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Echtes Handwerkszeug für die Praxis
im neuen europäischen Patentsystem

RÜCKSCHAU

Im vierten Seminar der beliebten und erfolgreichen Reihe am 21. Mai 2026 ging es nicht um graue Theorie, sondern um echtes Handwerkszeug für die Praxis. Das Ziel bestand darin, den Teilnehmern einen klaren Kompass mit auf den Weg zu geben. Sie sollten ein Bewusstsein dafür entwickeln, wie das neue europäische Patentsystem funktioniert und wie man eine internationale Anmeldestrategie aufbaut, die zu den Unternehmenszielen passt. Die Barrieren zum „Patentrecht” wurden abgebaut und es wurde gezeigt, wie IP-Rechte als echtes Werkzeug zur Sicherung von Marktanteilen genutzt werden können.
 
Besonders wichtig war der Austausch: Unsere hochkarätigen und erfahrenen Referenten mit nationaler und internationaler Expertise gingen auf die spezifischen Herausforderungen ein. 

Das Seminar bot ausreichend Raum, um mitgebrachte Themen der Teilnehmer detailliert zu diskutieren, und vermittelte den Teilnehmern ein klares Verständnis der für ihren IP-Schutz benötigten rechtlichen Rahmenbedingungen.

Agenda

Teil I:  Das neue Einheitspatentsystem (UPC)

  • "Long arm jurisdiction" – Die Reichweite des neuen Gerichts: Wir klären auf, wie das neue europäische Patentgericht (UPC) arbeitet und warum eine einzige Entscheidung nun Auswirkungen auf fast ganz Europa haben kann – sowohl als Chance als auch als Risiko für Ihr Unternehmen.
  • Sprachregelungen im Verfahren: Vor welchen Gerichten wird in welcher Sprache verhandelt? Wir zeigen Ihnen, wie die Sprachwahl Ihre Verteidigungsstrategie und die Kosten beeinflusst.
  • Kostenstruktur und Gebühren: Vom Streitwert bis zur Erstattung: Wir geben Ihnen einen transparenten Überblick über die Gerichtsgebühren und die finanziellen Rahmenbedingungen des neuen Systems.

Teil II:  Globale Anmeldestrategie

  • Strategischer Überblick: Wo lohnt sich ein Schutz wirklich? Wir besprechen, wie Sie Ihre Patente sinnvoll über Ländergrenzen hinweg kosteneffizient planen, um Ihre Märkte abzusichern, ohne sich im "Dschungel" der Möglichkeiten zu verlieren.
  • Kostenmanagement weltweit: Auslandsanmeldungen können teuer werden. Wir erklären, welche Wege es gibt, um Gebühren zu strecken und das Budget effizient einzusetzen.
  • Vorteile und Fallstricke: Warum ist ein früher Anmeldetag so wichtig und welche strategischen Vorteile bietet eine durchdachte internationale Patentfamilie gegenüber Einzelanmeldungen?

Get-together
 

Referenten

RA Konstantin Schallmoser (Rechtsanwalt)

PA Dr.-Ing. Nikolai Köllisch (Patentanwalt)

PA Christian Kröner (Patentanwalt)

Konstantin Schallmoser, Rechtsanwalt und Partner der Boutique-Kanzlei Bonabry

Konstantin Schallmoser ist Rechtsanwalt und Partner der Boutique-Kanzlei Bonabry und leitet das Pariser Büro. Er berät nationale und internationale Mandanten in Patentstreitverfahren auf allen technischen Gebieten. Seine Expertise umfasst Bereiche Pharma und Life Science, Automotive sowie Industrial Engineering. Er ist Mitglied der Rechtsanwaltskammern in München und Paris und konnte bereits in einer Vielzahl an Verfahren vor dem Einheitlichen Patentgericht (EPG), insbesondere in Paris, Hamburg, Mannheim, München, Mailand und vor dem Berufungsgericht in Luxemburg die Interessen seiner Mandanten verteidigen.

 

Dr.-Ing. Nikolai Köllisch, Patentanwalt und Managing Partner der Kanzlei Müller Schupfner & Partner

Dr. Nikolai Köllisch, dessen Karriere sowohl tiefgreifende technische als auch juristische Expertise vereint, zählt zu den führenden Experten auf seinem Gebiet. Nach dem Abschluss seines Maschinenbaustudiums an der Technischen Universität Hamburg promovierte er 2016 in dem Bereich der numerischen Simulationen. Köllisch ist neben der Zulassung als deutscher und Europäischer Patentanwalt auch als Vertreter vor dem Einheitlichen Patentgericht zugelassen.

Er erstellt regelmäßig Rechtsbeständigkeits- und Verletzungsgutachten, die maßgeblich dazu beitragen, die Interessen seiner Mandanten zu stärken. Zudem führt er regelmäßig Verletzungsprozesse, um die Schutzrechte seiner Mandanten durchzusetzen. Seine akademische technische Laufbahn und das abgeschlossene Studium zum Master of Laws machen ihn zu einem Experten, der technisches Verständnis und juristisches Fachwissen auf höchstem Niveau kombiniert. Köllisch steht für praxisnahes Know-how, strategisches Denken und eine individuelle Beratung.

 

Christian Kröner, Patentanwalt und Managing Partner der Kanzlei Müller Schupfner & Partner

Christian Kröner zeichnet sich durch eine tiefgreifende Expertise in der Ausarbeitung hochkomplexer Patentstrategien aus. Seine Karriere vereint technisches und juristisches Fachwissen, was ihn zu einem gefragten Berater im Bereich geistiges Eigentum macht. Nach dem Studium des Maschinenbaus an der FH Koblenz sowie des Bauingenieurwesens an der Technischen Universität München begann Kröner seine berufliche Laufbahn als Projektleiter im Bereich Energie und Infrastruktur bei einem international tätigen Unternehmen. Parallel dazu arbeitete er als Wissenschaftler an der Universität Innsbruck.

Sein Tätigkeitsschwerpunkt liegt auf der strategischen Beratung zur weltweiten Patentportfolio-Gestaltung. Besonderer technischer Fokus liegt auf Computer-implementierten Erfindungen, Medizintechnik, künstlicher Intelligenz und neuronalen Netzwerken. Neben seiner technischen Expertise bietet Kröner umfassende Beratung zu Patentstrategien in hart umkämpften Märkten, unterstützt bei Produktplatzierungen und begleitet Mandanten durch die verschiedenen Phasen der weltweiten Patentanmeldung. Er vereint technisches Detailwissen mit juristischer Präzision und strategischem Weitblick – eine wertvolle Ressource für weltweites Portfoliomanagement.