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15.12.2015

Förderung zum Themenfeld "Photonische Systemlösungen für Medizin und Biotechnologie"

Mit der Bekanntmachung "Photonische Systemlösungen für Medizin und Biotechnologie" verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Ziel, die anwendungsorientierte Erforschung von Lösungsansätzen zu unterstützen, die sich nicht auf einzelne photonische Verfahren beziehen, sondern die als Systemlösungen dem komplexen Charakter vieler Fragestellungen in den Bereichen der medizinischen Diagnostik und Therapie sowie der Biotechnologie gerecht werden.

Im Zentrum der geförderten Arbeiten sollen Forschungs- und Entwicklungs(FuE)-Aktivitäten zu innovativen systemtechnischen Ansätzen für Prädiktion, Prävention und Hygiene, patientennahe Diagnostik sowie Therapie und Therapieunterstützung stehen. Die Arbeiten sollen sich klar von Aktivitäten abgrenzen, die im Bereich der Gesundheitswirtschaft gefördert werden.

Ein großes Potenzial bzw. großer Handlungsbedarf besteht vor allem bei

  •  der Miniaturisierung photonischer Komponenten,
  •  der Entwicklung von Konzepten, die Komponenten für eine preisgünstige Volumenfertigung geeignet machen, und
  •  der Kombination photonischer Verfahren mit anderen Technologien wie z. B. der Mikrofluidik oder der Nanotechnologie sowie mit Methoden und Erkenntnissen der Informations- und Kommunikationstechnologie.

Das BMBF will mit der Fördermaßnahme kooperative, vorwettbewerbliche Verbundprojekte unterstützen, die zu völlig neuen oder wesentlich verbesserten technischen Systemlösungen für Anwendungen insbesondere in den Bereichen Gesundheitsversorgung und Biotechnologie führen und gleichzeitig ein großes Marktpotenzial aufweisen. Kennzeichen der Projekte sind ein hohes Risiko und eine besondere Komplexität der Forschungsaufgabe. Für eine Lösung sind in der Regel inter- und multidisziplinäres Vorgehen und eine enge Zusammenarbeit von Unternehmen, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen erforderlich. Die Verbundstruktur soll insbesondere die notwendige Zusammenarbeit zwischen Technologieentwicklern und Anwendern widerspiegeln.

Die Förderung zielt auf industriegeführte FuE-Verbundprojekte mit mindestens zwei Industriepartnern ab. Die Vorhaben sollen entlang der Wertschöpfungskette strukturiert sein. Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die zum Zeitpunkt der Zuwendungsbewilligung einen Sitz in Deutschland haben, Hochschulen und außer­universitäre Forschungseinrichtungen. Die Beteiligung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) ist ausdrücklich erwünscht und wird bei der Projektbegutachtung berücksichtigt.

Zuwendungen können im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt werden.

Die Projektskizzen sind beim vom BMBF beauftragten Projektträger VDI Technologiezentrum GmbH einzureichen, sie stehen untereinander im Wettbewerb. Das Förderverfahren ist zweistufig. Die Vorlagefrist für die erste Verfahrensstufe endet am 31. März 2016.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.photonikforschung.de/foerderung/bekanntmachungen/aktuellebekanntmachungen/photonische-systemloesungen-fuer-medizin-und-biotechnologie/.