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20.04.2020

Nominiert für den Otto von Guericke-Preis: F.O.M.-Projekt "HSI-plus"

Anerkennung des Ulmer Ansatzes zur Tumorerkennung in der Dermatologie durch Nutzung strukturierter Beleuchtung und hyperspektraler Bildgebung

Nominiert für den Otto von Guericke-Preis: F.O.M.-Projekt "HSI-plus"

Dass eine Innovationsidee in der Medizintechnik bereits zum Ende eines im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) geförderten Projektes den Weg in die Klinik geschafft hat, gilt als nahezu unmöglich. Doch Wissenschaftlern aus Ulm ist das gelungen: Im Projekt „HSI-plus - Strukturierte Beleuchtung und hyperspektrale Bildgebung als neuartiger Ansatz zur Tumorerkennung in der Dermatologie" (IGF-Projekt 19639 N) wurde von Karl Stock, Alwin Kienle, Steffen Nothelfer, Holger Wurm und Daniel Meitinger vom Institut für Lasertechnologien in der Medizin und Meßtechnik an der Universität Ulm (ILM) ein Messsystem entwickelt, das nun in einer Studie des Universitätsklinikums Ulm mit über 100 Patienten erprobt werden soll. Und nicht nur das: Das Messsystem kann auch in anderen Branchen eingesetzt werden, z. B. in der Lebensmittelkontrolle, der Pharmazie, der Mülltrennung, im Bereich der Computergrafik und im Homecare-Bereich, um nur einige zu nennen.

Das überzeugte auch die Jury des Wissenschaftlichen Rats der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF), die das erfolgreiche Projekt in die Finalrunde um das "IGF-Projekt des Jahres 2020" wählte. Anhand der eingereichten Unterlagen und eines im Sommer erstellten Projektfilms kürt die Jury im Herbst den Gewinner des mit 10.000 Euro dotierten Otto von Guericke-Preises aus dem Kreis der drei Finalisten. Mit dem Preis werden herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Industriellen Gemeinschaftsforschung zugunsten kleiner und mittlerer Unternehmen ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am Mittwoch, den 28. Oktober 2020 in Berlin statt.

HSI-plus wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit 249.600 Euro gefördert. Projektverantwortliche Forschungsvereinigung ist die F.O.M., deren Projekte es bereits 2016 und 2018 in der Finalrunde der Ausschreibung für den Otto von Guericke-Preises schafften.

Finalist Otto von Guericke-Preis