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01.04.2026

Additive Fertigung neuartiger, komplex geometrischer Bauteile für hochtechnologische Anwendungen durch optimierte Prozesskette

IGF-Vorhaben "HoliAM" wurde mit mehr als einer halben Millionen Euro Forschungsgelder zum 01.04.2026 bewilligt

Additive Fertigung neuartiger, komplex geometrischer Bauteile für hochtechnologische Anwendungen durch optimierte Prozesskette

Das Laser Powder Bed Fusion (PBF-LB/M)-Verfahren ermöglicht die additive Fertigung neuartiger, komplex geometrischer Bauteile, die insbesondere für hochtechnologische Anwendungen geeignet wären. Die mit diesem Verfahren erzielte Oberflächenrauheit ist dafür jedoch ungenügend und eine Nachbehandlung ist derzeit sehr kostenintensiv. Zudem ist die Werkstoffauswahl für das PBF-LB/M-Verfahren nur eingeschränkt. Die innovative Materialklasse der metallischen Massivgläser (BMG) bietet hier eine vielversprechende Alternative mit hervorragenden Eigenschaften allerdings mit bisher überwundenen fertigungstechnischen Einschränkungen.

Wissenschaftler des Lehrstuhls Fertigungstechnik der Universität Duisburg-Essen und des Fraunhofer-Instituts für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK Berlin planen in dem IGF-Projekt "Holistische Optimierung der Oberflächengüte in der additiven Fertigung von Metallen mittels Laser Powder Bed Fusion" (HoliAM) durch eine ganzheitliche Betrachtung der Prozesskette von der Materialauswahl über die Pulverklassifizierung und der Parameterauswahl bis hin zur Produktion einschließlich Nachbearbeitungsstrategie zu entwickeln. Dies soll an Zirkon-basierten BMG exemplarisch erprobt werden, wobei konventioneller Edelstahl als Referenzmaterial dient.

In diesem Projekt werden nun Prozessparameter zur Reduzierung der Oberflächenrauheiten ermittelt und die Kette der Nachbearbeitungsprozesse untersucht. Durch kombinierte Anwendung der Verfahren des Strahl- und Gleitspanens, des Strömungsschleifens und Elektropolierens soll somit eine Oberflächenrauheit von < 0,05 µm erreicht werden.

Das Anfang Februar 2026 für eine IGF-Förderung ausgewählte Projekt der F.O.M. erhielt nun den Zuwendungsbescheid des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) und startet zum 1. April 2026 mit einer Projektlaufzeit von 24 Monaten. Die 517.586 Euro Forschungskosten sind somit bereits zu 100 % gedeckt. Die durch die Unternehmen der projektbegleitenden Industrie-Ausschüsse zu deckenden Administrationskosten sind bisher jedoch nur zu 58 % gedeckt.

Bitte melden Sie sich gerne, wenn Sie dem projektbegleitenden Ausschuss noch beitreten oder die Durchführung des Projekts durch einen Förderbeitrag (Spende oder Mitgliedsbeitrag) unterstützen möchten (info@forschung-fom.de, 030 4140 21-39).  
 

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