header-image
19.11.2022

Herstellung ultraresistenter, transparenter Oberflächen erfolgreich demonstriert

Im CORNET-Projekt "ULTRAHARD" gelang der Auftrag verschleißfreier und chemisch inerter Dünnschichten aus Diamant

Herstellung ultraresistenter, transparenter Oberflächen erfolgreich demonstriert

Im internationalen CORNET-Projekt "Ultrahard optical diamond coatings (ULTRAHARD) verfolgten die Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik IST, Braunschweig, in Zusammenarbeit mit den belgischen Einrichtungen Interuniversity microelectronic centre, Diepenbeck, and Hasselt University, Diepenbeck, die Umsetzung eines streu- und reflexionsarmen, kratzfesten Schichtsystems mit hoher Transmission und geringer Absorption für optische Anwendungen. Durch eine auf Glassubstrate erfolgreich aufgetragene und in Mehrschichtsysteme intergrierte Diamantbeschichtung können damit versehenen Bauteile bereits jetzt, nach erfolgreicher Beendigung des in der Verantwortung der F.O.M. durchgeführten Projektes nach 27 Monaten Laufzeit im März 2022, mechanisch herausfordernden Bedingungen ausgestzt werden.  

Durch Herabsetzen der Beschichtungstemperatur für die Verfahren der Heißdraht-aktivierten Gasphasenabscheidung (HFCVD) und der Plasma-aktivierten Gasphasenabscheidung (PACVD) können nun auch temperatur-sensitive Substrate wie Borosilikat- oder gar Floatgläser mit einer ultraharten, transparenten und beständig haftenden Diamantschicht versehen werden. Die Verwendung einer Diamantschicht in unterschiedlichen Mehrschichtsystemen zeigte ebenfalls hohe Haftfestigkeit auf den Substraten. Lediglich die Transmission sowohl der Diamantbeschichtung als auch der mehrschichtigen Systeme erhöhte sich, weshalb die Anwendung der Diamantbeschichtung für optische Komponenten weiter entsprechend den gewünschten Anforderungen der Photonik-Industrie optimiert werden.

Die erzielte Beständigkeit der Beschichtungen gegen mechanische Einwirkungen erlaubt bereits eine Anwendung in Unternehmen, wenn die optischen Eigenschaften eine untergeordnete Rolle spielen. Zudem lassen die Optimierung der HFCVD- und PACVD-Methodiken den Unternehmen die Wahl der Beschichtungsanlage. Für die Weiterenwicklung der optischen Eigenschaften wird derzeit mit mehreren Unternehmen über ein Folgeprojekt diskutiert.

Für die Durchführung des Projektes hat die F.O.M. erfolgreich Fördermittel in Höhe von 262.132 Euro für die Forschung am Fraunhofer IST eingeworben. Das Projekt wurde durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages, Deutschland, durch Agentschap Innoveren & Ondernemen (VLAIO), Belgien, sowie teilweise von Research Foundation - Flandern (FWO), Belgien, gefördert.

Detaillierte Informationen zu dem Projekt finden Sie auf der Projektwebseite und in der Erfolgsnote.