FORSCHUNGSTHEMEN DER FAM

Aktorik, Robotik, Automatisierung in der Medizintechnik


Projektvorhaben

RoboSim-Care (geplanter Projektstart: 02.2020; F.O.M.)
Robotische Simulationspatienten für Pflegeschulungen in der familialen Pflege

Die Versorgung pflegebedürftiger Personen erfolgt größtenteils durch Familienmitglieder, die meist nur unzureichend auf die Pflege vorbereitet sind und daher vermehrt auf professionelle Versorgungsalternativen ausweichen. Projektziel ist die Entwicklung eines Pflege robotischen Schulungssystems zur realitätsgetreuen Einübung von Pflegetechniken in häuslicher Umgebung.

Steckbrief

NOCTOPOS (geplanter Projektstart: 01.2020; F.O.M.)
Detektion neurodegenerativer und neuroinflammatorischer Erkrankungen im Auge mittels polarisationssensitiver OCT

Für viele neurologische Erkrankungen fehlen diagnostische Instrumentarien mit ausreichender Auflösung zur Früherkennung. Projektziel ist es, ein nicht-invasives Bildgebungsverfahren auf Basis von polarisationsssensitiver Optischer Kohärenz-tomographie (PS-OCT) der Netzhaut mit nahezu zellulärer Auflösung für die neurologische Diagnostik nutzbar zu machen.

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XFloater (geplanter Projektstart: 10.2019; F.O.M.)
Mouches volantes: OCT-Erfassung und UKP-Laser Therapie

Glaskörpertrübungen, sog. Mouches volantes, führen zur Wahrnehmung kleiner, scheinbar im Gesichtsfeld schwebender Schatten und beeinträchtigen das Sehen. Konventionelle Therapien bergen Risiken für verschiedene erhebliche Komplikationen. Projektziel ist, die Grundlagen für ein sicheres, nicht-invasives Verfahren auf Basis modernster Lasertechnik mit hohen Behandlungserfolgsraten zu schaffen.

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Metabox (geplanter Projektstart: 10.2019; F.O.M.)
Multimodale computergestützte optische Erfassung der beeinträchtigten Mitochondrienaktivität in komplexen Geweben

Bei altersassoziierten Erkrankungen, wie Demenzen, spielen Änderungen im zellulären Energiestoffwechsel des Nervengewebes eine wesentliche Rolle. Derzeit lässt sich der metabolische Austausch von Zellen unterschiedlichsten Energiebedarfs und -verbrauchs nicht räumlich auf Einzelzellebene darstellen. Projektziel ist die Etablierung einer standardisierten, benutzerfreundlichen Technologieplattform zur Aufklärung krankhafter Stoffwechseländerungen.

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Laufende Projekte


AuSter (05.2019-10.2021; IGF-Nr. 20710 BG; Hahn-Schickard)
Autonomer mikroelektromechanischer Sterilisationszyklenzähler

Wiederverwendbare medizinische Instrumente müssen vor Gebrauch zur Keimabtötung sterilisiert werden. Je nach Instrument ist dies unterschiedlich oft zulässig. Projektziel: Entwicklung eines mikrochipgroßen Sterilisationszyklenzählers, der energieautark, d.h. ohne zusätzliche Energiequellen wie Batterien, durchgeführte Dampfsterilisationen direkt am Instrument erfasst und zählt.

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HSI-plus (08.2017-01.2020; IGF-Nr. 19639 N; F.O.M.)
Strukturierte Beleuchtung und hyperspektrale Bildgebung als neuartiger Ansatz zur Tumorerkennung in der Dermatologie

Bei Untersuchungen zur Hautkrebsfrüherkennung erfolgen Biopsien heute meist ausschließlich auf Basis visueller Kontrollen und abhängig von der Erfahrung der durchführenden Ärzte. Projektziel ist die Entwicklung eines bildgebenden Messsystems zur objektiven Erkennung prämaligner Läsionen der Haut.

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ValiData (07.2019-06.2020; IKV)
Entwicklung einer effizienten Methodik zur Validierung von Spritzgießprozessen am Beispiel der Medizintechnik

Der zeitliche Aufwand von der Produktidee zur Produktion ist in der Medizintechnik besonders hoch, da umfangreiche Versuche und Dokumentationen für die Prozessvalidierung erforderlich sind. Ein standardisiertes Vorgehen gibt es nicht. Ziel dieses Projektes ist es, die Validierung von Spritzgießprozessen bei der Einführung eines neuen Produkts und nach Prozessänderungen zu standardisieren und eine „Best Practice“ Methode zu etablieren.

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EFORMIN (02.2017-07.2019; IGF-Nr. 19307 BR; F.O.M.)
Einsatz von Formgedächtnisaktoren in minimalinvasiven chirurgischen Instrumenten

In der minimalinvasiven Chirurgie wird eine Vielzahl an Instrumenten eingesetzt, deren Ausrichtung und Bewegung meist rein mechanisch über Bowdenzüge oder Zug- und Druckstangen erfolgt. Die Limitierung der Bewegungsfreiheitsgrade oder eine mechanische Übersetzung verhindern die intuitive und feinfühlige Handhabung. Ziel dieses Projektes ist die Entwicklung eines multifunktionalen, minimalinvasiven Instruments mit verbesserter Handhabung.

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