaktiert und zu einem ersten Kick-Off-Treffen eingeladen.

Projektseite HSI-plus

Kontakt

F.O.M.

Werderscher Markt 15
D-10117 Berlin

Fon: +49 (0)30 414021-39
E-Mail: info@forschung-fom.de

News

09.11.2018

Trends beschleunigen durch themenoffene Transferprojekte

F.O.M.-Konferenz 2018 - Plattform für Technologietransfer und Austausch zu Innovationsideen

08.11.2018

Medizintechnik-Projekt des FAM-Mitglieds DECHEMA ausgezeichnet

Unter den Finalisten auch IGF-Projekt Opti-Bond der F.O.M.

05.11.2018

Ultrahard optical diamond coatings

Neues internationales Projekt zur Entwicklung ultraresistenter Oberflächen

Zusendungen der F.O.M.

Kooperationspartner