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13.12.2022

Entwicklung eines bildgebenden Systems zur optimierten kolposkopische Krebsvorsorge

Beitrag zur frühzeitigen Erkennung von Karzinomen im Gebärmutterhals: das IGF-Vorhaben "MSI-prevent"

Entwicklung eines bildgebenden Systems zur optimierten kolposkopische Krebsvorsorge

Die Morbidität und Mortalität bei karzinomatösem Gebärmutterhals ist aufgrund der geringen Spezifität und Sensitivität kolposkopischer Biopsien sehr hoch. Da ein Entschluss zu solchen Eingriffen hauptsächlich anhand augenscheinlicher, subjektiver Wahrnehmung beruht, soll ein neuartiges Messsystem aus einer Kombination mulitspektraler Bildgebung und strukturierter Beleuchtung die Kolposkie wesentlich effizienter gestalten und die Patientenversorgung dadurch verbessern. Die Konzeptionierung und Entwicklung dieses Messsystems erfolgt mittels mikroskopischer Detektions- und Beleuchtungsmodule, die bis zur Nutzung für einen klinischen Ablauf optimiert werden.

Die Ergebnisse dieser Untersuchungen, die von Forschern des Instituts für Lasertechnologien der Medizin und Messtechnik an der Universität Ulm, dem Department für Frauengesundheit der Universitätsklinik der Eberhard Karls Universität Tübingen und dem Fraunhofer-Institut für Lasertechnik, Aachen, vorgenommen werden sollen, sind zudem auf weitere medizinische Bereiche nach entsprechender Anpassung übertragbar. Ebenso kann ein solches System auch bei industriellen Fragestellungen zum Einsatz kommen und bislang spektroskopisch dominierte Anwendungsfelder ergänzen.

Für den Fall einer Bewilligung dieses IGF-Vorhabens wird es in Verantwortung der F.O.M. durchgeführt, die dafür ca. 700.000 Euro BMWK-Fördermittel aus dem Förderprogramm der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) einwerben möchte. Die F.O.M. vernetzt Industrie und Wirtschaft und setzt den projektbegleitenden Ausschuss von 15-20 Wirtschaftsunternehmen ein.

Haben auch Sie Interesse an dem Projekt und/oder möchten Sie seine Durchführung unterstützen, die Projektfortschritte als Mitglied des projektbegleitenden Ausschusses hautnah erleben und die Forschung mitsteuern? Wenden Sie sich in diesen Fällen gerne an die F.O.M.-Geschäftsstelle (info@forschung-fom.de, 030 4140 21-59).
 

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