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05.12.2013

Deutscher Zukunftspreis für F.O.M.-Projektpartner

Am 04.12.2013 verlieh Bundespräsident Joachim Gauck den 17. Deutschen Zukunftspreis an das Team Dr. Jens König (Robert Bosch GmbH, Schwieberdingen), Prof. Dr. Stefan Nolte (Friedrich-Schiller Universität Jena, Fraunhofer IOF Jena) und Dr. Dirk Sutter (TRUMPF Laser GmbH & Co. KG, Schramberg).

Damit wurde die Arbeit des Teams zum Thema "Ultrakurzpulslaser für die industrielle Massenfertigung - produzieren mit Lichtblitzen" honoriert.

Der mit EUR 250.000 dotierte Preis zeichnet seit 1997 Projekte aus, die durch die Kombination von wissenschaftlichen Höchstleistungen, einem weitreichenden Nutzen für Wohlstand und Lebensqualität der Gesellschaft und einem großen wirtschaftlichen Potential gekennzeichnet sind. Er ist ein Aushängeschild für exzellente Erfindungen und Entwicklungen. Bei den durch den Bundespräsidenten 2012 für fünf Jahre in die Juryberufenen Mitglieder handelt es sich um zehn unabhängige Fachleute aus Wissenschaft und Praxis.

Dass es sich bei allen drei in 2013 nominierten Projekte um Optische Technologien dreht, ist kein Zufall und beschreibt die immense Bedeutung des Technologiefeldes für sehr viele Industrie- und Lebensbereiche:

Projekt 1 (ausgezeichnet mit dem Deutschen Zukunftspreis):
Ultrakurzpulslaser für die Massenfertigung - produzieren mit Lichtblitzen

Die erfolgreichen Forscher entwickelten Werkzeuge aus Lasern, die Licht in Form energiereicher Pulse von Piko- oder Femtosekunden-Dauer abgeben. Dadurch ermöglichten sie eine höchst präzise und zuverlässige Materialbearbeitung mithilfe von Laserstrahlung. Die Technologie wird bereits zur Fertigung vieler verschiedener Produkte eingesetzt, sowie zur Oberflächenfunktionalisierung und zu medizinischen Zwecken.

Projekt 2:
Kristalline Schaltschichten für lebendige Displays - bye, bye, Pixel!

Die Forscher Rainer Pätzel, Dr. Ralph Delmdahl und Dr.-Ing. Kai Schmidt (Coherent LaserSystems GmbH & Co. KG, Göttingen) schufen ein Lasersystem, mit dem sich durch gepulstes ultraviolettes Licht großflächig dünne Schichten aus Polysilizium produzieren lassen. Sie sind die Grundlage für die Fertigung von hochauflösenden Displays für Smartphones und Tablets sowie Fernsehern der neuesten Generation. Namhafte Hersteller setzen auf diese einzigartige Technologie.

Projekt 3:
Energiesparende Festkörperchemie - neue Materialien beleuchten die Welt

Die Forscher Prof. Dr. Wofgang Schnick entwickelten Substanzen mit außergewöhnlichen Eigenschaften, die sich als Leuchtstoffe in weißen Leuchtdioden (LED) nutzen lassen. Sie machen diese Lichtquellen besonders effizient, langlebig und preiswert. Die neuartigen Lichtquellen, die als Massenprodukt gefertigt werden, können der energiesparenden LED-Beleuchtung von Räumen oder Straßen zum Durchbruch verhelfen.


Die F.O.M. beglückwünscht alle Nominierten zur verdienten Anerkennung ihrer Leistungen. Wir freuen uns besonders mit den Preisträgern. Prof. Nolte ist Projektleiter des F.O.M.-Projektes "Justierfräsen - Montagegerechte Fertigungstechnologie für gefasste Optik", einem vom BMWi mit EUR 250.000 geförderten Projekt der Industriellen Gemeinschaftsforschung.