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11.09.2019

Forschung zur Diagnostik multiresistenter Erreger startet

Entwicklung eines "Point-of-Care-Gerätes" soll weltweiten Vormarsch von Antibiotika-Resistenzen eindämmen: IGF-Project InfektResonator

Forschung zur Diagnostik multiresistenter Erreger startet

Bei stationären Behandlungen kommt es durch ungezielten und übermäßigen Einsatz von Antibiotika immer häufiger zu oft tödlichen Infektionen durch (multi-) resistente Erreger. Um diese Entwicklung aufzuhalten und die Chancen auf Therapieerfolg zu erhöhen, ist es nötig, schneller belastbare diagnostische Daten zu den Erregern zu erhalten. Projektziel ist die Entwicklung eines schnellen, sensitiven Analysesystems. Dieses soll auf der Biofunktionalisierung von Mikroresonatorpartikeln für die spezifische Adsorption von Erkennungsmolekülen basieren.

Nach sehr guter Befürwortung wurde der "Antrag auf Förderung" für das Projekt "Mikroresonatoren für die 'Point of care'-Diagnostik pathogener Keime" (InfektResonator) von der "Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik" (F.O.M.) eingereicht. Die weltweit dringend benötigte Forschung des Instituts für Präzisionsmedizin der Hochschule Furtwangen soll mit etwa 250.000 EUR im Rahmen des Programms "Industrielle Gemeinschaftsforschung" des deutschen Bundeswirtschaftsministeriums gefördert werden und kann voraussichtlich zum November 2019 starten.

Das Projekt wird durch einen projektbegleitenden Industrieausschuss mit acht Unternehmen, darunter sieben KMU, sowie einer Klinik und SPECTARIS, dem Deutschen Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e. V., unterstützt.

Die Administrationskosten werden vollständig aus freiwilligen Zuwendungen der Industrie finanziert.

Die F.O.M., als Mitglied der AiF-Forschungsallianz Medizintechnik (FAM), stellt sich mit diesem und ähnlichen Projekten der großen gesellschaftlichen Herausforderung 'Gesundheit und Pflege'.

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